Unser Körper altert nicht einfach. Er wird angegriffen – Tag für Tag. Unsichtbar, lautlos und lange unbemerkt. Erst Jahre später zeigen sich die Folgen: Zellschäden, Entzündungen, Erschöpfung, chronische Krankheiten. Doch was genau passiert dabei im Inneren?
Wer sich heute mit Gesundheit beschäftigt, stößt früher oder später auf Begriffe wie freie Radikale, oxidativer Stress oder Zellschäden. Hinter diesen nüchternen Worten verbirgt sich ein permanenter Abnutzungsprozess, der unsere Zellen schwächt, unsere Energie raubt und den Boden für viele Volkskrankheiten bereitet.
Oft heißt es, sogenannte Antioxidantien seien eine Art Schutzschild gegen diese Angriffe. Tatsächlich geht es dabei um das Gleichgewicht im Körper. Denn freie Radikale sind keineswegs per se „böse“. Sie entstehen bei ganz normalen Stoffwechselvorgängen und sind für viele biologische Prozesse notwendig.
Problematisch wird es dann, wenn diese hochreaktiven Teilchen überhandnehmen. Dann beginnt ein Prozess, der unsere Zellen schleichend schädigt, Entzündungen anfeuert und langfristig Krankheiten begünstigt – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Diabetes Typ 2 bis hin zu Alzheimer oder bestimmten Krebsarten.
Es geht nicht um das Vorhandensein freier Radikale – sondern um ihr Zuviel. Ihnen fehlt ein Elektron. Und um dieses Defizit auszugleichen, entreißen sie es anderen Zellbestandteilen. Eine Kettenreaktion beginnt.
Dabei wird aus einer ursprünglich stabilen Zelle selbst ein aggressives Radikal. Die Zellstruktur leidet, es entstehen erste Zellschäden, wichtige Funktionen brechen weg. Genau an diesem Punkt werden schützende Substanzen wichtig – jene Stoffe, die in der Lage sind, diese Reaktionsketten zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen.
Der natürliche Gegenspieler im Zellkampf
Diese Schutzstoffe sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, aber auch in bestimmten Vitaminen. Besonders bekannt sind dabei Substanzen wie OPC, Vitamin C, Vitamin E – und vor allem das außergewöhnlich starke Astaxanthin.
Diese Stoffe reagieren mit freien Radikalen, ohne selbst instabil zu werden – oder sie „opfern“ sich gezielt, um empfindliche Zellstrukturen zu schützen.
Dass wir heute nicht „zu viele“ dieser Schutzstoffe aufnehmen, sondern eher zu wenige, ist kein Geheimnis. Umweltbelastungen, Dauerstress, Schlafmangel, Fehlernährung und permanente Reizüberflutung sorgen dafür, dass unser Körper ständig mehr freie Radikale produziert, als er neutralisieren kann.
Astaxanthin – Überlebensstrategie der Natur
Zu den stärksten bekannten Schutzstoffen zählt Astaxanthin. Es wird aus der sogenannten Blutregenalge gewonnen – einer Pflanze, die unter extremsten Bedingungen überlebt: Hitze, Kälte, UV-Strahlung und monatelange Trockenheit.
In solchen Phasen stellt die Alge sogar ihre Photosynthese ein – und lebt allein von der Energie, die Astaxanthin ihr liefert. Fällt später Regen, färben sich ganze Gewässer rot. Ein spektakuläres Naturphänomen – und ein Hinweis auf die enorme Schutzkraft dieses Stoffes.
Auch im Tierreich zeigt sich diese Wirkung: Lachse verdanken ihre Ausdauer beim kilometerlangen Schwimmen gegen die Strömung ebenfalls dem hohen Astaxanthingehalt ihrer Nahrung.
Dass auch der Mensch davon profitieren kann, wurde zunächst zufällig beobachtet – etwa bei Naturvölkern auf Hawaii, deren Ernährung reich an Astaxanthin ist. Auffällig war ihr natürlicher Schutz vor UV-Strahlung. Später bestätigten wissenschaftliche Untersuchungen zahlreiche weitere Effekte.
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OPC – Schutz für Gefäße und Gewebe
Ein weiterer bewährter Pflanzenstoff ist OPC, gewonnen aus Traubenkernen. Besonders bekannt ist seine Fähigkeit, die Strukturproteine Kollagen und Elastin zu schützen – also genau jene Fasern, die Gefäße, Haut und Bindegewebe stabil halten.
Viele seiner Effekte hängen direkt mit der Reduktion entzündlicher Prozesse zusammen.
Energie entscheidet: die Rolle von Q10
Neben äußerem Schutz braucht die Zelle auch innere Stabilität. Und hier kommt ein oft unterschätzter Stoff ins Spiel: Coenzym Q10.
Q10 ist unverzichtbar für die Energieproduktion in unseren Mitochondrien – den „Kraftwerken“ der Zelle. Ohne Q10 würden rund 95 Prozent der Energiegewinnung schlicht ausfallen. Kein Wunder also, dass sein Entdecker 1978 den Nobelpreis erhielt.
Bis etwa zum 20. Lebensjahr stellt der Körper Q10 ausreichend selbst her. Danach sinkt die Eigenproduktion kontinuierlich – mit spürbaren Folgen.
Bereits ab einem Mangel von 25 Prozent können Mitochondrien Schaden nehmen. Die Zelle wird schwach – und damit anfällig für freie Radikale und weitere Zellschäden. Q10 wirkt hier von innen heraus, macht die Zellen widerstandsfähiger und bremst Alterungsprozesse.
Zusammenfassung
Unsere Gesundheit wird täglich herausgefordert – durch Umweltgifte, Stress, falsche Ernährung und schleichende Zellschäden auf Zellebene. Der Schlüssel liegt nicht in einem einzelnen Wundermittel, sondern im Zusammenspiel: äußeren Schutzstoffen wie Astaxanthin oder OPC – und innerer Stabilität durch einen ausreichenden Q10-Spiegel.
Ergänzt wird dieses Konzept durch klassische Vitalstoffe wie Vitamin D, das besonders in Kombination mit K2 eine tragende Rolle für Immunsystem und Zellgesundheit spielt.
Wirken Schutzstoffe von außen, so stärkt Q10 die Zelle von innen. Erst beides zusammen ergibt eine echte Verteidigung.

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