Der Sahel versinkt im Blut. Ende April erschütterten Dschihadisten und Tuareg-Rebellen mit einer landesweiten Offensive die malische Militärjunta und das russische Afrikakorps. Seitdem reißt das islamistische Gemetzel nicht mehr ab. Wer sich an der Aggression gegen Russland nicht beteiligen will, der sichert sich unsere Druschba-Silbermedaille und setzt ein Zeichen für Frieden und Freundschaft. Hier mehr erfahren.
Mali erlebt den schwersten Krieg seit mehr als einem Jahrzehnt. Am 25. April griffen die Al-Kaida-nahe Terrorgruppe JNIM und die Tuareg-Rebellenallianz FLA in einer beispiellosen koordinierten Offensive gleichzeitig die Hauptstadt Bamako, Kati, Gao, Sévaré und Kidal an, mit rund 12.000 Kämpfern, den blutigsten Kämpfen seit der Rebellion von 2012. Kidal ist bislang die einzige Stadt, die von den Islamisten genommen werden konnte.
Die Al-Qaida-nahe Terrorgruppe JNIM hat in den vergangenen Tagen mehrere Dörfer in den besetzten Gebieten überfallen und dabei über 70 Menschen getötet. Die Opfer: Hauptsächlich Zivilisten und einige Mitglieder regierungstreuer Milizen. Ihr Vergehen: Sie hatten sich geweigert, Vereinbarungen mit den Angreifern zu unterzeichnen. Premierminister Abdoulaye Maiga nannte die Angriffe «feige und barbarisch» und verwies auf deren Ausmaß als Beleg für ausländische Finanzierung.
Dörfer im Fadenkreuz
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag überfielen JNIM-Kämpfer die Dörfer Kori-Kori und Gomossogou in der Region Mopti im Zentrum des Landes. Bewaffnete eröffneten das Feuer und plünderten die Ortschaften. 50 Menschen sollen dabei ihr Leben verloren haben.

Wenige Tage später folgte der nächste Schlag: Angriffe auf die Dörfer Kouroude und Dougara trieben die Gesamtzahl der Todesopfer auf über 70. Ein örtlicher Behördenvertreter sprach sogar von 80 Toten. Aus Kreisen der Sicherheitskräfte hieß es:
«Die JNIM nimmt Dörfer ins Visier, die sich geweigert haben, örtliche Vereinbarungen zu unterzeichnen.»
Ein Jugendvertreter der Region fasste die Lage in einem Satz zusammen: «Unsere Herzen bluten.» Die Armee, warf er ihr vor, sei nicht zur Hilfe gekommen. Besonders erschütternd: Das Afrikakorps veröffentlichte am 10. Mai Videomaterial, das ein JNIM-Mitglied selbst aufgenommen hatte. Es zeigt die Tötung gefesselter und immobilisierter Zivilisten in den Dörfern. Dokumentierte Kriegsverbrechen, festgehalten von den Tätern selbst.
Gescheiterter Enthauptungsschlag
Das russische Afrikakorps, Nachfolger der berüchtigten Wagner-Gruppe, war seit 2021, mit Zusammenbruch der französischen Hegemonie im Sahel, als Sicherheitsgarant nach Mali gerufen worden. Als die Offensive am 25. April losbrach, waren es russische Söldner, die laut Fousseynou Ouattara, Vizepräsident der malischen Sicherheitskommission, «entscheidend» dazu beitrugen, den Sturz der Übergangsregierung zu verhindern.

Die Junta in der Hauptstadt Bamako steht. Experte Wassim Nasr warnte dennoch in der Washington Post: «Es war schon lange klar, dass russische Söldner als Partner im Kampf gegen den Terrorismus Schwierigkeiten haben. Die Angriffe vom April haben das bestätigt.»
Malis Außenminister Abdoulaye Diop bestätigte in der vergangenen Woche, dass die Offensive ein gezielter Enthauptungsangriff war. Verteidigungsminister Camara wurde getötet, Geheimdienstchef Modibo Koné schwer verwundet. Junta-Chef Assimi Goita, das eigentliche Hauptziel, blieb unverletzt. Diop schwor:
«Mali wird sich nicht beugen.»
Liam Karr vom Thinktank Critical Threats Project analysierte:
«Die JNIM und die FLA versuchten, drei der fünf wichtigsten malischen Regierungsvertreter zu ermorden, um einen Kollaps der Junta zu provozieren.»
Und weiter: «Eines der Hauptziele der JNIM-Angriffe in Zentral- und Südmali war es wahrscheinlich, die Fähigkeit der malischen Armee zur koordinierten Reaktion auf die Angriffe im Norden zu schwächen.»
Die Front heute
Kidal bleibt fest in der Hand von FLA und JNIM. Rund 130 malische Soldaten sitzen als Gefangene der Tuareg-Separatisten in der Stadt, nachdem russische Söldner vor den Angreifern zurückgewichen waren. Gemeinsam streben FLA und JNIM nun die Einnahme von Gao, Menaka und Timbuktu an, um den selbst ausgerufenen Staat Azawad zu vollenden. Denn: Die Tuareg nennen sich Imohag, die freien Männer. Zwischen 1,5 und 3 Millionen von ihnen durchstreifen die Sahara, verteilt auf Mali, Niger, Algerien, Libyen und Burkina Faso. Ihr Land nennen sie Azawad, «das weite Wanderland». 2012 riefen sie sogar einen eigenen Staat aus, Frankreich intervenierte.

Das Afrikakorps räumte am 2. Mai auch einen seiner wichtigsten Stützpunkte bei Tessalit nahe der algerischen Grenze, laut AFP ohne Gegenwehr, die Söldner zogen sich ab bevor die Rebellen eintrafen. Dabei musste das Afrikakorps erhebliche Mengen an Waffen, Munition und Ausrüstung zurücklassen und verlor einen Mi-17-Transporthubschrauber.
Moskau gibt sich dennoch kämpferisch. Der russische Militärblogger Rybar, ein ehemaliger Mitarbeiter des russischen Verteidigungsministeriums, bezeichnete den Rückzug als «taktisches Manöver, um Kräfte für einen Gegenangriff zu schonen». Der Chefredakteur der kremlnahen Afrikanischen Initiative, Artem Kureev, formulierte es martialisch:
«Entlang der rund 1.600 Kilometer langen Frontlinie in Mali widerstehen lediglich 2.500 tapfere Kämpfer des Afrikakorps dem kollektiven Druck des Westens.»
In Bamako sollen dagegen russische Truppen und malische Soldaten einige Stadtgebiete wieder zurückgewonnen haben. JNIM blockiert aber weiter zahlreiche Zufahrtsstraßen zur Hauptstadt. Armeekommandeur Djibrilla Maiga warnte in Bamako: «Die Bedrohung ist immer noch akut.»
Eskalation ohne Ende
Jean-Hervé Jezequel, Direktor des Sahel-Projekts der International Crisis Group, bezeichnete die Offensive als «massive Eskalation» und warnte:
«Während sich die anfängliche Strategie der JNIM vor allem auf die Eroberung ländlicher Gebiete konzentrierte, zielt sie nun auch auf Großstädte ab.»
Seit 2022 haben sich die JNIM-Angriffe auf städtische Zentren in Mali, Burkina Faso und Niger mehr als verdreifacht. Der Council on Foreign Relations stufte den Sahel im Global Terrorism Index 2026 als «globales Epizentrum des Terrorismus» ein, verantwortlich für jeden fünften Angriff bewaffneter Gruppen weltweit und 51 Prozent aller Todesopfer.
Nigerias Verteidigungsminister schlug diese Woche Alarm: «Die internationale Gemeinschaft muss sich durch die UN zusammenfinden, um diesen Teufel zu bekämpfen. Wenn man ihnen erlaubt, Mali vollständig unter Kontrolle zu bringen, hören sie dort nicht auf.»
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