Es ist schrecklich! Eine junge Frau wird nach einer Dorfparty vergewaltigt, und in der Bundesrepublik Deutschland interessiert die Untat im Grunde gar nicht. COMPACT hält dagegen. Unsere Spezialausgabe „Mädchen. Messer. Morde“ ist auch ein Heft gegen Verharmlosungen und das Vergessen. Hier mehr erfahren.

    Brutale Sexualstraftat nach einem traditionellen Maibaumfest in Thüringen: Eine 22-Jährige wird mutmaßlich von zwei Männern vergewaltigt. Einer der Tatverdächtigen ist weiter flüchtig. Die Untat ereignete sich in der Nacht zum Dienstag, 26. Mai 2026. Tatort: Das hübsche Bad Klosterlausnitz (Saale-Holzland-Kreis).  Das Verbrechen ereignete sich in einem Hinterhof unweit des Marktplatzes.

    Die junge Frau wurde gegen 2 Uhr nachts teilweise unbekleidet aufgefunden. Eine Zeugin, die das Opfer entdeckte, alarmierte den Notruf und teilte den Einsatzkräften bereits vor Ort mit, dass ein sexueller Übergriff stattgefunden habe. Die Polizei sicherte umfangreiche Spuren am Tatort. Auf dem Marktplatz hielten sich zu dieser Zeit noch Dutzende Personen auf, die von Beamten befragt wurden.

    Unklarheiten um Tatverdächtige

    Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt gegen vier Männer als Tatverdächtige: drei Iraker im Alter von 26, 29 und 30 Jahren sowie gegen einen 29-jährigen Syrer. Gegen zwei der Männer wurden Haftbefehle wegen Vergewaltigung erlassen. Der 29-jährige Syrer wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Gegen den 30-jährigen Iraker liegt ein Haftbefehl vor; er ist weiterhin auf der Flucht. Die beiden jüngeren irakischen Männer (26 und 29 Jahre) wurden nach vorläufiger Festnahme wieder freigelassen.

    Der Oberstaatsanwalt bestätigte die laufenden Ermittlungen und die erlassenen Haftbefehle. Die Polizei geht nach aktuellem Stand nunmehr von zwei Tätern aus.

    Weitere Einzelheiten zum genauen Tathergang oder zum Zustand der Frau wurden aus Rücksicht auf das Opfer bislang nicht öffentlich gemacht. Die Ermittlungen dauern an, insbesondere die Fahndung nach dem flüchtigen 30-jährigen Iraker läuft.

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