Heute vor 70 Jahren, am 26. Juli 1956, gab der damalige ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser die Verstaatlichung des Suez-Kanals bekannt. Sehr zum Missfallen der Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien, die zum Krieg trommelten und zusammen mit Israel eine Rückeroberung erprobten. Und eine schwere Niederlage erlitten. In unserer neuen COMACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat. Geschichte in Gegenwart Israels“ liefern wir im Artikel „Das Suez-Debakel“ alle Hintergründe. Hier das Heft bestellen!
In Zeiten, in denen die Straße von Hormus und die Meerenge Bab al-Mandab im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen, lohnt sich ein geschichtlicher Rückblick auf einen brisanten Jahrestag. Als Ägyptens Präsident ankündigte, dass sein Land zukünftig die Kontrolle über den Suez-Kanal ausüben werde und vor einer jubelnden Menschenmenge auf dem Platz der Befreiung in der Hafenstadt Alexandria die – bis heute anhaltende – Verstaatlichung bekannt gab.
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Was dann wenige Wochen später geschah und die Suez-Krise mit ihren Folgen, die Parallelen zur heutigen Situation im Nahen Osten aufweisen, auslöste, fasst die Einleitung des Artikels „Das Suez-Debakel“ in der neuen Spezialausgabe „Schurkenstaat“ zusammen:
„Als am 29. Oktober 1956 israelische Truppen in den Gazastreifen und auf die Sinai-Halbinsel einmarschieren, ist ihr Ziel die Sicherung des strategisch wichtigen Mitla-Pass. Am 31. Oktober begannen Großbritannien und Frankreich mit der Bombardierung ägyptischer Flughäfen. Am 5. November landeten britische Fallschirmjäger im Mittelmeerhafen Port Said. In der Folge wurde die gleichnamige Stadt fast vollständig zerstört. Die Stoßtrupps der drei Armeen erreichten schließlich den Suez-Kanal und schwenkten dann nach Südwesten in Richtung Kairo. Alles schien gut zu laufen für die Aggressoren.“
Doch dann griffen die USA ein und positionierten sich überraschenderweise gegen die israelische Aggression. Washington verweigerte der Triple-Entente die Unterstützung. Die Westmächte waren gespalten. Am 31. Oktober stoppten die USA die Finanzhilfe für Israel und Großbritannien und drohten mit dem Verkauf ihrer britischen Währungsreserven, was den Pfund-Kurs hätte einbrechen lassen können. Als dann auch noch die UdSSR ein Eingreifen auf der Seite Ägyptens ankündigte, stellten die Angreifer ihre Kampfhandlungen schon am 6. November 1956 wieder ein. Der Krieg war verloren und Israel blieb nur noch der Rückzug von der Sinai-Halbinsel, der bis zum 7. März 1957 erfolgte.
USA und Nasser waren Sieger
Bis heute zählt der Rückzug zu den schwersten Niederlagen des israelischen Staates, der in seiner aggressiven Ausdehnungspolitik einen Rückschlag erlitten hatte. Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser ging dagegen als Sieger hervor und schaffte mit der Verstaatlichung des Suez-Kanals einen bis heute existierenden Zustand, der Ägypten wichtige Einnahmen sichert. Doch auch die USA, welche die ehemaligen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich zurechtgestutzt hatten, stärkten ihre Position als westliche Führungsmacht.
Suez-Kanal, Sinai-Halbinsel, Ägypten – alle Hintergründe zur jüngeren Geschichte des israelischen Nachbarn liefern wir in unserer neuen COMACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat. Geschichte in Gegenwart Israels“, insbesondere im Artikel „Das Suez-Debakel“. Hier das Heft bestellen!





