Der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat seine Abschiedsrede beim Treffen der katholischen Würdenträger in Würzburg für einen Aufruf zum Kampf gegen Rechts missbraucht. Ob die Politisierung der Kirche unter seinem Nachfolger Heiner Wilmer ein Ende findet, ist fraglich. Positive Beispiele wehrhaften Christentums findet man hingegen in COMPACT-Spezial „Das Große Erwachen“ über den spirituellen Kampf gegen die Mächte der Finsternis. Hier mehr erfahren.

    Der scheidende Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzig, hat seine Amtszeit mit einem regelrechten Antifa-Appell beendet. In seiner letzten Rede vor den Amtskollegen auf ihrem Treffen in Würzburg forderte er:

    „Wir müssen Menschen in unserem Land aktivieren, für Demokratie und Menschenwürde aufzustehen und sich zu engagieren.“

    Die Kirchen sollten sich, wie 2024 nach dem sogenannten Potsdamer Geheimtreffen, mit anderen gesellschaftlichen Gruppen zusammentun, um breiten Protest zu dokumentieren, regte Bätzing an. Der 64-jährige Bischof aus Limburg stand sechs Jahre lang an der Spitze der DBK. Er gilt als sogenannter Reformer und treibende Kraft des sogenannten Synodalen Wegs. Seine Positionen stießen zuletzt jedoch auf Widerstand unter seinen Amtskollegen.

    Kritik von konservativer Seite

    Bätzing sprach in seiner Abschiedsrede explizit die AfD an und behauptete: „Mir wird angst davor, wenn ich vor einem AfD-Wahlstand stehe.“ Und er raunte: „Wer die Wahlprogramme der AfD studiert, der weiß, was auf uns zukommt, wenn diese Kräfte wirklich in die politische Verantwortung treten würden und ein Regierungsrecht in Ländern in Anspruch nähmen.“

    Man müsse die Bevölkerung aktivieren, für Menschenwürde aufzustehen und sich zu engagieren, so der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Aufgabe der Kirchen sei es, den gesellschaftlichen Diskurs in Deutschland zu fördern. Wer also meint, dass sich die christlichen Gemeinschaften primär um die Verbreitung und Verteidigung des Glaubens zu kümmern hätten, wurde eines Besseren belehrt.

    Kein Wunder also, dass Bätzing noch einmal auf die DBK-Erklärung „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ von 2024 verwies. Darin grenzten sich die katholischen deutschen Bischöfen von der AfD ab bezeichneten diese als für Christen nicht wählbar.

    Kardinal Müller kritisiert Anti-AfD-Erklärung

    Der konservative Regensburger Kardinal Gerhard Ludwig Müller hatte diese Anti-AfD-Erklärung gegenüber der katholischen Tagespost seinerzeit scharf kritisiert und die Demos gegen Rechts als „Opportunismus“ gebrandmarkt. „Als Kirche müssen wir vorsichtig sein, uns nicht sozusagen mit lehramtlicher und moralischer Autorität unmittelbar in den Kampf der Parteien einzumischen“, so der ehemalige vatikanische Glaubenspräfekt.

    Man müsse davon ausgehen, dass die Bürger in Deutschland mündig seien und wüssten, was sie zu wählen hätten, so der Kardinal. Weiter sagte Müller damals der Tagespost: „Man kann für die Wahlentscheidung geistige und moralische Kriterien formulieren, auch von unserem christlichen Menschenbild aus. Etwa, was die Abtreibung angeht, die ja ein blutiger Krieg ist gegen unschuldige Menschen, die im geschützten Raum ihres Leibes der Liebe ihrer Mütter von Gott anvertraut sind. Solche Themen sollte man parteiübergreifend ansprechen und für die Wahlentscheidung Prüfsteine vorlegen.“

    Nachfolger auf Reformkurs

    Zu Bätzings Nachfolger wurde am gestrigen Dienstag auf der DBK-Frühjahrsvollversammlung in Würzburg der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer gewählt. Von dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz wird vor allem erwartet, den innerkirchlichen Streit um den Synodalen Weg beizulegen.

    Vier deutsche Würdenträger haben sich inzwischen aus dem umstrittenen Reformprojekt verabschiedet. Beim Synodalen Weg geht es neben der Gewaltenteilung innerhalb der katholischen Kirche auch um eine neue, angeblich modernere Sexualmoral und um Weiheämter für Frauen.

    In diese Kerbe schlug auch Wilmer, der im TV-Interview mit dem Heute Journal des ZDF bekräftigte, dass er es ausdrücklich begrüße, dass die vom 2024 verstorbenen Papst Franziskus ins Leben gerufene Weltsynode das Thema Frauen in Diensten und Ämtern auf der Tagesordnung habe.

    Man bleibe im Gespräch, auch mit Rom, und habe Respekt vor der großen und langen katholischen Tradition. Zugleich sei ihre Beständigkeit aber auch der Wandel. Er setze sich dafür ein, die Kompetenz von Frauen sichtbar zu machen und zu fördern, so der neue DBK-Chef im Fernsehinterview.

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