Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte eine restlos ausverkaufte Weltmeisterschaft versprochen. Doch beim zweiten Turnierspiel zwischen Südkorea und Tschechien kam das böse Erwachen. Wer sie kaufen wollte, zahlte Wucherpreise, und wurde dabei offenbar betrogen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Bei uns wird die WM mit Freunden und kaltem Bier genossen: Wir liefern Ihnen den COMPACT-Flaschenöffner, so dass es nicht an erfrischenden Getränken scheitern wird. Hier mehr erfahren.

    Gestern Abend um 21 Uhr deutscher Zeit eröffnete Co-Gastgeber Mexiko die heiß ersehnte Weltmeisterschaft 2026 im legendären Aztekenstadion in Mexiko City vor 80.000 Zuschauern mit einem 2:0 Sieg über Südafrika. Wenig später, beim zweiten Turnierspiel, zwischen Südkorea (gewann 2:1) und Tschechien in Guadalajara, holte die Realität das Fußball-Fieber ein: Die teuersten Sitze auf Höhe der Mittellinie, Schaufenster der WM und für Millionen Zuschauer gut sichtbar, blieben gähnend leer.

    Schon Monate vor dem Anpfiff stand fest, dass der Ticketverkauf nicht so rund lief, wie FIFA-Boss Infantino öffentlich behauptet hatte. «Jedes Spiel ist ausverkauft», hatte der bereits im Februar behauptet. Er bezeichnete die 104 WM-Spiele als «104 Super Bowls» (Finale im American Football). Die Fifa setzte erstmals auf eine dynamische Preisgestaltung, also Tickets, deren Preis je nach Nachfrage steigt. Zwischen Oktober letzten Jahres und April erhöhte der Weltverband die Preise für die meisten der 104 WM-Spiele, die drei Hauptkategorien (Ticketeinteilung der FIFA) verteuerten sich im Schnitt um ganze 34 Prozent.

    Der Weltverband hielt dabei gezielt Tickets zurück, um künstliche Verknappung zu erzeugen. Gleichzeitig startete die Fifa eine eigene Weiterverkaufsplattform und kassiert dort 15 Prozent Gebühr, sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer.  Dass das Turnier keineswegs ausverkauft ist, zeigen 180.000 noch verfügbare Tickets. Wer ein Finale-Ticket ergattern wollte, zahlte anfangs bis zu 8.680 Dollar, derweil stieg der Preis auf über 32.000 Dollar.

    Das rücksichtslose Geschäft mit dem Leder: Gianni Infantino. Foto: Joe Pompliano. X-Screenshot.

    Erschwerend kommt hinzu: Die Zuschauer zahlten dabei aufgrund von Kategorien, noch nicht festgelegten Einzelplätzen. Einige Fans wurden dabei wohl über den Tisch gezogen. Der Vorwurf: Fans wurden über die Lage ihrer Sitzplätze getäuscht, denn die Kategorien wurden nachträglich geändert, bevor konkrete Plätze zugewiesen wurden. Generalstaatsanwältin Jennifer Davenport fasste es prägnant zusammen:

    «Die Fifa hat den Ticketkauf für die Weltmeisterschaft zu einem wahren Labyrinth aus Verwirrung, künstlicher Verknappung und horrenden Preisen gemacht, und das alles auf Kosten der Verbraucher.»

    Die Generalstaatsanwaltschaften von New York, New Jersey und Kalifornien haben jetzt Ermittlungen eingeleitet.

    Abzocke

    Die Fifa nannte für das Spiel Südkorea gegen Tschechien nur eine Zuschauerzahl von 44.985, das Stadion fasst aber rund 48.000. Für Spiele wie Saudi-Arabien gegen Kap Verde oder Usbekistan gegen den Kongo gibt es noch zahlreiche Karten.

    Die Fifa teilte die Stadien in vier Preiskategorien ein, von Kategorie 1 für die besten Seitenplätze in der unteren Ebene bis Kategorie 3 und 4 für die günstigsten Plätze im oberen Rang. Fans wählten beim Kauf eine Zone und gingen davon aus, einen Platz eben dort zu bekommen. Danach änderte die Fifa allerdings die Zonengrenzen im Stadionplan, mit steigender Nachfrage: bestimmte Plätze, die vorher als Zone 1 oder 2 (Mittelring) galten, wurden zu Zone 3 herabgestuft. Fans, die Zone 2 bezahlt hatten, bekamen plötzlich schlechtere Plätze zugewiesen, ohne dass sich der Preis verringerte. Generalstaatsanwältin Letitia James formulierte es klar:

    «Niemand sollte manipuliert werden, überhöhte Preise für Sitzplätze zu zahlen, und Fans sollten darauf vertrauen können, dass sie die Tickets erhalten, die sie gekauft haben.»

    In Europa reichte das Fanbündnis Football Supporters Europe Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein.

     Versuch der Beschwichtigung

    Den Staatsanwaltschaften begegnet Infantino vorerst mit Gelassenheit:

    «Wir sind sehr entspannt, was das angeht. Wir prüfen alles, was wir tun, mit den besten Anwälten. Wir legen gerne alles offen.»

    Die Preise seien «angemessen» und im amerikanischen Markt üblich: «Wenn wir etwas falsch machen, dann macht ganz Nordamerika etwas falsch.»

    Und weiter: «Jeder Dollar wird zurück in den Fußball investiert.»

    Deutschland im WM-Fieber! Aber statt FIFA-Abzocke lieber ein kühles Bierchen mit Freunden am Grill. Wir liefern Ihnen den COMPACT-Flaschenöffner dazu. Hier bestellen.

     

     

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