Ursula von der Leyen thront über Europa wie eine Alleinherrscherin. Nun packt ihr langjähriger Weggefährte aus. Eine brandgefährliche Frau, deren Sündenregister wir in der COMPACT-Ausgabe „Die Diktatorin – Blitzkrieg gegen die Völker“ zusammengetragen haben. Jetzt wichtiger denn je! Hier mehr erfahren.
Fünf Jahre arbeiteten Charles Michel und Ursula von der Leyen Seite an Seite an der Spitze der Europäischen Union. Aber was der frühere EU-Ratspräsident und belgische Premier nun öffentlich sagt, klingt wie eine Generalabrechnung. In einem Interview mit der Brussels Times lässt Michel kein gutes Haar an seiner ehemaligen Kollegin:
„Es gibt eine superautoritäre Amtsführung. Die europäischen Kommissare spielen absolut keine Rolle mehr.“
Während von der Leyen in Deutschland als Flintenuschi (Verteidigungsministerin) bekannt wurde, bekam sie im EU-Apparat einen anderen Spitznamen verpasst: Queen of Brussels (Königin von Brüssel). Gemeint war das nie als Schmeichelei. Die Fehde zwischen ihr und Michel schwelt seit Jahren.
Zwei Karrieren, ein Machtkampf
Michel und von der Leyen sind beide Produkte des europäischen Establishments. Der Erstgenannte, Sohn eines belgischen EU-Politikers, führte sein Land von 2014 bis 2019 als Premierminister, bevor er zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt wurde, also jenes Gremiums, das die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten vereint.
Von der Leyen, Tochter des 2014 verstorbenen früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU), ursprünglich Ärztin und langjährige Verteidigungsministerin unter Angela Merkel, übernahm im selben Jahr die Spitze der Kommission. Beide wurden 2024 für eine zweite Amtszeit bestätigt. Michel trat von seinem Posten vorzeitig zurück, um bei den Europawahlen zu kandidieren. Er scheiterte.

Die Europäische Kommission, der von der Leyen vorsteht, ist die Exekutive der EU, sie schlägt Gesetze vor, überwacht deren Umsetzung und verwaltet den Haushalt. Die 27 Kommissare, je einer pro Mitgliedsstaat, sollen dabei gleichberechtigt mitwirken. Der Europäische Rat hingegen, den Michel bis 2024 leitete, vertritt die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten und gibt die politischen Leitlinien vor. Beide Institutionen sollen sich gegenseitig kontrollieren. Das Gleichgewicht aber, so Michels Vorwurf, hat von der Leyen systematisch ausgehebelt.
Ihr wirft er vor, sämtliche Fäden in ihrem eigenen Büro zu bündeln und die Kommissare zu reinen Verwaltungsbeamten zu degradieren. Michel lässt an Deutlichkeit nichts vermissen: „Niemals in der Vergangenheit hatte ich mit einem Kollegen ein solches Maß an Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit. Niemals.“
Sofagate und Geheimdienstpläne
Die Spannungen traten bereits im April 2021 ans Licht, beim sogenannten Sofagate-Vorfall in Ankara, als Michel den einzigen verfügbaren Stuhl neben dem türkischen Präsidenten Erdoğan einnahm und von der Leyen ohne Sitzplatz auf ein Sofa verwiesen wurde. Sie deutete damals auf Sexismus hin. Michel weist das bis heute zurück:
„Das Protokoll wurde vollkommen eingehalten. Die Kommission hat beschlossen, diesen Vorfall zu instrumentalisieren, um mehr Macht zu ergreifen und sich in Dinge einzumischen, die nicht in ihre Verantwortung fallen.“
Der Riss vertiefte sich. Während der Nahostkrise 2023 reiste Von der Leyen ohne Absprache nach Israel und sprach öffentlich für die gesamte Union. Michel hielt parallel eine eigene Pressekonferenz in Kairo ab. Der britische Historiker und Brüssel-Experte Peter Ludlow hatte den Kleinkrieg der beiden bereits vor Jahren als „kindisch“ bezeichnet. Danach mieden beide systematisch gemeinsame Auftritte. Wenn Indiens Premier Modi zu Besuch kam, war Michel ausgeschlossen. Wenn Michel mit Chinas Präsident Xi zusammentraf, blieb sie außen vor.
Michels Vorwürfe stehen dabei keineswegs allein. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas soll von der Leyen intern als „Diktatorin“ bezeichnet haben. Ihr Vorgänger Josep Borrell warf ihr vor, ihre Befugnisse bei der Gestaltung der Außenpolitik „systematisch überschritten“ zu haben.
Der ehemalige Binnenmarktkommissar Thierry Breton beschuldigte sie „fragwürdiger Amtsführung“ und behauptete, sie habe hinter seinem Rücken agiert, um ihn zum Rücktritt zu drängen. Strukturell kommt hinzu: Von der Leyen soll versucht haben, eine neue Geheimdienstzelle zu schaffen, die das bestehende EU-Zentrum umgeht, und die Autorität auf Kosten des diplomatischen Dienstes der Union an sich zu reißen.
Pfizergate und vier Misstrauensabstimmungen
Während der Corona-Pandemie verhandelte Von der Leyen die milliardenschweren Impfstoffverträge mit Pfizer-Chef Albert Bourla persönlich per SMS, und erklärte sie zur Chefsache. Als die New York Times Einblick forderte, verweigerte die Kommission die Herausgabe.
Im Mai 2025 urteilte das EU-Gericht: Die Behauptung, die Nachrichten seien nicht auffindbar, sei schlicht nicht plausibel. Die SMS sind bis heute verschwunden. Im Januar 2026 überstand sie eine vierte Misstrauensabstimmung im Europäischen Parlament.
Brüssel brodelt. Ob die Vorwürfe Konsequenzen zeitigen, bleibt offen. Von der Leyen selbst hat sich zu Michels Generalabrechnung bislang in Schweigen gehüllt.
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