Die Verwicklung von Olaf Scholz in die Cum-Ex-Affäre ist der größte deutsche Polit-Skandal seit dem Fall Uwe Barschel. Vor allem ein Parteifreund bringt ihn in Gefahr. Ein Auszug aus der September-Ausgabe von COMPACT mit dem Titelthema «Heißer Herbst – Warum die Regierung Angst vor dem Volk hat». Hier mehr erfahren.

    Die Ermittler reisen an diesem 28. September 2021 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln nach Hamburg. Ihr Ziel ist der zentral gelegene Stadtteil St. Georg an der Außenalster. Zielstrebig nehmen sie Kurs auf das Haus eines Mannes, der noch kurz zuvor als Hamburgs allmächtiger politischer Strippenzieher gegolten hat. Gegen Johannes Kahrs besteht der Verdacht der Begünstigung und des «strafrechtlich relevanten» Verhaltens im Zusammenhang mit den Cum-Ex-Geschäften der Hamburger Warburg-Bank.

    Olaf Scholz in Not

    Bei diesen wurde die mehrfache Rückerstattung von Kapitalertragssteuern beantragt, die zuvor nur einmal gezahlt wurden. Das ist wie die Vorlage eines gefälschten Flaschenpfandbons im Supermarkt. Der Unterschied ist der, dass eine international agierende Steuermafia alleine den deutschen Staat mit solchen Betrügereien um eine hohe zweistellige Milliardensumme gebracht hat.

    Bei der Durchsuchung der Räume fällt der Blick der Polizisten auf einen kleinen Schlüssel. Bingo! Dieser gehört zum Schließfach einer nahe gelegenen Filiale der örtlichen Sparkasse. Als die Beamten den Safe öffnen, staunen sie nicht schlecht. Es muss erst mal eine Geldzählmaschine angefordert werden, so viel Bares quillt ihnen entgegen. Am Ende stellen die Fahnder 2.055 Banknoten zu 100 Euro, vier 200 und 17 500-Euro-Scheine sicher, zusammen 214.800 Euro. Außerdem finden sie noch 24 Greenbacks zu je 100 US-Dollar.

    Wie ein Jetset-König: Olaf Scholz und Generalkonsulin Tatjana Schenke-Olivieri düsen per Schnellboot zum G-20-Gipfel in Venedig im Juli 2021. Foto: Xander Heinl/Imago

    Der Fund ist eine Bombe, der zu tektonischen Verschiebungen in der Bundespolitik führen könnte. Der Finanzexperte und frühere Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi äußerte schon:

    «Das Schließfach ist Sprengstoff für den Bundeskanzler.»

    Kahrs lobbyierte nämlich für die Warburg-Bank. Er brachte die zwei schwerreichen Mehrheitseigentümer des Instituts, Max M. Warburg jr. und Christian Olearius, zu mehreren Gesprächen mit dem heutigen deutschen Regierungschef zusammen, der damals noch Erster Bürgermeister der Hansestadt war. (….)

    Das alles wäre niemals herausgekommen, hätten die Ermittler nicht im März 2018 bei einer Durchsuchung des privaten Anwesens von Olearius dessen Tagebücher gefunden, in denen die entsprechenden Einträge vermerkt waren. Hier findet sich dann auch noch dessen Einschätzung, Scholz «zurückhaltendes Verhalten so auslegen zu können, dass wir uns keine Sorgen zu machen brauchen». (…)

    Dauergast bei allen CSD-Partys: Johannes Kahrs umarmt 2017 Promi-Tunte Olivia Jones in Hamburg. Foto: imago images/CHROMORANGE

    Porno und Politik

    Es gibt eigentlich außerhalb eingefleischter SPD-Kreise niemanden mehr, der innerhalb dieser extrem dichten Indizienkette noch Zufälle sehen will. Doch wie konnte es so weit kommen? Den Kontakt zwischen der Warburg-Führung und dem heutigen Bundeskanzler stellten zwei Politiker aus der Hansestadt her. Das war zum einen SPD-Urgestein Alfons Pawelczyk, der schon in den 1980er Jahren Innensenator unter Klaus von Dohnanyi war.

    Und da ist zum anderen Johannes Kahrs, der für die Sozialdemokraten mehr als zwei Jahrzehnte lang den Wahlkreis Hamburg-Mitte im Bundestag vertrat und dessen Name sehr häufig in den Olearius-Tagebüchern fällt. (…) Gleichzeitig war er eine der skandalträchtigsten politischen Figuren der letzten Jahrzehnte. Schon 1992 quälte er seine Genossin Silke Dose – eine Juso-Konkurrentin – mit nächtlichem Telefonterror. «Ich krieg dich, du Schlampe!», brüllte er ins Telefon, bevor er per Fangschaltung überführt wurde.

    Nach seinem Einzug in den Bundestag 1998 und der darauffolgenden Wahl in den Verteidigungsausschuss galt er schnell als Rüstungslobbyist, sein Kreisverband vereinnahmte hohe Spenden von Konzernen wie Rheinmetall und Krauss-Maffei. Auch sonst fiel (…) Ende der Textauszüge.

    Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der September-Ausgabe von COMPACT mit dem Titelthema «Heißer Herbst – Warum die Regierung Angst vor dem Volk hat». Hier bestellen.

    11 Kommentare

    1. Ulli Hoeneß musste für ein Weilchen einsetzen, weil er mit seinen Steuern geschummelt hatte. Doch diese Gangster ließen sich gleich mehrfach einmalig gezahlte Steuern zurückerstatten. Und Scholz? "Nein, ich stecke nicht mit im Warburg-Gully, wenn es auch so aussieht. Ich sorge nur dafür, dass es nicht so stinkt!"

    2. jeder hasst die Antifa an

      Der Kerl leidet unter Amnesie,er kann sich an nichts mehr erinnern,uns so was vertaut man die Regierung eines Landes an, was haben Biden und Senilus Scholz gemeinsam,sie können sich an nichts mehr erinnern.

    3. Nich dat de Kölsche noch en Klüngel darus mache. Et hät noch imma jot jejange.

      Vielleicht gibt es noch alte Kölner, die 1974 den Filz der Herstatt-Bank zerfledderten. Die könnten mal Tips rüber wachsen lassen, in welchen Ecken man nachgucken muß.

      • jeder hasst die Antifa an

        Ja wo der noch das Sagen hatte wurde billiges Gas kontinuierlich und Ausreichend aus Russland geliefert.bis die grüne Pest mit ihrer Katastrophalen Energiepolitik kam.

    4. Die meisten Deutschen (oder BRD-Bürger) lieben es, von Oberamtspersonen betrogen und geplündert zu werden. Was könnte Scholz also besser machen? Für einen noch schlimmeren Banditen den Platz frei zu machen?

    5. Friedenseiche an

      Was meint der mit "ich kriege dich du schlampe"?

      Ne mordankündigung?

      Tolle genossen

    6. Warum schüttelt es mich immer, wenn ich diese Tunte Olivia Jonas auf solchen Bildern sehe?
      Bin ich wirklich so intolerant?
      Muß ich mir Sorgen machen?

    7. Friedenseiche an

      Also wenn ich ein solches Tagebuch führe dann doch NICHT mit Klarnamen

      Oder steckt Absicht dahinter?

      Hoffe baldigst auf Auflösung dieser bohrenden Fragen