Schlafstörungen – wenn erholsame Nachtruhe ein Traum bleibt

7

Erholsamer Schlaf? Für viele Menschen leider ein Traum. Denn fast jede Nacht quälen sie sich, können nicht einschlafen, wachen mehrmals auf und sind tagsüber müde. Schlafstörungen sind keine Seltenheit. Ungefähr 15% der Erwachsenen in Deutschland haben Schwierigkeiten erholsamen Schlaf zu finden. Dabei unterscheidet man unterschiedliche Arten von Störungen: Einschlafstörung, Durchschlafstörung und Tagesschläfrigkeit, sowie Atmungsstörungen zählen zu den häufigsten Problemen.

Jemand, der mehr als drei Nächte pro Woche über schlechten Schlaf klagt und dies über mehr als einen Monat, könnte an einer Insomnie leiden. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen und sich über Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Viele Faktoren können unruhigen Schlaf begünstigen. Ärger auf Arbeit, Probleme im Privatleben, Stress, Zukunftsängste, Aufregung vor dem morgigen Ereignis – die Liste ist lang und lässt Menschen oftmals nicht leicht zur Ruhe kommen. Auch Krankheiten können das Schlaferlebnis beeinträchtigen. Oftmals ist auch die falsche, zu weiche oder zu harte Matratze schuld am schlechten Schlaf.

Diese Dinge sind temporär. Jeder kennt stressige Phasen, in denen der Schlaf zu kurz kommt. Nachdem eine Krankheit auskuriert, die Lichtverhältnisse angepasst oder die Matratze ausgewechselt wurde, normalisiert sich der Schlafrhythmus meist wieder. Ganz anders sieht es bei akuten Schlafstörungen aus. Treten diese Probleme über mehrere Wochen hinweg auf, sollte nach den Ursachen geforscht werden. Denn langanhaltende Störungen mindern die Lebensqualität, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit des Betroffenen.

Jemand, der viele Nächte schlecht schläft, ist am Tag stark beeinträchtigt. Seine Leistungskraft während der Wachphase sinkt. Zudem ist er nicht in der Lage in Gefahrensituationen schnell und adäquat zu reagieren. Die Unfallwahrscheinlichkeit steigt, während das Wohlbefinden stark zurückgeht.

Wie äußern sich Schlafstörungen?
Es existieren über 80 unterschiedliche Arten von Schlafstörungen, diese werden in acht Gruppen eingeteilt.

Eine der häufigsten Formen ist Insomnia. Hierzu zählen Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Erwachen am frühen Morgen und Schlaf, der keine Erholung bringt. Menschen, die von Insomnia betroffen sind, haben oft mit Müdigkeit, Stimmungsbeeinträchtigung, Kopfschmerzen, Gedächtnisproblemen und Aufmerksamkeitsdefiziten zu kämpfen. Psychische Probleme, Sorgen, Ängste aber auch übermäßiger Gebrauch von Medikamenten können Insomnia auslösen.

Auch schlafbezogene Atmungsstörungen sind keine Seltenheit. Unterschiedliche Arten von Schlafapnoe (auch SAS genannt) können zu dieser Störung führen. Hier treten Unregelmäßigkeiten bei der Atmung auf. Ohne dass der Betroffene es bemerkt, stoppt nachts während des Schlafs der Atem und es entstehen Pausen.

Eine weitere Form ist die Hypersomnie mit zentralnervösen Ursprung:
Jemand, der unter dieser Form der Schlafstörung leidet, ist während des Tages müde. Meist schläft der Betroffene nachts genug, ist während seiner Wachphase aber trotzdem schläfrig.

Erkrankungen der Psyche stehen ganz oben auf der Liste. Menschen mit Angststörungen, Psychosen oder Depressionen finden nachts nur schwer zur Ruhe. Auch körperliche Beschwerden und organische Krankheiten erschweren es den Betroffenen, ein- oder durchzuschlafen.
Die Einnahme von Medikamenten kann Störungen des Schlafes ebenfalls begünstigen. Einige Antibiotika, bestimmte Bluthochdruck- und Asthmapräparate, viele Schlafmittel, sowie diverse Arzneimittel sind bekannt für ihre schlafhemmende Nebenwirkung. Zudem kann auch die falsche Ernährung kann zu unruhigen Nächten führen. Eine fett- und zuckerreiche Kost, vor allem in den späten Abendstunden überlastet den Organismus. Das Essen liegt schwer im Magen und der Schlaf leidet stark darunter.

Was kann man tun, um die Schlafqualität zu verbessern?
Es gibt viele Methoden gegen die Schlafstörungen anzugehen, wenn es sich um keinen chronischen, mehrwöchigen Schlafmangel handelt. In diesem Fall sollte ein Arzt konsultiert werden. Da dies glücklicherweise nur selten der Fall ist, lassen sich die Schlafprobleme mit einfachen Tipps lösen.

Versuchen Sie Schlafenszeiten festzulegen, an die Sie sich halten. Achten sie auf eine angemessene Schlafdauer, diese variiert von Person zu Person. Machen Sie ihr Schlafzimmer zu einem Wohlfühlort und sorgen Sie für die richtige Temperatur und eine behagliche Atmosphäre. Nutzen Sie dieses Zimmer nur zum Schlafen und nicht zum Arbeiten, Fernsehen oder für anderweitige Aktivitäten.

Magnesium Night - wohltuend für Körper und Geist

Verzichten Sie abends auf fette Speisen, Alkohol und Koffein. Körperliche Betätigung ist sinnvoll und hilft ihren Organismus fit zu halten, aber der Abstand zwischen Training und der Zeit, in der Sie ins Bett gehen, sollte groß genug sein. Auch beruhigende Kräutertees können helfen ihr Ziel zu erreichen.

Unruhige, stressige Nächte gehören der Vergangenheit an, wenn sie diese einfachen Regeln befolgen. Hin- und wieder wird es rastlose Phasen geben, aber wenn sie diese Tricks anwenden, verbessern Sie die Qualität ihres Schlafes Stück für Stück.

Zusammenfassung
Dass ca. 15% der Erwachsenen in Deutschland damit zu kämpfen haben, erholsamen Schlaf zu finden, zeigt die Größe des Problems. Zum einen gibt es unterschiedliche Arten von Störungen, zum anderen auch verschiedene Ursachen. Zeigen sich die Symptome einer Erkrankung wie Insomnie, dann sollte der nächste Gang zum Arzt Pflicht sein. Andere Faktoren liegen in der aktuellen Lebenssituation begründet. Probleme im Privatleben, Stress, Ängste, Nebenwirkungen anderer Krankheiten, aber auch die falsche Matratze oder ungünstiges Licht können den Schlaf stören. In vielen Fällen helfen schon einfache Veränderungen mit festen Schlafenszeiten, abends weniger Kaffee oder Alkohol, mehr Bewegung, aber abends rechtzeitig „runterfahren“. Mit einem Schlafzimmer als Wohlfühlort kann dann oft nichts mehr schief gehen und die Schlafqualität steigt wieder.

Magnesium Brain - gut fürs Gehirn und gegen Demenz

Über den Autor

Avatar

7 Kommentare

  1. Avatar
    Schnelles Pferd am

    Luxusproblem einer überfetteten Gesellschaft.
    Die Deutschen "arbeiten" zu wenig. Polnische Spargelstecher haben derartige Probleme eher selten.

  2. Avatar

    Eine Genetische Veranlagung mit zunehmenden Alter schlecht zu schlafen ist vergessen worden.
    Als wir noch in Höhlen schliefen, war es wichtig, dass Opa auch einen Beitrag erbrachte.
    Wenn der Höhlenbär von nebenan Futter suchte und fand – dann hatte sich das erledigt.

    Aber wenn Opa wegen der kleinsten Störung aufwacht, dann konnten alle überleben.

    Die vorprogrammierte Schlaflosigkeit half beim Überleben.

    • Avatar
      heidi heidegger am

      Aber ja-aber nein: noch nie von *seniler Bettflucht* gehört (die Angst im Bett zu schterbääään, häh?). Es gibt auch noch die unfeine postcoitale Nestflüchterei, heutzutage fifty fifty gendermässig verbreitet. Da empfehle ich dann Mag No666, hihi.

    • Avatar
      heidi heidegger am

      Der Höhlenbär als Weltraumbär lässt mir keine Ruhe: deshalb schlafe ich ab nun im outer space eh mit dem Hintern zur Wand an der selbigen und Tiffi und Soki müssen sich halt streiten, wer ganz aussen liegen darf, hihi.

  3. Avatar
    heidi heidegger am

    Wo bleibt Mag No1, häh? Für einen erholsamen einvernehmlichen GV. Und wer zum f*** ist nun wieder Pät Ricci? Pat Benatar (klingt palästinensisch!) oder Pätrick Schwitzi äh Swayze? achach.. + 🙂

    • Avatar
      heidi heidegger am

      OT: ämm wir drei im Raumschiff DS² machen nun a cappella Hausmusik von Bizet/"Carmen", weil Soki und Tiffi (der mit der roten Rose..ich trage den roten Hut) meine Gitarre aus der Schleuse warfen..*grrr(mpf)!*

      [ Habanera | Muppet Music Video | The Muppets ] /watch?v=jXKUb5A1auM

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel