Über 12.000 Besucher strömten am Wochenende in die frisch sanierte und wiedereröffnete Hohenzollerngruft unter dem Berliner Dom. Das große öffentliche Interesse zeigt: Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ist kein Randthema. Darum kommt unsere neue Sonderausgabe „Preußens Glanz – Tugend, Schwert und Krone“ genau zur rechten Zeit. Hier mehr erfahren.

    Ein Wochenende wie aus einem Geschichtsbuch: Schon am frühen Samstagmorgen bildete sich eine riesige Schlange im Lustgarten, zeitweise mussten Besucher mehrere Stunden auf den Einlass warten. Für viele war es ein historischer Moment: Nach sechs Jahren Bauzeit ist einer der bedeutendsten dynastischen Begräbnisorte Europas wieder öffentlich zugänglich. Mehr als 12.000 Menschen besichtigten die sanierte und nun wiedereröffnete Hohenzollerngruft unter dem Berliner Dom.

    Kein Wunder, denn am Samstag lockte ein Tag der offenen Tür mit freiem Eintritt Tausende auf die Museumsinsel – viele verharrten geduldig in der Schlange, die sich zeitweise bis zur Friedrichsbrücke zog. „Riesige Schlange am Dom: Alle wollen Hohenzollerngruft sehen!“, titelte die B.Z. und zeigte Fotos von wartenden Menschenmassen. Am Sonntag folgte der festliche Gottesdienst mit geladenen Gästen, darunter natürlich auch die unvermeidliche Politprominenz in Gestalt von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und dem umstrittenen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.

    Viel wichtiger ist jedoch, was in den vergangenen Jahren hinter den Kulissen geleistet wurde. Restauratoren, Historiker und Kirchenvertreter erläuterten am Wochenende die aufwendigen Arbeiten: Stabilisierung der Särge, Konservierung empfindlicher Textilien, Verbesserung des Raumklimas und eine neue didaktische Präsentation. Laut Deutschlandfunk wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Gruft nicht als museale Kuriosität, sondern als historischen Lernort zu gestalten.

    Die Grablegen der Hohenzollern

    Die Hohenzollerngruft gilt als wichtigste dynastische Begräbnisstätte der einstigen Herrscherfamilie des Hauses Haus Hohenzollern, das über viele Jahrhunderte die Geschicke Preußens und schließlich des Deutschen Reiches lenkte. Der historische Ort ist vergleichbar mit der Kapuzinergruft in Wien, dem Escorial in Madrid oder St. Denis bei Paris. Insgesamt 94 Mitglieder der Familie fanden in der Hohenzollerngruft ihre letzte Ruhe – darunter Kurfürsten, Könige und Kaiser. Die Spannweite reicht vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert.

    Die Geschichte der Gruft begann lang vor dem Bau des Berliner Domes, nämlich um 1536: Kurfürst Joachim II. von Brandenburg bestimmte die Gewölbe unter der damaligen Dominikanerkirche am Berliner Schlossplatz zur Familiengrablege. 1542 ließ er die Gebeine seines Vaters und Großvaters dorthin überführen. Fast 200 Jahre später, 1747, ordnete Friedrich der Große den Abriss der alten Kirche an und den Neubau auf der anderen Seite des Lustgartens – dort, wo heute der Dom steht. Die Särge wurden feierlich umgebettet.

    Unsere neuen Gedenkmünzen:

    Friedrich der Große – der Leuchtstern und Retter Preußens!
    General Blücher – auch „Marschall Vorwärts“ genannt, der Sieger über Napoleon!
    Königin Luise – der Zauber Preußens!
    Völkerschlacht – die Befreiung von der Fremdherrschaft!

    Unser Silberbonus – nur für kurze Zeit:

    Da der Silberkurs seit Anfang Februar beträchtlich gefallen ist, wollen wir unseren Kunden einen Bonus einräumen. Zwar können wir den Preis der Medaillen nicht senken, da wir selbst das Rohsilber noch zu Höchstkursen einkaufen mussten. Aber wir packen für alle Besteller ab sofort ein Geschenk dazu:

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    Der Berliner Dom, zwischen 1894 und 1905 im wilhelminischen Stil errichtet, ersetzte mehrere Vorgängerbauten. Er sollte nicht nur Gotteshaus, sondern auch dynastisches Monument sein – Ausdruck des Machtanspruchs und des Selbstbewusstseins der Herrschenden, des Königreichs Preußen und des deutschen Kaiserreichs. Unter der Kuppelkirche entstand eine Gruftanlage, die repräsentativ wie funktional zugleich war: prunkvolle Zinn- und Holzsärge, reich verziert mit Wappen, Kronen und Allegorien.

    Die Geschichte der Gruft ist jedoch nicht nur eine Geschichte von Glanz und Macht. Kriege, politische Umbrüche und Vernachlässigung hinterließen ihre Spuren. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom schwer beschädigt: 1944 traf eine Bombe die Kuppel; sie stürzte brennend in die Gruft und zerstörte mehrere Särge, darunter den Holzsarg von Königin Sophie Charlotte. In der DDR-Zeit erfolgten Sicherungsmaßnahmen, doch erst nach der deutschen Wiedervereinigung begann eine systematische Restaurierung des Gesamtkomplexes – auf Initiative von Prinz Louis Ferdinand, von 1951 bis zu seinem Tod 1994 Chef des Hauses Hohenzollern.

    Wer in der Gruft liegt – und wer nicht

    In der Hohenzollerngruft bestattet sind die zentralen Figuren der brandenburgisch-preußischen Geschichte: der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm (Symbol für Glanz und Aufstieg), König Friedrich I. (erster Preußenkönig 1701) mit seiner Frau Sophie Charlotte (Freundin von Leibniz und philosophisch interessiert), Königin Elisabeth Christine (Gemahlin Friedrichs des Großen), Friedrich Wilhelm II., Kaiser Friedrich III. (der 99-Tage-Kaiser), Königin Luise („Königin der Herzen“) und unzählige Markgrafen, Prinzen und Prinzessinnen.

    Die sterblichen Überreste Friedrichs des Großen liegen nicht in der Gruft unter dem Dom, sondern auf der obersten Terrasse von Schloss Sanssouci. Dorthin fanden sie ihren Weg nach langer Odyssee. In seinem Testament verfügte der Alte Fritz ausdrücklich: eine stille, nächtliche Beisetzung ohne königlichen Pomp, fernab der prunkvollen Grablegen der Hohenzollern.

    Sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. ignorierte diesen Wunsch jedoch vollkommen. Friedrich II. wurde in der Potsdamer Garnisonkirche neben seinem Vater, dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I., beigesetzt – und damit ausgerechnet in der Familiengruft, die er zeitlebens abgelehnt hatte.

    Um die Särge von Potsdam vor Bomben zu schützen, wurden sie im Zweiten Weltkrieg ausgelagert – zunächst in ein Bergwerk in Bernterode (Thüringen), später, 1945/46 wurden sie in die Burg Hohenzollern bei Hechingen (Baden-Württemberg) gebracht. Erst nach der Wiedervereinigung wurde der letzte Wille des Königs erfüllt: In der Nacht vom 17. auf den 18. August 1991 – genau 205 Jahre nach seinem Tod – wurde sein Sarg feierlich und diskret auf die Terrasse von Sanssouci überführt und beigesetzt. Die Zeremonie war bewusst schlicht gehalten, im Sinne Friedrichs.

    Reges Interesse an unserer Geschichte

    Die nun abgeschlossene Sanierung der Gruft war technisch anspruchsvoll. Viele Särge waren durch Korrosion beschädigt, Holz war von Schädlingen befallen, Stoffe zerfallen. Restauratoren arbeiteten teils unter Laborbedingungen, um originale Substanz zu erhalten. Ziel war es nicht, alles „wie neu“ erscheinen zu lassen, sondern historische Authentizität zu bewahren.

    Gleichzeitig wurde das Ausstellungskonzept überarbeitet. Neue Informationstafeln ordnen die Bestatteten historisch ein, erklären politische Zusammenhänge und benennen auch „problematische Aspekte preußisch-deutscher Geschichte“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Ein Rückblick auf die Epochen unserer wechselvollen Geschichte ohne Selbstkasteiung scheint offenbar nicht mehr möglich zu sein.

    Und doch ist das große öffentliche Interesse an der Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft ein Lichtblick – denn es zeigt: Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ist keineswegs ein Randthema. Vielmehr scheint man hier einen Nerv getroffen zu haben – zwischen Neugier, historischer Aufarbeitung und kulturellem Selbstverständnis.

    Die wiedereröffnete Gruft ist barrierefrei und klimatisiert. Wenn Sie sich selbst ein Bild machen möchten: Der Berliner Dom öffnet montags bis freitags von neun bis 18 Uhr, samstags von neun bis 17 Uhr und sonntags von zwölf bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 15 Euro (inklusive Kuppel). Zusätzlich zu den Sarkophagen können Besucher nun per interaktivem Modell und Medienstation gezielt einzelne Gräber ansteuern – ein moderner Brückenschlag zwischen 500 Jahren Geschichte und dem Hier und Jetzt.

    Tauchen Sie ein in eines der faszinierendsten Kapitel unserer Geschichte: Unsere neue Sonderausgabe „Preußens Glanz – Tugend, Schwert und Krone“ ist die ideale Lektüre für mußevolle Stunden. Hier bestellen.

     

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