Der kürzeste Tag des Jahres ist gleichzeitig der Winteranfang: Am heutigen Montag, 21. Dezember 2020, ist Wintersonnenwende und gestern war die längste Nacht des Jahres. Das bedeutet, dass an diesem Tag die Sonne heute in Berlin erst um 8.15 Uhr aufgeht und schon um 15.53 Uhr wieder untergeht. Um 11:02 h mitteleuropäischer Zeit ist in Berlin Wintersonnenwende.

    Der Grund dafür ist der tiefe Stand der Sonne. Während sie bei der Sommersonnenwende ihren höchsten Stand hat und daher am 21. oder 22. Juni jedes Jahres der längste Tag auf der Nordhalbkugel ist, ist es bei der Wintersonnenwende genau anders herum. Zum Vergleich: Über 17 Stunden Sonne bietet der längste Tag des Jahres in Norddeutschland. Im Winter sind es dann nicht einmal ganze acht Stunden.

    Zeitgleich mit der Wintersonnenwende ist der astronomische Winteranfang. Für die Meteorologen hat der Winter jedoch schon längst mit dem 1. Dezember begonnen – mit dem meteorologischen Winteranfang. Das hat vor allem statistische Gründe, wie der Deutsche Wetterdienst erklärt.:

    „Dies wird gemacht, da für die klimatologischen Auswertungen nur Daten über die einzelnen Monate vorliegen (zum Beispiel Monatsmittel, Monatssummen, Monatsabweichungen, Extremwerte)“.

    Neben dem astronomischen und dem meteorologischen Winteranfang gibt es auch noch den phänologischen Winteranfang. Dieser hat jedoch kein festes Datum, da er sich nach periodisch
    wiederkehrenden Erscheinungen richtet. Der Winter ist hier die Zeit vom Ende der Feldarbeit bis
    zum Beginn der Schneeglöckchenblüte.

    Trost für Tageslichtfreunde bietet, dass ab dem 21. Dezember die Tage wieder länger werden, bis um den 21. März herum eine Tag-Nacht-Gleiche erreicht wird und im Juni dann der längste Tag des Jahres wartet.
    Ein christlich geprägter Name für die Wintersonnenwende ist übrigens Thomasnacht in Gedenken an den Apostel Thomas.

    Doch warum fällt der Tag der Wintersonnenwende nicht immer auf den 21. Dezember? Das hängt damit zusammen, dass das Sonnenjahr (die Zeit für einen vollständigen Bahnumlauf der Erde um die Sonne) knapp sechs Stunden länger ist die 365 kalendarischen Tage. Daher verschiebt sich der Zeitpunkt der Wintersonnenwende von Jahr zu Jahr um ungefähr sechs Stunden nach vorne. In einem Schaltjahr gibt es dann wieder einen Zeitsprung von etwa 18 Stunden zurück. Deshalb kann die Wintersonnenwende auch schon mal an einem 20. oder 22. Dezember stattfinden.

    Die erste Rauhnacht nach überlieferter germanischer Tradition beginnt in der Nacht vom 24./25.Dezember (Heiligabend) und die letzte der 12 Rauhnächte ist die Nacht vom 5./6.Januar. (Heilig Drei Könige)! Die Thomasnacht zählt da eigentlich nicht dazu, das ist die Nacht vom 20./21.Dezember, die längste Nacht des Jahres, das war gestern Nacht!

    Es gibt aber Gegenden, die beginnen mit der Zählung für die 12 Rauhnächte mit der Thomasnacht und enden an Silvester/Neujahr! Die kommende Nacht (21./22.Dezember) ist schon ein paar Sekunden kürzer, da ab 11:02 h (Berlin) die Wintersonnenwende stattfindet. Das gilt auch für die anderen deutschen Städte, da wir uns in derselben Zeitzone befinden.

    Die Sonne braucht aber beim Wechsel ein paar Tage sich umzustellen, sodass es eigentlich erst ab 24/25. Dezember, also mit der Geburt Christi, mit der Tageslänge richtig vorwärts geht. Die Große Konjunktion der Gasgiganten Jupiter und Saturn beginnt ebenfalls heute und lässt sich am Abendhimmel beobachten. Jupiter, der mit einem Durchmesser von 143.000 Kilometern größte und nach der Venus zweithellste Planet, kommt immer näher an das Ringsystems des Saturn heran.

    Am 21. Dezember, kurz vor Weihnachten, stehen die beiden so nahe zusammen, dass man sie mit
    bloßem Auge leicht für einen einzigen, großen, sehr hellen Stern halten könnte. Nur ein Fünftel des
    Vollmonddurchmessers trennt sie. Astronomen sprechen bei der Begegnung der beiden von einer sogenannten Großen Konjunktion, diese resultiert aus den unterschiedlichen Umlaufzeiten der Planeten.

    Der Jupiter benötigt etwa zwölf Jahre für eine Runde um die Sonne, da er der Sonne näher steht, der
    sonnenfernere Saturn weiter außen allerdings mehr als 29 Jahre. Etwa alle 20 Jahre sieht es von der Erde so aus, als würden sich die beiden Planeten sehr nahe kommen. In Wirklichkeit liegen sie nur auf einer gemeinsamen Sichtlinie von der Erde aus und stehen auf ihren Bahnen jenseits des Asteroidengürtels nach wie vor weit auseinander.

    Auch am 21. Dezember wird der Saturn etwa doppelt so weit von der Erde weg sein wie Jupiter, der
    in 886 Millionen Kilometer Abstand seine Bahn zieht. Erst im Jahr 2080 wird es wieder eine solche Konjunktion geben, sodass sich die beiden Planeten so nahe kommen wie jetzt und wie ein Stern von der Erde aus gesehen erscheinen. Ob sie der Stern von Bethlehem waren, lässt sich nicht beweisen, ist aber möglich, da die Große Konjunktion tatsächlich um Christi Geburt aufgetreten ist.

    Es könnte schon sein, dass die drei Weisen aus dem Morgenland dadurch auf die Geburt Christi
    aufmerksam wurden und sich auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben, da sich Saturn und
    Jupiter seit dem Sommer immer näher gekommen sind und so eine Vorbereitungszeit möglich war.

    Viele alte Bräuche, Traditionen und Mythen leben bis heute fort, aber kaum jemand kennt noch ihre ursprüngliche Bedeutung. Lernen Sie diesen Kulturschatz kennen mit COMPACT-Geschichte 3: Jan von Flocken: Mythisches Deutschland – Die historischen Stätten unseres Volkes.

    COMPACT-Geschichte 03 Mythisches Deutschland
    COMPACT-Geschichte 03 Mythisches Deutschland

    Das Land der Dichter und Denker, der Ritter und der Zauberer: Früher galt Deutschland als der Hort der Mythen, und jedes Mütterchen erzählte die alten Geschichten an die Kinder weiter. COMPACT holt das mythische Deutschland für alle Nachgeborenen zurück und führt Sie an die historischen Stätten unseres Volkes. Bestsellerautor Jan von Flocken lässt vor Ihren Augen die Orte lebendig werden, an denen unsere Altvorderen die Urgewalten des Schicksals entfesselten – oder bändigten: Im Teutoburger Wald schlug Arminius die römischen Legionen, in der Walhalla versammelten sich unsere alten Götter, im Kyffhäuser wartet Barbarossa auf die letzte Schlacht, am Rheinknie lockt die unglückliche Loreley. Aachen, Quedlinburg, Meißen, Marienburg, Straßburg, Prag, die Wartburg, das Kloster Maulbronn – uvm.! – COMPACT-Geschichte 3: Jan von Flocken: Mythisches Deutschland – Die historischen Stätten unseres Volkes: HIER bestellen.

    18 Kommentare

    1. Vor 2000 Jahren legten die Völker die astronomischen Echdaten stets neu fest, weil sie die Verschiebungen nicht erkannten und ursprünglich nach dem Mond rechneten. Manche Jahresangaben alter Kulturen sind daher historisch unklar, weil man nicht weis, ob Sonnen- oder Mondjahre gemeint sind. Vor allem wenn unglaubliche Lebensalter von Personen dabei herauskommen.
      Julius Cäsar hat für das romische Reich einen Sonnenkalender erstellt, der aber lies das Schaltjahr nicht alle 100 J. ausfallen. Sodaß es im 16.Jh. rund 1 Woche danebenlag. Pabst Gregor lies den Kalender neu berechnen und einmalig eine Woche im Oktober ausfallen!
      Der Gotenkönig Teja definierte im 9.Jh. die Wintersonnenwende, in Rom = Das Sol Invictusfest zu Jesus Geburtstag um. Weihnachten entstand. Der Kalenderfehler des Julianischen war damals 4 Tage, also vom 21. auf den 25. Decimus (Damals = 10., Jahresbeginn war der 1.März) Falls Jesus eine historische Figur war, wurde er wohl im September geboren. (Volkszählung) Damals wurde auch der Jahreszählungsbeginn auf "Chisti Geburt" geändert. Vorher wurden die Regierungszeiten römischer Konsulen angegeben oder seit "Gründung der Stadt" (Rom).

    2. E.-K. Ullrich an

      Hallo,
      mich stört es ein wenig, daß Jan van Flocken, bzw. wohl eher der Verlag aus Marketinggründen, die "anderen" legitimen Erben der deutschen Geschichte fast unter den Tisch fallen lässt…. Jedenfalls optisch. Jene fühlen sich in Anbetracht dessen nach meiner Erkenntnis zurückgesetzt und beleidigt, dies vertieft unnötig die Spaltung. Will sagen: Bei einer künftigen Neuauflage des Kaiser-Titels gehört auch ein prominenter Habsburger mit drauf! Oder alternativ anstelle des Preußen ein Habsburger auf Titelseite 4.

      Könntet IHR das vormerken?

    3. Eine Konjunktion ist eine Konjunktion, wo da Raum für eine "große" oder "kleine" sein soll, erschließt sich mir nicht.

    4. Peng! Das ist ein katastrophales Omen. Jupiter in Konjunktion mit Saturn im Steinbock, wo Saturn stark und Jupiter schwach steht. Dazu kommt noch Merkur, der im Steinbock nicht gedeiht. Deutet auf harte Zeiten, vielleicht ist der Corona-Kladderradatsch doch ernster als Ich dachte. Es wird allen schlecht gehen, bei denen diese Konjunktion über einen kritischen Punkt in ihrem Geburtshoroskop geht. Die neue C-Mutation wurde auch bemerkt, als die Konjunktion gerade exakt zu werden begann. Werden beauernswerte Menschen, die am 21.Dez geboren werden. Entschlüsse ,die heute bis übermorgen gefasst werden, mißlingen. GOTT hilf!

      • "Peng! Das ist ein katastrophales Omen. Jupiter in Konjunktion mit Saturn im Steinbock,…"

        Die Konjunktion war heute nacht. Und sie fand statt im Wassermann … als der Jupiter – genau wie der Saturn – auf 0° 32′ Wassermann stand.

        "vielleicht ist der Corona-Kladderradatsch doch ernster als Ich dachte."

        Der Corona-Kladderadatsch fällt praktisch mit der Saturn-Pluto-Konjunktion im Steinbock
        Anfang diesen Jahres zusammen – genauen Zeitpunkt weiß ich im Moment nicht … glaube Februar war es. Da geht es um allgemeinverbindliche Vorstellungen normativer Natur … – so gesehen ist die Corona-Geschichte nur der Auftakt zu etwas viel Größerem, das uns erst später noch erwartet. Das Ei ist in der Tat noch lange nicht ausgebrütet… :cry:

        • Werte Auch- Astrologie- Kenner. Sie irren beide insoweit, als sie die Exaktheit einer Konjunktion zweier so langsam laufender Planeten viel zu eng einschätzen. Mindestens 2-3 Grad Wirkungsbreite muß man da schon zubilligen. Deshalb begann die K. im Steinbock und setzt sich im Wassermann fort. Was nur wenig besser ist, denn Saturn steht dort immer noch stärker als Jupiter. Im Ergebnis sind wir uns ja einig, es kündigt sich Übles an.

      • astro-watcher an

        Leider ist Ihnen da ein Fehler unterlaufen:

        –> die GK wurde auf ungefähr einem halben Grad im Zeichen ”Wassermann” exakt. <–

        Somit haben beide Planeten den teinbock verlassen und sind im Domizil des ‘Uranus’ angekommen. Und der Wassermann ist ein Luftzeichen (Steinbock ein Erdzeichen).
        Außerdem hat der Wassermann ein ausgeprägtes Bedürfnis nach ‘Freiheit’.

    5. Sonnenfahrer Mike an

      Allen eine schöne, lustige und ausgelassene Sonnenwendfeier sowie besinnliche
      Rauhnächte im Kreise ihrer Freunde und Familien, wünscht Euch, Euer
      Sonnenfahrer Mike.

      Mögen das Licht, die Wärme und das Leben auf Ewig wiederkehren und unsere
      Widersacher auf ewig dazu gezwungen sein, im Himmel auf ein und derselben
      Wolke immerzu auf der selben Harfe spielen oder mit 72 Jungfrauen à la Typ:
      Merkel / Claudia Roth für immer Sex haben zu müssen, sofern sie nicht von
      72 Schafen, Ziegen, Eseln und Kamelen für eben diesen Zweck in ihrem faden,
      eintönigen Wüsten-Paradies aus Sand und nackten Steinen erwartet werden
      oder noch schlimmer, sich vor ihrem Herrn und Gebieter, ihr wisst schon wofür,
      auf den Boden werfen und ihre vier Buchstaben Richtung Himmel
      ausstrecken müssen.

      • Bißchen früh, aber da wir gerade dabei sind : ich wünsche den letzten Christen frohes Erinnern an die Menschengeburt des HERRN und allen Abtrünnigen einen Vorgeschmack auf die Verdammnis. Die Chancen dafür stehen astrologisch gut, s.o

    6. jeder hasst die Antifa an

      Germanische Traditionen und Bräuche sind immer gut man sollte sie Feiern, schon um die linken und grünen zu ärgern.

      • "germanologisch"?
        Mannomann, schon alleine dafür wirste gesteinigt.
        Und das nicht zu unrecht!

        Aber dann kommt noch "heidisch"
        Was soll denn das sein bitteschön?
        ‘Ne brünstige Heidschnucke, oder wie?

        Woher stammt denn all dein Unwissen was du
        hier so freizügig verbreitest?