Schule nach Corona: Quo vadis, Deutschland?

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Am morgigen Montag, dem 27. April 2020, öffnen die ersten Schulen wieder. Ruiniert die Corona-Hysterie direkt nach der Klimahysterie nun auch den schulischen Bereich?

Verkürzter Auszug aus den Vorschriften für die Schulen in einem deutschen Bundesland wegen Corona:

1. Durch das Tragen von Alltagsmasken kann das Risiko, eine andere Person durch das Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, verringert werden (Fremdschutz). Dies darf aber nicht dazu führen, dass der Abstand unnötigerweise verringert wird.

2. Im Unterricht ist das Tragen von Masken bei gewährleistetem Sicherheitsabstand nicht erforderlich. Trotz Maske sind die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, zwingend weiterhin einzuhalten.

3. Raumhygiene: Klassenräume, Fachräume, Aufenthaltsräume, Verwaltungsräume, Lehrerzimmer und Flure. Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektion muss auch im Schulbetrieb ein Abstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Das bedeutet, dass die Tische in den Klassenräumen entsprechend weit auseinandergestellt werden müssen und damit deutlich weniger Schülerinnen und Schüler pro Klassenraum zugelassen sind als im Normalbetrieb. Abhängig von der Größe des Klassenraums sind das in der Regel maximal 15 Schülerinnen und Schüler. Sitzordnungen sollten so gestaltet sein, dass kein Face-to-Face-Kontakt besteht.

4. Partner- und Gruppenarbeit sind nicht möglich. Fachunterricht kann in den dafür vorgesehenen Fachräumen und Werkstätten stattfinden, solange es sich nicht um Räume zur Nahrungszubereitung handelt.

5. Der Wechsel von Klassenräumen ist soweit irgend möglich zu vermeiden. Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird.

6. Mehrmals täglich, mindestens in jeder Pause, ist eine Stoßlüftung beziehungsweise Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Lehrkraft geöffnet werden.

7. Die DIN 77400, die Grundsätze für eine vertragsgemäße, umweltbewusste und hygienische Schulreinigung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen hinsichtlich Technik und Methoden der Gebäudereinigung und rechtlicher Anforderungen durch das Infektionsschutzgesetz, definiert, ist einzuhalten.

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Diese Vorschriften hören sich ganz vernünftig an, haben aber fatale Folgen

Abgesehen davon, dass kein Sport -und kein Musikunterricht mehr stattfinden darf, auch das Singen im Unterricht untersagt ist, ist der Haupt-Problempunkt die neue Klassenobergrenze von maximal 15 Schülern. Die staatliche Anweisung sagt nicht, wie die Schulen das bewerkstelligen sollen. Seit Jahrzehnten wurde vergeblich von der Lehrerschaft für eine Klassenobergrenze von 20 Schülern gekämpft, so dass es eigentlich erfreulich sein sollte, dass die Corona-Pandemie nun plötzlich für eine Klassenobergrenze von 15 Schülern sorgt.

Leider kein Grund zur Freude, denn die Schulen haben keine Raumkapazitäten für eine Klassengröße von 15 Personen, da bisher im Regelfall wesentlich mehr Schüler in eine Klasse gingen. Da es keine ausreichenden finanziellen Beihilfen gibt wegen der schulischen Corona-Sonderbedingungen, helfen sich die Schulen nun so, dass sie Unterricht ausfallen lassen.

Ganze Fächer fallen weg, vor allem Nebenfächer, die „auf Band liegen“, das heißt Fächer, in die Schüler eines gesamten Jahrgangs gehen, also zum Beispiel 7a, 7b, 7c und 7d. Die unterrichtenden Lehrer werden nach Hause geschickt und die Schüler vorzeitig heim. Es gibt nicht genügend Räume, da der Unterricht wenigstens für die Hauptfächer garantiert werden muss. Waren nun in Mathe oder Deutsch vorher nur 22 Schüler in der Klasse, so braucht man nun zwei Klassenräume für je elf Schüler.

Die einzig richtige Lösung wäre nun gewesen, Klassenraum-Container auf dem asphaltierten Pausenhof oder auf dem Schulparkplatz aufzustellen, um den erhöhten Platzbedarf garantieren zu können, was innerhalb der vier Wochen der Schulschließung leicht möglich gewesen wäre.

Das wurde nun nicht gemacht, sondern stattdessen über untaugliche Konzepte nachgedacht, dass ganze Jahrgänge erst mal zu Hause bleiben müssen oder im Schichtwechsel unterrichtet werden sollen oder ganze Fächer wegfallen, was ein versteckter Unterrichtsausfall ist. Damit wird das Grundrecht auf Bildung stark eingeschränkt und auf ein Minimalniveau gesenkt, wobei der Fächerkanon und der Unterrichtsumfang in den letzten Jahrzehnten bereits immer wieder gekürzt worden sind!

Das geht alles auf Kosten der Jugend und der Eltern, die den Ausfall irgendwie kompensieren sollten, was sie aufgrund ihrer beruflichen oder familiären Situation gar nicht können, denn die mittlere Generation wird beruflich ausgepresst wie eine Zitrone und staatlich durch die Abgaben von 51 Prozent Lohnsteuer. Da bleibt oft nichts, vor allem keine zusätzliche Kraft mehr für die Kinder.

Das Einzige, was der Staat macht, ist die zur Verfügungsstellung von Materialien für die Daheim-Beschäftigung, meistens nur online als pdf-Datei abrufbar.

Der Staat kürzt und vernachlässigt seinen Bildungsauftrag gut versteckt hinter aufgeblähten Hygiene-Maßnahmen, die auch stillschweigend ohne Schulschließung hätten erfolgen können – mit paralleler sofortiger Aufstellung von Klassenraum-Containern vor vier Wochen. Das wäre über Nacht machbar gewesen oder zumindest übers Wochenende. Aber dafür hat der Staat kein Geld.

Wenn es sich allerdings um Migranten handelt, dann ist kein Sümmchen zu viel. Da werden im Handumdrehen Wohncontainer aufgestellt oder Wohnungen angemietet im Wert von Hunderten von Millionen Euro. Sind die Migranten dann von den Wohncontainern in Wohnungen umgezogen, dann werden die Container für gigantische Kosten wieder entfernt, anstatt sie Obdachlosen oder finanzschwachen deutschen Familien zur Verfügung zu stellen, die oft nicht wissen, wie sie die steigenden Mietpreise besonders in den großen Städten finanzieren können.

Allein durch die Klimahysterie gehen in der deutschen Automobilindustrie mindestens 200.000 Arbeitsplätze verloren. In anderen Branchen sieht es nicht besser aus, zumal durch die jetzigen Corona-bedingten Geschäftsschließungen die Existenz zahlreicher mittlerer und kleinerer Betriebe massiv gefährdet ist – und lediglich die großen Unternehmen, die sofort die Millionen Euro an staatlicher Unterstützung herausholen, davon profitieren.

Dass es auch anders geht, hat das Beispiel der Schweden gezeigt, die weder Geschäfte noch Restaurants noch Schulen geschlossen, sondern nur Grundregeln der Hygiene und des Abstands verstärkt haben. Durch diese Politik der Regierenden wird Deutschland in allen Bereichen verwüstet, nicht nur im schulischen.

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23 Kommentare

  1. Avatar

    Die Wichtigkeit der Schule wird maßlos überschätzt, besonders von Lehrerinnen. Ein Wahnwitz,jetzt schon wieder die Schulen zu starten. Die Vorsichts-Maßnahmen sind doch Augenwischerei, niemand wird es schaffen,die Gören wirklich dauernd auf Distanz zu halten. Und gerade die,die nicht erkranken ,verbreiten das Virus unbemerkt weiter. Oder will mir jemand erzählen,daß Eltern + Geschwister daheim auch 2Meter Abstand halten und dauernd lüften? Menschen in einem Dilemma verhalten sich zwangsläufig irrational und das System befindet sich in einem solchen.

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      Laberrababer am

      Für Kinder und gesunde Erwachsene offensichtlich völlig ungefährlich. Schnellstmögliche Herdenimmunität durch "Durchseuchung" schützt die tatsächlich Gefährdeten, sprich Alte und extrem Vorerkrankte.

      Das ist rational und nicht dein permanentes Gelaber von Dauerisolation von Millionen Menschen (was sowieso nicht funktionieren kann/wird). Auch durch 1000x vorbeten wird dein Gesülze auch nicht richtiger.

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    Konder haben garkein Stimmrescht und Alte sind in der Überzahl! Deswegen wurden Schulen baulich vernachlässigt und das Bildungsniveau immer mehr runtergefahren!
    Personen unter 30 Jahren werden durch Corona so gut wie garnicht gefährdet, meistens überstehen sie die Infektion unbemerkt! Anstatt die Schulen zu schließen hätte man den gefähdeten Personen des Lehrkörpers eine Freistellung vom Unterricht ohne finanzielle Nachteile anbieten sollen. Dafür werden temperäre Hilfskräfte eingestellt. z.B. solche, die gerade ihr 5.Praktikum ohne Aussicht auf Anstellung machen. (Ähnlich der sog. "Miekätzchen" in den 50er Jahren, die damals den Lehrermangel ersetzen müßten, der durch den Rauswurf aller im 3.Reich examinierten Lehrer und die Entnazifizierung entstand. Damals wurden auch Lehrkräfte ohne Abitur schnellausgebildet.

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      2. Gleichzeitig sollten bauliche Maßnahmen, z.B. dringend notwendige Instandsetzungen der Toiletten, umgehend angegangen werden, sodaß sich die Kinder zumindest die Hände waschen können. Toilettengebühren für saubere Kloos sind eine Zumutung, die Kinder – und vor allem Jugendlichen – zur Reinigung der Schulen, auch ihrer Toiletten heranzuziehen ist hingegen sinnvoll – es wird sogar in Eliteinternaten gemacht! Dann gehen die Kinder nämlich auch sorgfältiger damit um! Und Putzen lernen ist für das spätere Leben auch nicht verkehrt!

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        Kloputzen ist Sache der Unberührbaren. Gut ,daß Sie zu meiner Schulzeit nix zu melden hatten und heute hoffentlich auch nicht.

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    Professor_zh am

    Mit anderen Worten: Wenn die Schule wieder losgeht, wird den Schülern gar nicht so viel mehr geboten als in der unterrichtslosen Zeit… PIESA lässt grüßen….

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      S. Josewski am

      Die globale Elite will einfach nur noch mehr "Sheeple" – freies Denken unerwünscht! Fleißige Arbeitsbienen, Gehorsam… War schon immer Teil des Plans…

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    Schüler, die im Unterricht nie etwas vom Grundgesetz gehört haben, weil dies in einem (ausgefallenen) Nebenfach gelehrt wird/wurde, werden sich wohl kaum darauf berufen.

    Das passt doch, oder etwa nicht?

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      S. Josewski am

      Klar paßt das! Wie der Faust auf’s Auge oder so… Ist doch auch Absicht!

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    heidi heidegger am

    Nun zum Thema: Ausreden ("keine Räume") lasse ich nicht geltään – dann werden eben Excursionen gemacht, wandern und Blumen und Blätter sammeln und im Heft pressen und benennen usw. -> HEIMATKUNDE, jawoll HK, hat ditt heidi auch nicht geschadet. so!

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      HEINRICH WILHELM am

      Heimatkunde… Das ging bei deutschen Klassen. >>Pflanzen und Tiere unserer Heimat! (Lange her, hat Spaß gemacht.)
      Räume: Ob mit oder ohne Räume – lerne die heut noch was? (Doof kieken – nix wusst.)
      Ich habe von verschiedener Seite gehört, dass ein Wiederaufnehmen des Unterrichts auf eine überschaubare Zustimmung stößt… Heute Lern-Allergie, später Ekel vor der Arbeit.
      Das war auch ohne Corona schon so.

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        heidi heidegger am

        Ja, dann geht Fr. Lehrer mit die Schülerzz halt auf die Schafweide und presst ein ganzes Schaf äh ein‘ Fetzen Schafswolle in’s Heft oder einen ganzen GranatApfel *muahahahgh*..bei die Ziegen das gleich dann, hihi. Voll der Action-Film, wanns der HüteDoggie auch noch mit in’s Spiel kommt beim SchäfchenZählen äh -jagen..*kicher*

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    Die Gebrüder Grimm am

    Corona macht auch die Kinder seelisch kaputt und die haben es jetzt schon schwer die Muttersprache zu erlernen …den ganzen Tag kommt nur noch englische Musik in den öffentlichen Sendern und gewaltverherrlichende Filme laufen täglich im Fernsehen und Blödel Shows haben dort auch mittlerweile Hochkonjunktur, wo sind da eigentlich die Jugendschutz Wächter…Außerdem kommt zusätzlich die andauernde Rechtschreibreform dazu….usw. wie sollen diese jungen unschuldigen Kinder das alles noch verarbeiten …die Erwachsenen/ Lehrer müssen für die Kinder und Schüler ein Vorbild sein… jeder Staat ist auch ein Aushängeschild in der Weltgemeinschaft über seine Intelligenz und Schaffenskraft

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        Diogenes setzen Note 5 am

        Sie machten nicht nur schöne Märchenfür die Nachwelt, sondern Jacob Wilhelm und Ludwig schufen auch das erste deutsche Wörterbuch. Dumm geboren nichts dazu gelernt und dumm gestorben ..

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        Also, die Grimms "machten" nicht Märchen, sie sammelten vorhandene, Und als regelrecht dumm kann man sie wohl auch nicht bezeichnen.

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    heidi heidegger am

    servus HILDE, erlaube mir bitte ein bissi OT zu Anfang (dankschön!) bis ich zum Thema komme:

    d-d-die AfD hat uns‘ Soki rausgeworfään!..pfui! und hier gleich ditt zwoote heidi-Anliegen:

    — Und so muss ditt heidi, die mit prominenten Gästen (Gabi und äh Fr. Schellhase traute isch misch nischt zu fragään, hihi) beim Opernball seit vier Jahrzehnten für Schlagzeilen sorgt, um ihre Loge fürchten. Der neue Staatsoperndirektor Bogdan Roscic hatte in der "Kronen Zeitung" gesagt, es gebe lange Wartelisten für die Logen und künftig sollten diejenigen Vorrang haben, die die Oper das ganze Jahr über unterstützen. Die 58-Jährige zeigte sich enttäuscht.. — (beides) ntv bzw. ZEIT

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      Vielleicht hat er die Ferkels und Roths ja mitgenommen am

      Soki ist nach Kario ausgewandert, er hat Angst vor der Corona und dem Compact Leser.

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        heidi heidegger am

        wot? Kairo also, *ahhh*!!, danke für die Inspiracion/den Trigger, hihi:

        Le Caire nid d’espions -> OSS 117 – Der Spion, der sich liebte –

        Der Originaltitel OSS 117: Le Caire nid d’espions bedeutet „Kairo, ein Spionennest“. Angesiedelt ist die turbulente Handlung im Jahr 1955, nach dem Sturz von …äh Soki(?), hihi..*zacknweg*

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      @Heidi: Ah,na, der war da gar nicht drin,hat früh erkannt wie dort der Hase läuft. J.E. hat ihn 1 Tag unter Quarantäne gestellt, will er zu unbarmherzig den Schwachsinn der Coronaleugner aufspießt.

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        heidi heidegger am

        aukidauki, Soki, hat ER Dich wieder sekkiert, häh? mimimich hat ER mal freundschaft(!)lich streng corrigiert im *JE/for-your-eyes-only-Forum*, weil ditt heidi *foul play* am spielen war..aber: lange her, yo! 🙂 Grüßle!

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