Offiziell werden kreative Gründe angegeben, doch tatsächlich dürfte ihre skandalisierte Jeans-Werbung den Ausschlag gegeben haben: Der Auftritt von US-Schauspielerin Sydney Sweeney in „Der Teufel trägt Prada 2“ ist der Schere zum Opfer gefallen. Lady Gaga hingegen bleibt drin. In COMPACT-Spezial „Satan, Pop und Hollywood“ zeigen wir, wie Geheimdienste, okkulte Zirkel und pädophile Kreise die Musik- und Filmindustrie infiltriert haben. Hier mehr erfahren.
US-Schauspielerin Sydney Sweeny hat sich’s offenbar mit Hollywood verscherzt. Wie nun bekannt wurde, ist ein Auftritt der 28-Jährigen in der mit Spannung erwarteten Fortsetzung von „Der Teufel trägt Prada“ der Schnittschere zum Opfer gefallen. Laut dem amerikanischen Magazin Entertainment Weekly wurde eine bereits gedrehte Cameo-Szene mit Sweeney in der Endfassung komplett gestrichen.
Vorgesehen war eine rund dreiminütige Sequenz, in der sich die aus dem US-Bundesstaat Washington stammende Actrice selbst spielen sollte – als prominente Kundin, die bei Dior eingekleidet wird. Die Szene hätte relativ früh im Film erscheinen sollen. Sweeney wäre, wie Entertainment Weekly berichtet, an der Seite von Emily Blunt (43) als Modechefin Emily Charlton zu sehen gewesen.
Wie eine nicht näher benannte Quelle gegenüber dem Magazin erklärte, sei das Herausschneiden der Szene eine „kreative Entscheidung“ gewesen. Die Sequenz habe angeblich „nicht mehr organisch in die finale Fassung gepasst“. Ein anderer Insider sagte Entertainment Weekly, man habe den Film „gestrafft“ und deshalb einzelne Szenen gestrichen.
Tolle Jeans und tolle Gene
Doch sind wirklich künstlerische Erwägungen der Grund? „Auffällig ist, dass der Schnitt des Werks in eine Phase fiel, in der Sweeney wegen einer umstrittenen Jeans-Kampagne massiv in die Kritik geraten war. Ein Zusammenhang ist nicht belegt – wird in den USA aber zumindest diskutiert“, schreibt die Bild-Zeitung.
Gemeint ist eine Werbekampagne der Modemarke American Eagle mit Sweeney im Sommer letzten Jahres, die von der woken Blase als rassistisch gedeutet wurde. Das US-amerikanische Unternehmen warb mit dem Slogan „Sydney Sweeney Has Great Jeans“ (Sydney Sweeney hat tolle Jeans) für seine Hosen, wobei im Englischen die Wörter für „Gene“ und „Jeans“ gleich klingen.
„Blonde Haare, blaue Augen, tolles Erbmaterial“, titelte die Frankfurter Allgemeine seinerzeit. „Weiße Vorherrschaft verkauft sich“, so die Taz, die fabulierte:
„Indem American Eagle eine weiße Schauspielerin mit blauen Augen, blondem Haar und normschönem Körper zur Verkörperung ‚guter Gene‘ stilisiert, wird ein Schönheitsideal gefeiert, das in rassistischen und eugenischen Erzählungen wurzelt: Weiße Genetik ist überlegene Genetik.“
In den sozialen Medien tobte der linke Shitstorm weiter. Die absurden Vorwürfe reichten von „Nazi-Propaganda“ bis hin zu „SS“ wegen der Initialen der Schauspielerin. Die Konkurrenz von Levi’s produzierte gar eine Art Gegenspot mit der afroamerikanischen Pop-Sängerin Beyoncé (44) und dem Slogan „Beyoncé Has Better Jeans“ (Beyoncé hat bessere Jeans), wobei sich auch hier die Frage stellt, ob ihre Hosen oder die Gene gemeint waren.
Doch American Eagle setzte noch einen drauf: In einem weiteren Spot war Sweeney mit einem deutschen Schäferhund zu sehen. Der provokante Spruch dieser Kampagne: „Gene werden von den Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben und bestimmen oft Merkmale wie Haarfarbe, Persönlichkeit und sogar Augenfarbe. Meine Jeans sind blau.“

Im Haifischbecken der Modeindustrie
Das Argument einer Straffung wirkt besonders wenig überzeugend, da ein anderer prominenter Kurzauftritt in „Der Teufel trägt Prada 2“ zu sehen sein wird – der von Lady Gaga (40). Die bei Woken beliebte Popsängerin, die den US-Demokraten nahesteht und 2024 Wahlkampf für Trump-Kontrahentin Kamala Harris machte, gehörte am vergangenen Montag auch zu den Gästen der Premiere des Films in New York, während Sidney Sweeney fehlte.
Der Streifen ist die Fortsetzung des Kultfilms „Der Teufel trägt Prada“ von Regisseur David Frankel aus dem Jahr 2006, der auf dem gleichnamigen Roman von Lauren Weisberger basiert. Im Mittelpunkt steht die junge Journalistin Andrea „Andy“ Sachs (Anne Hathaway), die einen Job als Assistentin der einflussreichen und gefürchteten Chefredakteurin der führenden Modezeitschrift Runway, Miranda Priestly (Meryl Streep) ergattert.
Der Film zeichnet Andys Wandel von einer unsicheren Berufsanfängerin hin zu einer selbstbewussten Frau nach, die jedoch erkennen muss, welchen Preis der Erfolg in der glamourösen, aber gnadenlosen Modewelt fordert.
In „Der Teufel trägt Prada 2“, erneut von Frankel inszeniert, kehrt Meryl Streep (76) in ihrer ikonischen Rolle zurück. Ihre Figur gilt als Anspielung auf Anna Wintour, die langjährige Chefredakteurin der US-Vogue. Anne Hathaway (43) ist wieder als Andy zu sehen. Ihre Karriere hat inzwischen in eine andere Richtung geführt. Auch Emily Blunt kehrt als Emily Charlton zurück. Sie spielte schon im ersten Teil die Kollegin von Andy und hat nun selbst eine einflussreiche Position in der Branche inne.
Der zweite Teil von „Der Teufel trägt Prada“ thematisiert den Strukturwandel der Medien- und Modeindustrie im digitalen Zeitalter und stellt die Figuren vor die Frage, wie sie Macht, Relevanz und persönliche Integrität in einer sich rasant verändernden Welt neu austarieren. Der Film kommt am 30. April in die deutschen Kinos.
Sydney bleibt gefragt
Sydney Sweeney wird verschmerzen, dass man sie aus dem Film gestrichen hat. Gerade ist sie als Cassie in der dritten Staffel der HBO-Erfolgsserie zu sehen, und nun wurde bekannt, dass Streaming-Anbieter Netflix sie für die weibliche Hauptrolle in „Gundam“ engagiert hat – eine Realverfilmung aus dem gleichnamigen japanischen Science-Fiction-Universum, in dem es um gigantische humanoide Roboter, sogenannte Mechas, geht. Noah Centineo („Black Adam“) spielt den männlichen Gegenpart. Von einem Karriereknick kann also keine Rede sein.
Die dunkle Seite des Showbiz: In COMPACT-Spezial „Satan, Pop und Hollywood“ werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und zeigen, wie Geheimdienste, okkulte Zirkel und pädophile Kreise die Musik- und Filmindustrie infiltriert haben. Hier bestellen.




