Wieder mal mit dem linken Fuß aufgestanden? Schlechte Laune bei der Arbeit? Dagegen hilft das geheime Wundermittel Fenchel – ein Tässchen, und der Tag ist gerettet! Dies und noch mehr verrät Constanze von Eschbach in ihrem Ratgeber „Die Alchemie der Pflanzen“. Über 60 natürliche Alternativen zu Pharma-Pillen. Hier mehr erfahren.

    Es ist so weit: Morgen halten Sie einen Vortrag vor dem gesamten Kollegium. Schon wenn Sie daran denken, beginnen Ihre Hände zu schwitzen. Die Aufregung wird so schlimm, dass sie zu Beruhigungspillen greifen wollen – doch dann erinnern Sie sich an einen von Omas Ratschlägen: Eine dampfende Tasse Fencheltee hilft gegen Angst.

    Schon die große Hildegard von Bingen schwor auf die Merkurplanze: Sie erheitert das Gemüt der Menschen und fördert den Energiefluss. In Constanze von Eschbachs Heilpflanzen-Lexikon heißt es, Fenchel verbinde die Psyche und den Geist. Der Verstand werde gestärkt, der Sinn für die Realität geschärft. Eigentlich hätten die Politdarsteller in Berlin ein paar Ladungen des schmackhaften Gemüses dringend nötig.

    Auch gegen Stimmungsschwankungen zeigt die Arzneipflanze des Jahres 2009 Wirkung: Sanft bändigt sie wilde Emotionen, hemmt die Angst und fördert sogar die Kreativität. Aber Fenchel kann noch viel mehr!

    Wundermittel für stillende Mütter

    Wenn’s im Bauch mal wieder ordentlich grummelt und rumort, lässt Fencheltee endlich Ruhe einkehren. Deshalb ist das alte Hausmittel auch ideal für stillende Mütter und Kleinkinder. Es beruhigt nicht nur den Magen, sondern sorgt auch für einen vermehrten Milchfluss und hilft bei Brustdrüsenentzündung. Ein Tipp aus „Die Alchemie der Pflanzen“:

    „Garen Sie die Fenchelwurzel weich und tragen Sie diese lauwarm auf die schmerzende Brust auf. Ihrem Baby können Sie etwas Gutes tun, indem Sie 1 Teelöffel zerdrückte Fenchelsamen mit 200 Milliliter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und anschließend das Fläschen mit dem Tee anstelle von Wasser zubereiten.“

    Aber Achtung liebe Frauen! Das Fenchelkraut kann auch die Menstruation fördern. Deshalb riet schon der griechische Arzt Dioskurides im 1. Jahrhundert nach Christus von der Einnahme während der Periode ab.

    Darüber hinaus stärkt Fenchel Ihre Augen. Nervt die Brille, dann probieren Sie es doch mal mit einem Absud aus Fenchelsamen. Constanze von Eschbachs Rezept:

    „2 Esslöffel zerdrückte Fenchelsamen mit 300 Milliliter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen und abseihen. Dann ein Baumwolltüchlein damit tränken, auf die Augen legen und 15 Minuten ziehen lassen.“

    Das altbewährte Rezept gerät heute in Vergessenheit, doch damals kam es in der Traditionellen europäischen und in der indischen Medizin bei Bindehautentzündungen, angestrengten Augen und Sehschwäche regelmäßig zum Einsatz. Warum also gleich zum Arzt rennen, wenn es unsere heimischen Kräuter und Pflanzen auch tun? Man spart nicht nur eine Menge Geld, sondern lernt, sich auch in Krisenzeiten selbst zu helfen.

    Gesundes Liebeskraut

    Sogar bei einer lästigen Erkältung können Fenchelsamen wahre Wunder wirken. Früher wurde das Hustenmittel als Fenchelsirup oder Fenchelhonig bei Bronchitis verordnet. Das im Fenchelöl enthaltene Anethol verflüssigt den nervigen Schleim, und man kann endlich erleichtert abhusten.

    Fenchel können Sie ganz einfach bei einem Gang in den Supermarkt kaufen oder aber selbst anbauen. Doch aufgepasst: Würzfenchel wächst bis zu zwei Meter hoch. Constanze von Eschbach rät daher in ihrem Buch: Wenn man die dicken Schäfte im Herbst mit der Baumschere etwa fingerhoch über der Erde zurückschneidet, treibt er zarte Zweiglein, die man ernten kann, solange es nicht Stein und Bein friert.

    Im Frühjahr erreicht der Fenchel wieder seine ganze Größe. Gemüsefenchel lässt sich einfacher anpflanzen: Die Knolle im Sommer knapp anschneiden, sodass die Wurzel in der Erde bleibt. Daraus bilden sich dann an den Seiten des Strunks zwei kleine Knollen.

    Abschließend ein kleiner Hinweis für alle, bei denen tote Hose im Bett herrscht: Früher galt Fenchel auch als Liebeskraut. Durch eine östrogenähnliche Substanz peppt es das Sexleben vor allem bei Frauen auf.

    Gegen die Natur hat die Pharmaindustrie keine Chance! In ihrem Ratgeber „Die Alchemie der Pflanzen“ verrät Autorin Constanze von Eschbach längst vergessenes Kräuterwissen. Mästen Sie nicht Big Pharma: Nutzen Sie die Apotheke der Natur, um sich selbst unabhängig zu versorgen. Das spart auch viel Geld. Hier bestellen.

    2 Kommentare

    1. hang up your boots! an

      Klingt alles super, nur finde ich den Geschmack von Fenchel total *würg*. Sorry, Miss Sophie, aber so kommen wir nicht zusammen. Dann doch lieber "Tote Hose? Knoblauch hilft!" von neulich. Mkay? ;-)

      • Geht mir auch so.
        Sicher super Pflanze, aber ich spring bei dem Geschmack im Dreieck.
        Probier mal Brennesseltee im Supermarkt zu kaufen, der nicht mit Fenchel verschnitten ist…gut – schmeckt frisch eh besser.

        Aber man merkt, daß Fenchel wirkt: wie n guten Espresso oder rauchigen Whisky will das Aroma ewig nicht aus dem Rachen weichen XD