Heute wurden von der US-Regierung neue Dateien zu sogenannten unbekannten Luftphänomenen (UAP) veröffentlicht. Darunter befinden sich durchaus erstaunliche Aufnahmen und Protokolle. In unserer Sonderausgabe «Geheime Geschichte» haben wir ein ganzes Kapitel dem UFO-Phänomen gewidmet. Machen Sie sich selbst ein Bild! Hier mehr erfahren.
Die US-Regierung hat am heutigen Freitag eine Reihe von, wie Präsident Donald Trump betonte, «nie zuvor gesehenen» Dateien und Videos über unidentifizierte anomale Phänomene (UAP) veröffentlicht. Damit sind jene Erscheinungen gemeint, die landläufig als UFOs bezeichnet werden.
Die Freigabe der neuen Akten erfolgte im Rahmen des Programms «Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters» (PURSUE) der Trump-Administration. In den kommenden Wochen soll sukzessive weiteres Material der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Detaillierte Auswertungen der Files können erst in den nächsten Tagen erfolgen, doch schon eine erste kursorische Sichtung der Dateien, die auf der Website des US-Kriegsministeriums abrufbar sind, zeigen erstaunliche Aufnahmen, etwa von seltsam geformten Objekte, die nach Angaben der US-Regierung während der Weltraummissionen Apollo 12 (1969) und Apollo 17 (1972) auf Film festgehalten wurden.
«Kantige Fragmente, die herumwirbeln»
Auf einem Foto, das von der Mondoberfläche aufgenommen worden sein soll, ist eine Ansammlung von drei winzigen Punkten am Himmel zu sehen. Ein ebenfalls heute erstmals veröffentlichter Mitschnitt der Kommunikation zwischen den Apollo-17-Operatoren schildert detailliert den Austausch über das unbekannte Phänomen.

«Jetzt haben wir ein paar sehr helle Partikel oder Fragmente oder so etwas, die beim Manövrieren vorbeidriften», gibt einer der Astronauten der Kommandozentrale durch. «Roger, verstanden», antwortet die NASA am Boden. «Da unten an meinem Fenster hängen lauter große Blitze – die leuchten richtig hell. Aus Rons Fenster sieht es aus wie am 4. Juli» [amerikanischer Nationalfeiertag], fügt ein anderer Funker hinzu.
«Ja. Jetzt kann man einige von ihnen in ihrer Form erkennen. Es sind sehr zackige, kantige Fragmente, die herumwirbeln», sagt wiederum der erste Operator. Das NASA-Team bestätigte später, während der Mondmissionen UAP beobachtet zu haben.
Regierung will Transparenz schaffen
Weitere Dateien aus der UFO-Aktenveröffentlichung stammen vom FBI und enthalten unter anderem Aufnahmen vom Silvesterabend 1999, auf denen neben US-Flugzeugen auch andere, möglicherweise unbemannte Luftfahrzeuge zu sehen sind. FBI-Direktor Kash Patel erklärte dazu heute:
«Zum ersten Mal in der Geschichte haben die Amerikaner uneingeschränkten Zugang zu freigegebenen Regierungsakten über unidentifizierte anomale Phänomene – ein Maß an Transparenz, das keine frühere Regierung erreicht hat. Das FBI setzt sich weiterhin mit derselben Strenge und Integrität für die fortlaufende Freigabe der Akten ein, die wir in allen Fragen der nationalen Sicherheit an den Tag legen. Während diese Akten weiterhin geprüft und freigegeben werden, können die Amerikaner darauf vertrauen, dass ihre Sicherheit für uns höchste Priorität hat.»
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard ergänzte: «Die amerikanische Bevölkerung fordert seit langem Transparenz über das Wissen der Regierung zu unidentifizierten anomalen Phänomenen. Unter der Führung von Präsident Trump koordiniert das Büro des Direktors des Nationalen Nachrichtendienstes aktiv die Bemühungen der Nachrichtendienste um die Freigabe geheimer Dokumente.»
«Keine grünen Männchen»
Die US-Nachrichtenwebsite Axios schreibt: «Keine grünen Männchen, aber viele neue Hinweise». Damit ist zum Beispiel ein Dokument gemeint, in dem ein FBI-Interview mit einem Drohnenpiloten wiedergegeben wird, der im September 2023 berichtete, ein «lineares Objekt» mit einem Licht gesehen zu haben, das hell genug war, um «Streifen innerhalb des Lichts» am Himmel zu erkennen. «Das Objekt war fünf bis zehn Sekunden lang sichtbar, dann ging das Licht aus und das Objekt verschwand», so die Aussage im FBI-Gespräch.

Eine weitere Akte dokumentiert einen Vorfall aus dem Jahr 2023. Dabei beschrieben drei Teams von Spezialagenten der US-Bundespolizei unabhängig voneinander «orangefarbene Kugeln am Himmel, aus denen kleinere rote Kugeln austraten oder abgeschossen wurden». Das US-Indopazifik-Kommando machte 2024 Aufnahmen eines «fußballähnlichen Objekts» in Japan.
Dokumente reichen bis in die 1940er zurück
Die von der US-Regierung neu veröffentlichten Dokumente reichen bis in die 1940er Jahre zurück. Eine Akte vom Dezember 1947 enthält eine Reihe von Berichten zu «fliegenden Untertassen». Trump hatte die Freigabe des Materials im Februar dieses Jahres angekündigt und mit dem «enormen Interesse» der Öffentlichkeit begründet.
Dem früheren US-Präsidenten Barack Obama hatte er noch vorgeworfen, «geheime Informationen» über Aliens preisgegeben zu haben. Der hatte im Februar in einem Podcast auf die Frage nach der Existenz von Außerirdischen geantwortet: «Es gibt sie, aber ich habe sie nicht gesehen.» Später relativierte Obama seine Aussage.
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