Sensationeller Fund in den UFO-Akten des Pentagon: Ein Testpilot aus Österreich lieferte dem FBI detaillierte Angaben zu scheibenförmigen Flugobjekten im Dritten Reich – und schoss sogar Fotos. Damit werden frühere Aussagen gestützt, die wir in COMPACT-Geschichte «Hitlers Geheimwaffen – UFOs, Raketen und die deutsche Atombombe» dokumentiert haben. Hier mehr erfahren.
«Das Pentagon veröffentlicht Hunderte von bisher geheimen Ufo-Dokumenten. Die Akten reichen bis in den Zweiten Weltkrieg zurück, führen auch nach Deutschland – und werfen drängende Fragen auf.» So berichtet nicht etwa ein Ufologen-Magazin über aktuelle Entdeckungen in den neuen, vom US-Kriegsministerium veröffentlichten Files zu sogenannten UAP (Unidentifizierte Anomale Phänomene), sondern die Tageszeitung Die Welt.
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COMPACT unterstützenGemeint ist ein Dokument, das sich US-regierungsoffiziell mit der Flugscheibenforschung im Dritten Reich befasst – was bisher meistens als Fantasterei oder Verschwörungstheorie abqualifiziert wurde. Doch nun liegt dazu eine 184 Seiten starke FBI-Akte (62-HQ-83894, Section 10), die im Mai dieses Jahres auf den Server des Pentagon zur öffentlichen Einsichtnahme hochgeladen wurde.

Das relevante Dokument ist ein Memorandum vom 8. Juni 1967 eines Special Agents aus Miami an FBI-Direktor J. Edgar Hoover (File No. 62-0-11328). Das Memo enthält weder Empfehlungen noch Schlussfolgerungen des US-Geheimdienstes, sondern wurde zur Information (und möglicher Weiterleitung an die U.S. Air Force wegen damaliger UFO-Sichtungen) weitergereicht.
Dennoch ist das Dokument hochbrisant, denn darin werden Aussagen eines Testpiloten wiedergegeben, der nach eigenen Angaben sogenannte Reichsflugscheiben gesehen habe – und dazu allerlei technische Daten lieferte. Beigefügt sind der Akte außerdem zwei Xerox-Kopien von Fotos mit den Objekten.
Der Testpilot
Bei besagtem Piloten handelt es sich um Paul L. Peyerl. Laut dem FBI-Memorandum wurde am 3. Mai 1924 in Österreich geboren. Er absolvierte 1943 eine Ausbildung an der deutschen Luftwaffenakademie und wurde danach an der Ostfront eingesetzt. Ende 1944 sei er dann als Testpilot einem streng geheimen Projekt im Schwarzwald zugeteilt worden.
Am 14. März 1945 wurde er laut dem Dokument an der Westfront von den Briten abgeschossen und bis 1946 in London und Brüssel interniert. 1951 reiste er von Bremerhaven in die USA, ging zuerst nach New Jersey und erlangte 1958 in Miami die US-Staatsbürgerschaft. In Florida arbeitete er als Mechaniker bei Eastern Airlines. 1959 bot er an, als FBI-Agent nach Österreich zurückzukehren, 1962 packte er schließlich über seine Beobachtungen im Schwarzwald aus.
Das Fluggerät
Peyerl gab an, im November 1944 ein deutsches Fluggerät beobachtet und fotografiert zu haben. Es sei «untertassenförmig, etwa 21 Fuß [circa 6,4 Meter] im Durchmesser, funkgesteuert und mit mehreren Strahltriebwerken am äußeren Teil des Fluggeräts ausgestattet. Er beschrieb weiter, dass sich der äußere Teil um die Kuppel in der Mitte drehte, die stationär blieb», heißt es in dem FBI-Bericht.

Der Pilot habe das Gerät in 7.000 Metern Höhe fotografiert und ein weiteres Bild im Hangar «unter Lebensgefahr» aufgenommen. Der Konstrukteur sei ein deutscher Ingenieur namens Kuehr gewesen, der 1943/44 von der Gestapo in Wien festgenommen und später von den Alliierten in Gewahrsam genommen worden sei. Die deutsche Flugscheibe habe im Krieg mindestens eine amerikanische B-26 abgeschossen. Peyerl habe die Informationen zurückgehalten, weil er annahm, die USA besäßen sie bereits.
Die technischen Daten
Der gebürtige Österreicher zitierte angebliche Angaben, die er auf einer Tafel in dem geheimen Hangar gesehen haben will:
«Treibstoffgemisch aus N2H4O [Hydrazinoxid] in Methylalkohol (CH3OH) anstatt des ‹sauerstoffhaltigen› Gemischs aus Wasserstoffperoxid H2O2 in Wasser. 7 m, 1,3 m hoch, zwei Raketenmotoren; gleichmäßiger Fluss, Rotationsantrieb über 2.000 Meter pro Sekunde.»
Über über 2.000 Meter pro Sekunde entspricht circa 7.200 km/h! Das Gerät, das Peyerl in Augenschein genommen habe, sei «funkgesteuert» («radio controlled») gewesen. Weitere technische Details zur Steuerung fehlen in der Akte. Auch Angaben zu abrupten Richtungswechseln, Steig- und Sinkflügen oder enger Manövrierfähigkeit, wie sie den Reichsflugscheiben von anderen Autoren zugeschrieben werden, enthält das Memorandum nicht.

Die Xerox-Kopien, die Peyerl vorlegte, zeigen seinen Angaben zufolge ein Negativ des Geräts im Flug in 7.000 Metern Höhe (30-Sekunden-Belichtung) und besagtes Standfoto im Hangar. Der Pilot und Mechaniker behauptete, die Original-Negative zu besitzen. Die Akte vermerkt, dass die Kopien der letzten Seite des Schreibens beigefügt seien. Eine unabhängige Authentifizierung oder technische Analyse der Bilder ist in den freigegebenen Unterlagen nicht dokumentiert.
Schriever, Klein und Schauberger
Das sensationelle Dokument in den nun freigegebenen UFO-Akten des Pentagon stützt frühere Aussagen und Berichte über die Entwicklung von Flugscheiben im Dritten Reich. Bereits im März 1950 erschien im Spiegel ein Interview mit dem Aeronautik-Ingenieur und vormaligen Testpiloten Rudolf Schriever, der 1942 im böhmischen Eger einen sogenannten Flugkreisel für die deutsche Luftwaffe entwickelt haben will.
Herausstechendes Merkmal des Apparats sei, wie man in COMPACT-Geschichte «Hitlers Geheimwaffen – UFOs, Raketen und die deutsche Atombombe» nachlesen kann, eine breite Schaufelblattscheibe von über 14 Metern Durchmesser gewesen, die um eine Gondel rotiert habe. Deren oberer Teil, eine Kabine mit einer halbkugeligen, transparenten Haube, habe als Kommandostand gedient, der untere enthielt drei Gasturbinen zum Antrieb des Geräts.
Der Startschuss zur Entwicklung solcher Flugscheiben fiel wohl im April 1941. Oberingenieur Georg Klein, vormals Sonderbevollmächtigter für die Flugzeugproduktion im Protektorat Böhmen und Mähren, sagte der Hamburger Morgenpost dazu 1953:
«Auf einer geheimen Konferenz im Reichsluftfahrtministerium in Berlin gab Reichsmarschall Hermann Göring (…) die Anweisung, (…) noch schnellere Flugzeuge zu entwickeln. Göring forderte, von der althergebrachten Rumpfform abzuweichen und Flächenformen zu schaffen, da nur auf diese Weise günstigere aerodynamische und statische Voraussetzungen gegeben seien.»
Neben Schriever und Klein arbeiteten weitere Konstrukteure an derartigen Objekten, unter anderem Viktor Schauberger, der schon 1940 das Patent für eine sogenannte Implosionsmaschine anmeldete, deren Energieausstoß neunmal höher als bei einer normalen Turbine ausfiel und darüber hinaus starke Vakuumeffekte erzeugte.
Kurz danach schrieb Schauberger seinem Cousin, er habe ein Flugzeug erfunden, das keinerlei Geräusch verursache. In einer Korrespondenz mit der Wiener Firma Kertl vom Februar 1941 beschrieb er den Zweck dieses Prototyps. Zum einen sollte er der Erforschung von Freier Energie dienen, zum anderen seine Theorien über das mit dieser Energie mögliche Schweben in der Luft bestätigen. Man spricht auch von Antigravitation oder Nullpunktsenergie.
Es ist umstritten, wie weit die Entwicklung von Flugscheiben gediehen war, als das Dritte Reich am 8. Mai 1945 unterging. Auch der Verbleib vieler Konstruktionspläne und sogar einiger Wissenschaftler und politischer Entscheidungsträger, die damit befasst waren, ist ungeklärt. Nicht zuletzt deshalb sind Theorien entstanden, die besagen, dass die ab 1947 gesichteten UFOs nicht etwa von Außerirdischen gesteuert wurden – sondern von Deutschen. Doch darüber gibt es auch in den neuen UAP-Files des Pentagon keinerlei Hinweise.
In in COMPACT-Geschichte «Hitlers Geheimwaffen – UFOs, Raketen und die deutsche Atombombe» dringen wir auf vermintes Terrain vor, das andere meiden: Wie weit war die technologische Forschung im Dritten Reich wirklich? Welche neuartigen Waffensysteme gab es? Und was davon haben sich die Siegermächte zunutze gemacht. Eine spannende Reise durch ein Kapitel deutscher Militärgeschichte, das noch immer mit vielen Tabus behaftet ist. Wir brechen sie! Hier bestellen.




