Vergewaltigung, Drogen, Alkohol: 18 Monate lang hat der britische Abgeordnete Rupert Lowe Zeugenaussagen gesammelt, Akten ausgewertet und Überlebende befragt. Sein 219-seitiger Untersuchungsbericht legt erstmals das volle Ausmaß des britischen Grooming-Gang-Skandals offen. In COMPACT-Spezial «Mädchen, Messer, Morde» analysieren wir, wie es so weit kommen konnte. Eine verheerende Bilanz der Politik der offenen Grenzen! Hier mehr erfahren.
Der Skandal schwelt seit Jahrzehnten. Grooming Gangs, auf Deutsch etwa «Anbahungsbanden», sind organisierte Netzwerke von migrantischen Männern, die gezielt vulnerable, oft minderjährige Mädchen ansprechen, sie mit Drogen und Alkohol gefügig machen, systematisch vergewaltigen, weiterreichen und durch Erpressung zum Schweigen zwingen. Die Opfer sind überwiegend weiße, britische Mädchen zwischen elf und sechzehn Jahren, viele aus Pflegefamilien oder zerrütteten Verhältnissen.
Dunkle Wölfe, weiße Schafe: Die Kinderschänder von Rotherham
Erstmals öffentlich wurde der Skandal 2014, als ein offizieller Untersuchungsbericht enthüllte, dass allein in der nordenglischen Stadt Rotherham zwischen 1997 und 2013 mindestens 1.400 Kinder missbraucht worden waren, während Polizei, Sozialämter und Kommunalpolitiker jahrelang wegsahen, aus Angst, als rassistisch zu gelten.
Der gesamte Stadtrat trat zurück. In den Jahren danach wurden ähnliche Netzwerke in mehr als 50 britischen Städten aufgedeckt: Rochdale, Telford, Oldham, Oxford und viele weitere. Im Sommer 2024 kochte der Skandal nach den Southport-Unruhen erneut hoch, als ein algerischer Asylbewerber drei Kinder bei einem Messerangriff tötete und landesweite Proteste auslöste.
Ab Januar 2025 trug Elon Musk den Skandal mit einer Flut von X-Posts in die ganze Welt. Großbritanniens Premier Keir Starmer lehnte eine nationale Untersuchungskommission zunächst ab. Nun legt Lowe, dessen Team 18 Monate lang Akten auswertete und Überlebende befragte, erstmals das volle Ausmaß offen. Vor dem Unterhaus erklärte er:
«Ich möchte, dass die Welt hört, was wir während der zwei Wochen unserer unabhängigen Anhörungen gehört haben, Anhörungen, die niemals hätten stattfinden müssen. Wir alle in diesem Gebäude tragen die Verantwortung, endlich zu handeln. Nicht zu reden, sondern zu handeln.»
Die vorgelegten Ergebnisse haben es in sich.
Jahrzehnte der Vertuschung
Die Täter-Ethnizität war jahrzehntelang das größte Tabu der britischen Debatte. Zwar wurde dem Aufkommen des Skandals klar, dass es sich vor allem um Männer pakistanischer Herkunft handelt, allerdings weigerten sich die Behörden das prozentualem Ausmaß öffentlich zu machen. Der Lowe-Bericht bricht dieses Schweigen: 87 bis 95 Prozent der Täter waren Muslime, überwiegend pakistanischer Herkunft, aktiv in mindestens 149 Kommunen, also rund 40 Prozent des Vereinigten Königreichs.
Zudem deuten Zeugenaussagen darauf hin, dass die Täter gezielt weiße, britische Mädchen aussuchten, weil sie sie als leichte Beute betrachteten und als minderwertig gegenüber muslimischen Mädchen ansahen. Der Bericht spricht von einer «gezielten Zielanwahl» weißer Mädchen. Lowe selbst sagte, die Täter hätten «Mädchen, die keine Muslime sind, dehumanisiert».
Die Zahl von mindestens 250.000 Opfern kursierte bereits seit Jahren, wurde aber von einigen Regierungstreuen als übertrieben dargestellt. Der Bericht untermauert sie nun erstmals mit systematisch gesammelten Beweisen aus Gerichtsakten und Zeugenaussagen. Der Bericht stellt fest:
«Die Beweise aus Zeugenaussagen, Verurteilungen und dem Casey-Bericht zeigen eine klare Überrepräsentation muslimischer Männer, insbesondere pakistanischer Herkunft, in diesen organisierten Netzwerken. Die Untersuchung hat das nicht ignoriert.»
Lowe beschrieb die Verbrechen in einem Video auf X als «reines, ungefiltertes Böses». Das Behördenversagen hatte System. Als Fionas Mutter die Polizei anrief, um das Verschwinden ihrer Tochter zu melden und eine Vorgeschichte von Missbrauch durch asiatische Männer erwähnte, sagte der Mitarbeiter der Notrufzentrale zu ihr:
«Sie dürfen sie nicht als asiatische Männer beschreiben, das ist rassistisch. Sie sollten einfach froh sein, dass Ihr Kind eine andere Kultur kennenlernt.»
In einem Fall brachte ein Polizist Fiona zurück in das Haus, in dem der Missbrauch stattfand, und forderte die Männer auf, «viel Spaß mit ihr zu haben». In einem anderen Fall wiesen Polizisten die Täter an, dass sie, wenn sie Fiona dazu bringen könnten, sich selbst aus der Obhut zu entlassen, die Polizei sie nicht weiter belästigen würde. Es folgte keine weitere Maßnahme. Weitere Verbrechen überschreiten jede Vorstellungskraft. Eine Überlebende berichtete, sie sei von 600 bis 700 Männern über drei Jahre hinweg vergewaltigt worden. Eine andere beschrieb, wie Männer sie festhielten und abwechselnd vergewaltigten, sie schlugen und ihr drohten, sie und ihre Familie zu töten, sollte sie je sprechen. Einer christlichen Überlebenden hielten die Täter ihr Kreuz vor:
«Wo ist jetzt dein Gott? Hat dein Gott dich verlassen?»
Zudem wird dokumentiert, dass Banden Mädchen ins Ausland verschleppten, vor allem nach Pakistan, um den Zugriff britischer Ermittler zu erschweren. Die Metropolitanpolizei überprüft derzeit im Rahmen der Operation Beaconport 9.000 Fälle. Starmers Regierung stellte lediglich zehn Millionen Pfund für Ermittlungen bereit. Lowe nannte das «erbärmlich».
Farages Albtraum

Rupert Lowe, 68 Jahre alt, Multimillionär, früherer Investmentbanker und langjähriger Vorsitzender des FC Southampton, kam auf Umwegen in die Politik. In den 1980er und 1990er Jahren arbeitete er für Morgan Grenfell, die Deutsche Bank und Barings Bank, ehe er 2024 für Nigel Farages Reform UK als Abgeordneter für den Wahlkreis Great Yarmouth ins Unterhaus einzog. Die Zusammenarbeit mit Farage zerbrach bald. Lowe warf Farage vor, zu lasch in der Migrationsfrage zu sein.
Im März 2025 wurde Lowe aus Reform UK ausgeschlossen, offiziell wegen Mobbingvorwürfen, die er als «brutal inszenierte Verleumdungskampagne» zurückwies. Lowe selbst sagte: «Farage hat mich rausgeworfen, weil ich die Massenabschiebung pakistanischer Kinderschänder und ihrer Familien gefordert habe.»
Seine Haltung ließ er unmissverständlich klar: «Wenn ich ein rechtsextremer Rassist bin, weil ich die Abschiebung jedes einzelnen ausländischen Vergewaltigers fordere, ohne Ausnahme, dann sei es so. Ich will diese Degenerien in unserem Land nicht haben, und ich bin sicher, dass jeder anständige Brite mir zustimmt.»
Elon Musk unterstützte ihn mehrfach auf X. Lowe gründete im Juni 2025 die Bewegung Restore Britain, die er im Februar 2026 in eine eigenständige Partei umwandelte. Elon Musk wurde zum wichtigsten Förderer. Als Lowe die Partei offiziell lancierte, schrieb Musk auf X:
«Er ist der Einzige, der es wirklich durchzieht.»
Musk hatte zuvor signalisiert, eine «glaubwürdige Partei rechts von Reform» unterstützen zu wollen. Farage setzte auf eine parlamentarische Untersuchung der Grooming Gangs. Lowe wählte den unabhängigen Weg und sammelte über Crowdfunding rund 600.000 Pfund von mehr als 20.000 Spendern, um den Bericht zu finanzieren, gemeinsam mit einem Team aus Juristen und Experten sowie konservativen Abgeordneten wie Nick Timothy, Esther McVey und Gavin Williamson. Lowe hatte jahrelang im Parlament nach Daten gefragt, die der Staat verweigerte:
«Ich habe im Parlament gefragt, immer wieder. Nach Gerichtsprotokollen, Abschiebungen, Nationalitätsaufschlüsselung, Rückfällen, Entlassungen und mehr. Wie viele Antworten? Null.»
Nun kündigt er an, das Parlamentsprivileg zu nutzen, um Täter und staatliche Komplizen namentlich zu nennen, und private Strafverfolgungen einzuleiten.
Konsequenzen oder Kapitulation
Der Bericht legt ein umfassendes Forderungspaket vor, das das britische Rechtssystem, die Einwanderungspolitik und den Opferschutz grundlegend verändern würde. Die aktuellen Strafzumessungsrichtlinien seien «grotesk unzureichend für organisierten Kindesmissbrauch». Der Sentencing Council, also die britische Behörde für Strafzumessungsrichtlinien, müsse gesetzlich verpflichtet werden, seine Richtlinien so zu überarbeiten, dass gruppenbasierte sexuelle Ausbeutung von Kindern mit lebenslanger Haft als Ausgangspunkt beginne, «mit einem Mindesttarif von 50 Jahren für Anführer und 25 Jahren für Teilnehmer». Wie auch die BRD ihre Opfer im Stich lässt, beschreibt der Artikel «Schmerz, Schande, Schweigen — Die Opfer von Scholz und Merz» in unserem Spezial «Mädchen. Messer. Morde».
Menschenhandel über Kreisgrenzen, durch Vergewaltigung verursachte Schwangerschaften und der Einsatz von Filmaufnahmen oder Erpressung müssten jeweils als gesetzliche Erschwerungsgründe festgeschrieben werden. Lowe befürwortet zudem die Wiedereinführung der Todesstrafe für schwerste Verbrechen. Der Bericht argumentiert:
«Es gibt Argumente dafür, dass dies mehr als verhältnismäßig ist, wenn es um Vergewaltigungsbanden geht.»
Bei den Abschiebungen lässt der Bericht keinen Spielraum:
«Jeder verurteilte ausländische Staatsangehörige muss zumindest abgeschoben werden.»
Britische Staatsbürger mit doppelter Staatsangehörigkeit sollen bei Verurteilung automatisch ihre Staatsbürgerschaft verlieren. Auch Familienmitglieder, die Täter «unterstützt, beherbergt oder nicht gemeldet haben», müssen Abschiebungsverfahren unterzogen werden, es sei denn, sie können «entweder aktive Zusammenarbeit mit den Behörden oder fehlende Vorkenntnisse» nachweisen. Moscheen, Koranschulen und Gemeindeorganisationen, die Täter beherbergten, sollen untersucht und bei Schuld geschlossen werden. Zudem soll jeder aus einem Land, dessen Staatsangehörige in Vergewaltigungsbanden überrepräsentiert sind, künftig kein Visum mehr erhalten:
«Das ist konsequent durchzusetzen.»
Bei der Strafverfolgung fordert der Bericht eine eigene nationale Sondereinheit beim Crown Prosecution Service, der britischen Staatsanwaltschaft:
«Anklagebeschlüsse dürfen nicht länger von Gemeinschaftsauswirkungen oder der Angst vor Rassismusvorwürfen beeinflusst werden. Das Versäumnis, einen eindeutigen Fall anzuklagen, muss vom Generalstaatsanwalt überprüfbar sein und sollte zur strafrechtlichen Haftung für diejenigen führen, die ihre Pflicht nicht erfüllen.»
Im Gericht sollen «voraufgezeichnete Beweise, Fernzeugenaussagen und Trennscheiben Standard sein. Kreuzverhöre, die das Kind retraumatisieren, müssen verboten werden.» Entschädigungen für Opfer sollen aus dem Vermögen verurteilter Täter und aus den Pensionen von Beamten finanziert werden, die wegen grober Fahrlässigkeit verurteilt oder entlassen wurden. Für ins Ausland verschleppte Mädchen fordert der Bericht einen eigenen Taskforce des Außenministeriums zur Rückholung aus Pakistan und anderen Ländern.
Lowe schloss mit einem Aufruf an die britische Öffentlichkeit: «Ich fordere alle Briten auf, diesen Bericht vollständig zu lesen. Lektionen müssen gelernt und Strafverfolgungen müssen folgen für die erschreckende Feigheit derer, die es ablehnten, solchen Schrecken zu widerstehen. Die stärkstmöglichen Strafen, bis hin zur Todesstrafe, müssen auch für diejenigen angestrebt werden, die noch nicht angemessen bestraft wurden für ihre abscheulichen, unaussprechlichen Verbrechen.»
Die etablierten Parteien haben diesen Zuständen durch ihre Politik der offenen Grenzen auch bei uns den Nährboden bereitet. In COMPACT-Spezial «Mädchen, Messer, Morde» analysieren wir die Gewalt und ziehen eine verheerende Bilanz der letzten zehn Jahre. Hier bestellen.





