Die sechswöchige Schlammschlacht zwischen den Hollywood-Stars Amber Heard und Johnny Depp ist vorbei. Das Ex-Paar stand seit dem 12. April vor Gericht. Es ging um Drogen, angebliche sexuelle Übergriffe und Gewalt. In seinem neuen Buch „Es ist Krieg“ enthüllt Michael Morris, womit die wirklich schlimmen Superreichen einen Kampf gegen die Völker führen. Hier mehr erfahren.

    Er beschuldigte sie, ihn verleumdet zu haben, indem sie sich in einem Artikel der Washington Post als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnete. Heard nannte zwar nicht seinen Namen, doch jeder wusste, von wem die Rede ist: Ex-Mann Johnny Depp. Der verlor daraufhin zahlreiche Filmrollen und verklagte seine frühere Gattin auf 50 Millionen Dollar Schadenersatz. Sie antwortete mit einer Gegenklage – und verlangte satte 100 Millionen Dollar von ihm.

    15 Millionen Dollar Strafe

    Tausenden Zuschauer konnten via Live-Übertragung mitverfolgen, wie Heard ihrem Ex-Mann die schlimmsten Vorwürfe machte: Er hätte sie mit einer Flasche vergewaltigt, sie geschlagen und missbraucht. Belegen kann sie das nicht. Lediglich selbst gemachte Bilder, auf denen sie mitleidig in die Kamera schaut und rote Flecken im Gesicht oder auf dem Arm präsentiert, sollen ihr Leid unterstreichen. Depp bestritt, ihr jemals Gewalt angetan zu haben. Einer von beiden log vor Gericht.

    Gescheitert: Amber Heard wollte mithilfe von #metoo ihren Ex zu Fall bringen – nun dürfte ihre Karriere beendet sein. Foto: BAKOUNINE / Shutterstock.com

    Seit gestern steht fest, wer nicht die Wahrheit gesagt hat: Bedröppelt schaute Amber Heard zu Boden, als sie von der siebenköpfigen Jury der Verleumdung schuldig gesprochen wurde. Heißt: Der Fluch der Karibik-Star wurde zu Unrecht der häuslichen Gewalt beschuldigt. Als Entschädigung muss Heard ihm nun 15 Millionen Dollar zahlen.

    Aber auch ihrer Gegenklage wurde Recht gegeben, wenn auch nur in einem Punkt: Depps Anwalt, Adam Waldman, hätte in der Daily Mail behauptet, Heard hätte ihr Penthouse so umgestaltet, dass es den Anschein erweckte, als hätte es eine Auseinandersetzung zwischen dem Ex-Paar gegeben – um Depp dann der Polizei auszuliefern. Das Urteil der Jury: Der Anwalt hat Heard verleumdet. Zwei Millionen Dollar soll sie deshalb von Depp erhalten.

    Depp macht Party

    Während die Aquaman-Schauspielerin mit ausdruckslosem Gesicht den Boden anstarrte, fielen sich Johnny Depps Anwälte in die Arme. Und der Hollywood-Star? Er feierte die letzten Tage ausgelassen in Großbritannien, besuchte Konzerte seines Musiker-Freundes Jeff Beck. Laut Angaben des Gerichts hatte er aus der Ferne zugesehen.

    Auf Twitter veröffentliche der 58-Jährige ein Statement zum Urteil:

    „Vor sechs Jahren hat sich mein Leben, das Leben meiner Kinder, das Leben derer, die mir am nächsten stehen, und auch das Leben der Menschen, die mich seit vielen, vielen Jahren unterstützen und an mich glauben, für immer verändert. Und das alles innerhalb eines Wimpernschlags.“

    Und weiter:

    „Über die Medien wurden falsche, sehr schwerwiegende und kriminelle Anschuldigungen gegen mich erhoben, die eine endlose Flut von hasserfüllten Inhalten auslösten, obwohl nie Anklage gegen mich erhoben wurde. Der Vorfall war innerhalb einer Nanosekunde bereits zweimal um die Welt gegangen und hatte seismische Auswirkungen auf mein Leben und meine Karriere. Und sechs Jahre später haben die Geschworenen mir mein Leben zurückgegeben.“

    Auch Amber Heard äußerte sich via Instagram zum Prozessausgang:

    „Mein Herz ist gebrochen, da der Berg an Beweisen immer noch nicht ausgereicht hat, um der unproportionalen Macht, dem Einfluss und der Herrschaft meines Ex-Mannes entgegenzuwirken.“

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Amber Heard kann in Berufung gehen.

    Ihre Waffen sind Giftspritzen, Energieknappheit, Hyperinflation, Klimadiktatur und Blackout: In seinem brandaktuellen Enthüllungswerk „Es ist Krieg“ zeigt Michael Morris, wie und an welchen Fronten die Superreichen ihren Kampf gegen die Völker führen. Die Regisseure der künstlich erzeugten Krise kommen aus dem Bereich der IT, der Pharma-Industrie, des militärisch-industriellen Komplexes und der Geheimdienste. Hier bestellen.

    11 Kommentare

    1. Werner Holt an

      Sie hätte ihn vor einem deutschen Gericht verklagen sollen.
      Dann wär’s vermutlich anders ausgegangen …

        • Marques del Puerto an

          @Klüger,

          aber noch gilt aus dem alten Rom, auf hoher See und vor Gericht, ist man in Gottes Hand. ;-)
          Wenn ca. 38 % in Deutschland an Insassen unschuldig im Bau sitzen, könnte es möglichwerweise daran liegen , dass vor dem Strafgericht da hin und wieder Fehler gemacht werden ?! Könnte…..

          Aber keine Sorge, auch nicht viel mehr als beim Ärztepfusch, blos die lassen sich das vorherunterschrieben das sie Scheiße bauen dürfen.

          Mit besten Grüssen
          Marques del Puerto

    2. Marques del Puerto an

      ( Seit gestern steht fest, wer nicht die Wahrheit gesagt hat )
      Das ist ein Urteil, aber ist es die Wahrheit ? Vermutlich nicht, aber darum geht es garnicht bei solchen Prozessen.
      Hier geht es nur um Geld , was wahr ist und nicht spielt absolut keine Rolle !
      ( seine frühere Gattin auf 50 Millionen Dollar Schadenersatz. Sie antwortete mit einer Gegenklage – und verlangte satte 100 Millionen Dollar von ihm.)
      Das ist ganz einfach, ein Assi streitet sich mit der Ex um den Hund oder Katze, oder auch die Anbauwand von Ikea, der kleine Mittelständler um das Haus und Autos, der Millionär , naja der streitet eben um Millionen , Villen , Schlösser usw.
      Im Prinzip ist es immer das Gleiche, es wird nie besser nur weil es auf den ersten Blick edler erscheint.
      Und eines steht fest, Jonny hat seit vielen Jahren schon ein Schnee-Problem und damit meine ich nicht den Ski- Urlaub in Aspen. ;-)

      Mit besten Grüssen
      Marques del Puerto

    3. Naja, wenn Lauterbachs Ex-Gemahlin über den Vater ihrer 4 Kinder herzieht, ist #metoo-feeling auch herzlich willkommen. Und das, obwohl Karl seit über 18 Jahren den Kontakt zu frau Spelsberg abgebrochen hat.
      Vllt. sollte Lauti auch klagen ? Und wenn er gewinnt gibt es hier ne weitere Feierstunde im Namen der Gerechtigkeit. :-)))

    4. friedenseiche an

      und ? hat amber sich zwischenzeitlich den nächsten depp geangelt der seit jahren schon von ex-frauen als nicht so lieb betitelt wird
      um sich vom nächsten partner auch wieder gut behandeln zu lassen ?

      lernen solche frauen denn nie dass man sich einen netten mann suchen muss wenn man nett behandelt werden will ?

      ich schreib für die hollywood-beauties mal ein buch
      dann werd ich reich
      die klug
      und alle sind glücklich

    5. Rápido González an

      Der mutmaßliche Pädophile Woody Allen klagt gegen Amazon, weil die Firma sich trotz einer vertraglichen Vereinbarung weigert, seine letzten 4 Filme in die Kinos zu bringen. Die #MeToo-Brwegung brachte erneut die 25 Jahre alte Anschuldigung gegen Allen ans Licht, seine Tochter Dylan Farrow mißbraucht zu haben, was vom Bruder und der Ehefrau Mia Farrow bezeugt wird. — Anderswo las ich, daß andere US-Filmverleiher dem in Hollywood unbeliebten Allen ebenfalls die kalte Schulter zeigen.

    6. Abgesehen davon, daß kein Mensch mit Verstand sich um einen schmutzigen Ex-Ehekrieg von wem auch immer kümmert , kann ein Urteil ,gegen welches frau in Berufung gehen kann, nicht rechtskräftig sein . Rechtskraft schließt Rechtsmittel nun mal logisch aus. Logik ist mitleidslos, unerbittlich.

      COMPACT: Danke für den Hinweis. Wurde korrigiert.

      • Gern. Man lernt aus Fehlern, aber nicht jeder. Ich habe immerhin gelernt, wer die beiden Niemande sind.