Manfred & Marek: Aspekte der schwierigen Nachbarschaft von Deutschen und Polen – Teil 2: Der Weg zum Krieg

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Heutige Mainstream-Geschichtsinterpreten sind einig – wenn sie denn das Präventivkriegskonzept des Jahres 1933 überhaupt erwähnen –, dass dessen Umsetzung die Welt vor den Untaten des NS-Regimes bewahrt hätte. Mag sein. Doch wenn man schon spekuliert, ist die Frage sicher erlaubt, was das polnische Regime – es war diktatorisch, nationalistisch, militant und strikt antisemitisch – mit seiner Herrschaft in Mitteleuropa angestellt hätte. Gut, man weiß es nicht. | Fortsetzung von Teil 1.

Die eigentliche Überraschung auf den polnischen Nichtangriff im März 1933 verursachte die deutsche Seite. Es waren die ersten außenpolitisch bedeutsamen Schritte des neuen deutschen Reichskanzlers: Er schloss mit Polen einen Nichtangriffspakt. Das war nach dem damaligen Stand der Dinge in der Tat eine Sensation, denn bis dahin waren sich während der gesamten Zeit der Weimarer Republik (1918-33) alle politischen Kräfte einig gewesen, dass es mit Polen solange keinen friedlichen Ausgleich geben werde, wie die Abtrennung von Westpreußen und Oberschlesien (deren Annexion, wie man sagte) nicht revidiert sei.

Deutsch-polnischer Nichtangriffspakt: Hans-Adolf von Moltke, Józef Piłsudski, Joseph Goebbels und Józef Beck, 1934 | Foto: Bundesarchiv, Bild 183-B0527-0001-293 / CC-BY-SA 3.0

Mit diesem Grundsatz deutscher Außenpolitik brach Hitler radikal. Er entwickelte die Vorstellung, dass Polen ein willkommener Pufferstaat gegen das bolschewistische, nach Weltherrschaft strebende Regime in der Sowjetunion sei. Auch dies war ein Bruch mit den Aktionen der deutschen Diplomatie, die über ein Jahrzehnt lang, die sowjetische Karte als einen Trumpf im Ärmel beim Spiel gegen Polen betrachtet hatte.

Das war jetzt passé. Zu ihrer Enttäuschung musste die Bevölkerung Danzigs 1933/34 bemerken, dass aus Hitlers Aktionen eines mit Sicherheit nicht resultieren würde, nämlich die baldige Wiedereingliederung dieser deutschen Großstadt ins Reich. Danzig war nämlich 1919 nach dem Siegerwillen aus dem deutschen Staatsverband herausgelöst und unter Mandat des Völkerbunds gestellt worden, um den Polen einen funktionierenden Freihafen an der Ostsee zu verschaffen. Diese blödsinnige Konstruktion sollte schließlich den Zweiten Weltkrieg auslösen.

Angehörige der NS-Organisation Bund Deutscher Mädel (BdM) im Memelland, 1938. | Foto: Bundesarchiv, Bild 183-E20457 / Isenfels / CC-BY-SA 3.0

Mit der deutschen Aufrüstung seit 1935 wurde der deutsche Diktator wagehalsiger. Sein außenpolitisches Ziel Nummer eins, die Folgen des Friedensdiktats von Versailles zu beseitigen, rückte in den Griffbereich der praktischen Politik: Erneut Seestreitkräfte nach einem entsprechenden Flottenabkommen mit Großbritannien, Rückholung der Saar nach einer Volksabstimmung, tatsächlicher Anschluss Österreichs, der dortzulande bereits Ende 1918 vom Parlament beschlossen, aber von den alliierten Siegern verboten worden war, Angliederung des Sudetenlandes mit britisch-französisch-italienischem Segen, erfolgreiche Rückforderung des Memellandes von Litauen. Doch dann kam Sand ins Getriebe des vermeintlichen Selbstläufers.

Das fatale Jahr 1939

Das Jahr 1939 wurde für das NS-Regime zum außenpolitischen Wendepunkt. Der Stolperstein trug den Namen Polen. Gleich nach der Einverleibung des Sudetenlandes im Herbst 1938 machte Hitler den Polen ein erstes Angebot zur Regelung der Korridorfrage. Hinter dem Stichwort verbarg sich das Problem, dass das Reich durch die Siegermächte in zwei nicht zusammenhängende Teile zerschnitten worden war, um Polen einen Landzugang zur Ostsee zu gewähren. So war Westpreußen polnisch geworden. Es lag als fremdes Territorium zwischen Ostpreußen und dem übrigen Reichsgebiet. Die Polen taten in den 20 Jahren (1919-39), die dieser Zustand dauerte, alles in ihrer Macht stehende, um den Verkehr zwischen den beiden Reichsteilen zu behindern.

Deutschland bot nun an, den Korridor mit einer exterritorialen Straße und einer eben solchen Eisenbahntrasse zu queren, die Polen hierfür finanziell zu entschädigen und die Abspaltung von Westpreußen an Polen völkerrechtlich anzuerkennen. Polen zeigte sich spröde. Daraufhin erhöhte Hitler im März 1939 das deutsche Angebot. Es betraf das bis dato auf tschechischem Territorium gelegene Gebiet von Teschen einschließlich der fast ausschließlich von Deutschen bewohnten Stadt Oderberg. Zu diesem Angebot konnte es nur deshalb kommen, weil Anfang März 1939 die Fliehkräfte des tschechoslowakischen Vielvölkerstaats zur Zersprengung des Staatsverbandes geführt hatten. Ermutigt durch das Beispiel der Sudetendeutschen beschlossen auch die Slowaken den Austritt aus der seit 20 Jahren bestehenden Republik und erklärten ihre Selbständigkeit.


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An dieser Stelle griff das Deutsche Reich ein. Es anerkannte die slowakische Sezession und nötigte die Resttschechei, wie man das Gebiet damals nannte, sich unter deutsches Protektorat zu stellen. Wer dabei genau was tat, ist äußerst umstritten, jedoch hier nicht das Thema. Vielmehr erlaubte Hitler den Polen, die eigens zu diesem Zweck ihre Streitkräfte mobil gemacht hatten, den gewaltsamen Zugriff auf Teschen.

Hitler sah das Teschen-Geschenk als eine Art Vorauszahlung für das Korridorgeschäft an. Damit sollte er sich gleich zweifach täuschen. 1.) Die Polen nahmen Teschen, gaben aber nichts zurück. 2.) Mit der Besetzung von Prag verließ Hitler das bis dato von den ehemaligen Siegermächten tolerierte Tableau einer Korrektur der Folgen von Versailles. Damit öffnete er zugleich ein Fenster ungeahnter Größe – und zwar für antideutsche Propaganda: Deutschland auf dem Weg zur Weltherrschaft bevölkerte fortan die Schlagzeilen anglo-amerikanischer Kriegspropaganda.

US-Präsident Roosevelt betritt durch die Tapetentür die europäische Bühne

Man kann die deutschen und die polnischen Ereignisse des Jahres 1939 nicht richtig verstehen, wenn nicht die Aktionen des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt mit ins Bild einfließen. Mittlerweile gibt es eine überbordende Vielzahl von Mosaiksteinchen, die ein recht genaues Bild entstehen lassen. Zu diesem Bild gehört, dass der US-Präsident im Jahre 1933 zur Macht kam, fast gleichzeitig mit dem späteren Erzfeind Adolf H. Die Laufbahn beider Politiker weist erstaunliche Parallelen auf. Beide wurden durch die Folgen der Weltwirtschaftskrise an die Spitze ihrer Länder katapultiert. In beiden Ländern herrschte millionenfache Arbeitslosigkeit. Beide versprachen, damit aufzuräumen. Die Konzepte beider waren ähnlich, eine durch Planwirtschaftsvorgaben gelenkte Privatwirtschaft.

US-Präsident Franklin D. Roosevelt. 1938. | Foto: U.S. National Archives and Records Administration, CC0

In Deutschland funktionierte dieses Modell erstaunlich gut, nicht so in den USA. Dort stiegen gleich nach der Wiederwahl von Roosevelt im Herbst 1937 die Arbeitslosenzahlen wieder bedrohlich an. Nunmehr schaltete Roosevelt, der übrigens ein sehr aktiver Freimaurer war und während seiner Amtszeit zahlreiche Logen-Delegationen im Weißen Haus empfing, auf ein Patentrezept um, dessen Funktion er als junger aufstrebender Politiker im Ersten Weltkrieg kennengelernt hatte: Beteilige dich an einem fernen Krieg und die US-Wirtschaft boomt. An diese Erkenntnis hielt er sich. Weltschurken gab es genug: Deutschland, Italien, Japan – in dieser Reihe der Abscheubekundungen. Gegen sie würde man Krieg unterstützen. Roosevelt Kriegsambitionen waren in salbungsvollen Floskeln versteckt: Kranke müsse man in Quarantäne stecken.

Von dem Geschenk, dass Hitler mit der Besetzung von Prag dem US-Präsidenten und seiner Propaganda vom Weltbösewicht überreichte, war schon die Rede. Sie füllte die Schlagzeilen. Doch unbemerkt vom Publikum lief eine ganz andere Geschichte ab. Das war eine US Kriegsanstiftungs-Geheimdiplomatie, die sich auf Roosevelts Lieblingsfeind Deutschland konzentrierte. Die einzelnen Schritte schälten sich nur für die notwendig Einzuweihenden in Großbritannien und Polen heraus. Ihr Zwischenziel auf dem Weg zum Krieg: Es muss jegliche Einigung über den Korridor zwischen Deutschland und Polen unterbunden werden.

Um aus Briten und Polen deutsche Kriegsgegner zu machen, nutzen die US-Diplomaten unterschiedliche Instrumentarien. Das seit Jahren permanent klamme Großbritannien wurde mit dem Schuldenknüppel erpresst. Bei den ohnehin kriegsfrohen Polen genügten vage Versprechungen, vor allem, dass sie an der Spitze einer breiten antideutschen Koalition fechten würden. Letzteres glaubten Polens Obristen nur zu gerne, zumal die Briten im März 1939 etwas scheinbar unermesslich Wertvolles schenkten: Eine Bestandsgarantie für den polnischen Staat.

Heute weiß man darüber zwei merkwürdige Dinge: 1. Der britische Premier Chamberlain hätte diese Bestandsgarantie ohne nötigende Aufforderung aus Washington nicht abgegeben. 2.) In einer geheimen Zusatzabrede zwischen Großbritannien und Polen war klargestellt, dass sich die Garantie nur auf einen Krieg mit Deutschland, also nicht auf die Hauptgefahr aus der Sowjetunion bezog.

Die polnischen Obristen machen Druck

Die Folgen der britischen Garantie ließen nicht auf sich warten. Fortan verweigerte sich Polens Außenminister Beck jeglichem Gespräch mit dem Deutschen Reich über die Korridor-Frage. Zeitgleich wurde die antideutsche Propaganda hochgefahren, die seit 1934 ein eher bescheidenes Dasein geführt hatte. Darauf folgte die Tat: Sie bestand aus schikanösen Maßnahmen gegen die Angehörigen der deutschen Minderheit, Schulschließungen, Gewerbeverboten, geduldeten körperlichen Übergriffen des Mobs und schließlich einem gezielten provokativen Eingreifen in Danzig.

Der Leser erinnert sich: Die deutsche Großstadt Danzig war von den alliierten Siegermächten aus dem Reichsverband herausgelöst und völkerrechtlich dem Völkerbund unterstellt worden, an der Spitze ein Völkerbundkommissar. Dem Staat Polen waren weitgehende Rechte in Zoll-, Post und Hafenfragen eingeräumt worden. Nunmehr ging Polen dazu über, die Souveränität Danzigs vollends in Frage zu stellen und die Stadt als polnisch zu bezeichnen. Auf den Protest der Stadtorgane reagierten die Polen mit der Einstellung der Zollabfertigung, so dass eines der Danziger Hauptexport-Produkte, nämlich Margarine, in der Sommerhitze des Jahres 1939 für jedermann bemerkbar zu vergammeln begann. Als das Deutsche Reich eine erste Demarche an Polen absetzte, reagierte die Obristen Clique mit dem Hinweis, dass die Danziger Verhältnisse eine innerpolnische Angelegenheit seien, in die von außen einzugreifen, Krieg mit Polen bedeute.


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Diese nachgerade selbstmörderischen Handlungen und Äußerungen speisten sich aus zwei Quellen: 1.) Die polnische Führung glaubte, eigentlich wider besseren Spionagewissens, dass die deutsche Wehrmacht nur ein Pappkamerad sei. Sie befeuerte die Kriegslust ihrer Truppen durch den Hinweis, dass die tapfere polnische Kavallerie ihre Pferde drei Tage nach Kriegsbeginn in der Havel würde tränken können. 2.) Den aktuellen Anstoß für die polnischen Aktivitäten hatte eine britische Geheimbotschaft ausgelöst. Diese besagte, das Kabinett in London habe unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen, die britische Bestands-Garantie auf Danzig auszudehnen. Das war eine Lüge, denn der britische Premier hatte genau das nicht getan. Doch diejenigen, die die Lüge fabrizierten und transportierten, waren Kriegsfreunde aus dem Foreign Office und dem Auslandsdienst MI6. Ihnen lag daran, dass die Polen die Provokationen hin zu einem Casus Belli beschleunigten. Flankiert wurde dieses Tun durch das Auftreten des US-Botschafters in Warschau, der die polnische Führung beschwor, keinen Inch zurückzuweichen.

Die Vorsehung greift ein

Hitler berief sich bei seinen oft wenig rational erscheinenden Entscheidungen auf die Vorsehung. Das war eine Art übernatürliche Macht, von der er behauptete, dass sie ihn lenke. In diesem Fall gab ihm die Vorsehung ein, Polen mit Krieg zu überziehen.

Heutige NS-Bekämpfer sind sich einig, dass der Angriffsbefehl gegen Polen ein Kriegsverbrechen gewesen sei, auf das der Diktator seit Jahren hingearbeitet habe. Man kann das vertreten, aber es stimmt mit den Fakten nicht so richtig überein. 1.) Die Kriegsvorbereitungen gegen Polen lassen sich ziemlich genau datieren und zwar anhand der Weisung Fall Weiß. Das war eine Kriegsvorbereitungsweisung für den Fall, dass Polen sich nach dem britisch-polnischen Bündnis feindselig zeigen sollte. Die einschlägige Weisung erging im April 1939. 2.) Es kommt bei der Beurteilung der Ereignisse des Jahres 1939 weniger darauf an, wie wir heutzutage einen derartigen Konflikt lösen würden, sondern man sollte zumindest erwähnen, was damals üblich war. Üblich war, dass eine Nation zu den Waffen griff, wenn ihre Landsleute durch einen anderen Staat misshandelt und die geltenden Regeln des staatlichen Miteinanders vorsätzlich und provokativ verletzt wurden.

Mit dieser Feststellung wird nichts entschuldigt. Einen Angriff nur unter der Fragestellung zu bewerten, ob es hierfür nach den gelten völkerrechtlichen Vorstellungen eine Rechtfertigung gab, hat nichts damit zu tun, ob dieser Angriff angemessen und unter dem Gesichtspunkt des Wohls des eigenen Volkes klug war. Genau das ist – nun gut, wir kennen das Ergebnis – zu bezweifeln. Hitlers Angriffsbefehl löste einen Krieg ins Blaue aus. Einen Krieg, den Hitler in dem dann tatsächlich eintretenden Umfang nicht wollte. Er glaubte nicht daran, dass Frankreich und schon gar nicht Großbritannien Deutschland den Krieg erklären würden. Über diese Ignoranz sind wir durch zahlreiche Zeugen informiert.

Hitlers Entschluss basierte auf einer sträflichen Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse. So hatte er keine Ahnung von der Zerrüttung des polnisch-französischen Verhältnisses im Sommer 1939. Er hatte keine Ahnung davon, dass man nicht die Briten, sondern die Franzosen im September 1939 zum Jagen tragen musste, und er wusste nichts darüber, welchen amerikanischen Drucks es bedurft hatte, um den britischen Premier Chamberlain zum Kriegskurs gegen das Deutsche Reich zu veranlassen.

Zählt man diese Faktoren zusammen, kommt für den deutschen Führer ein mindestens so verheerendes Bild heraus, wie das, was Mainstream so gerne von ihm zeichnet. Er, der sich eine Art Unfehlbarkeit zubilligte, beherrschte das nicht, war sein bewunderter Amtsvorgänger Otto von Bismarck aus dem Handgelenk konnte. Hitler beherrschte die Kunst des richtigen Augenblicks nicht. Er ließ sich durch polnische Aktionen zu einem förmlichen Krieg provozieren und tat damit genau das, was seine Feinde von ihm erwarteten, nämlich angreifen. Ein kaltschnäuziges Abwarten unter verbaler Bloßstellung der polnischen Unrechtsakte hätte seine Gegner vor unlösbare Probleme gestellt und die Polen, um das Gesicht nicht zu verlieren, vor die Notwendigkeit des vielfach angedrohten Angriffs gegen das Deutsche Reich – oder die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Dazu kam es bekanntlich nicht, weil der angeblich geniale Führer ihnen zuvorkam.

Lesen Sie demnächst die Teile 3 und 4: Der Zweite Weltkrieg und die Folgen.

Bisher erschienen: Teil 1: Die Ursprünge des deutsch-polnischen Konflikts.

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23 Kommentare

  1. Avatar

    Guter Artikel Herr Roewer. Zitat: “Er, der sich eine Art Unfehlbarkeit zubilligte, beherrschte das nicht, war (sic) sein bewunderter Amtsvorgänger Otto von Bismarck aus dem Handgelenk konnte. Hitler beherrschte die Kunst des richtigen Augenblicks nicht. “ Zitat Ende. Ich bin bei meinen Recherchen auf die Frage gestossen, ob Hitler tatsächlich nicht dieses “glückliche” Händchen hatte wie Bismarck, oder ob er sich zu sehr hat beeinflussen lassen und sich zu sehr auf das was ihm die Lenker sagten verlassen hat. Hitler wird oft als singuläre Figur dargestellt. Das war er nicht. Er war umringt von einer gewaltigen Schar “Berater”, “Freunde” und Leuten die “es gut mit ihm meinten”. In der Politik und auch Privat.

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    Käptn Blaubär am

    Ah,das polnische Regime war "diktatorisch, nationalistisch,militant und strikt antisemitisch". Wenn Herr Röwer das denunziatorisch findet,den war er ja als jahrelanger Leiter des thür. sog.Verfassungsschutzes bestens geeignet.

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    Die Aufgabe für diesen Aufsatz war wohl, Hitler und die Polen BEIDE schlecht aussehen zu lassen. Erinnert mich irgendwie an die Vorgabe Putins vor einigen Tagen, der ja den Polen eine "Mitschuld" am WK2 gab,neben der "Braunen Pest", Ist aber sicher nur Zufall. Nicht nur der Siegerpropaganda nach,sondern auch nach Meinung von Krethi & Plethi war Hitler ein Trottel ,Depp,Postkartenmaler u.Ä. Jedoch, ein Mann ,unter dessen Führung ein zerstörter Staat sich in nur 6 Jahren wieder innen konsolidieren, sich effektiv bewaffnen, den Versailler Vertrag vollständig praktisch revidieren, Frankreich +England in nur 6 Wochen niederwerfen konnte (was das Kaiserreich in 4 langen Jahren nicht geschafft hatte),ein solcher Mann ist jedenfalls kein Dummkopf. Jede noch so fundierte Beurteilung einer Lage,eines Feindes enthält zwangsläufig ein Stück Spekulation.Da wo Hitler sich verspekulierte,hätte es jedem Anderen, Herrn Röwer u. Sokrates eingeschlossen,auch passieren können. Sic semper vita.

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      Ich will damit nicht Hitlers Defizite, die er ,wie jeder Mensch ,auch hatte, leugnen, also seine Gottlosigkeit,seine daraus folgende völlige Skrupellosigkeit, seinen Judenwahn, seine kleinbürgerlichen Neigungen u. Vorlieben. Aber die sind hier nicht Thema. Die grausige Komplexität des Menschen,wer ohne Mängel ist, der werfe den ersten Stein.

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    Ein äußerst dankenswerter und verdienstvoller Artikel!ich will dem Autor zubilligen, da Es gibt zwar keine Quellenangaben, aber ich will dem Autor zubillligen, daß er gut recherchierte Fakten berichtet. Dann vervollständigt sich hier, obwohl ich Schultze-Rhonhof schon gelesen habe, das Bild um weitere Mosaiksteinchen.

    Vor allem kommt hier die unheilvolle Rolle der USA zum Ausdruck, was die sowohl das Verhalten der Briten als auch der Polen verständlicher und plausibler macht. Die Rolle der USA im Vorfelds des 1. Weltkrieges war nach meinem Eindruck noch stärker im Hintergrund, wird bei WK II aber bereits offensichtlicher. Die haben sich ihren Weg zur Weltmacht offenbar systematisch aufgebaut.

    Man kann gar nicht ermessen, wieviele Kriege und wieviel Leid durch diesen Staat in der Welt angerichtet wurde, seitdem er sich konstituiert hat. Deutschland war das erste Opfer, aber der blutige Raubzug geht bis in die heutigen Tage weiter. Man könnte auch sagen: Globalisierung von Wild-West.

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    haben sie ihr historisches wissen vom Spiel Platz?

    lesen sie doch mal mein Kampf…da beschreibt der gröfaz ganz genau was seine Ziele waren…da nützt es auch nix Seiten Weise Blödsinn zu schreiben

    man kann es drehen und wenden wie man möchte…Polen würde überfallen…hitler hatte sich verspekuliert

    präventiv Krieg…aha…das ist eins zu eins aus der ns Propaganda übernommen

    schon damals wusste jeder der bisschen militärisch Bescheid wusste…welche Chancen die Polen gehabt haben und spät er hatten…keine

    sparen Sie sich doch wenigstens den Versuch in irgendeiner Form Fakten liefern zu wollen und übernehmen einfach die ns Propaganda…nichts anderes ist es doch

    aber gut Feigheit ist ja das neue erkennubgs Merkmal der neuen rechten…siehe höcke…immer schön aus dem Hintergrund hetzten…aber ja nicht das Risiko eingehen
    vielleicht aus der Partei ausgeschlossen zu werden…so ein Job im Landtag ist ja auch schön

    erbärmlich

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      Zu behaupten, daß in einer derart gespannten Lage,wo ganz Europa demnächst den großen Krieg der Demokratien gegen die faschistischen Staaten (oder umgekehrt) erwartete, Polen (o.Rußland) wären "überfallen " worden, erfordert schon ein besonders ausgesuchtes Stück Idiotie. Weder die Polen noch Stalin waren " Waldi".

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      Wenn Sie Osterhase irgendetwas mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NICHT gelesen haben dann ist es "Mein Kampf "-Durchhaltevermögen "zählt bei Geistes Amoeben wie ihnen nachgerade nicht zur 1.Disziplin

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      @WALDI. Wenn Sie "Mein Kampf" als eine Art Gesetzbuch betrachten, dann müssten Sie ja auch die "KZ-Befehle" dafür halten. Womit dann alles was über KZ berichtet wird Quatsch wäre. Oder? Btw. Schauen Sie sich einmal die Kriegsvorbereitungen Polens an und vergleichen Sie diese mit den deutschen. Dann werden Sie möglichweise erkennen was für einen Unsinn Sie von sich geben. An Leuten wie Ihnen scheitert jede Aufarbeitung. Egal wie das Ergebnis aussehen würde.

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    Rechtsstaat-Radar am

    Polen ist allein verantwortlich am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Wenn ein Land Reparationen verlangen möchte, so muss es sich an Polen halten. Polen war und ist, wie die auch heute rotzfrech erhobenen Reparationsforderungen belegen, zu allen Zeiten der Kriegstreiber und Störenfried in Europa. Es gibt kein zweites Volk auf dieser Welt, das so selbstverständlich Millionen (deutsche) Menschen vertrieben, viele dabei bestialisch gefoltert und ermordet und es sich anschließend in den Dörfern und Städten der Deutschen, es sich auf ihrem Grund und Boden, es sich in ihren Wohnungen und Häusern dann auch noch ungeniert vor den Augen der Welt dauerhaft gemütlich gemacht hat. xxxx

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      Absolut. Obwohl ich glaube England, Frankreich, die USA und die ueblichen xxx waren mit ihnen um Deutschland zu vernichten.

      Rotzfrech ist das Wort hier.
      Ich war lange nicht mehr in Deutschland und als ich 2014 zurueck in meine Heimatstadt kam war ich total schockiert wie viele Polnische Frauen in den Geschaeften in Deutschland arbeiteten und frech wie rotz waren. Ich will jetzt nicht in Einzelheiten gehen aber es war unglaublich.

      Meine Familie kommt aus Pommern und meine Grosseltern die einen grossen Bauernhof hatten (seit Jahren in der Familie), wollten Ihr Gut natuerlich nicht verlasssen, aber da tanzten die Polnischen Frauen schon im Hochzeitkleid meiner Mutter auf dem Hof herum. Gottseidank letzten Endes konnten sie doch noch auf dem Landweg zu ihrer Tochter in Schleswig-Holstein ihr Leben retten.

      Polen? Nein, danke. Aber ich koennte ein Buch schreiben von den Erzaehlungen meiner aelteren Generation.

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        @JACKSON. Schreiben Sie das Buch. Ich kaufe es schon jetzt. Keine Phantasien. Tatsachen. Abgemacht.

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      Was ist mit der Oberschicht der jiddische Gemeinde; wenns nach denen geht ist Deutschland auch noch für die polnische Aktion zur Ausbürgerung verantwortlich (Polenaktion). Als ob Deutschland verantwortlich wen Polen die Pässe seiner Staatsbürger für ungültig erklärt.

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    heidi heidegger am

    Foto: Bundesarchiv, Bild 183-B0527-0001-293 / CC-BY-SA 3.0

    Anzeige ist raus!: Gbblz Klumpfuß/Fferdefuß oder Ziegenfuß ist wegmontiert. Skandal!

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      Haste Fotoshop Heidi? Gehste in Stall, knipst den Fuss deiner Ziege und montierst ihn ans Humpelbein. Feddisch. Wenn de nich firm bist, frag beim CIA oder den weissen Helmen nach. Die können das aus dem FF.

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    Heinrich Wilhelm am

    "Er ließ sich durch polnische Aktionen zu einem förmlichen Krieg provozieren und tat damit genau das, was seine Feinde von ihm erwarteten…" Richtig. Lässt man nur die reine Quellenlage (Dokumente) auf sich wirken, so ergibt sich zwar ein formal logisches Bild. Das allerdings blendet in wesentlichen Sequenzen die verbleibenden Handlungsmöglichkeiten der Akteure aus. Und diese Details, welche in gerade schwierigen Situationen das wahre (strategisch-taktische) Geschick des Politikers erkennen lassen, sind wesentlich, will man schlüssige Wertungen treffen. –

    Nun beziehe man das Ganze auf die Handlungen bundesdeutscher Politiker ab 1989. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich behaupte, dass einem da zuweilen speiübel wird. Von der "Kanzlerschaft" Merkels ganz zu schweigen.

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