In einem bemerkenswerten Interview hat Elon Musk die Vision einer Zukunft im Überfluss entworfen. Das Buch, das unseren Blick auf die geheimen Mächte, die die gesamte Gattung des Homo sapiens bedrohen, schärft, trägt den Titel „Das Brooklyn-Projekt“ und ist ein Muss für alle, die das Netzwerk aus KI-Forschern, Bewusstseinsingenieuren, Transhumanisten und milliardenschweren Technologievisionären durschauen wollen. Hier mehr erfahren.
In einem ausführlichen Gespräch mit der Chefredakteurin des britischen Magazins The Economist, Zanny Minton Beddoes, hat Elon Musk jetzt über Künstliche Intelligenz, Wirtschaft, Politik und seine langfristigen Zukunftsvisionen gesprochen. Das rund 90-minütige Interview reichte von technologischen Entwicklungen bis hin zu kontroversen gesellschaftlichen Themen.
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COMPACT unterstützenMusk: Geld verliert bald an Bedeutung
Musk gab sich dabei überzeugt, dass die rasanten Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Robotik die Welt in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern werden. Seiner Einschätzung nach steuert die Menschheit auf eine Epoche außergewöhnlichen Wohlstands zu. Er erwartet, dass Roboter künftig den Großteil der Produktion übernehmen und Energie so günstig wird, dass viele heutige wirtschaftliche Begrenzungen verschwinden. Dies berge natürlich erhebliche Risiken, weshalb die Menschheit diesen Weg mit Augenmaß prägen müsse.
In seinem Szenario könnten Waren und Dienstleistungen in nahezu unbegrenzter Menge verfügbar sein. Geld würde nach Musks Vorstellung deutlich an Bedeutung verlieren, weil KI und automatisierte Systeme mehr produzieren könnten, als Menschen überhaupt konsumieren. Lediglich von Natur aus knappe Güter wie Immobilien in Spitzenlagen oder dergleichen blieben davon ausgenommen. Er sagt allerdings auch: Ein globaler Krieg dürfe nicht dazwischenkommen…
Kein Weg zurück möglich
Der Unternehmer geht davon aus, dass Künstliche Intelligenz schon innerhalb weniger Jahre die gesamte menschliche Intelligenz übertreffen könnte. Aus seiner Sicht werde es kaum noch Bereiche geben, in denen Menschen einer KI fachlich überlegen seien.
Trotz der bekannten Risiken sieht Musk die Chancen der Technologie deutlich überwiegen. Ein vollständiger Stopp der KI-Entwicklung sei ohnehin unrealistisch. Entscheidend sei vielmehr, ihre Entwicklung verantwortungsvoll zu gestalten und an menschlichen Werten auszurichten.

Im weiteren Verlauf des Interviews verlagerte sich das Gespräch auf politische Themen. Dabei wies Musk den Vorwurf entschieden zurück, Maßnahmen der von ihm zeitweise geleiteten Behörde DOGE hätten Todesfälle verursacht. Ebenso widersprach er der Behauptung, Russland besonders nahestehend zu sein. Sein Hauptanliegen sei vielmehr ein Ende des Krieges in der Ukraine, um weiteres menschliches Leid zu verhindern.
Besonders kontrovers verlief die Diskussion über Musks Unterstützung verschiedener konservativer und migrationskritischer Parteien in Europa. Er betonte, dass er sich nicht als Unterstützer extremistischer Positionen sehe, sondern Anliegen vertrete, die aus seiner Sicht früher zum politischen Mainstream gehörten.
Nach seiner Auffassung brauche Europa sichere Außengrenzen und eine kontrollierte Einwanderung. Gleichzeitig stellte Musk klar, dass er grundsätzlich für Migration sei, allerdings unter der Voraussetzung, dass Einwanderer die Gesetze respektieren, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten und grundlegende westliche Werte teilen.
Vor neuem Medienzeitalter
Zum Ende des Interviews entwickelte sich eine intensive Debatte über den Einfluss der Medien. Beddoes hielt Musk vor, aufgrund seines enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einflusses zunehmend polarisierend zu wirken. Musk entgegnete, dass seiner Ansicht nach das Vertrauen vieler Menschen in klassische Medien deutlich stärker gesunken sei als deren Vertrauen in ihn.
Er verwies auf seine große Reichweite in sozialen Netzwerken und argumentierte, dass traditionelle Medien das Ausmaß ihres eigenen Glaubwürdigkeitsverlustes unterschätzten. Beddoes räumte Fehler im Journalismus ein, warnte jedoch gleichzeitig vor einer zunehmenden Polarisierung durch soziale Medien.
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