Sellners neues Buch ist eine Sensation! Kein zeitgenössischer Autor zuvor hat so konkret erklärt, wie ein „Regime Change von rechts“ klappen könnte. Lesen Sie einen Auszug aus Sellners Meisterwerk – das Buch kann man hier bestellen.

    Sobald authentisch rechte Parteien und außerparlamentarische Organisation durch Zensur, Meinungsparagraphen und Terror verboten und zerschlagen werden, ist ein sozialer Wandel kaum mehr möglich. Ein regime change wird notwendig. Das Ziel ist der Sturz des Regimes durch einen massenhaften Akt zivilen Ungehorsams.

    Die people power wird also nicht für eine finale Themenkampagne, sondern genau dazu eingesetzt und »konzentriert«. Als »Farbrevolutionen«, wie die von »OTPOR« gegen Milósevic in Serbien werden regime changes vom Westen unterstützt und gefeiert. Der Fall des »Euromaidan« in der Ukraine gibt dieser Strategie ihre Namen: »Maidanisierung«.

    Die Verwendung dieses Begriffs stellt hier keine politische Parteinahme dar. Es geht ausschließlich um eine strategische Betrachtung. Aus westlich-liberaler Sicht wird eine »Maidanisierung« und ein gewaltfreier regime change legitim, sobald ein System totalitäre Formen annimmt. Eine patriotische Farbrevolution gegen eine totalitäre Form des Liberalismus ist also nicht illegitim.

    Die »Maidanisierung« ist weiters nur dann möglich, wenn eine kritische Masse an Oppositionellen vorhanden ist, die bei guter Organisation, Finanzierung und Strategie eine Wende bewirken kann. Solche Potentiale sind logischerweise nur verfügbar, wenn das System tatsächlich aus Sicht der Mehrheit eine illegitime, totalitäre Struktur darstellt. Im regime change müssen in der Dispersionsphase ausreichend Ressourcen und Erfahrungen gesammelt sowie Netzwerke aufgebaut werden.

    Dazu muss, wie im Kapitel zum regime change beschrieben, eine möglichst breite Koalition um einen gegebenenfalls weniger harten ideologischen Kern gebildet werden. Bewegungen wie »OTPOR« in Serbien zeigen, dass man konkrete ideologische Fragen für die Bildung einer breiten Regime-change-Allianz auf »nach der Wende« verschieben sollte.

    Ziel der »Maidanisierung« ist weniger der metapolitische Wandel als das Aufbrechen einer antidemokratischen Machtstruktur, das es erst ermöglicht, wieder metapolitisch zu agieren. Die »Maidanisierung« ist nicht an Wahlen gebunden. Das Parlament ist in dieser Lage ohnehin entmachtet (und jede echte Oppositionspartei verboten).

    Die zentralen Forderungen des Widerstandslagers und eines »Bürgerparlaments« sind die Wiederherstellung der Demokratie und die Abschaffung der antidemokratischen Gesetze, welche die metapolitische Arbeit der Opposition unterbinden. In der Regel liegt der ideale Zeitpunkt auch hier nach einem Anlassfall und in einer »Autoritätsflaute«. Dies kann z.B. ein Fall von Korruption, ein Anschlag oder Ausschreitungen von Migranten sein.

    Euromaidan, Kiew. (Bild: Nwssa Gnatoush)

    In Farbrevolutionen führt die Konzentrationsphase meist zu einer Massenkundgebung, bei der ein zentraler und symbolträchtiger Platz besetzt wird. Dort entsteht eine massives Protestlager, dem sich das gesamte dissidente Lager anschließt. Es wird zum Angelpunkt ständiger Kampagnen, Kundgebungen und Aktionen.

    Das Lager muss in seiner Größe und Wirkung so unübersehbar und »störend« sein, daß sein bloßes Bestehen einen ständigen Autoritätsverlust für die herrschende Elite bedeutet. Um das zu unterstreichen, wird dort oft »angesichts der Unreformierbarkeit des Regimes«, ein »Bürgerparlament« ins Leben gerufen.

    Dieses fungiert als Gegenautorität. Das Bürgerparlament gibt sich eine alternative Verfassung, hat einen eigenen Sitzungsbetrieb, erlässt symbolische Gesetze, hält symbolische Verfahren ab und kommuniziert, wie es auf die derzeitige Lage politisch reagieren würde. So entsteht eine symbolische »Schattenregierung«, die zur Gegenautorität werden kann. Der Widerstand versucht gezielt, Meinungsführer und Prominente an Bord und ins Protestlager zu holen. Politiker werden
    zum Diskurs eingeladen.

    Nehmen die Machthaber ein Gesprächsangebot des Protestlagers an, so legitimieren sie es und erkennen es als (meta)politisches Pendant an. Reicht die Störwirkung der symbolischen Herausforderung durch das Widerstandslager nicht aus, kann durch gezielte Streiks und Blockaden (wie die Bauernproteste in den Niederlanden und der freedom convoy in Kanada) eine gewaltfreie wirtschaftliche Störwirkung erzeugt werden, die nicht mehr zu ignorieren ist.

    Dazu muss die Protestbewegung stark und attraktiv genug sein, um die entsprechenden Gruppen (Bauern und Trucker etc.) auf ihre Seite zu ziehen. Ebenso muss sie (etwa im Unterschied zur Klimabewegung) über ausreichend people power verfügen, sodass diese Blockaden von einer kritischen Masse unterstützt werden.

    Das rechte Buch zur rechten Zeit: Pünktlich zum AfD-Sommermärchen veröffentlicht Martin Sellner seinen Fundamentalessay „Regime Change von Rechts“ (hier bestellen). Alle sollten es lesen, die unser Land retten wollen. Die Eroberung der Macht von Rechts ist möglich!

    24 Kommentare

    1. @Sokismus:

      Zitat:"…Der Walter und seine eigenwilligen Definitionen. … Formal leben wir in einer repräsentativen Demokratie…"

      1. Es sind nicht "meine" Definitionen, sondern Ergebnisse der Sprachforschung. Die – wie von Ihnen wiederholt gezeigte – falsche Begriffsverwendung ändert nix daran.

      2. Wir leben auch nicht in einer repräsentativen Demokratie – siehe meinen Verweis aufs Grundgesetz.
      Die Abgeordneten "repräsentieren" niemand a deren als sich selbst und ihre jeweilige politische Position nach Gutdünken.

      Ein Schwarzer wird ja auch nicht zum Weißen, nur weil man Matumba nun Otto nennt.

    2. Paßt tatsächlich zum SommerMÄRCHEN wie der Hintern auf die Klobrille. Es gibt nach wie vor keine stimmige, rechte Ideologie in D, und die Querfrontler wollen ja auch keine , weil sie irrtümlich glauben, es ginge ohne, und sogar besser.

    3. Um zwei der Beispiele aufzugreifen: zum einen der Euromaidan. Da standen doch, wenn ich nicht völlig fehlinformiert bin, die Amis dahinter, die schon jahrelang mit Milliardenaufwand Wühlarbeit geleistet hatten – wie übrigens auch bei anderen Farbrevolutionen.

      Zum zweiten die niederländischen Bauern: da geht es massiv um die Bedrohung des eigenen Einkommens, um die eigene Existenz.

      Also in beiden Fällen spricht der Geldbeutel entscheidend mit, entweder durch Sponsoring mit fremdem Geld oder Verlust des eigenen. In Deutschland dasselbe: erst seit Habecks Heizungshammer massiv den Geldbeutel der Leute trifft, wachen einige auf und schwenken zur AfD über. Und selbst da ist noch Luft nach oben. Fazit: am Geld vorbei wird es mit regime change nichts werden.

      • Hinter dem Putsch in der heutigen USkraine stand zB Victoria Nuland.

        Und über zB die hat sich neulich Robert Kennedy jr geäußert:
        https://t.me/QSRdeutsch/7482

    4. "Wiederherstellung der Demokratie" ist dann "Regimewechsel" , ja ? Lach . Da können wir ja gleich das alte Regime behalten. Vorne Demokratie, hinten ziehen die Kapitalisten die Fäden. Was anderes kommt von russischen U-Booten nicht

      • @Sokismus:

        Wir leben und lebten nicht in einer Demokratie. Insofern kann man die Formulierung der ‚Widerherstellung der Demokratie‘ als solche stehenlassen und sich ggfs. über den Zeitpunkt des letztmaligen Bestehens einer Demokratie auf deutschem Boden unterhalten.

        Wenn Sie sagen, "Da könn wir gleich das alte Regime behalten.", dann wissen Sie entweder nicht, was Demokratie ist oder aber nutzen diesen fälschlicherweise für das, was Sie meinen.

        Bsp.:
        Art 38 GG (1)
        "Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen."

        Da können Sie’s nachlesen.
        Das ist quasifaktisch Feudalismus.
        Die Wahlen dienen lediglich der Legitimation, daß jemand herrscht – nicht wie er das tut.
        Wurde früher paar Abstammung (Adel) oder via "Gottes Gnade" (König) bewirkt.

        • Der Walter und seine eigenwilligen Definitionen. Meist quasifaktischer Humbug, wie die Wortschöpfung selbst. Mach`s nicht unnötig kompliziert. Formal leben wir in einer repräsentativen Demokratie. Daß das Kapital die Vertreter kauft und deshalb nicht der Demos, sondern die Geldmacher herrschen, war von den Theoretikern der Demokratie nicht vorhergesehen. Auf den Punkt gebracht : JEDE ART Demokratie ist Mist, weil der Demos viel zu verkommen ist, um zu seinem Wohl zu herrschen. Ist erstmal der noch intakte Teil des Demos an der Macht, schafft er Wahlen sowieso ab. Dann würde Walter auch wieder meckern. Aber nur kurz.

      • Gab schon früher entsprechenden Pessimismus.

        "Wir sind antiparlamentarisch, weil das heutige demokratische Parlament nur ein Vorwand ist, hinter dem sich der kapitalistische Geist verbirgt. Die Wahl zu diesem Parlament, mit Geld, Lüge und Verleumdung gemacht, kann nie und nimmer den Willen des schaffenden Volkes darstellen".

        • Otto Baerbock am

          Was den Kapitalismus betrifft (den es hier ganz bestimmt NICHT gibt), stehe ich Markus Krall nahe. Allerdings … gibt es natürlich schon einen … nein, DEN Unterschied zwischen schaffendem und raffendem Kapital.

      • @Sokismus, Teil 2:

        Demokratie ist etymplogisch per definitionem die Selbstverwaltung auf Ebene der kleinstmöglichen sinnvollen Organisationseinheit einer komplexen arbeitsteiligen Gesellschaft.
        ‚demos‘ aus dem Altgriechischen meint nicht das Volk, sondern das Dorf (kleinste besagte Einheit), ‚kraten/kratein‘ hieß soviel wie verwalten oder auch ‚den Wagen ziehen‘ (letzteres vermutlich eher als Sinnbild für Kooperation in gegenseitiger Verantwortung).

        p.s.: Das wird sogar bei Wiki zwischen den Zeilen leicht angeschnitten.

        Hinzu kommt das Subsidiaritätsprinzip. Dieses ist faktisch in der Bundesrepublik ausgehebelt.

        Bsp.:
        Uphal und der Zank ums Flüchtlingsheim. Die Bürger wollens nicht, die Stadtverwaltung will’s nicht und der Landkreis resp. das Land regiert einfach drüber.

        Da ich davon ausgehe, daß Sie ebenso unter ‚Sokrates‘ posten, soll noch eins gesagt sein:
        Ähnlich ihren losen Umgang mit dem Begriff ‚Rassist/Rassismus‘ empfehle ich mit Blick auf ‚Demokratie‘, daß Sie Begrifflichkeiten nur nutzen, wenn Sie deren Bedeutung auch durchdringen, sonst könnte es sein, daß Sie inkontinent wirken.

        • S.o. "Demos" mag in grauer Vorzeit mal nur Dorf bedeutet haben , schon im alten (altgriechischem ) Athen bedeutete es nicht mehr "Dorf" sondern die deutliche Mehrheit der Staatsgenossen. Und wenn Perikles Athen einen Demokratie nannte, dann meinte er nicht, daß das "Dorf einen Wagen zieht" ( Schallendes Gelächter) . Deine alberne Verstiegenheit wird nur noch durch deine bornierte Überheblichkeit übertroffen , du Xxxxxxxxxxxxxx.

      • Wir haben keine Demokratie sondern nur ein "repräsentatives" Demokratienarrativ daß von Narren als sichtbaren Handpuppen angeführt wird.

        Abgesehen davon ist es im Grunde sekundär welche Regierungsform vorliegt – korrumpierbar sind sie alle, und es sind egal in welchem System immer dieselben Gestalten die Land und Gesellschaft unterwandern und ausplündern wollen.

      • Volksherrschaft funktioniert nur in einem Volksstaat.
        Die Demokratie der Plutokraten war immer schon volksfeindlich.

        • Volksherrschaft funzt im altgriechischen Stadtstadt bis 1000 Einwohner und sonst überhaupt nicht, schon gar nicht im modernen Massenstaat mit total degenerierter Millionenbevölkerung.

      • Wir haben sogar das alte SED Regime und das hat der Michel freiwillig gewählt. Da standen nicht die Vopos in der Wahlkabine!
        Selbst an den Grenzen hat Kohl die entfernt, damit Deutschland von Hinz und Kunz ausgeraubt werden konnt!

    5. Der weiß aber schon daß hier noch immer die Amis, die auch die ganzen Geschichtslügen gesetzlich verankert haben, wurde noch 1990 erneuert, herrschen?

      Und die schrecken leider eher vor gar nichts, negativem, zurück.

      • Kurz: wenn es in den USA nicht eine, ähm, 180° Wende gibt würden hiesige friedliche Versuche einer Verbesserung wohl genauso enden wie die damals im Ostblock.

      • Einfach mal die letzten 100 Jahre der Amis, Engländern und der Franzosen anschauen. Diese Staaten haben nur überlebt, weil sie andere ausgeraubt, zerbombt und ihre Goldbestände und Bodenschätze geraubt haben . Ansonsten wären diese Länder heute in einem Bürgerkrieg!

    6. Die wichtigste Machtergreifung: Fleißig arbeitende Deutsche übernehmen das Eigentum an den deutschen Großunternehmen, an de jure zwar überwiegend fremden, aber de facto deutschen Unternehmen. Das geht leicht, wenn die Arbeitenden so lange streiken, bis fremde Investoren keinen Profit mehr machen und sich frustriert zurückziehen. Straßenkundgebungen, noch dazu in der Freizeit, wie sie 1989 in der DDR erstaunliche Wirkungen hatten, werden nicht genügen. Was ist mit den meisten DDR-Betrieben gemacht worden? Wem gehören sie jetzt? Hat Herr Sellner daran gedacht? Wie übernehmen die Deutschen die deutsche Wirtschaft? Parallele volkswirtschaftliche Interessen in Nachbarvölkern und auf anderen Kontinenten sollten Macht verleihen und Erfolg garantieren.

    7. Wie erfolgreich war er ein Österreich damit? Der große Denker schreibt viel und kann wenig. Es wird keine Machtergreifung der Rechten in Deutschland und Österreich geben! Gut so!

      • jeder hasst die Antifa am

        Die schlimmste Machtergreifung nach den Nazis und Kommunisten haben wir jetzt in Deutschland mit Rotgrün.