Versöhnung durch Verbrennung? Eine politisch korrekte Linke übergibt den Flammen: Asterix, Tim und Struppi, Pocahontas wegen unkorrekter Stereotypen. Eine Beraterin der Schulbehörde erklärt, dies sei eine „Reinigungszeremonie durch Flammen“. Politisch Korrekte versuchen ihre Ideologie durch Sprach-Tabus zu etablieren Thor Kunkels Wörterbuch der Lügenpresse entlarvt ihre Strategien. Hier mehr erfahren.

    Erstmals gab es sie 2019, im letzten Jahr fiel sie wegen des Lockdwons aus. In diesem September feierte sie ein Comeback. Damit droht sie sich also als „Tradition” zu etablieren: die Bücherverbrennung in Windsor (Kanada). Richtig gelesen. 5.000 Romane, Lexika und Comics wurden feierlich den Flammen übergeben. Weil sie den Vorgaben der Political Correctness nicht entsprachen.

    Um was für schlimme Werke geht es da? Da wäre beispielsweise Asterix, Tim und Struppi, Lucky Luke sowie Pocahontas. Sie alle würden sogenannte Stereotypen verbreiten oder – ebenso schlimm – die Bezeichnung „Indianer“ verwenden. Das ist mit dem „gesunden Volksempfinden” weiß-woker Mittelstandsakademiker nicht vereinbar. Daher wollen sie mit diesen Verbrennungen „ein Zeichen der Versöhnung” mit den Ureinwohnern des Landes setzen.

    Die Beraterin der Schulbehörde, Suzie Kies, Vorsitzende der Kommission für indigene Völker der Liberalen Partei Kanadas, die sich selber als „Bewahrerin des Wissens der Ureinwohner“ definiert, erklärt: Indigene Personen würden in den Büchern als „unzuverlässig, faul, besoffen, dumm“ dargestellt. Frau Kies hat da wohl zu viel Feuerwasser getrunken: Nach Karl Mays Romanen hat kaum ein Werk so viele westliche Jugendliche zu Indianerfreunden gemacht wie „Pocahontas”.

    Außerdem: Haben Kanadas Ureinwohner dieses „Zeichen der Versöhnung” überhaupt verlangt? Nein. Wie wäre es, wenn diese linken Hipster sich stattdessen für das Wohlergehen heutiger Indianer einsetzen würden? Aber nein, da müssten sie ja Taschengeld spenden oder Arbeit investieren. Dann lieber Bücher abfackeln.

    Auch das prüde Frauenbild protestantischer Feministinnen soll mit dieser „Reinigungszeremonie durch Flammen“ geschützt werden. Werke mit übertriebener Zeichensprache, Nacktheit oder Brutalität würden ebenfalls dem Flammentod überantwortet.

    Kies findet beispielsweise die Darstellung einer jungen Frau in Asterix in Amerika, die sich Obelix verliebt, als übersexualisiert. Sie trage einen tiefen Ausschnitt plus Minirock. Kies: „Würden Sie in einem Minirock durch den Wald laufen?“

    Nach dem Autodafé wurde die Asche der geopferten Bücher und Comics feierlich und ökologisch-korrekt beerdigt.

    Der Schulrat:

    „Wir begraben die Asche von Rassismus, Diskriminierung und Stereotypen in der Hoffnung, in einem integrativen Land aufzuwachsen, in dem alle in Wohlstand und Sicherheit leben können“.

    Hinzu kam die Aufforderung, dass andere Schulen die Bücherverbrennung nachahmen sollten.

    Witz am Rande: leider hat Suzie Kies nicht, wie sie selber behauptet, indianische Vorfahren. Eine Recherche von news.in-24.com ergab, dass sie in keinem konsultierten indianischen Verzeichnis vorkommt. Sie ist also eine Weiße. Damit wäre ihre selbst gegebener Status als „Bewahrerin des Wissens der Ureinwohner“ nach heutiger Political Correctness nichts als eine „kulturelle Aneignung”.

    Vielmehr ist sie eine Bewahrerin der Ideologie von 1933…

    Bestsellerautor Thor Kunkel erklärt in seinem Wörterbuch der Lügenpresse mit teils illustrierten Beispielen, wie Begriffsumdeutungen den gesunden Menschenverstand ausschalten sollen. Durch Sprachregelungen errichten gleichgesinnte Politiker und Journalisten immer neue Denkblockaden, um die kritische Auseinandersetzung mit der Realität zu verhindern.  Motto: Was nicht gesagt werden kann, wird am Ende auch nicht mehr gedacht.  Ein Versuch, das Buch gerichtlich verbieten zu lassen, schlug fehl. Hier bestellen.

    39 Kommentare

    1. Heuchlerschreck an

      Bücherverbrennen ist nicht per se abzulehnen. Es kommt darauf an welche Bücher verbrannt werden. Genau genommen ist ja diese ganze Gesellschaft nur noch wert angespuckt und ins Feuer geworfen zu werden.

    2. jeder hasst die Antifa an

      Bei der Frankfurter Buchausstellung gibt es auch so ein paar geistige Bücherverbrenner die gegen alternative Verlage protestieren weil sie die Wahrheit nicht vertragen

    3. Vor Jahren , als man Compact noch für ein politisches Magazin halten konnte , bevor es im Zuge von Corona zum medialen Sprachrohr für Aluhut-Träger und Spökenkieker wurde, stand in den mittlerweile verblichenen Kommentarregeln (sinngemäß): "Vertreter aller Richtungen willkommen". Lediglich Erörterungen der Jahre 1933 -45 sollten unterbleiben. Das war richtig, denn Nostalgie und stures Epigonentum sind immer kontraproduktiv. Dann hätte aber auch Compact jede Denunziation dieser Bewegung gegen deutsche Dekadenz unterlassen sollen. Statt dessen wird jetzt jede Gelegenheit ergriffen, um zu verleumden, zu diffamieren, was nun mal ein Gegenentwurf zum sich auflösenden Deutschland war. Genau hier verläuft die dünne rote Linie, die Freund von Feind trennt.

    4. Danischmend der Weise an

      Das ist Postkoloniale Scheiße die da verzapft wird, gut situierte Weiße, erklären den "anderen" worüber sie sich gefälligst diskrimiert zu fühlen haben…
      Unglaubliche Hybris und Arroganz das ganze…..

      • @ Dani
        "…gut situierte Weiße, erklären den "anderen" worüber sie sich gefälligst diskrimiert zu fühlen haben…"

        Jupp. Stimmt. Is wie compact…

    5. armin_ulrich an

      Tatsächlich läßt der Anfang des Artikels zu, daß man/frau/div zuerst an Bücher rechter, patriotischer oder liberaler Denker:Innen verbrannt wurden.
      Dann aber der Lacher: "Eine politisch korrekte Linke übergibt den Flammen: Asterix, Tim und Struppi, Pocahontas "

      • HERBERT WEISS an

        Wie armselig! Es gibt auch politisch unkerrekte Linke. Also, was gibt es da zu lachen?

        • armin_ulrich an

          "Es gibt auch politisch unkerrekte Linke." Hier sind es extrem dumme Linke, denen beim Verbrennen der Bücher nicht sofort die Verbindung zu den Bücherverbrennungen der Nationalsozialist:Innen aufkommt.
          "Also, was gibt es da zu lachen?" Die Komik wohnt dem Verbrennen von Kinderbüchern :Inne, die man/frau/div statt der Literatur der Gegner:Innen in das Feuer geschmissen hat. Wens unfähig und impotent ist, dens läßt seine Wut an harmlosen Dingen aus.
          "Oh lodernd’ Feuer, oh göttliche Macht."

    6. Wer behauptet, Linke würden die "Ideologie von 1933 bewahren " entlarvt sich als systemkonformer Systemling , verhöhnt deutsche Vergangenheit.

      COMPACT: Für Sie gehören Bücherverbrennungen also zu den “Traditionen” unserer Vergangenheit, auf die man voller Stolz zurückblicken kann? Und wer das nicht tut, “verhöhnt deutsche Vergangenheit”? Sorry, Sokrates, aber COMPACT ist nun mal kein Organ für Hitler- und NS-Fans. Das haben Sie richtig erkannt. Mit “systemkonform” hat es allerdings nichts zu tun, wenn man Diktaturen und deren Maßnahmen ablehnt.

      • Die Linken bezeichnen sich auch als Sozialisten, wie einst die National-Sozialisten….vieles wurde von den Linken bis heute von den Nazis übernommen und nicht nur der 1. Mai als Kampf und Feiertag. Beide Weltanschauungen sind antikapitalistisch.

        • HERBERT WEISS an

          Wer was von wem übernommen hat, sei dahingestellt. Fakt ist: auch die chinesische Herrscherkaste nennt sich "Kommunistische Partei".

          Die "Junge Welt" war bei der NVA ein beliebtes Hilfstmittel, um das Sportzeug für den ordentlichen Schrankbau in die richtige Fasson zu bringen. Das wenige Lesenswerte, was drin stand, hatte man schnell überflogen.

          Der Hauptfehler des real existierenden Sozialismus bestand nicht in seiner kritischen Haltung gegenüber dem Kapitalismus, sondern in der Ignoranz gegenüber grundlegenden ökonomischen Gesetzen. Denn nicht die kleinen Frisöre, Bäcker und sonstige Unternehmen waren das Übel, sondern die Großkonzerne mit ihrem notorischen Hang zum Machtmissbrauch. Und genau den Letzteren .kriechen unsere Regierenden und der übrige Mainstream in den schmierigen xxxxx!

          Das obige Foto müsste man an jeden Laternenmast im Umfeld solcher Tatorte kleben. Damit jeder weiß, wohin die Reise geht.

        • Ernst Großmann an

          @Heinrich Weiss, die Jungs Welt war aber vor der NVA und FDJ eine gern gelesene Zeitung der Hitlerjugend.

      • .Sag ich doch. Wer "Diktaturen" ablehnt , egal w a s sie diktieren, steht zwangsläufig auf der Seite des Systems, ist letztlich systemkonform, da kann man sich nicht herausreden. Ja, bei aller ex post möglichen und angebrachten Kritik an Hitler-Deutschland , wer angebrachte Büchverbrennungen mit linkem Schwachsinn gleichsetzt, der verhöhnt die Initiatoren .Nicht ALLES was klug und weise ist, kommt von Sokrates (formidabler Kerl übrigens, hätten wir von diesem geistigen Leuchtturm 10 Millionen, wäre die Welt nicht mehr düster).

        • Derartige "geistige Leuchtspurgeschosse" hat dieses Land viel zu viele.
          Die sind ein nicht zu übersehender wie unterschätzender Teil des Dilemmas.
          Ohne solche "Leuchtgestalten" würde das System gar nicht so gut funktionieren.

      • heidi heidegger an

        oo-oo, Tiffi&heidi vernachlässigten hier ihre FürsorgeFflicht anzunehm’: da, fünf Euro in’s Forumsschweinderl *oink+hihi*

      • Ich empfehle den Compactern mal die 12 Thesen wider den undeutschen Geist zu lesen.
        – Herr Meissner, was ist "Kein Organ für Hitler und NS-Fans"?
        – Wer ist "systemkonfornm"?
        Übrigens, die damaligen mehr symbolischen "Bücherverbrennungen" wurden von studentischen Vereinigungen im Sinne der Wartburgfeste
        organisiert und waren damals m.E. sehr wohl berechtigt. Wer die Geschichte der sog. "Weimarer Republik" kennt, wird mir zustimmen.

    7. "Die Zensur ist die Schrecklichere von zwei Schwestern. Die andere heißt Inquisition."
      Johann Nepomuk Nestroy

    8. Mathias Szymanski an

      Ich bin dafür, daß alle Menschen, die Edelmetalle und Diamanten im Wert von über 1 Milliarde US Dollar besitzen ihr Vermögen an die indihene Bevölkerung abgeben und sie müssen öffentlich dalegen, wie sie an ein derart großes Vermögen gekommen sind. Wenn dies durch Arbeit geschah, die der Allgemeinheit zugute kam dürfen sie ihr Vermögen behalten. Ansonsten dürfen sie in Zukunft kein Amt, keine Aktivitäten im Finanzwesen mehr ausüben und müssen ihr Vermögen der Allgemeinheit übertragen. Für diese Leute verordne ich Arbeitslosengeld II und als Lektüre Asterix und Tim und Struppi.

      • Leider Unsinn. Ein Vermögen von 1000 Millionen $ (oder auch nur 10 Miili) kommt NIE durch Arbeit ( des Inhabers ) , schon gar nicht durch Arbeit zugunsten der Allgemeinheit zustande.

      • @ Mathias Szymanski

        Warum so zaghaft?!

        Alle Nichtindigenen verlassen an einem zu fixierenden Stichtag Kanada und werden in ihre jeweiligen Ursprungsländer zurückverbracht. Das löst dann auch dort die demographischen Probleme. Vorher werden sämtliche nachkolumbianischen (bau-)technischen etc. Materialien dekonstruiert und außer Landes geschafft. (Damit meine ich auch solche "Materialien" wie bspw. das Pferd, diese faschistischen Asterix-Comics sowieso.) Dann kommen die betreffenden nichtindigenen Bevölkerungsteile dran. Also auch Mischlinge, sofern die Nativen diese nicht als ihresgleichen akzeptieren wollen. – Raus damit!
        Kanada sollte als Präzedenzfall dienen. Danach wird ganz Amerika "gesäubert". Auch Afrika darf man gern in den Fokus stellen.

        Natürlich müßte man Umfragen unter den Nativen starten, ob sie dies überhaupt wollen. Mal sehen, wie sie sich entscheiden. ;)

    9. Mathias Szymanski an

      Speziell in Kanada gibt es Berichte über Verbrechen an die indigene Bevölkerung. Und jetzt wollen die Machthaber, die diese Verbrechen verübten und unterstützten alle zu Rassisten erklären, die Tim und Struppi lesen. Ich kann mir vorstellen, daß diese Black lives Matter Front davon begeistert ist.

      • Achmed Kapulatzef an

        @Mathia Szymanski
        "Black lives Matter Front" , wird dies kaum interessieren, da diese Kriminelle Vereinigung zu 99% aus Analphabeten besteht.

    10. 1933 Papalapap. Immer 1933. Habt ihr nix anderes. Na denn…aufgepasst : "Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Bücherverbrennungen zunächst fast völlig unbekannt.
      Aus den USA sind allerdings einige öffentlich-demonstrative Schriftenverbrennungen
      dokumentiert. 1917 wurden in Wyoming und 1918 in Cleveland/Ohio deutsche
      Bücher verbrannt. 1936 wurde im Rahmen eines Ehescheidungsprozesses das (nicht für
      die Öffentlichkeit bestimmte) Tagebuch der Schauspielerin Mary Astor auf Anweisung
      des Richters im Gerichtsofen verbrannt, weil es als pornographisch eingestuft wurde.
      In den zwanziger Jahren kam es in Österreich und Irland zu öffentlichen Bücherverbrennungen,
      und 1932 sollen in Polen abermals deutsche Werke verbrannt worden sein.
      In den dreißiger Jahren ordnete der griechische Diktator Ioannis Metaxas die öffentliche
      Verbrennung des Gedichtzyklus „Epitaphios“ und weiterer Werke von Giannis Ritsos
      an" aus Bücherverbrennungen seit der Frühen Neuzeit. Webseite: https://www.bundestag.de/resource/blob/414316/cffc968c4a74d3af1d60cc36de88a7ad/wd-1-106-07-pdf-data.pdf
      Hochinteressant !

      • Jung und frei ! an

        Darf eigentlich es garnicht schreiben….habe zu Ostzeiten mit ein paar Kumpels auch eine Bücherverbrennung auf den Schulhof gemacht ….Staatsbürgerkundebuch und das Manifest war auch dabei, von den DDR Fahnen trennten wir noch die Ährenkränze ab…..hatte damals auch sehr unangenehme Folgen für mich. Flog im Februar 1988 auch dann von der Schule. Mich aber bitte nicht, gleich jetzt als Klein-Adolf oder gar als Nazi brandmarken, war eher ein Antikommunist oder Rebell.

      • Ist doch gut, daß es die 12 soooo furchtbaren Jahre gab.
        Diese bösen Jahre haben uns unsere heutigen intelligenten "Regierungen" beschert und wir haben nun endlich die wahre Demokratie!

        Übrigens, es ist empfehlenswert mal die Erfindungen und sonstigen bahnbrechenden Entwicklungen dieser bösen 12 Jahre zu entdecken.
        Von den baulichen Leistungen ganz abgesehen – dieses System schaft in dieser Zeitspanne nicht mal einen größeren Flughafen zu bauen….

    11. HEINRICH WILHELM an

      "Wohlstand und Sicherheit" durch Bücherverbrennung – soso!
      Das sind ja schöne "Siegermächte", welche die Ideologie der einst von ihnen Bekämpften offensichtlich als nicht extremistisch genug befinden. Das Bücherverbrennen ist ja nur ein Aspekt. Man denke an die eklatante Missachtung des Nürnberger Kodex von 1947!
      „Was je Gutes oder Böses über die Menschen gekommen ist, haben Menschen gemacht.“
      Adalbert Stifter (1805 – 1868)
      Es muss ergänzt werden: Insbesondere die sogenannte Pandemie und das damit verbundene, ausufernde Gebaren der verkommenen Politkaste!

      • Es gab zwölf Nachfolgeverfahren des Nürnberger Tribunals.
        Was ist nun der sog. Nürberger Kodex?

    12. Die Zensur ist die Schrecklichere von zwei Schwestern. Die andere heißt Inquisition.
      Beides Wesensmerkmale einer Diktatur – in einer wahren Demokratie unvorstellbar!!

      "Ich kann keinem ihrer Worte zustimmen – werde aber ihr Recht diese auszusprechen bis an mein Ende verteidigen."
      Voltaire

      Wir entfernen uns mit riesigen Schritten von ihm!

      • " Voltaire ", ein Idiot der sehr sog Aufklärung, die genau das Gegenteil von Aufklärung ist.

      • Professor_zh an

        Na, na, na! Die Inquisition ist kein Wesensmerkmal der Diktatur! Sie wurde eingeführt, um mit dem Wildwuchs der Ketzer- und Hexenprozesse, die zuvor jeder Duodezfürst eigenmächtig anstrengen konnte, aufzuräumen. Und das hat sie getan…

        Und sofern jemand antritt, um das Recht zu verteidigen, ,,Sch…" oder etwas anderes Unflätiges, wenn nicht gar Lästerliches zu sagen – dann pfeift Professor_zh auf solch einen Helden!