Ausgerechnet! US-Milliardär Peter Thiel erhält heute den Axel Springer Award. Der Medienkonzern würdigt damit seinen Beitrag zur „Resilienz von Demokratie“. Wohin die Reise in Wahrheit geht, erahnt jeder, der das Buch „Das Brooklyn-Projekt“ von Frank Höfer gelesen hat, in dem die Herausbildung einer neuen transhumanen Herrscherstruktur aufgedeckt wird. Und: Peter Thiel hängt auch mit drin. Hier mehr erfahren.

    „Peter Thiel gehört zu den seltenen Unternehmern, die nicht nur Unternehmen gründen oder finanzieren, sondern die Richtung technologischer Entwicklung mitbestimmen“, begründet Mathias Döpfner, Axel-Springer-Vorstandsvorsitzender, die Entscheidung der Preisverleihung in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Vor allem als Mitbegründer des KI-Überwachungsunternehmens Palantir habe Thiel eines der „für die Resilienz von Demokratien wichtigsten Unternehmen unserer Zeit“ geschaffen. Hat er nicht gesagt?! – Doch, hat er!

    Für die einen ist der US-Tech-Investor ein gefährlicher Freak, der die globale Überwachung anstrebt, für die anderen ein Vorbild auf dem Gebiet der Innovation. Dass er nun aber im Bunde mit unserer Demokratie sei, behauptet er möglicherweise nicht einmal selbst. 2009 schrieb er, er glaube nicht länger daran, dass Freiheit und Demokratie miteinander vereinbar seien.

    Kein gewöhnliches Softwaren-Unternehmen

    Thiel wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren und zog als Kind mit seiner Familie in die USA. Er studierte Philosophie und Rechtswissenschaften an der Stanford University. Nach Paypal investierte Thiel früh in Facebook und gründete später Palantir mit. Das US-Unternehmen entwickelt Software zur Datenanalyse, die unter anderem von Geheimdiensten, Militär und Polizei genutzt und missbraucht wird.

    Denn Palantir ist kein gewöhnliches Software-Unternehmen. Es wurde 2003 mit Unterstützung des US-Geheimdienstes CIA gegründet. Jahrelang war unklar, was der Konzern treibt. Schließlich stellte sich heraus, dass dort Datenanalysen für das US-Militär durchgeführt werden: Standorte von Taliban-Führern ermitteln, Saddam Husseins aufspüren. Für Israel die Zielermittlung im Gaza-Genozid durchführen.

    Im Sommer 2025 stellte der US-Oberbefehlshaber für Europa eine Strategie vor, mithilfe von Palantir die russische Exklave Kaliningrad per Blitzkrieg zu erobern. Wichtig: Palantir-Gründer Peter Thiel hat den Aufstieg von J.D. Vance finanziert, der, aktuell Vizepräsident, als Nachfolger von Donald Trump im Weißen Haus gehandelt wird.

    Um unsere Sicherheit besorgt…

    Palantir entwickelt Software (beispielsweise „Gotham“), die riesige Datenmengen aus völlig unterschiedlichen Quellen in rasender Geschwindigkeit verknüpft und analysiert. In Deutschland wird Palantir-Software bereits in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eingesetzt und soll angeblich die „Sicherheit“ der Bürger verbessern. Organisationen wie die American Civil Liberties Union oder die Electronic Frontier Foundation kritisieren jedoch, dass die Datensammelei hinter dem Rücken der Bürger passiere und zu „Predictive Policing“ (Vorhersage von Verbrechen) führe, wie man sie aus dem SciFi-Film „Minority Report“ kennt.

    Döpfner will davon nichts wissen: „Ich glaube, dass ohne ein Unternehmen wie Palantir die Demokratie weltweit in einem wesentlich gefährdeteren Zustand wäre“, sagt er. „Ich sehe in Palantir eine Schutzmacht der Demokratie, keine Gefahr für die Demokratie.“ Über Palantir hinaus hat Thiel ein umfangreiches Netzwerk in Politik und Wirtschaft aufgebaut. Dazu zählen US-Regierungsvertreter, ausländische Regierungsmitglieder und Führungskräfte aus dem Silicon Valley.

    Unlängst rückten auch Thiels religiöse und apokalyptische Vorstellungen ins Licht der Öffentlichkeit. Beispielsweise beschäftigt sich der Investor intensiv mit dem theologischen Konzept des „Katechon“, des „Aufhalters“, der den Antichristen und das Ende der Welt zurückhält. Selbst im Berliner Axel-Springer-Haus wurde gegen die heutige Ehrung protestiert. In einem Aufzug hingen entsprechende Protest-Plakate. Döpfner bestätigte eine „anonyme Aktion“. Man wisse nicht, ob Springer-Mitarbeiter oder Personen von außerhalb des Unternehmens die Zettel aufgehängt hätten.

    Auch vor dem Haus ist eine Protestkundgebung geplant, initiiert von verschiedenen Kritikern. Die Taz macht in diesem Zusammenhang auf folgenden Umstand aufmerksam: „Auffällig ist, dass Mathias Döpfners Sohn Moritz Döpfner zahlreiche geschäftliche Verbindungen zu Peter Thiel pflegt. Laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazin Capital investierte Thiel 50 Millionen Dollar in Moritz Döpfners neu gegründeten Investitionsfonds Döpfner Capital. Zuvor sei Moritz Döpfner als Chief of Staff in Thiels eigener Investmentfirma Thiel Capital tätig gewesen.“ Und weiter:

    „Einzig in öffentlichen Datenbanken einsehbares Investment im Portfolio von Moritz Döpfner ist das Rüstungs-Start-up Stark Defence. Das in Berlin ansässige Unternehmen entwickelt unter anderem KI-gesteuerte Kamikaze-Drohnen. Zuletzt konnte das Unternehmen einen Rahmenvertrag von über 2,9 Milliarden Euro für die Belieferung der Bundeswehr sichern.“

    Und: „Auch Thiel hat über eine weitere seiner Investmentfirmen, dem Founders Fonds, in Stark Defence investiert. Neben Stark Defence ist Thiel auch Geldgeber für das Münchener Drohnen-Start-up Quantum System.“ All dies sind Bausteine in Palantirs Weltbeherrschungsprogramm, das in einem 22-Punkte-Manifest vor einigen Monaten formuliert wurde und mit dem wir uns ausführlich auseinandergesetzt hatten (hier geht’s zu dem entsprechenden Beitrag).

    Wohin die Reise in Wahrheit geht, erahnt jeder, der das Buch „Das Brooklyn-Projekt“ von Frank Höfer gelesen hat, in dem die Herausbildung einer neuen transhumanen Herrscherstruktur aufgedeckt wird. Hier bestellen.

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