Einige können es einfach nicht lassen und treiben die Ausgrenzung Andersdenkender immer weiter voran. Jetzt soll es AfD-Vertretern nicht einmal mehr möglich sein, bedrohte Tiere zu adoptieren. Julia Ruhs hat in ihrem Buch „Links-grüne Meinungsmacht“ auch mit solchen Irrsinnigkeiten abgerechnet. Hier mehr erfahren.
Eine Setterhündin aus Italien wird von einer Tierschutz-Organisation nicht nach Deutschland vermittelt, weil die Bewerberin der falschen Partei angehört. So lautet die Absage, die die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt vom Tierschutzverein Fortuna Animali erhielt. Apollo News hatte über den Fall berichtet.
Der vollständige WhatsApp-Verlauf liegt mittlerweile vor. Behrendt hatte sich bei der zuständigen Vermittlerin gemeldet und mitgeteilt, dass sie sich mit ihrer Familie sehr für die Setterhündin interessiere – gemeint war Setia, die der Verein zur Adoption angepriesen hatte. Sollte das Tier noch kein Zuhause gefunden haben, bat sie um ein Telefonat.
Tierschutz kann nicht politisch sein
Die Antwort kam nach rund einer Viertelstunde und ließ an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Der Verein betreibe Auslandstierschutz und sehe „aufgrund Ihrer politischen Zugehörigkeit“ von einer Vermittlung eines ausländischen Hundes an sie ab. Behrendt entgegnete, ihr sei die Ausrichtung des Vereins bekannt. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass sie ein Tier aus dem Ausland aufnimmt; selbst sei sie über Jahre im Tierschutz tätig gewesen. Tierschutz dürfe ebenso wenig eine politische Farbe tragen wie Kinderschutz, es gehe in diesem Zusammenhang ausschließlich um die Sache.
Die Absage nannte sie bedauerlich und stellte die naheliegende Frage, ob es dem Verein tatsächlich darum gehe, dem Hund ein liebevolles Zuhause zu verschaffen. Ihr Ehemann sei selbst Italiener. Auf der Plattform X machte die Abgeordnete den Vorgang schließlich öffentlich. Lieber lasse man einen ausgewachsenen Hund in einem italienischen Tierheim versauern, als ihn an eine AfD-Politikerin zu vermitteln, bei der er zusammen mit anderen Tieren untergekommen wäre. Es sei traurig, wenn die politische Gesinnung schwerer wiege als der eigentliche Tierschutz.
Gesinnungstest statt Schutz
Setia ist eine im Januar 2025 geborene, kastrierte English-Setter-Hündin. Sie wurde ausgesetzt aufgefunden und lebt derzeit mit weiteren Hunden in einem Refugium im italienischen Cori südwestlich von Rom. Der Verein beschreibt sie als sonnig und menschenbezogen; auf Vermittlungsportalen wird sie weiterhin angeboten.
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In den öffentlich einsehbaren Adoptionskriterien des Vereins tauchen politische Einstellung oder Parteizugehörigkeit nicht auf. Abgefragt werden Erfahrung mit Hunden, Wohnsituation und die Zeit, die ein Tier allein verbringen müsste. Eine Stellungnahme des Vereins zu der Absage lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Was hier geschieht, ist kein Tierschutz, sondern ein Gesinnungstest. Eine Familie, die ein Tier aufnehmen will und das nach eigener Darstellung nicht zum ersten Mal tut, wird abgewiesen, weil die Abgeordnete der AfD angehört. Der Hund bleibt derweil im Ausland. Wer behauptet, es gehe um das Wohl des Tieres, und im selben Atemzug die Parteizugehörigkeit zum Ausschlussgrund erhebt, entlarvt sich selbst. Tierschutz, der Parteibücher prüft, hat seinen Namen nicht verdient.
Julia Ruhs hat in ihrem Buch „Links-grüne Meinungsmacht“ auch mit solchen Irrsinnigkeiten abgerechnet. Hier bestellen.






