Die Niederländerin Eva Vlaardingerbroek ist längst mehr als eine Medienpersönlichkeit: Als Remigrations-Aktivistin steht sie an der der Seite von Martin Sellner und wird von Viktor Orban unterstützt. Wir haben mit ihr über den Save Europe Act und die Themen gesprochen, die in unserer Spezial-Ausgabe «Mädchen, Messer, Morde – Die Opfer der offenen Grenzen von Merkel bis März» so deutlich wie nie angeprangert werden. Hier mehr erfahren.

    _ Eva Vlaardingerbroek im Gespräch mit Matisse Royer

    Beim CPAC Budapest 2024 erklärten Sie, der Große Austausch sei keine Theorie mehr, sondern Realität. Zwei Jahre später: Welche konkreten Entwicklungen bestätigen diese Einschätzung, und was hat sich seitdem verändert?

    Als ich 2024 beim CPAC Budapest sprach, sagte ich, der Große Austausch sei keine Theorie mehr, sondern Wirklichkeit. Das war damals noch höchst umstritten. Ich wusste, dass ich ein großes Risiko einging, aber die Wahrheit ist die Wahrheit — sie musste ausgesprochen werden. Gerade auf einer solchen Bühne.

    Zwei Jahre später unterstreichen dies die Zahlen mehr denn je. In den großen europäischen Städten hat sich die demografische Transformation rasant fortgesetzt. Die einheimischen europäischen Bevölkerungen schrumpfen, während nicht europäische Zuwanderer — legal wie illegal — ihren Platz einnehmen. Die Kriminalstatistiken in Schweden, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und in Großbritannien zeigen eine anhaltende Überrepräsentation bestimmter nicht europäischer Gruppen bei Gewalt- und Sexualdelikten.

    Parallelgesellschaften haben sich ausgeweitet, nicht zurückgebildet. Missbrauchsskandale tauchen immer wieder mit denselben Mustern auf. Die Sozialsysteme ächzen unter den Zahlungen für Bevölkerungsgruppen, die als Nettoempfänger angekommen sind, nicht als Beitragende. Die politischen Eliten wiederholen derweil ihre Phrasen über «Vielfalt», während die europäischen Normalbürger zusehen müssen, wie ihre Viertel, Schulen und öffentlichen Räume sich bis zur Unkenntlichkeit verändern.

    Die Entwicklung, vor der ich gewarnt hatte, hat sich weiter beschleunigt — aber das Gute ist: Darüber wird endlich offen diskutiert. Dennoch ist die Lage so drängend, dass ich über das bloße Reden hinausgehen wollte. Genau dafür steht der [auf dem Remigration Summit 2026 beschlossene] Save Europe Act: um greifbare Maßnahmen zu ergreifen und den Menschen ein Instrument zu geben, das Brüssel zwingt, Farbe zu bekennen.

    Der Save Europe Act ist eine Europäische Bürgerinitiative: Erreicht man eine Million Unterzeichner in sieben Mitgliedstaaten, ist die EU-Kommission rechtlich verpflichtet, zu antworten. Sie haben 100.000 Unterschriften in 48 Stunden überschritten. Wie stellen Sie sich den Weg zur Million vor, und in welchen Ländern ist der Widerstand am stärksten?

    Wir haben die 100.000 Unterschriften in weniger als achtundvierzig Stunden erreicht, weil die Botschaft zieht. Die Menschen haben es satt, für dumm verkauft zu werden. Um in sieben Mitgliedstaaten eine Million zu erreichen, setzen wir auf unermüdliche Basisarbeit: nationale Kampagnen, die auf die Sprache und die Sorgen jedes Landes zugeschnitten sind, Bündnisse mit patriotischen Parteien und Bewegungen, die bereits im Parlament vertreten sind, viraler Content und physische Veranstaltungen. Wir haben die ersten Meilensteine längst hinter uns gelassen und gewinnen weiter an Fahrt.

    Die EU-Kommission könnte sich auch nach einer Million Unterschriften weigern, zu handeln. Haben Sie einen Plan B, oder ist die Mobilisierung selbst schon als politischer Mehrwert anzusehen, unabhängig von der institutionellen Antwort?

    Die Kommission könnte tatsächlich auf Zeit spielen oder jede ernsthafte Maßnahme verweigern, selbst nach einer Million Unterschriften. Deshalb hat die Mobilisierung selbst einen enormen politischen Wert. Jede Unterschrift ist ein Akt des zivilen Widerstands. Jedes Teilen, jedes Gespräch, jede lokale Gruppe, die sich um diese Initiative schart, verschiebt das Overton-Fenster und baut patriotische Gegenmacht auf. Es zwingt das Thema in die Öffentlichkeit. Es gibt nationalen Regierungen zugleich Rückendeckung und Legitimität, die Remigration politisch anzugehen. Selbst eine formelle Absage aus Brüssel wäre keine Niederlage: Sie würde eine tief sitzende antidemokratische Haltung bloßstellen und noch mehr Menschen mobilisieren. Wir setzen unsere letzte Hoffnung nicht in die EU-Kommission. Wir setzen sie in das Erwachen der europäischen Völker. Wenn sie die Tür zuschlagen, gehen wir nach Brüssel und konterkarieren ihre Zensur.

    Der Text des Save Europe Act fordert ein Moratorium für nicht europäische Einwanderung, einen auf EU-Ebene harmonisierten Remigrationsrahmen und die Abschaffung von Sozialleistungen, die als Anreizfaktoren wirken. Welche Vertragsänderungen wären nötig, um diese Maßnahmen durchsetzbar zu machen, und was ist Ihrer Ansicht nach das entscheidende rechtliche Hindernis?

    Die konkreten Maßnahmen des Save Europe Act — Moratorium für nicht europäische Einwanderung, harmonisierter Remigrationsrahmen, Abschaffung der Sogwirkung durch Sozialleistungen — erfordern grundlegende Veränderungen in der Funktionsweise der EU. Einen vollständigen Umbau, wenn man ehrlich ist.

    Das entscheidende Rechtshindernis ist kein einzelner Vertragsartikel, sondern das aufgetürmte Gesamtgebäude des sogenannten Menschenrechtsrechts — allen voran die Europäische Menschenrechtskonvention und die abstrusen Urteile des Straßburger Gerichtshofs, die immer wieder dazu missbraucht werden, die Menschenrechte der angestammten Völker Europas zu untergraben. Sie blockieren die Abschiebung schwerer Straftäter und lassen die Nationen schutzlos.

    Die Migrations- und Asylregeln der EU, die auf dem Prinzip des Non-Refoulement [Verbot von Ausweisung, Auslieferung oder Rückführung von Personen, wenn die Annahme besteht, dass ihnen im Zielland Folter, unmenschliche Behandlung beziehungsweise schwere Menschenrechtsverletzungen drohen] aufbauen, müssen von Grund auf neu geschrieben werden. Vertragsänderungen oder, wo nötig, eine souveräne Neudefinition nach ungarischem Vorbild wären erforderlich. Artikel 4 Absatz 2 EUV erkennt bereits das Recht der Mitgliedstaaten an, ihre nationale Identität zu schützen — wir wollen dieser Klausel wieder echte Bedeutung verleihen.

    Der Save Europe Act wurde gemeinsam mit Martin Sellner und fünf weiteren Initiatoren ins Leben gerufen und beinhaltet die Unterstützung von Ungarns Migrationspolitik, wie sie unter Viktor Orban begonnen wurde. Wie bringt man unterschiedliche politische Temperamente für einen gemeinsamen Text zusammen, ohne ihn zu verwässern?

    Wir einigen uns auf einen unverhandelbaren Kern: Europa gehört den europäischen Völkern, unsere Zivilisation hat ein Recht auf Kontinuität, und der gegenwärtige Austausch muss umgekehrt werden. Ex-Ministerpräsident Orban bringt die Erfahrung eines Staatsmannes mit, der tatsächlich gegen den Strom regiert und den demografischen Charakter seiner Nation geschützt hat. Sellner und das Netzwerk rund um den jährlichen Remigration Summit [Remigrationsgipfel] bringen aktivistische Energie hinein.

    Der Text bleibt scharf, weil er sich weigert, das Wesentliche — Grenzen, Rückführungen, Abschaffung der Anreize — in vagem Integrationsgerede aufzulösen. Er ist der Konsens aller europäischen Patrioten in seiner reinsten Form und schafft es deshalb, nationale, kulturelle und soziale Unterschiede zu überbrücken.

    Stichwort Remigration: Wer muss zurückkehren, nach welchem Kriterium, mit welchen Mitteln, in welchem Rechtsrahmen? Können Sie konkret beschreiben, was Sie fordern?

    Remigration beginnt konkret mit denen, die kein Aufenthaltsrecht haben. Alle illegal Eingereisten, Personen mit abgelaufenem Visum und abgelehnten Asylbewerbern muss die Rückkehr angeordnet werden. Alle ausländischen Staatsangehörigen, die wegen schwerer Vergehen verurteilt wurden, müssen abgeschoben werden. Anschließend bauen wir einen auf EU-Ebene harmonisierten Rahmen für eine weitergehende Remigration auf: mit Druck auf Gruppen, die Parallelgesellschaften gebildet haben, unsere Werte ablehnen und deren Anwesenheit den sozialen Zusammenhalt und die Sicherheit aktiv untergräbt.

    Die Mittel umfassen diplomatische Abkommen mit Herkunftsländern, Anreize zur freiwilligen Rückkehr und, wo nötig, zwangsweise Rückführung unter vollständiger Wahrung des Rechtswegs. Das ist nicht extrem — es ist das Mindeste, um die Rechtsordnung wiederherzustellen und die Möglichkeit einer zukünftigen europäischen Zivilisation zu erhalten. Wir beginnen mit den offensichtlichen Fällen und weiten den Rahmen methodisch und auf legalem Wege aus.

    Sie haben einen Teil Ihres Publikums durch die Verbindung zwischen Masseneinwanderung und der körperlichen Sicherheit von Frauen aufgebaut — ein Aspekt, den manche Feministinnen verweigern anzusprechen. Warum ist dieses Schweigen Ihrer Ansicht nach so hartnäckig, und was verrät es über den Zustand des heutigen Feminismus?

    Das Schweigen so vieler Feministinnen über den Zusammenhang zwischen massenhafter nicht europäischer Einwanderung und der Sicherheit europäischer Frauen entlarvt diese Ideologie am meisten. Der zeitgenössische Feminismus hat entschieden, dass bestimmte Männer vor «rassistischer» Kritik geschützt werden müssen – selbst wenn die Opfer einheimische Frauen und Mädchen sind. Was wir in Köln, Rotherham, Telford und unzähligen anderen Orten erlebt haben, sind erschütternde Beispiele dieser Wirklichkeit. Doch die Reaktion ist oft Ablenkung, Verharmlosung oder schlichte Zensur — und der Angriff auf die Frauen, die den Mund aufmachen. Das zeigt, dass ein Großteil des modernen Feminismus nicht mehr vorrangig für Frauen steht, sondern zum Vehikel einer antiwestlichen, antiweißen Ideologie geworden ist, die die europäischen Völker und ihre Sicherheit zur Nebensache erklärt. Wer Frauen wirklich schützen will, darf nicht davor zurückschrecken zuzugeben, welche Bevölkerungsgruppen die Explosion der Sexualdelikte antreiben.

    Im Januar 2026 hat die britische Regierung Ihnen die Einreise ins Vereinigte Königreich verboten — ohne Berufungsmöglichkeit — mit der Begründung, Ihre Anwesenheit sei «nicht dem öffentlichen Wohl zuträglich». Was sagt diese Entscheidung über den Zustand der Bürgerrechte in Westeuropa aus?

    Die Entscheidung der britischen Regierung vom Januar 2026, mir die Einreise ins Vereinigte Königreich zu verweigern — ohne Berufungsmöglichkeit, mit der Begründung, meine Anwesenheit sei «nicht dem öffentlichen Wohl zuträglich» — sagt alles über den Zustand der Bürgerrechte in Westeuropa.

    Eine niederländische Frau ohne Vorstrafen kann von einem ganzen Land ausgesperrt werden, weil sie unbequeme Wahrheiten über Einwanderung, Kriminalität und demographischen Wandel ausspricht — während Migranten ohne Papiere willkommen geheißen und mit kostenloser Gesundheitsversorgung und Unterkunft versorgt werden. Ich soll dem öffentlichen Wohl nicht zuträglich sein — aber laut Starmer war es der sudanesische Migrant, der in Belfast versucht hat, einem Mann den Kopf abzutrennen. Darauf läuft es hinaus. Doch ich glaube, auch die Briten haben genug — Starmers Herrschaft wird bald enden. Ich halte es mit Rupert Lowe, einem wahren Patrioten.

    Sie sind Katholikin und sehen die Verteidigung der europäischen Identität auch als moralischen Kampf an, nicht nur als politischen. Wie verändert der Glaube konkret die Art, wie Sie diesen Kampf führen, und wie gibt er Ihnen Kraft zum Durchhalten?

    Ich bin vor etwas mehr als drei Jahren zum katholischen Glauben konvertiert. Das war eine zutiefst persönliche Entscheidung, keine politische — aber ich kann sagen: Mein Glaube ist in diesem Kampf kein Schmuck, er ist sein Fundament. Die Verteidigung der europäischen Identität ist für mich eine moralische Pflicht, verwurzelt in unseren christlichen Traditionen. Tatenlos zuzusehen, wie dieses Erbe demografisch und kulturell zerstört wird, wäre ein Versagen der Liebe. Der Liebe zum Nächsten, der Liebe zu den kommenden Generationen, der Liebe zu dem Erbe, das uns anvertraut wurde.

    Der Glaube gibt Ausdauer, weil wir wissen, dass es am Ende in Gottes Händen liegt. Wenn ich manchmal Angst spüre, denke ich an die Worte meiner Schutzpatronin, der heiligen Johanna von Orléans:

    «Ich fürchte mich nicht, denn Gott ist mit uns! Ich bin dazu geboren.»

    Ich bin es nicht wert, auch nur in ihrem Schatten zu stehen — aber ihr Mut ist für mich eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration.

    Die Schlacht um Europa wird auch im medialen und metapolitischen Raum gewonnen wird. Welche Rolle weisen Sie europäischen identitären und alternativen Medien konkret für den Erfolg des Save Europe Act zu?

    Europäische identitäre und alternative Medien wie COMPACT und das breitere Netzwerk unabhängiger Stimmen sind für den Erfolg des Save Europe Act unverzichtbar. Die Mainstream-Medien ignorieren uns vollständig oder greifen uns aktiv an — daher brauchen wir Medien wie Ihres mehr denn je.

    Die Schlacht wird zuerst im Reich der Ideen, der Bilder und der Sprache gewonnen. Die etablierten Medien werden die demografischen Fakten und die Kriminalitätsmuster nicht ehrlich berichten. Sie aber tun es. Sie dokumentieren den Austausch in Echtzeit, geben den Opfern eine Stimme, decken die Heuchelei der Eliten auf und sprechen mit Patrioten wie uns. Ohne die Sphäre der alternativen Medien und Plattformen wie X könnten sie uns zum Schweigen bringen. Dank Ihnen können sie uns nicht aufhalten.

    Wir geben den Opfern Gesicht und Stimme: In COMPACT-Spezial «Mädchen, Messer, Morde» dokumentieren wir die brutalen und oft tödlichen Folgen der Politik der offenen Grenzen von Merkel bis Merz. Erschreckend aber notwendig! Hier bestellen.

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