Waffen für den Dschihad

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Hillary Clinton sieht sich mit einem schweren Verdacht konfrontiert: Während ihrer Zeit als Außenministerin soll sie die Verschiffung von Waffen, auch Giftgas, vom libyschen Bengasi an Terroristen in Syrien zugelassen haben – ebenso wie die Ermordung des US-Botschafters, eines Mitwissers der Operation. Es folgen Auszüge aus einem Artikel, den Sie vollständig in COMPACT 7/2016 lesen können – hier bestellen

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_von Norman Hanert

Hat Hillary Clinton die Beseitigung hochrangiger Diplomaten ihres eigenen Landes ermöglicht? Was in den USA seit fast zwei Jahren unter dem Stichwort Bengasi-Gate die politisch interessierte Öffentlichkeit bewegt, ist tatsächlich ungeheuerlich: Bei einem Terrorangriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi am 11. September 2012 wurden der Botschafter John Christopher Stevens und drei weitere US-Bürger getötet – und die damalige Außenministerin hat dies, zumindest durch Fahrlässigkeit, verschuldet:

Nachgewiesen ist unter anderem, dass im Vorfeld des Überfalls im State Department mehrfach alarmierende Meldungen über die prekäre Sicherheitslage in der Küstenstadt eingegangen waren, ohne dass dies Konsequenzen hatte. Clintons Behörde lehnte Vorschläge zum Einsatz spezieller Sicherungsmannschaften ab. So hatte das US-Verteidigungsministerium unter anderem angeboten, eine Antiterroreinheit der Marine («U.S. Marine Corps Fleet Antiterrorism Security Team») nach Bengasi zu entsenden. Belegt ist außerdem, dass das Außenministerium wenige Monate vor dem Angriff auf das Konsulat sogar ein Security Support Team abgezogen hatte. Anvertraut war der Schutz des Konsulats stattdessen ausgerechnet der islamistischen Miliz-Brigade der „Märtyrer des 17. Februar“. Damit hatte sich Clintons Ministerium eine Truppe zum Partner gemacht, die al-Qaida nahesteht und zudem beschuldigt wird, während des Umsturzes in Libyen Gräueltaten verübt zu haben.

Inzwischen wurde penibel rekonstruiert, wie dieser Skandal zunächst vertuscht wurde: Unmittelbar nach dem Blutbad behauptete die US-Regierung, es habe sich um spontane Gewaltakte im Zuge von Protesten gegen ein Mohammed-Schmäh-Video gehandelt. Dokumente, deren Offenlegung die Organisation Judicial Watch erwirkt hat, zeigen jedoch, dass man im Außenministerium relativ schnell wusste, dass in Bengasi ein organisierter terroristischer Angriff abgelaufen war. Sprecherin des Außenministeriums war damals Victoria Nuland, die später zur Europa-Beauftragten des State Department aufstieg: Sie sorgte mit der verbalen Entgleisung «Fuck the EU» – gerichtet gegen europäische Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Konflikt – im Frühjahr 2014 für Schlagzeilen. Die Personalie verweist auf die brisante Allianz, die sich um Clinton gebildet hat: Nuland gilt nämlich als außenpolitische Hardlinerin, die den in der Bush-Ära tonangebenden Neokonservativen viel näher steht als dem demokratischen Präsidenten Barack Obama. Sie ist mit Robert Kagan verheiratet, der zu den einflussreichsten Beratern und Propagandisten des Weißen Hauses während der Kriegszüge nach 9/11 gehörte.

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Doch mittlerweile wird Clinton nicht nur Versagen beim Schutz des US-Konsulats vorgeworfen. Es geht um viel Brisanteres, nämlich um Waffenlieferungen aus Libyen an die syrischen Terroristen. Im Bengasi-Untersuchungsausschuss des US-Kongresses wurde «Killary» direkt darauf angesprochen, ob sie Kenntnis davon gehabt habe, dass über die Hafenstadt Kriegsgerät der geschlagenen Gaddafi-Truppen via Türkei in die Levante verschifft wurde.

(…)

Mit aktiver Unterstützung der CIA sollen syrische Rebellen neben tragbaren Flugabwehrraketen sogar Sarin aus den Depots der besiegten libyschen Armee erhalten haben. Dieses Giftgas soll am 21. August 2013 in Ghuta, einem Vorort von Damaskus, gegen die Zivilbevölkerung zum Einsatz gekommen sein. Mit mindestens 281 Toten – andere Schätzungen gehen von über 1.700 aus – war dies die bis dahin schlimmste Gräueltat seit Beginn des Bürgerkrieges 2011. Innerhalb weniger Tage beschloss die US-Regierung damals einen Vergeltungsangriff auf Syrien – aber nicht gegen die islamistische Opposition, sondern gegen die legitime Regierung von Baschar al-Assad. Die 6. Flotte ging im Mittelmeer in Stellung. Zur Begründung sagte Obama Anfang September 2013: «Wie ich schon letzte Woche gesagt habe, (…) haben wir sehr große Sicherheit, dass Syrien chemische Waffen für wahllose Morde an tausenden Menschen einsetzte, darunter mehr als 400 Kinder, und den internationalen Vertrag gegen chemische Waffen verletzte. Das stellt eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten und der Region dar. Als Konsequenz müssen Assad und Syrien zur Rechenschaft gezogen werden.»

Doch im letzten Augenblick wurde der vom Weißen Haus bereits angekündigte Krieg abgesagt. Ausschlaggebend waren letzten Endes offenbar nicht Bedenken des Pentagon vor einem Flächenbrand im Nahen Osten, sondern ein drohendes Scheitern Obamas im US-Kongress

(…)

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12 Kommentare

  1. brokendriver am

    Dschihad ersetzt wohl demnächst das Grundgesetz aus dem Jahre 1949. Ist ja auch schon dolle alt diese Verfassung in Deutschland. Angelas Neubürger mit ihren tollen Turnschuhen der Marken Adidas, Nike und Puma sowie ihrer exklusiven Smartphones mit samt den Äxten und Messern werden im Grundgesetz mit keinem Wort erwähnt. So kann Integration einfach nicht funktionieren. Ein Neubürger-Smartphone gehört einfach als Grundrecht in die bundesdeutsche Verfassung. Nebensächlichkeiten wie Religionsfreiheit im Zeitalter des Islam, des Korans und des IS-Terrorismus entsprechen hingegen nicht mehr dem aktuellen Zeitgeschmack. Die Todesstrafe führen unsere lieben Neubürger ganz nebenbei in der Bundesrepublik ein wie etwa völlig unbeschwert in Regionalbahnen. Ob wir wollen oder nicht: Dagegen ist Falschparken in der Tempo-30-Zone fast schon ein Kavaliersdelikt. Armes Deutschland.

  2. US-Diplomat/Botschafter John Christopher Stevens
    ermordet am 11. September 2012.
    https://de.wikipedia.org/wiki/J._Christopher_Stevens

    Der 11. eines Monats/Jahres ist ein blei- und sprengstoffhaltiger Tag für höherrangige Politiker.

  3. Ob die Versenkung der Maine noch ein Unfall oder ein inzenierter Vorfall zum Eintritt in einen Krieg gegen Spanien war, darüber streiten sich die Historiker. Alle Kriegsanlässe nach dieser Initialzündung waren aber nachweislich inzeniert, bzw. stillschweigend geduldet – was aber, noch raffinierter – auf das Gleiche hinauskam. So ist inzwischen bekannt, daß man z.B. vor Pearl Harbour moderne, wichtige Schiffe abgezogen hat, ja sogar die Besatzungen gegen (bei FDR) unbeliebtes Personal ausgetauscht haben soll!

    Killary ist die Kandidatin des militärisch – industriellen Komplexes, der etwa 200 superreichen Familien, die die USA als Oligarchen aus dem Hintergrund heraus beherrschen und in Wirklichkeit einen großen Krieg anstreben, da sie sich davon
    1. Schnelle und satte Gewinne versprechen.
    2. Die Realisierung der Herrschaft über den ganzen Planeten mittels einer nach ihrem
    Gusto geschaffenen neuen Weltordnung versprechen.

    Natürlich decken die Oligarchen ihre Verfehlungen so gut sie können und bis zum Abwinken. Schließlich wollen sie sie als Präsidentin im Weißen Haus sehen – und nicht etwa Sanders, der offensichtlich ein erklärter Gegner dieser Clique ist.
    Man kann nur hoffen, daß sie es nicht wird – jeder Andere ist – für den "Rest der Welt" – das kleinere Übel!

  4. Karl Blomquist am

    Ein IS-Mohammedaner greift Chinesen an – in Deutschland:
    Andere gegeneinander aufzuhetzen ist die Handschrift der USA und Englands

    Siehe Leo Trotzki, der treffend analysiert, wie England Europa in den Weltkrieg getrieben hat:
    „Die englische Demokratie hat doch zum imperialistischen Kriege geführt … im Sinne der direkten und unmittelbaren Verantwortung der englischen Diplomatie, die bewußt und berechnend Europa in den Krieg trieb. Hätte die englische “Demokratie” erklärt, daß sie auf Seiten der Entente in den Krieg eingreift, hätten wahrscheinlich Deutschland und Österreich-Ungarn den Rückzug angetreten. Hätte England seine Neutralität erklärt, hätten wahrscheinlich Frankreich und Rußland diesen Rückzug angetreten. Aber die britische Regierung hat anders gehandelt: Sie hat heimlich der Entente ihre Unterstützung versprochen, Deutschland und Österreich-Ungarn auf die Möglichkeit der Neutralität rechnen lassen und sie irregeführt. So hat die englische “Demokratie” den Krieg provoziert.“
    https://www.compact-online.de/die-eu-ein-transatlantischer-spaltpilz/

    Vorliegender Fall:
    IS-Mohammedaner greift Chinesen an. In Deutschland.
    Der IS ist ein Instrument der US-Vasallen Türkei und Saudi-Arabien.
    Die USA und England fluten Mitteleuropa per mohammedanischer Invasion, um es zu destabilisieren. Die Mohammedaner wurden von den USA, von England und von der US-Marionette Merkel nach Deutschland eingeladen.
    China lässt sich vom Mohammedanismus in Xinjiang nicht auf der Nase herumtanzen.
    Gleichzeitig ist es so, dass China den USA gerade die Hoheit über das südchinesische Meer streitig macht.

    Mögliche Folge:
    Vertrauensverlust Chinas und chinesischer Inverstoren(!) in Deutschland, auf dessen Territorium so etwas möglich ist.

    Dieser Zusammenhang ist zu prüfen.
    China jedenfalls braucht sich so eine Perfidität von den USA und England nicht gefallen zu lassen.

  5. Volker Spielmann am

    Stets bereiteten die VSA den mohammedanischen Glaubenseiferern die Bahn

    Mag man den VSA die religiöse Staatsumwälzung in Persien Anno 1979 ja noch als Betriebsunfall durchgehen lassen, weil damals ihr persischer Handpuppenherrscher gestürzt wurde, so haben sie doch sonst immer und überall die Machtergreifung der mohammedanischen Glaubenseiferer zu verantworten oder sogar mutwillig herbeigeführt. Dies fängt an in Baktrien, wo sie nach Anno 1979 zusammen mit den saudischen Ölgötzen einen mohammedanischen Glaubenskrieg gegen die marxistischen Russen und deren baktrische Parteigänger angezettelt haben, aus dem dann letztlich die Gewaltherrschaft der Caliban entstanden ist. Im Zweistromland haben sie dann Anno 2003 die weltliche Regierung gestürzt und damit Isis den Weg freigeräumt. In Libyen haben die VSA Anno 2011 ganz bewußt die mohammedanischen Glaubenseiferer an die Macht gebombt und nun versuchen sie diese auch in Syrien an die Macht zu bringen, wozu sie freilich – wie weiland in Libyen – allerlei Lügenmärchen von gemäßigten Rebellen erzählen.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  6. brokendriver am

    Wieso teure Waffen für den Dschihad ? Eine muslimische Terror-Islam-Dumpfbacke in Deutschland benötigt lediglich eine Axt, um Menschen den Schädel einzuschlagen.

  7. brokendriver am

    Den Namen "Clinton" verbinde ich immer mit Oral-Sex im Weißen Haus in Washington und Bill Clinton. Ist das nicht der Lover von Hillary ?

    • General der Rheinarmee am

      Lach, lach. Der gute Billy hat lieber ein Jüngere and seinem besten Stück niggeln lassen. Monica Lewinsky glaube ich war ihr Name. Naja, wenn man hIllary anschaut, kann man das ja auch verstehen.

  8. Karl Blomquist am

    Das Imperium des Chaos könnte an Energiemangel zugrunde gehen

    Nehmen wir den US-Militärhaushalt: circa eine Billion (tausend Milliarden) Dollar, inklusive Ausgaben für Geheimdienste und Nuklearforschung.
    Bereits jetzt, siehe US-Handelsdefizit, vollständig getragen von den US-Kolonien: Deutschland, Japan, Saudi-Arabien, Brasilien, Südkorea und vielen kleineren.

    Das heisst, fahren diese ihre Tributleistungen herunter, ist das Imperium aufgeschmissen. Egal ob der einzelne nun auf der Strasse protestiert, meditiert oder aussteigt und auf Mallorca lebt: Er entzieht dem Imperium damit Energie, laut Alexander Wagandt.

    Sehr interessant auch die letzte Sendung aus Worpswede mit Alexander Wagandt und Jo Conrad:
    Ereignisse im Juli 2016 und die dahinter liegenden Energien
    https://www.youtube.com/watch?v=ESM0TqzBT5o

    • Sorry Kalle, aber das ist Nonsens.

      2015 gaben die VSA ca. 595,5 Mrd für Rüstung aus und 52,6 Mrd. für die Geheimdienste.
      Bei fast 18.000 Mrd. BIP.
      Staatseinnahmen 5.337 Mrd.
      Staatsausgaben 6401 Mrd.

      Sehe nicht wieso die nicht in der Lage sein sollten Ihre Rüstung alleine zu finanzieren… ?

      • Karl Blomquist am

        Sie finanzieren sich ja nicht selbst
        Nicht nur das Haushaltsdefizit, vor allem das Handelsdefizit spricht eine deutliche Sprache.

  9. Karl Blomquist am

    Das Imperium des Chaos tritt die Flucht nach vorn an

    Das von ihnen so nicht eingeplante Endspiel gegen China verlieren die USA, ohne Krieg sowieso, und mit Krieg auch. China hatten sie nicht auf dem Plan, und deshalb geraten sie nun in Verzug, verfallen in Hektik, versuchen alles mögliche gleichzeitig durchzuziehen anstatt planmäßig eins nach dem anderen. Damit wissen wir zum einen, wer unser wichtigster Verbündeter ist, nämlich China. Welches jetzt gerade in Südostasien und im südchinesischen Meer gegen die USA vorgeht – und uns damit entlastet.

    Zum anderen gibt es gerade jetzt Bewegung in der Ukraine, was uns ebenfalls Entlastung bringt: "Riesiger Friedensmarsch in der Ukraine – Zehntausende Pilger demonstrieren gegen Kriegspolitik und Verarmung
    Ein riesiges Heer von Pilgern hat sich aus drei Richtungen nach Kiew aufgemacht, um friedlich gegen miserable Lebensumstände, den Krieg und die vom Westen gestützte Putschregierung der Ukraine zu demonstrieren."
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/willy-wimmer/willy-wimmer-riesiger-friedensmarsch-in-der-ukraine-zehntausende-pilger-demonstrieren-gegen-krieg.html

    All dies setzt die USA unter Zugzwang, weswegen sie das Umsturztempo beschleunigen. Was wiederum zur Folge hat, dass immer mehr Leute erkennen, was hier abläuft und noch geplant ist, man diskutiert nun ganz offen über die Pläne von US-Strategen wie Barnett, George Friedman, Brzezinski, Hooton, Kaufman, Morgenthau und anderen. Durch ihr vorzeitiges Bekanntwerden kommen diese Pläne natürlich noch mehr unter Zeitdruck. Weshalb bspw. die Invasion nach Mitteleuropa noch einmal enorm beschleunigt wird. Angesichts des ihm drohenden Absturzes kann das US-Imperium auf dieses vorzeitige Bekanntwerden jedoch keine Rücksicht mehr nehmen und muss die Flucht nach vorn antreten.

    Auf diese Beschleunigung der Gefahren stellt sich wiederum eine echte Alternative für Deutschland ein und muss dementsprechend reagieren. Sie hat wegen der durch das US-Imperium betriebenen Beschleunigung einerseits ebenfalls "nicht mehr viel Zeit".
    Trotzdem bleibt festzuhalten, dass es das Imperium ist, das nicht mehr viel Zeit hat, seine Pläne umzusetzen, und dessen Absturz immer wahrscheinlicher wird. Vielleicht sogar schon unvermeidlich.

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