Björn Höcke hat das Buch «Fangschuss – Notizen aus der U-Haft» von Kurt Hättasch, Angeklagter im Dresdner Prozess gegen die «Sächsischen Separatisten», gelesen. Nachfolgend schildert er seine Eindrücke vom Autor, seiner Familie und dem Werk, über das Sie hier mehr erfahren.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als meine Kinder klein waren: Ihre Anhänglichkeit habe ich genossen, auch wenn die Mutter zunächst natürlich die wichtigere Rolle spielte. Ihre Art, sich die Welt anzueignen, hat mir meine eigene Kindheit noch einmal intensiv in Erinnerung gerufen. Und kaum etwas fand ich faszinierender, als meinen kleinen Kindern bei ihrem gedankenverlorenen Spiel zuzuschauen. Mein Leben wäre unvollständig, hätte ich das nicht erleben dürfen.
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COMPACT unterstützenDer junge Familienvater Kurt Hättasch darf das nicht erleben, weil er seit fast zwei Jahren unschuldig in Untersuchungshaft sitzt. Seit zwei Jahren trennt eine Glasscheibe bei den seltenen Besuchen im Gefängnis ihn und seine kleine Familie. Seit zwei Jahren hat er seine kleine Tochter nicht mehr in den Arm nehmen, ihre Wärme nicht mehr spüren und ihren Herzschlag nicht mehr hören dürfen.
Gefangene der Brandmauer
Kurt Hättasch und die anderen, die man mit dem Phantasienamen «Sächsische Separatisten» belegt hat, sind vermutlich Opfer einer Intrige, die nach den Landtagswahlen in Sachsen offenbar aufgezäumt wurde, um ein Zusammengehen von CDU und AfD zu verhindern.
Nach einigen Monaten Prozess, in denen man absurderweise bereits damit begonnen hat, Strichzeichnungen aus frühen Lebensphasen der Angeklagten psychologisch zu interpretieren, zeichnet sich ein Justizskandal ab, der die Bundesrepublik Deutschland in ihren Grundfesten erschüttern wird. Ja, wie tief ist unser Staat? Und welche Rolle spielen die Vorsitzende Richterin Simone Herberger und der Leitende Staatsanwalt Stephan Stolzhäuser?
Beide müssten als erfahrene Juristen schon lange erkannt haben, dass der Rechtsterrorismus-Vorwurf eine Nullnummer ist. Es kann doch wohl nicht sein, dass Lagerfeuer, patriotische Lieder und Gedanken darüber, wie man in kommenden Krisen seine Familie versorgt, ausreichen, um als «Rechtsterrorist» für Jahre im Gefängnis zu verschwinden!
Solidarität ist Pflicht
Ich habe die junge Frau und die kleine Tochter von Kurt Hättasch jetzt zweimal binnen eines Jahres in Grimma besucht. Ich habe dabei auch den Vater von Kurt Hättasch angetroffen. Ich habe mich einige Stunden mit ihnen unterhalten und dabei friedliche, bescheidene und anständige Menschen kennenlernen dürfen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß aus so einer Familie ein Terrorist stammen könnte.
Das Unrecht, das dieser Familie angetan wird, macht mich fast rasend. Und ich schäme mich dafür, dass meine Partei – in vorauseilendem Gehorsam und wider die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung – ein Parteiausschlussverfahren gegen Kurt Hättasch angesetzt hat. Dieses muss meiner Meinung nach zurückgenommen werden.
Wie man als politischer Gefangener in deutschen Gefängnissen lebt, hat der Handwerksmeister, Dozent an der Handwerkskammer und Absolvent der Offiziersschule des Heeres Kurt Hättasch in «Fangschuss – Notizen aus der U-Haft» minutiös niedergeschrieben. Das Nachwort hat der Rechtsanwalt Dubravko Mandić beigesteuert. Er beschreibt die Struktur politischer Prozesse und juristischer Zermürbung. Bitte bestellen Sie das Buch und sorgen Sie für eine weite Verbreitung. Der Verkaufserlös kommt zu 100 Prozent der Familie Hättasch zugute.
Ja, wir werden vieles zu verzeihen haben. Aber vorher muss vieles aufgearbeitet werden. Das gilt besonders für die politischen Prozesse der Bundesrepublik Deutschland, die in den letzten Jahren «Rechtsterrorist» aufgezäumt wurden und die mit dazu beitragen sollten, den Widerstand gegen die Auflösung Deutschlands zu brechen.
Hat diese Buchempfehlung von Björn Höcke Ihr Interesse geweckt? «Fangschuss – Notizen aus der U-Haft» können Sie hier bestellen.





