Jetzt, da die russische Armee den Ring um die ukrainischen Großstädte, namentlich Kiew, Odessa und Mariupol immer enger zieht und die ukrainische Seite diese Städte immer mehr zu Festungen ausbaut, ist es Zeit zu einer kurzen Betrachtung, und zwar zu einer nüchternen Betrachtung. Wie tickt Putin? Wie funktioniert das von ihm regierte Land? Mehr dazu erfahren Sie in COMPACT Spezial Feindbild Russland: Die NATO marschiertHier bestellen.

    _ von Manfred Kleine Hartlage

    Die Situation ist bedrohlich, nicht nur für die Ukraine und die dortige Zivilbevölkerung, sondern für uns alle. Es ist keine Situation, in der man sich von billiger Empörung über den „russischen Angriffskrieg“ den Verstand vernebeln lassen sollte. Dass uns die gewollte Selbstverdummung von Politikern und Journalisten als staatsbürgerliche Tugend verkauft wird, heißt nicht, dass es eine ist.

    Ein Wort zur Mainstreampropaganda

    Es zeigt nur, dass wichtige Positionen dieser Gesellschaft von Leuten besetzt sind, die nicht wissen, wovon sie reden und es deshalb nötig haben, jeden, der sich nicht auf das Niveau ihrer infantilen und infantilisierenden Emotionalisierung und Personalisierung herablässt, zu verteufeln und einen „Putinversteher“ zu nennen.

    Ich für meinen Teil bekenne mich dazu, ein Putinversteher zu sein, und zwar in demselben Sinne, in dem man Willy Brandt einen „Breschnew-Versteher“ hätte nennen können, wenn es diesen Ausdruck vor fünfzig Jahren schon gegeben hätte. Es gab ihn aber nicht, weil es damals noch als Selbstverständlichkeit galt, dass man die Dinge und die Personen, über die man sich öffentlich äußert, tunlichst verstehen sollte, weil man sonst nur dummes Zeug über sie reden kann. Dass die Journaille heute einen Ausdruck wie „Putinversteher“ als Schimpfwort verwenden kann, ohne zu bemerken, was sie damit über sich selbst aussagt, ist bezeichnend für ihre erschütternde Einfalt.

    Die militärische Strategie der Ukraine

    Welche Strategie also verfolgt die Ukraine, indem sie Großstädte verteidigt und es dadurch darauf anlegt, die russischen Streitkräfte in den Häuserkampf zu zwingen? Gewiss, beim Kampf „Infanterie gegen Infanterie“ hat die verteidigende Partei im Straßen- und Häuserkampf einen Vorteil, den sie in offenem Gelände nicht oder jedenfalls nicht im selben Maße hat.

    Nun ist dieser Sachverhalt aber sowohl dem russischen als auch dem ukrainischen Generalstab geläufig. Niemand wird daher etwas anderes erwarten, als dass die Russen, bevor sie bei einem Angriff auf die Großstädte mit Infanterie hineingehen, stattdessen mit der geballten Feuerkraft ihrer Artillerie und Luftwaffe zuerst alle potenziellen Verteidigungsstellungen vernichten – und zwar mitsamt den Verteidigern und leider auch zahllosen Zivilisten, denen jede Ausweichmöglichkeit genommen wird, wenn die eigene Stadt zur Festung ausgebaut wird.

    Willy Brandt zu Besuch bei John F. Kennedy. Heute würde der erste Bundeskanzler, den die SPD stellte, ganz sicher als Russland-Versteher gelten.. Foto: Public Domain

    Und nein, diese Angriffsmethode ist keine ungewöhnlich grausame Art der Kriegführung. Es ist das, was jeder General in der Situation der russischen Kommandeure tun würde. Genau deswegen verteidigt man Großstädte normalerweise nicht – weil ihre Verteidigung nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als den Tod eines erheblichen Teils ihrer Bewohner in Kauf zu nehmen.

    Eine solche Verteidigungsstrategie kann nur in Betracht kommen, wenn die verteidigende Partei in der absolut verzweifelten Lage ist, eine militärische Niederlage um jeden Preis – und sei es den eines Massensterbens der eigenen Bevölkerung – abwenden oder dies wenigstens versuchen zu müssen (denn groß sind die militärischen Erfolgsaussichten ja nicht).

    Die russischen Kriegsziele

    Ist die Lage der Ukraine denn so verzweifelt, dass sie zu solchen Mitteln greifen müsste? Spätestens seit der Kreml seine Kriegsziele auf den Tisch gelegt hat, wird man dies bezweifeln dürfen. Gefordert wird im Wesentlichen:

    die Anerkennung der Zugehörigkeit der Krim zu Russland

    die Anerkennung der Unabhängigkeit der Sezessionsgebiete in der Ost-Ukraine

    die militärische Neutralität der Ukraine, sprich: dass sie nicht der NATO beitritt.

    Was Putin also fordert, ist die rechtliche Anerkennung und Festschreibung von Zuständen, die de facto schon längst existierten, also des Status Quo ante: Die Ukraine kontrolliert die strittigen Gebiete (deren Bewohner obendrein offensichtlich nicht zur Ukraine gehören möchten) schon lange nicht mehr, und der NATO hat sie noch nie angehört. Russlands Kriegsziel ist offenbar gerade nicht, daran etwas zu ändern, sondern zu verhindern, die Ukraine selbst es tut – und zwar im Verbund mit dem Westen, wie es sich in den letzten Jahren immer deutlicher abgezeichnet hat.

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    Schon deshalb kann ich in den Forderungen Russlands nichts Unzumutbares, ja nicht einmal etwas wirklich Unbilliges erkennen, und schon gar nicht etwas, was es rechtfertigen würde, zu seiner Verhinderung das Leben von möglicherweise mehreren hunderttausend Zivilisten zu opfern.

    Stärkung der Verhandlungsmacht

     Es ist immerhin möglich, dass die Strategie der Ukraine gar nicht darin besteht, den Kampf um die Großstädte wirklich zu führen, sondern dem Kreml zu signalisieren, dass er für seinen Sieg einen schwindelerregend hohen Preis würde zahlen müssen. In der Tat müssten ja nicht nur viele Zivilisten ihr Leben lassen, sondern auch viele russische Soldaten, und die Sanktionen des Westens sind für Putin mindestens ziemlich lästig, ganz abgesehen von der PR-Katastrophe, die dieser Krieg für ihn jetzt schon ist. Er hat also durchaus ein Interesse daran, den Waffengang zügig zu beenden.

    Unter diesem Gesichtspunkt, nämlich insofern es die Verhandlungsposition der Ukraine gestärkt hat, war die ukrainische Strategie der Totalverteidigung nicht nur verständlich, sondern auch richtig (wie es aus demselben Grund übrigens auch die Sanktionspolitik des Westens ist).

    Nützen wird ihr diese starke Verhandlungsposition aber nur dann etwas, wenn sie auch wirklich verhandelt (und wieder gilt dasselbe analog für den Westen), und zwar jetzt, nicht erst dann, wenn die russische Armee unter riesigen Verlusten Kiew erobert hat. Damit nämlich wäre die mühsam aufgebaute starke Position verspielt und die Unabhängigkeit der Ukraine wirklich in Gefahr – was sie momentan nicht zu sein braucht.

    Catonische Reden statt Realpolitik

    Es war noch nie so leicht, Frieden zu schließen – aber tun muss man’s! Einfach nur catonisch zu wiederholen, die Russen müssten das Land verlassen, danach könne man reden, ist so blauäugig, dass es kaum ernstgemeint sein kann.

    Ich möchte gerne glauben, dass die Unbeweglichkeit der ukrainischen Position einer typisch sowjetischen Verhandlungsstrategie von Diplomaten aus der Gromyko-Schule entspringt: bis zum letzten Moment das Pokerface wahren, winzige taktische Vorteile einsammeln und kumulieren, um schließlich doch noch eine Einigung zu erzielen. Ich habe allerdings Zweifel.

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    Dasselbe gilt mindestens ebenso sehr für den Westen. Putin mit Sanktionen unter Druck zu setzen, um am Verhandlungstisch mitreden zu können – ja, das hat durchaus Sinn. Welchen Sinn es unter diesem Gesichtspunkt aber haben soll, alle Türen zuzuknallen, westliche Unternehmen zum Abzug aus Russland zu nötigen, das Land zum Pariastaat zu erklären und seinen Präsidenten zum Gottseibeiuns zu verschwefeln, mit dem man nicht mehr reden dürfe, das erschließt sich mir nicht. So handelt eigentlich nur jemand, der eine Einigung nicht nur jetzt nicht erzielen, sondern auch für die Zukunft ausschließen will.

    Eskalationsstrategie

     Wenn die Strategie der Ukraine aber nicht auf Verhandlungen abzielen sollte – und mit jedem Tag, der ohne erkennbaren diplomatischen Fortschritt vergeht, werden meine Zweifel größer –, worauf dann? Welchen Sinn hat insbesondere die Verlagerung der Front in die Großstädte, wo man die Zivilbevölkerung dadurch maximalen Gefahren aussetzt?

    Der Verdacht drängt sich auf, dass sowohl die Ukraine als auch der Westen (wer immer die wirklichen Entscheidungsträger in Washington sein mögen – der senile Präsident wohl eher nicht) eine Verständigung gar nicht wollen und möglicherweise von vornherein nicht wollten. Dies würde jedenfalls erklären, warum man die russische Armee drei Monate lang vor den Grenzen der Ukraine manövrieren ließ, ohne einen ernsthaften Versuch zur Entschärfung der Krise zu unternehmen (aber auch ohne ernsthaften Versuch, die Ukraine unter den Atomschirm der Amerikaner zu bringen).

    Ja, ich gebe zu, es kann auch Inkompetenz gewesen sein. Nur fällt es mir schwer, an eine Inkompetenz zu glauben, die so verteufelte Ähnlichkeit mit einer Strategie hat. Diese Strategie wäre dann gewesen, Putin die Ukraine als Köder hinzuhalten, indem man ihre Aufnahme in die NATO als bevorstehend an die Wand malt (und ihn so unter Zugzwang setzt), sie aber noch nicht wirklich aufnimmt (damit er glaubt, sich ein militärisches Vorgehen noch leisten zu können). Das hieße, dass man ihm eine Falle gestellt hat und er hineingetappt ist.

    Manipulierbare westliche Öffentlichkeit

    Sollte es so sein, dann würde auch die militärisch und politisch scheinbar so sinnlose Opferung der ukrainischen Zivilisten einen Sinn ergeben und darauf hinauslaufen, durch eine solche Eskalation den Westen in den Krieg hineinzulotsen, was Selenskyj ohnehin ständig versucht. Dass er damit immerhin eine Debatte über „Flugverbotszonen“ ausgelöst hat, Polen eine bewaffnete „Friedensmission“ der NATO zur Unterstützung der Ukraine fordert und wichtige Funktionsträger des politisch-medialen Komplexes, etwa Springer-Vorstandschef Matthias Döpfner, den Kriegseintritt der NATO bereits offen propagieren, wirkt wie ein düsteres Omen und zeigt, dass Selenskyjs Spekulation auf diesen Kriegseintritt keineswegs so absurd ist, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint.

    Wir wissen aus der Vergangenheit, wie leicht die westliche Öffentlichkeit durch grausame Bilder zu manipulieren ist, und sie ist es heute mehr denn je. Die Coronakrise wirkt wie ein Probelauf, bei dem getestet wurde, wie viel offensichtlichen Unsinn diese Öffentlichkeit zu schlucken bereit ist, und das Ergebnis ist für Kriegstreiber leider ziemlich ermutigend ausgefallen. Die westliche und insbesondere die deutsche Öffentlichkeit ist in einer Weise hysterisierbar, infantilisierbar und manipulierbar, wie man es noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten hätte. Die sich ausbreitende Progromstimmung gegen Russen (und russische Muttersprachler, einschließlich ethnischer Deutscher), spricht eine deutliche und vernichtende Sprache.

    Atomkriegsgefahr nicht gebannt

    Die Bilder, deren es bedarf, um ein solches Volk in einen Krieg zu treiben, würden bei einem Sturm auf Kiew mit Sicherheit entstehen und hätten vermutlich auch in den USA eine ähnliche Wirkung. Untermalt mit entsprechender Propaganda könnte der noch vorhandene öffentliche Widerstand gegen militärische Maßnahmen schnell dahinschmelzen, zumal, wenn der Kriegseintritt der NATO scheibchenweise erfolgt: zum Beispiel, indem zunächst „nur“ eine Flugverbotszone eingerichtet wird, „nur“ die USA sich beteiligen, „nur“ Ausbilder und Spezialisten geschickt werden usw.

    Explosion einer Atombombe. Die Gefahr, dass der Ukrainekrieg zu einem Nuklearkonflikt eskaliert, ist noch nicht gebannt. Foto: Romolo Tavani I Shutterstock.com.

    Für die Vereinigten Staaten wäre das Risiko übrigens viel geringer als für uns. Konfrontiert mit einer NATO, die gegen ihn Krieg führt, hätte Putin durchaus die atomare Option – nur eben nicht gegen die USA, die womöglich mit massiver Vergeltung antworten würden, wenn ihr eigenes Territorium angegriffen wird; wohl aber gegen europäische Staaten. Die noch aus dem Kalten Krieg stammende Vorstellung, die USA würden jeden atomaren Angriff auf ein NATO-Mitglied ihrerseits mit Atomschlägen gegen Russland quittieren und damit womöglich dessen Atomraketen auf sich selbst ziehen, war damals schon fragwürdig und ist es heute erst recht.

    Deswegen hätte Russland im Falle eines Krieges mit der NATO durchaus die Option, Atomraketen auf europäische Staaten abzufeuern, die strategisch wichtige Knotenpunkte der NATO-Infrastruktur beherbergen, erheblich zur Wirtschaftskraft des Westens beitragen, potenziell auch militärische Bedrohungen Russlands darstellen könnten, dabei aber selbst keine Atomwaffen besitzen. Die Frage, auf welches Land dieser Steckbrief am deutlichsten zutrifft, beantwortet sich von selbst.

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    COMPACT-Spezial „Feindbild Russland – Die NATO marschiert“

    Vollständiger Inhalt:

    Feindbild Putin
    Ein Partner für Deutschland: Was Putin uns zu bieten hat
    Putin, der dünne Libertäre: Seine erfolgreiche Marktwirtschaft
    Wer zwang Hitler, Stalin anzugreifen? Putin als Geschichtsrevisionist
    Die Kutusow-Strategie: Putins Außenpolitik 2000 bis 2021
    Die Putin-Doktrin: Die offensive Wende Putins 2022
    Der schwulenfeindliche Putin. Echt? Zu den Jugendschutzgesetzen

    Kampf um die Ukraine
    Zwischen Ost und West: Geschichte der Ukraine bis 1914
    Stalins Hungerverbrechen: Das Trauma der Ukraine
    «Wir müssen auf diese Gefahr reagieren» Ungekürzt: Putins entscheidende Rede
    «Wir bekamen Befehl, auf beide Seiten zu schießen» Zum Maidan-Massaker im Februar 2014
    Souveränität der Bürger: K. A. Schachtschneider über die Krim-Frage
    Der gemeuchelte Frieden: Anfang und Ende des Minsker Abkommens

    Angriffspläne gegen Russland
    „Wir müssen Russland einkreisen“ Angloamerikanische Politik seit 1750
    «Häfen und Städte ausradieren» Die Atombombenpläne der USA
    Gebrochene Versprechen: Die NATO-Osterweiterung
    Eine Kette von Enttäuschungen: _ O-Ton W. Putin vom Dezember 2021
    Mit freundlicher Hilfe von George Soros: Die Farbenrevolutionen
    Stolperdraht und Würgeschlinge: So trainiert die NATO für den Krieg
    Spiel mit dem Feuer: Die Aufrüstung der Ukraine

    Moskaus neue Welt
    Geburtswehen einer neuen Weltordnung: Ostblock gegen Westblock
    «Nationale Souveränität ist keine heilige Kuh» Alexander Dugin zur Groß-raumpolitik
    Der gefährliche Freund: Tianxia – China als Welthegemon

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    13 Kommentare

    1. Der Westen hat seine moralische Autorität seit Jahrhunderten verspielt: Völkermord an den Indianern durch europäische Invasoren, Jahrhunderte mit Kolonialisierung Afrikas und Indiens vor allem durch das Vereinigte Königreich und Frankreich, Napoleons Feldzüge, zweimal Angriff des Deutschen Reiches auf Russland durch Wilhelm II und den Nationalsozialismus, Kalter Krieg, Koreakrieg, Vietnamkrieg, US-dirigierte Kriege und Putsche in Mittel- und Südamerika, Irakkrieg, Libyenkrieg, Syrienkrieg, Jemenkrieg. Allein im Vietnamkrieg brachten erst Frankreich und dann die USA vielen Menschen den Tod, fortgesetzt durch die Landesverseuchung durch Agent-Orange-Dioxin, der noch immer, nach 50 Jahren, Föten schädigt und viele Behinderte verursacht.

      Die Jungen scheinen all dies mitsamt den bewussten und unbewussten transgenerationalen Kriegsfolgen nicht zu kennen und gutgläubig für vergangen und überwunden zu halten. Eben solcher Jugendleichtsinn, besonders deutlich bei der Leitung der Grünpartei, ist eine der gefährlichsten Kriegsursachen.

    2. Thomas Gehrmann an

      Zu diesem ganzen, leider sehr bedrohlichen, traurigen Geschehen muß man sich fragen:

      Wem nützt diese Konfrontation?
      Die Antwort liefert dann die echten Urheber.

    3. Detail am Rande : Ein militärischer Führer, der seine Strategie danach ausrichtet, ob sie zivile Opfer vermeidet, hat seinen Beruf verfehlt.
      Daß Wladimir II. eine Strategie befohlen hat, die Zivilisten möglichst schont, ist eine rein politische Entscheidung. Der russische Angriff macht nur Sinn , wenn damit die Ukraine wieder an Russland angeschlossen werden soll, sonst wäre er eine Torheit . Zukünftige Staatsbürger möglichst schonen zu wollen , würde Sinn machen.

    4. Der Selenskij würde am liebsten die ganze Welt in einen Atomkrieg bringen, bevor er sein Versagen eingesteht!
      Immer neue virale Statements, um noch mehr Waffen Lufthoheit und die Einmischung des Westens, damit er sein Gesicht nicht verliert!

      Es nervt doch nur noch wie der winselt um Geld und Waffen, dabei ist im sein Volk doch egal, er verlängert das Leiden und die Größenwahnsinnigen der EU machen auch noch mit!

      Manchmal möchte man ihnen sagen, „ ihr Deppen seht ihr immer noch nicht was ihr angerichtet habt“?

    5. Im Artikel wurden eventuelle Motive, Strategien und mögliche Mitspieler mit deren Interessen sehr gut heraus gearbeitet. Bei der Beurteilung der militärischen Situation sieht es da schon anders aus. Für den Super-GAU Atomkrieg, geht Herr Hartlage fälschlichereise davon aus, daß Rußland nur von seinem eigenen Territorium hndlungsfähig ist. Dem ist keinesfalls so, denn vor den Us-Küsten liegen bereits genügend U-Boote mit entsprechender Bewaffnung, welche ohne Vorwarnzeit ihre Ziele erreichen. Was Rußland in dieser militärischen Operation auf ,,eigenem" Gebiet erreichen will, hat W. Putin in seiner Ansprache vom 24.02.2022 klar umrissen, und sie werden diese Ziele erreichen, weil sie wie ein Chirurg sauber mit dem Skalpell arbeiten, um so wenig wie möglich zivile Opfer zu haben. Sie haben keine Eile dabei. Nur nebenbei, im ukr. Luftraum fliegt ohne Genehmigung der Russen niemand, nichtmal die Vögel. Soviel zu eventuellen Flugverbotszonen und anderen Träumereien.

      • Keine Eile ? Mit jedem Tag tröpfeln mehr Waffen aus Natolien in die Ukraine. Schon die Sowjets brauchten bis 1950 , um antisowjetische Partisanen in der West-Ukraine zu besiegen. Russland kann sich einen langwierigen Partisanenkrieg nicht leisten. Schon die viel größere Sowjetunion ging an dem gescheiterten Afghanistanabenteuer zugrunde. Die Zeit arbeitet g e g e n Russland, "keine Eile ",pah ! Wenn Wladimir II. jetzt schon Verhandlungsbereitschaft signalisiert, weist dies darauf hin, daß er sich verkalkuliert hat. Oder es ist nur Täuschung , denn wenn er sich mit einem so mageren Ergebnis zufrieden gäbe, wäre sein Nimbus dahin und er politisch wohl erledigt.

        • +60 Russki; Die derzeitige Westukraine interessiert die Russen nicht, Von Schitomir östlich und südöstlich wird in russischer Hand bleiben. Die Westukraine geht an Polen (sogenanntes Ostpolen). Die Südwestukraine, mehrheitlich von Ungarn bewohnt, geht dorthin zurück (wurde im Vertrag von Trianon 1920 den Ungarn weggenommen). Die Bukowina geht wieder nach Rumänien. Im russisch geprägten Teil wird es keine großen Probleme geben. Es werden nach Abschluß des Themas Ukr. noch ganz andere Themen (Grenzen, Staatlichkeit und Souveränität) auf die Tagesordnung kommen und damit erst der 2. WK endgültig beendet.

    6. Danke für diese nüchterne Analyse, die man von Politikern einer Gynäkokratie, die wir inzwischen sind, und von einer "feministischen Außenpolitik" leider nicht erwarten kann.

      In der Tat war es auffällig, wie wenig man von westlicher Seite getan hat, um diesen Krieg abzuwenden. Man hat ja nicht nur die Operationen der russischen Truppen gesehen, sondern Putin hat mehrfach glasklar gesagt, was seine Forderungen sind. Damit ist er aber vollständig auf taube Ohren gestoßen. Und zweifellos war es nicht sein eigentliches Ziel, in die Ukraine mit Gewalt einzumarschieren, sondern eine diplomatische Lösung wäre auch für ihn die erstrebenswertere Alternative gewesen. Die Deutung, daß man ihm eine Falle gestellt hat, indem man ihn in eine Sackgasse laufen ließ, aus der er nur miliärisch oder mit Gesichtsverlust wieder herauskommt, drängt sich geradezu auf.

      Die "Überraschung" einiger westlicher Politiker über den Einmarsch dürfte denn auch ziemlich geheuchelt sein. Die Personalisierung des Konflikts und die Verteufelung Putins sind jedenfalls keine sachlich angemessene Reaktion, sondern eher verdächtig. Sie eignet sich nämlich gut als Ablenkungsmanöver, um einen Schuldigen am absehbaren wirtschaftlichen Niedergang vorweisen zu können, nachdem Corona weitgehend ausgedient hat.

      • Das ist keine Analyse , sondern der durchsichtige Versuch, die an sich offensichtliche, schwachsinnige Humbugthese , Natolien strebe den großen Krieg mit Russland an, irgendwie glaubhaft zu machen . Leuten, die glauben, Corona wäre eine "inszenierte Pandemie" , eine geheime "Elite" strebe die Vergiftung der Bevölkerung mit schädlichen Impfstoffen an , denen kann man natürlich auch solchen Quatsch weismachen. Was wollt ihr Russendiener eigentlich erreichen ? Daß sich Leute vor jeden Natopanzer legen, jeden Militärtransport auf Schienen verhindern, sich auf die Gleise setzen ? Lächerlich. Nichts gelernt aus den Niederlagen eurer Vorgänger , der Osterlatscher im vorigen Jahrhundert , die sich vergeblich als 5 .Kolonne der Sowjets abmühten. Dabei war damals die Gefahr eines großen Krieges noch real, nicht ersponnen , nämlich durch einen Großangriff des Ostblocks . Na, Hauptsache Ihr habt Spaß und der Rubel rollt.

    7. "Deswegen hätte Russland im Falle eines Krieges mit der NATO durchaus die Option, Atomraketen auf europäische Staaten abzufeuern, die strategisch wichtige Knotenpunkte der NATO-Infrastruktur beherbergen, erheblich zur Wirtschaftskraft des Westens beitragen, potenziell auch militärische Bedrohungen Russlands darstellen könnten, dabei aber selbst keine Atomwaffen besitzen. Die Frage, auf welches Land dieser Steckbrief am deutlichsten zutrifft, beantwortet sich von selbst."

      Ja. Aber … ich habe das jahrzehntelang nicht wirklich glauben können, … aber ‘die Deutschen’ … sind schlicht und einfach hoffnungslos irrational. Sie wählen grundsätzlich NUR das was ihnen dann schadet. Sie sollten sich eine neue ‘Nationalflagge’ zulegen: Teddybärenwerfer und FFF-Hüpfer … auf blau-gelbem Untergrund…

      • Schau dir doch mal heute die deutschen Deppen an. Da ist die Vollverblödung zu fast 100% schon erreicht!
        Auch in diesem Krieg kann man feststellen, Putin schont, so weit es geht die Bevölkerung! Damit es danach weiter gehen kann. Er braucht auch gar nicht die Eile, was hier immer in den Schmierfinken Blättern als Niederlage gebracht wird.
        Er weiß ganz genau, das der Westen ohne seine Bodenschätze in kürzester Zeit kollabiert! Denn dann übernimmt das Volk für ihn die Exekution aller westlichen Politiker selber!

        • das deutsche Volk wird seine Polit-deppen nicht wegjagen.
          Dieses Volk holt sich nur noch dümmere Politiker

    8. Es war einmal an

      Völkermord schlüssig erklärt. Die Blondine hätte sich nicht zu sehr aufbrezeln dürfen.