Die Bundesregierung befindet sich in einem historischen Umfrage-Tief. Die Frage ist nicht mehr, ob Merz stürzen wird, sondern wann. Wir zeigen Ihnen den Fahrplan zur Kanzlerdämmerung. Hier mehr erfahren.

    Die Bild-Zeitung fragt heute «Kanzler-Tausch?» und bezieht sich auf ein «brisantes Szenario», das in der CDU-Parteiführung kursiere. Laut Insider-Quellen würden in Unionskreisen bereits Optionen diskutiert, Friedrich Merz mit seinen historisch schlechten Umfrage- und Beliebtheitswerten gegen einen anderen Regierungschef auszutauschen.

    COMPACT berichtet: «Verschwörung: Wird der Kanzler ausgetauscht?» ist auch Thema des heutigen Brennpunkts von COMPACT-TV um 20 Uhr. Am besten, Sie abonnieren gleich unseren Youtube-Kanal und aktivieren die Glocke, um keine Sendung mehr zu verpassen.

    Die Personalie, die dabei ins Gespräch gebracht wird, lässt allerdings wenig Hoffnung aufkeimen: Ausgerechnet CDU-Linksausleger Hendrik Wüst, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, soll der Joker sein. Grund: Im bundesweiten INSA-Beliebtheitsranking liegt Wüst auf dem dritten Platz – hinter Boris Pistorius und Cem Özdemir, knapp vor Alice Weidel. Ein ausgewiesener Brandmauer-Politiker soll’s nun also richten? Das kann nur in die Hose gehen!

    Doch wie steht es wirklich um Merz? Über welche Fallstricke könnte er in den nächsten Wochen stolpern? Welche Optionen hat die Union? Und wie könnte sich überhaupt ein Kanzlersturz vollziehen? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir der druckfrischen Juni-Ausgabe von COMPACT-Magazin mit dem Titelthema «Und tschüss!» – unser Abschiedsgruß für den schlechtesten und unbeliebtesten Bundeskanzler aller Zeiten.

    «Kanzlerdämmerung»: Ein Drama in drei Akten

    Keine Frage: Müsste man die Lage in der Hauptstadt auf die Bühne bringen, so böte sich der Titel «Kanzlerdämmerung» geradezu an. Wie im letzten Teil von Wagners «Ring»-Tetralogie erleben wir gerade ein Politdrama im Endstadium. Intrigen ersetzen Führung, taktische Bündnisse verdrängen Überzeugungen, Macht wird zum Selbstzweck.

    Kein Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik hatte schlechtere Zustimmungswerte, keine Regierung wurde so negativ betrachtet wie seine – und zwar auf allen Politikfeldern. Laut einer Forsa-Umfrage für das Trendbarometer von RTL und NTV (Frühjahr 2026) glauben nur 21 Prozent, dass sich Merz ausreichend um die wirtschaftlichen Probleme des Landes kümmert.

    Huldigen und Heucheln: Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz mit seiner Vorgängerin am 20. Februar 2026 auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart. Foto: IMAGO / Sven Simon

    Jeweils 89 Prozent sind mit der Renten- und Gesundheitspolitik unzufrieden, 83 Prozent bemängeln die Untätigkeit bei der Modernisierung der Infrastruktur, 60 Prozent bekommen von der vermeintlichen Migrationswende nichts mit. Für Merz geradezu vernichtend: Laut dem ARD-Deutschlandtrend vom Mai 2026 sind jetzt nur noch 16 Prozent der Befragten zufrieden mit ihm. «Das ist der schlechteste Wert für einen Bundeskanzler, der im Deutschlandtrend jemals gemessen wurde», heißt es dazu seitens des Umfrageinstituts Infratest dimap.

    Selbst eine Mehrheit von 52 Prozent der Unionsanhänger hält nichts mehr vom CDU-Chef. Zudem ermittelten die US-Meinungsforscher von Morning Consult Anfang April, dass Merz international auf dem letzten Platz des Beliebtheitsrankings mit 24 Staats- und Regierungschefs liegt.

    Der neuralgische Punkt

    In unserer Juni-Ausgabe mit dem Titelthema «Und tschüss!» zeigen wir nicht nur Merz‘ desaströse Bilanz auf, wir dokumentieren auch, wie die Erfolgskurve der AfD parallel zum Niedergang der Union steil nach oben geht. Demoskopen sind sich sicher: Wenn die AfD in den Bundes-Umfragen die 30-Prozent-Marke durchbricht (wovon sie laut INSA nur noch einen Prozentpunkt entfernt ist) und CDU/CSU zugleich auf 20 Prozent absacken (derzeit liegt die Union bei 22 Prozent), dann ist der Punkt der Kanzlerdämmerung endgültig erreicht.

    Quelle: INSA. Grafik: COMPACT

    Ab diesem Punkt ändert sich alles: Wenn dem Bürger klar wird, dass statistisch gesehen jeder Dritte in seiner Straße – keine Extremisten und Nazis, sondern ganz normale Bürger – die Blauen wählt, wird die Dämonisierungsstrategie der Altparteien ins Leere laufen. Dann wird die AfD für noch mehr Menschen wählbar!

    Zugleich beschleunigt dieser «Point of No Return» den Zerfall der Union: Der überwiegende Teil wird darauf drängen, schon aus eigenem Interesse die Brandmauer einzureißen, ein kleinerer Teil – vornehmlich um Linksausleger wie Hendrik Wüst und seinen schleswig-holsteinischen Amtskollegen Daniel Günther – wird stur an der Blockadepolitik gegen die AfD festhalten.

    Alle Fakten in einem Heft

    Die Juni-Ausgabe von COMPACT-Magazin analysiert nicht nur die Lage und dokumentiert Merzens letzte Tage im «Kanzlerbunker», wir zeigen Ihnen auch, an welchen innenpolitischen Wegmarken in den kommenden Wochen der Sturz des Regierungschefs zu erwarten ist – und welche Möglichkeiten es laut Grundgesetz überhaupt gibt, den derzeit amtierenden Regierungschef politisch zu entsorgen. Ein Joker á la Wüst ist dabei nur eine von mehreren Optionen.

    Im Einzelnen finden Sie folgende Beiträge im Titelthema «Und tschüss!» in unserer Juni-Ausgabe:

    ➡️ Und tschüss! – Kanzlerdämmerung für Merz: Die Tage von Friedrich Merz sind gezählt. Es ist nicht mehr die Frage, ob, sondern wann er fällt. Es gibt einen magischen Kipppunkt – und verschiedene Szenarien sind denkbar.

    ➡️ Der Untergang einer Partei – Die CDU ist so verloren wie der Westen: Die CDU ist nicht mehr zu retten. Sie ist klinisch tot und wird nur noch künstlich beatmet. Außerhalb des Sauerstoffzeltes gibt es keine ökonomische und vor allem keine geopolitische Umwelt mehr, in der sie Luft bekommen könnte.

    ➡️ Das Weimarer Gespenst, andersrum – 1930 und 2026: Wie eine GroKo stirbt:Der Bruch der Großen Koalition 1930 führte zuerst in die Notstandsdiktatur und dann in den Faschismus. Das Szenario könnte sich 2026 wiederholen. Aber der Rammbock gegen die Demokratie kommt nicht von der AfD.

    ➡️ Das Bas-Kartell – Die Machtbasis der roten Verlierer: Die Frau mit den sperrigen Blazern leugnet hartnäckig politische Realitäten, trifft innerparteilich aber kaum auf Gegenwind, denn im Bundestag kann sie sich auf eine Riege von Getreuen verlassen. Wir zeigen, wer die Schlimmsten sind.

    Unsere Juni-Ausgabe mit dem Titelthema «Und tschüss!» mit dem Titelthema «Und tschüss!» ist ab Samstag am Kiosk erhältlich. Sie können diese Ausgabe aber schon jetzt bequem online bestellen. Oder beginnen Sie mit dieser Ausgabe gleich ihr Abo.

    Das komplette Inhaltsverzeichnis von COMPACT 6/2026:

    Titelthema
    Und tschüss! Kanzlerdämmerung für Merz
    Der Untergang einer Partei: Die CDU ist so verloren wie der Westen
    Das Weimarer Gespenst, andersrum: GroKo 1930 und 2026
    Das Bas-Kartell: Die Machtbasis der roten Verlierer

    Politik
    Der Fliegende Holländer: Ein Antisemitismus-Skandal wird erfunden
    Die Porno-Falken: Wie Sozi-Jugendliche Kinder verderben
    Die Spur des Geldes: Spurensuche: Epstein und die Deutsche Bank
    «Der reale Gewinner sind wir»: Irans Botschafter Nili im Gespräch
    Wüstenkrieger vor Bamako: Mali: Al-Qaida gegen die Russen
    Roboter bluten nicht: Die KI-Krieger greifen an

    Dossier
    Sturmfront über Havanna: US-Aggression gegen Kuba
    Der Son Cubano lebt noch: Die Musik rettet die Revolution

    Leben
    Die ordinäre Linke: Ikkimel als Stilikone des Untergangs
    «Mitzi ist ein geiles Weib» «Schtonk!» 2.0: Noch ein Hitler-Tagebuch
    «Etwas Finsteres im Gange» Das Sterben der UFO-Wissenschaftler
    Vor dem Sturm: Die Französische Revolution als Anime
    Mit Karl May im Libanon: Vom Hass zwischen Christen und Muslimen

    Kolumnen
    Hampels Rückblick _ So war der frühe Merz
    Sellners Revolution _ Banner statt Blase
    Comic _ Sieg über Faeser

    Jetzt aber schnell: Die Juni-Ausgabe von COMPACT-Magazin mit dem Titelthema «Und tschüss!» können Sie hier bestellen.

    Kommentare sind deaktiviert.