Wahl in Frankreich: Marine Le Pen tritt im kommenden Jahr wieder gegen Macron an

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Marine Le Pen will bei der Präsidentschaftswahl 2022 wieder gegen Emmanuel Macron antreten. In der letzten Zeit hat sie „ökologische Zivilisation“, „Rückkehr zum Lokalen“ und Demetropolisierung“ zu Schwerpunktthemen ihrer Politik erklärt.

2022 ruft Frankreich seine Bürger wieder zur Wahlurne. 2017 kam es zur Stichwahl zwischen Marine Le Pen (Front National) und Emmanuel Macron (En marche!). Von den Mainstream-Medien mit Vorschusslorbeeren beworfen, gelangte der neoliberale EU-Fan Macron schließlich ins Präsidentenamt. Seitdem ist viel passiert.

Bald wurde auch medial Verblendeten klar, dass Macron wenig Interesse, wenn nicht Verachtung für die Probleme der Unterschicht hatte. Als er 2018 Klimapolitik auf Kosten der Geringverdiener betreiben und den Benzinpreis hochtreiben wollte, reichte es vielen Franzosen: Die Gelbwesten-Bewegung war geboren. Es ist anzunehmen, dass sich Macron trotz gesunkener Popularität zur Wiederwahl stellen wird. Jetzt hat auch seine Ex-Konkurrentin Marine Le Pen angekündigt, dass sie im kommenden Jahr zur Präsidentschaftswahl antreten werde.

Zwar habe ihre Partei Rassemblement National (ehemals Front National) sie offiziell noch nicht als Kandidatin nominiert, aber dies werde bei einem Parteitag in diesem Jahr nachgeholt. Bereits im Oktober hatte Le Pen erklärt, sie sei bereit, den Job wieder zu machen. In den letzten Monaten hatte Le Pen ihrer Politik mit Einbeziehung der Ökologie eine neue Stoßrichtung gegeben.

Sie verkündete eine „ökologische Zivilisation“, verbunden mit einer „Rückkehr zum Lokalen“. Die westliche Gesellschaft leide unter dem Bruch zwischen Stadt und Land: „Ihn auszugleichen wird die große Geschichte der Präsidentschaftswahlen von 2022 sein“ Als Gegenmaßnahme forderte sie laut Spiegel eine „Demetropolisierung“. Auch Großstädte sollten den „Dorfgeist“ ihrer Bezirke neu beleben.

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16 Kommentare

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    Hanny Hamberger am

    Ach Marine…. auch wieder so eine abgehalfterte Politikerin die niemand mehr wahrnimmt und keine Bedeutung hat.

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    Immerhin ein Gedanke in die richtige Richtung,nur kann man der Dragoner-Feldwebelin das Zuendedenken des Gedankens nicht zutrauen,ganz zu schweigen von der Ausführung der Idee. Ach,wie herrlich einfach war das 1975 in Kambodcha. Die Bewohner von Battambang und Pnom Penh wurden mit Nachdruck aufgefordert,sich auf die Sandalen zu machen und die zwei einzigen Großstädte des Landes standen leer. Wollte man in Fronkraisch (oder in D) das gleiche versuchen,würde man sich dann auf dem Land auf die Füße treten,womit nix gewonnen wäre.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Hoffen wir das sie es diesmal schafft die Wahlen zu gewinnen und die Macrone vom Thron zu stossen.

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    Die Zeichen, dass Marine LePen bei der nächsten Wahl mehr erreicht wie bei der vorherigen stehen schlecht. Sie hat es nicht geschafft eine starke Opposition gegen Macron zu mobilisieren. Mit wichtigen politischen Themen ist sie öffentlich nicht auffällig. Der Kampf gegen den Euro und die EU sind für LePen passé.. Auch hat sich LePen viel zu sehr von jeder wenderelevanten Aussage und Person distanziert. So wie die AfD in Deutschland. Mag sein, dass sie die Gelbwesten unterstützt, aber auch die Gelbwesten haben nichts erreicht. Wenn die Proteste zu hoch schwappten hat Macron etwas nachgegeben und das wars dann. Sie will die Städte dörflicher machen. Dagegen steht die “Rede von Premierminister Edouard Philippe zur politischen Lage in Frankreich”. Auch die Politik Frankreichs wird von den Konzernen im Pariser Büroviertel „La Defense“ gemacht. Macron wird wieder gewählt und mit ihm geht LePens Vision in Erfüllung. Er wird die Städte dörflicher machen. Jedem sein eigener Gemüsegarten. Marine LePen ist “verbrannt”.

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      "Verbrannt " ist wohl der richtige Ausdruck. Aber so oder so,nicht unsere Sache,geht nur die Franzen was an.

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        Stimmt Sokrates. Geht uns nichts an. Aber ab und zu hört man Laute aus dem Nachbargehege.

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        Professor_zh am

        Nicht doch – selbst ein Teilerfolg der guten Sache im Nachbarland könnte uns Auftrieb geben. Also Daumen drücken, Daumen hoch für Marine Le Pen!

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    Ich glaube nicht, dass Marine Le Pen selbst einen angeschlagenen Macron besiegen könnte. Sie ist nicht konsequent genug und zu vorbelastet. Marion Maréchal dürfte größere Erfolgsaussichten haben. Sie steht für eine klare Linie, sieht gut aus und ist noch jung und bringt damit auch ein stärkeres Gefühl der Erfrischung und Erneuerung mit. Wenn sie nicht antritt, wäre das ein großer Fehler.

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      Lila Luxemburg am

      "Wenn sie nicht antritt, wäre das ein großer Fehler."

      Ganz im Gegenteil, denn Frankreich ist offensichtlich noch lange nicht ‚reif‘ … für eine geistige Wende. Die sind dermaßen linksversifft, daß die ‚Doissen‘ dagegen ja fast noch rechts sind.

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    Dieses Mal wird er die Franzosen nicht hinters Licht führen.

    Er wird die Macht der Gelbwesten, Gewerkschaften usw. zu spüren bekommen.

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