Was unsere Zellen natürlich schützt und das Altern verzögert

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Der Alterungsprozess ist ein natürlicher und nicht aufzuhalten, sagt man. Doch der Traum vom Jungbrunnen, vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit. Wir möchten nicht altern. Zumindest nicht so schnell, also eher ziemlich langsam. Was lässt uns altern? Was beschleunigt den Alterungsprozess? Wie können wir gegensteuern? Wie können wir unsere Zellen schützen und das auf natürliche Weise?

Freie Radikale

Sei es durch Umwelteinflüsse von außen, sei es beim normalen Stoffwechselprozess, sei es in unseren Mitochondrien, den Zellkraftwerken: Bei den vielfältigsten chemischen Reaktionen kann etwas „schief“ laufen. Oder anders gesagt: Es läuft nicht ganz rund. In solchen Situationen können Moleküle Elektronen verlieren. Uns interessieren in diesem Zusammenhang diejenigen Moleküle, die Sauerstoff enthalten. Fehlt diesen ein Elektron, so nennt man sie freie Radikale. Sie sind instabil und äußerst reaktionsfreudig.

Ihr „Lebensinhalt“ besteht fortan darin, sich das fehlende Elektron wieder zu beschaffen. Das geschieht mittels Oxidation. Sie „rauben“ dabei sozusagen dem anderen reagierenden Molekül das fehlende Elektron. Das andere Molekül wird dadurch auch zum freien Radikal. Diese Reaktionen passieren in Bruchteilen einer Sekunde und können eine Kettenreaktion auslösen. Die freien Radikale sind dabei nicht wählerisch.

Sie entreißen dem nächstbesten intakten Molekül das benötigte Elektron. Das kann die Zellmembran sein, die DNA oder auch Proteine. So werden z. B. die wichtigen Faserproteine Kollagen und Elastin angegriffen und geschädigt. Diese Oxidationen geschehen ständig. Übersteigen sie das erträgliche Maß, so nennt man dies den oxidativen Stress.

Hoher oxidativer Stress kann zu massiven Schädigungen im Körper führen, wie eingeschränkte Zellfunktionen oder Zelltod durch Membranschäden, DNA-Schäden mit der Folge einer unkontrollierten Zellteilung (Entstehung von Krebs), Deaktivierung von Enzymen, verminderte Bildung körpereigener Eiweiße oder zur Zerstörung von Rezeptoren an der Zelloberfläche.

Astaxanthin, der vielfältige Wunderstoff

Ein wichtiger Rezeptor ist zum Beispiel jener, der auf Insulin reagiert. Insulin ist bekanntlich der „Türöffner“ für unsere Zellen, um diese mit Nährstoffen aus dem Blut in Form von Glukose zu versorgen. Kann die Zellmembran auf das Insulin nicht reagieren, so verhungert die Zelle und stirbt, obwohl der Blutzuckerspiegel hoch genug ist. Diabetes II ist irgendwann die Folge. Die Rezeptoren sind ein wichtiger Mechanismus, um sicherzustellen, dass nur bestimmte Stoffe in die Zelle gelangen. Freie Radikale können Rezeptoren zerstören und somit die Signalübermittlung verhindern.

Hautschäden
Freie Radikale lassen unsere Haut schneller altern, sie wird faltig, sie wirkt grau, jegliche Spannkraft geht verloren. Zum einen, weil auch die wichtigen Faserproteine Kollagen und Elastin geschädigt werden. Dadurch verliert das Bindegewebe seine Elastizität.

Zum anderen sind die Faserproteine auch wichtig für die kleinen Gefäße, die unsere Hautareale versorgen. Dadurch kommt es zur Unterversorgung und die Haut trocknet aus, wird dadurch rissig und die Falten werden sehr tief. Ein kleiner Geheimtipp an dieser Stelle: Das schon lange bekannte OPC kann diese wichtigen Faserproteine wieder reparieren und es bilden sich in der Folge auch die kleinen Gefäße neu. Damit wird die Versorgung der vernachlässigten Areale wieder aktiviert.

Da auch die Blutgefäße durch die Zerstörung der Faserproteine geschädigt werden können, kommt es zur Venenschwäche und es bilden sich Krampfadern. Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Probleme können folgen.

Beeinträchtigung der Augen
Nicht nur unsere Netzhaut (Retina) ist mit feinen Äderchen überzogen. Werden diese feinen Gefäße angegriffen, kommt es dort zu Degenerationserscheinungen und einer reduzierten Sehkraft.

Unser Gehirn
Freie Radikale können auch die Gefäße unseres Gehirns angreifen. Über kurz oder lang führt das zu einem Schlaganfall. Sind die Nerven im Gehirn Ziel der Attacken, dann verschlechtert dies die mentale Aufmerksamkeit und kann Demenz begünstigen.

Knorpelschäden
Freie Radikale können das Kollagen im Knorpelgewebe angreifen und dessen molekulare Struktur beeinträchtigen, was zu Gelenkbeschwerden wie Arthritis führen kann.

Krebs
Wird die DNA der Zellen von freien Radikalen beschädigt, dann kann es zur sogenannten Entartung der Zelle kommen. Wenn jetzt die körpereigenen Mechanismen, die diese fehlgeleitete Zelle aus dem Verkehr ziehen sollten, versagen, kann sich diese Zelle vermehren, und ein Tumor entwickelt sich: Krebs.

Magnesium Brain

Antioxidantien

Im Prinzip können in allen Bereichen unseres Körpers Schäden durch freie Radikale ausgelöst werden. Doch die Natur hat sich für diesen gefährlichen Mechanismus ein Gegenmittel ausgedacht – Antioxidantien. Nur mittels dieser wunderbaren Helfer – auch Radikalenfänger genannt – lassen sich die Kettenreaktionen stoppen. Geschieht dies rechtzeitig, können Zellschäden abgewendet werden.

Der Mechanismus ist vergleichbar mit einer Opferanode. Bevor freie Radikale das Elektron irgendwo anders herausreißen, gibt ihnen unser Antioxidans freiwillig eines seiner freien Elektronen. DNA oder Zellmembran werden so verschont. Sind ausreichend Antioxidantien wie z. B. Astaxanthin, das stärkste Antioxidans der Welt, vorhanden, werden unsere Körperzellen wirksam dadurch geschützt.

Antioxidantien wirken dabei auf zweierlei Art: Zum einen sind sie ein bereitwilliger Lieferant für freie Elektronen, zum anderen können sie nie freie Radikale werden. Wenn beispielsweise der Antioxidant Vitamin E ein Radikal inaktiviert hat, wird er kurzfristig selbst zum freien Radikal, dem sogenannten Vitamin-E-Radikal. Dieses aber kann niemals negative Auswirkungen haben, da es sofort wieder von Vitamin C in seine ursprüngliche Form gebracht wird, damit es erneut als Antioxidant fungieren kann. Diese Regeneration des Vitamin-E-Radikals ist eine der wichtigsten Aufgaben des Vitamin C.

Wie war das früher?

Freie Radikale gibt es, seit es Leben auf unserem Planeten gibt. Unsere Vorfahren hatten wirksame Abwehrmechanismen entwickelt. Damit konnten sie ein gewisses Gleichgewicht aufrechterhalten. Erst mit der modernen Zeit sind wir Einflüssen ausgesetzt, die freie Radikale zur Gefahr für unsere Gesundheit werden ließen:
– Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung, Lösungsmittel, Chemikalien, Zusatzstoffe in Lebensmitteln. radioaktive Strahlung, Medikamente, Drogen, Alkohol, Zigarettenrauch.
– unsere Vorfahren lebten mit weniger Stress, mussten sich mehr bewegen, waren mehr im Freien.
– die normale Ernährung lieferte früher auf natürliche Weise viel mehr Antioxidantien; die Intensivierung der Landwirtschaft und die Weiterverarbeitung lassen auch die Antioxidantien schrumpfen.

Und heute?

Heute ist alles anders. Sowohl unsere Ernährungsweise als auch unser gesamter Lebensstil ist auf das moderne Leben ausgerichtet. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Städten, viele auch in Ballungszentren. Dort sind die Umweltbelastungen vielfach höher durch Abgase, Lärm,  Hektik und Verkehr.
Zum anderen trinken die Menschen Alkohol, rauchen, viele ernähren sich mittels Fastfood oder anderen stark verarbeiteten Lebensmitteln.

Vorsichtigen Schätzungen zufolge wird jede unserer Zellen täglich durch Tausende freie Radikale attackiert. Im Gegenzug brauchen wir große Mengen an Antioxidantien.

Thorsten Schulte: Fremdbestimmt. 120 Jahre Lügen und Täuschung

Wir werden auch älter als früher

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in der westlichen Welt hat sich im letzten Jahrhundert enorm verbessert. Die Menschen werden zunehmend älter. Hier ist es wie bei einer guten alten Maschine. Diese will gewartet und ggf. mit Ersatzteilen versorgt werden.

Das ist beim Menschen nicht anders. Nimmt man z. B. die Energiumwandlung in den Zellen. Hier ist das so wichtige Vitaminoid Q10 beteiligt. Deren körpereigne Produktion im Laufe des Lebens sinkt. Bereits mit 40 wird eine kritische Marke von 70 Prozent unterschritten.

Früher als die Menschen noch nicht so alt wurden, war dies kein Problem. Heute jedoch erreichen die Menschen ein Lebensalter, in dem der Q10-Spiegel von außen erhöht werden muss. Aber auch bestimmte Lebensumstände lassen den Q10-Verbrauch steigen. Etwa chronische Erkrankungen wie Diabetes-Typ-2 oder Herz-Kreislauf lassen den Verbrauch schnell auf das Doppelte des Normalen anwachsen. Auch diese Erkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen.

Der zunehmende Angriff der freien Radikale lassen auch den Q10-Verbrauch sprunghaft steigen. Bei Q10-Mangel sind die Zellen dagegen geschwächt und damit auch noch anfälliger für deren Angriff. Es gilt also auch hier anders als früher: Man wird um die zusätzliche Einnahme von guten Q10-Präparaten nicht umhin kommen.

Ernährung
Die moderne Ernährung ist zwar reich an Nährstoffen, Proteinen, Fetten und Kohlehydraten, jedoch fehlen oft in ausreichender Zahl die Antioxidantien. Viele Menschen werden immer fülliger, aber auch kränker.

Was fehlt, ist eine reiche Auswahl an vielen verschiedenen Gemüse- und Keimlingen, Früchten und an Wildpflanzen, an naturbelassenen Ölen und Fetten sowie an Ölsaaten und Nüssen. Alle diese Lebensmittel sind optimale und reichhaltige Quellen wertvoller Antioxidantien. Diese können vor Krankheit und vorzeitiger Alterung schützen.

Es hat sich tatsächlich als nützlich erwiesen, die fehlenden Antioxidantien in Form von guten Präparaten wie z. B. Astaxanthin oder auch das bereits erwähnte OPC ergänzend zu den Mahlzeiten einzunehmen. Wichtig ist, dass hier auf die Reinheit der Präparate geachtet wird: keine Zusatzstoffe und möglichst in Kapselform, da bei Tabletten technologisch bedingt Zusatzstoffe beigemischt werden müssen!

Freie Radikale sind auch nützlich
Nanu? Ja, freie Radikale sind auch nützlich. Nicht nur, dass sie Viren und Bakterien zerstören können, sie entstehen auch bei ganz normalen Stoffwechselvorgängen. Um Energie bereitzustellen, verbrauchen unsere Zellen Sauerstoff – sie atmen. Als Nebenprodukt entstehen dabei auch freie Radikale.
Brauchen wir also besonders viel Energie, zum Beispiel beim Sport, aber auch in Stresssituationen erhöht sich das Aufkommen an freien Radikalen.

Bekämpft unser Körper Krankheiten, so setzt unser Immunsystem dazu auch ganz gezielt freie Radikale ein, um etwa Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger zu bekämpfen.

Antioxidantien – woher?
Um sich wirksam vor der Belastung durch freie Radikale zu schützen, muss man immer für einen hohen Antioxidantien-Status sorgen, etwa über die entsprechende Ernährung. Gleichzeitig sollte man die Belastung durch freie Radikale reduzieren: durch Reduzierung schädlicher Umwelteinflüsse, Abbau von Stress, Einbau von aktiven Erholungsphasen in den Tagesablauf, ausreichend Schlaf.

Coenzym Q10

Wirksame Antioxidantien

Das sind bestimmte Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe, die ursprünglich deshalb von einer Pflanze oder Frucht gebildet wurden, um diese Pflanze oder Frucht vor Pilzbefall, vor Insekten oder vor UV-Bestrahlung zu schützen. Andere antioxidativ wirksame sekundäre Pflanzenstoffe sind die Farbstoffe der Pflanze, die Blüten, Blätter oder Früchte färben. Im menschlichen Organismus können diese pflanzlichen Antioxidantien dabei helfen, gesund und munter zu bleiben, wie etwa das Astaxanthin.

Bei Vitaminen gelten Vitamin E und C als die bekanntesten Antioxidanten. Unter den Spurenelementen gibt es solche wie Selen, Eisen und Zink. Diese wirken jedoch erst dann antioxidativ, wenn sie als Bestandteile von Enzymen agieren können. OPC aus dem Traubenkern wirkt stark antioxidativ. In der Aroniabeere schlummern Stoffe namens Anthocyane.

Die Aroniabeere eignet sich zum Beispiel im Winter für eine Kur über drei Monate. Als eines der stärksten Antioxidantien gilt Glutathion. Es kann nicht nur freie Radikale ausschalten und die DNA reparieren helfen, sondern reaktiviert auch das oben beschriebene Vitamin-C-Radikal in seine aktive Form als Antioxidans. Ihre tolle antioxidative Wirkung verdanken Knoblauch, Lauch und Zwiebeln dem Antioxidans Allicin. Diesem Sulfid wird eine gefäßschützende Wirkung zugeschrieben.

Carotinoide & Flavonoide
Beta-Carotin schützt die Zellmembrane und Blutgefäße vor Ablagerungen, zum Beispiel in Grünkohl, Karotten, Wirsing, Dill. Zu den Carotinoiden gehört auch das Super-Antioxidans Astaxanthin. Es schützt nicht nur die Haut vor Sonnenbrand und hilft damit die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln. Es wirkt auch entzündungshemmend. Insbesondere kann es die Blut-Hirn- und die Blut-Retina-Schranke überwinden, so dass die Wirkung im Gehirn und bei den kleinen Blutgefäßen auf der Netzhaut ansetzen kann.
Flavonoide befinden sich in nahezu allen Gemüse- und Früchtearten, besonders viel davon ist jedoch in Zitrusfrüchten.

Es gibt noch viele weitere Antioxidantien, die man sich über die Nahrung zuführen kann. Wichtig dabei: Man sollte es regelmäßig tun. Auch empfiehlt es sich, vor allem in den Wintermonaten mittels geeigneter Präparate das Depot an Antioxidantien aufzufüllen.

Zusammenfassung

Der Zellschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben in der uns umgebenden Welt mit den vielen belastenden Umweltfaktoren. Auch unsere Lebensweise hat sich zum Teil so entwickelt, dass wir einem Heer von freien Radikalen ausgesetzt sind, die jede unserer einzelnen Zellen tagtäglich belagern. Um das vorzeitige Altern zu verhindern, gilt es den oxidativen Stress abzubauen. Antioxidantien sind das starke Gegenmittel um den freien Radikalen Herr zu werden. So können wir das vorzeitige Altern verhindern und unsere Gesundheit schützen.

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