Vom Liberalen zum Rechten: Der Monty-Python-Star spricht sich nun offen für Rupert Lowe aus und würdigt vor allem dessen Aufklärungsarbeit im Skandal um die Grooming Gangs. Schon in der Vergangenheit sorgte Cleese mit einwanderungs- und islamkritischen Bemerkungen für Aufsehen. In unserem Aufklärungspaket «Asyl-Invasion» zeigen wir, warum dies auch dringend notwendig ist. Sechs COMPACT-Ausgaben, insgesamt 440 Seiten, statt 38,40 Euro nur noch 14,99 Euro. Hier mehr erfahren.
Der britische Komödiant John Cleese (86) galt über Jahrzehnte als liberaler Satiriker. Mit seiner Comedy-Truppe Monty Python und in Interviews der 1970er bis 1990er Jahre richtete sich seine Kritik häufig gegen Autoritäten, Klassendenken und religiösen Dogmatismus. Bestes Beispiel ist die bekannte Komödie «Das Leben des Brian» (1979), in der der Titelheld wider Willen als Messias verehrt wird und schließlich am Kreuz landet. Der Film stieß auf Kritik seitens christlicher und jüdischer Kreise, man warf Monty Python Blasphemie vor.
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COMPACT unterstützenDoch der John Cleese des Jahres 2026 ist ein anderer. Frank Rizzo, einstiger Bürgermeister der US-Metropole Philadelphia, prägte in den Siebziger das Bonmot: «Ein Konservativer ist ein Liberaler, der am Vorabend überfallen wurde.» Zwar ist Cleese selbst nicht Opfer einer Attacke geworden, doch vieler seiner britischen Mitbürger. Das hat ihn offenbar dazu veranlasst, politisch umzudenken. Denn nun unterstützt er offen die einwanderungskritische Partei Restore Britain des Unterhausabgeordntene Rupert Lowe.
«Ich vertraue diesem Mann»
Auf der Plattform X schrieb Cleese über Lowe: «Ich vertraue diesem Mann mehr als anderen Anführern.» Der Gelobte antwortete prompt: «Wenn bloß mehr Personen des öffentlichen Lebens die Eier hätten wie John Cleese.» Zuvor hatte der Schauspieler dem britischen Sender BBC vorgeworfen, eine von Lowe initiierte Untersuchung über die massenhaften Verbrechen pakistanischer Grooming Gangs zu wenig Beachtung zu schenken.
Der Skandal schwelt seit Jahrzehnten. Die sogenannten Grooming Gangs sind organisierte Netzwerke von migrantischen Männern, die gezielt oft minderjährige Mädchen ansprechen, sie mit Drogen und Alkohol gefügig machen, systematisch vergewaltigen, weiterreichen und durch Erpressung zum Schweigen zwingen. Die Opfer sind überwiegend weiße britische Mädchen zwischen elf und 16 Jahren, viele aus prekären Verhältnissen.
Dunkle Wölfe, weiße Schafe: Die Kinderschänder von Rotherham
Öffentlich wurde der Skandal 2014, als ein offizieller Untersuchungsbericht enthüllte, dass allein in der nordenglischen Stadt Rotherham zwischen 1997 und 2013 mindestens 1.400 Kinder und Jugendliche missbraucht worden waren, während Polizei, Sozialämter und Kommunalpolitiker jahrelang wegsahen, aus Angst, als rassistisch gebrandmarkt zu werden. Der gesamte Stadtrat trat zurück. In den Jahren danach wurden ähnliche Netzwerke in mehr als 50 britischen Städten aufgedeckt: Rochdale, Telford, Oldham, Oxford und viele weitere.
Die Verbrechen der Grooming Gangs
Im Juni dieses Jahres legte Lowe im britischen Parlament einen Untersuchungsbericht vor, nachdem sein Team 18 Monate lang Akten ausgewertet und Überlebende befragt hatten. Der Report zeigt: 87 bis 95 Prozent der Täter waren Muslime, überwiegend pakistanischer Herkunft, aktiv in mindestens 149 Kommunen, also rund 40 Prozent des Vereinigten Königreichs.
Der Lowe-Bericht enthüllte Schreckliches: In einem Fall brachte ein Polizist ein Mädchen zurück in ein Haus, in sie zuvor missbraucht worden war, und forderte die Täter auf, «viel Spaß mit ihr zu haben». Weitere Verbrechen überschreiten jede Vorstellungskraft: Eine Überlebende berichtete, sie sei von 600 bis 700 Männern über drei Jahre hinweg vergewaltigt worden. Eine andere beschrieb, wie Männer sie festhielten und abwechselnd vergewaltigten, sie schlugen und ihr drohten, sie und ihre Familie zu töten, sollte sie je sprechen.
Zudem wird dokumentiert, dass Banden Mädchen ins Ausland verschleppten, vor allem nach Pakistan, um den Zugriff britischer Ermittler zu erschweren. Die Regierung des im Juli zurückgetretenen Labour-Politikers Keir Starmer stellte lediglich zehn Millionen Pfund für Ermittlungen bereit. Lowe nannte das «erbärmlich».
Spaltung der Rechten – bald überwunden?
Rupert Lowe mischt die Politik in Großbritannien ordentlich auf. Der 68-jährige Multimillionär, früherer Investmentbanker und langjähriger Vorsitzender des FC Southampton, stieg erst 2024 in die Politik ein – für Nigel Farages Partei Reform UK, für die er als Abgeordneter über den Wahlkreis Great Yarmouth ins Parlament einzog. Doch schon ein Jahr später zertritt er sich mit Farage, weil er diesen in der Einwanderungsfrage nicht als konsequent genug empfand. Im Juni 2026 gründete er schließlich die Rechtspartei Restore Britain.
Inzwischen gibt es Signale einer Wiederannäherung der beiden politischen Alphatiere – aus rationalen Erwägungen. Laut einer aktuellen Umfrage liegt Reform UK mit 24,4 Prozent knapp vor der linken Labour Party (23,4 Prozent) und deutlich vor den konservativen Tories (19,9 Prozent).
Doch diese Zahlen besagen erstmal wenig. Durch das britische Mehrheitswahlrecht kommt es ausschließlich auf die Führung in den Wahlkreisen an. Laut aktuellen Projektionen von Anfang August könnte Reform UK etwa 118 bis 141 Wahlkreise und damit Sitze im Unterhaus gewinnen. Restore Britain könnte Farage die Petersilie verhageln – daher ergäbe eine Allianz oder zumindest Absprachen in den Wahlkreisen arithmetisch durchaus Sinn.
Lowe sei «kein einfacher Mensch im Umgang», so Farage jüngst im Times Radio. Zugleich betonte er jedoch, dass er bereit sei, «frühere Differenzen beiseitezulegen, um eine Art Einigkeit zu erreichen». Dies deute nach Ansicht von Politico darauf hin, «dass die beiden sich möglicherweise an einen Verhandlungstisch setzen könnten». Der Chef von Restore Britain vertritt allerdings radikalere Positionen als der Kopf von Reform UK und setzt andere außenpolitische Akzente, lehnt im Gegensatz zu Farage beispielsweise den Irankrieg ab.
«London ist keine englische Stadt mehr»
Dass sich Monty-Python-Cleese nun so offen für Lowe und Restore Britain ist zwar überraschend, allerdings folgerichtig, wenn man seinen politischen Sinneswandel in den letzten Jahren nachzeichnet. Bereits 2011 erklärte er in einem Interview mit Sky News: «London ist keine englische Stadt mehr.» Und er ergänzte: «Ich liebe es, verschiedene Kulturen um mich zu haben. Aber wenn sich die ursprüngliche Kultur gewissermaßen auflöst, fragt man sich: Was passiert hier eigentlich?»
Während der Brexit-Debatte 2019 unterstützte Cleese den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und liebäugelte mit Farages damaliger Partei UKIP. Im Mai 2019 griff er seine frühere Aussage zur Hauptstadt Großbritanniens erneut auf und schrieb auf Twitter (heute X): «Vor einigen Jahren habe ich die Ansicht vertreten, dass London eigentlich keine englische Stadt mehr ist. Seitdem haben praktisch alle meine Freunde aus dem Ausland meine Beobachtung bestätigt. Also muss wohl etwas Wahres daran sein.»
Später wandte er sich gegen Wokeness und Cancel Culture. In einer Debatte mit dem Londoner Labour-Bürgermeister Sadiq Khan erklärte der Comedian, traditionelle britische Werte würden von muslimischen Glaubensvorstellungen angegriffen. Khan ist selbst Mohammedaner.
Im vergangenen Jahr legte Cleese auf X noch einmal nach: «Das britische kulturelle Erbe beruht auf den Lehren Christi (…) Die Lehren des Korans drehen sich ausschließlich darum, Macht zu erlangen, ‹Ungläubige› zu töten und dem Rest der Welt den Islam aufzuzwingen.» Seine Unterstützung für die britische Rechte ist da nur konsequent.
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