Die Epstein-Akten bestätigen einen alten Verdacht: Robert Maxwell, Vater der Epstein-Assistentin Ghislaine, arbeitete für den Mossad und wurde von diesem umgebracht. Mehr dazu in diesem absolut empfehlenswerten Buch.
Geheimdienstkontakte regeln so manches. Als Ziehsohn von Robert Maxwell, dem Vater seiner Liebhaberin und Komplizin Ghislaine, lernte Jeffrey Epstein vom Besten im Business. Robert Maxwell war während des Zweiten Weltkriegs nach Aussage seiner Tochter britischer Geheimdienstmann und gründete nach seiner Heimkehr Verlage und Zeitungen wie den Daily Mirror.
Seinen Tod fand der „Pressezar“, der zwischenzeitlich auch als Labour-Politiker in Großbritannien aktiv war, 1991 während eines Yacht-Ausflugs vor der Küste der Kanarischen Inseln, wo er auf bis heute ungeklärte Weise von Bord ging und ertrank.

Seine letzte Ruhestätte fand Maxwell auf dem jüdischen Friedhof am Ölberg in Jerusalem. Der US-Investigativjournalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh brachte dessen Verbindungen zum Mossad
schon vor Maxwells Tod aufs Tableau – und wurde dafür von ihm vor Gericht gezerrt.
Die Klage wurde nach dem Tod des Medienmoguls fallengelassen, eine Gegenklage gegen ein Maxwell-Medium wegen Verleumdung gewann Hersh. Ex-Mossad-Agent Victor Ostrovsky steuerte weitere Details bei. In seinem Buch „Geheimakte Mossad. Die schmutzigen Geschäfte des israelischen Geheimdienstes“ (1994) behauptet er, dass Maxwell auf persönlichen Befehl des Likud-Politikers Jitzchak Schamir durch ein „Kidon-Kommando“ ermordet worden sei. Unter Kidon-Einheiten versteht man „Spezialabteilungen des israelischen Geheimdienstes Mossad“, die „Attentate unter höchster Geheimhaltungsstufe“ durchführen, weiß Wikipedia.
Blowjob vom Mossad
Dies wurde lange als unbegründete Spekulation abgetan, hat jetzt aber Bestätigung in den neu veröffentlichten Epstein-Akten gefunden. In einer E-Mail vom 15. März 2018 schreibt Epstein: „Robert Maxwell drohte dem Mossad. Er sagte ihnen, wenn sie ihm nicht 400 Millionen Dollar gäben, um sein zusammenbrechendes (Presse-)Imperium zu retten, würde er alles enthüllen, was er für den Mossad getan habe.“ Das ist jedenfalls ein starkes Mordmotiv.
Ein pikantes Detail: „In Israel wurde [Robert] Maxwell wie ein Staatsgast behandelt, zu den erlesensten Empfängen eingeladen und bekam die edelsten Quartiere. (…) Da seine starke Gier vor allem nach Oralverkehr bekannt war, wurde Maxwell in Israel stets von Prostituierten des Geheimdiensts empfangen und begleitet.“
Das hat Colin Macmahon für sein sehr lesenswertes Werk „Die Akte Epstein. Drei können ein Geheimnis wahren, wenn zwei tot sind“ recherchiert, für mich aufgrund seiner Faktenhaltigkeit schon jetzt das Buch des Jahres 2026. Hier bestellen.





