Wer auf Google News klickt, konsumiert Linkspropaganda! Tendenz weiter steigend. Nur ein Prozent kommt von patriotischen Medien. So funktioniert die „Links-grüne Meinungsmacht“, die Julia Ruhs in ihrem Buch beschreibt. Hier mehr erfahren.

    Google ist für Millionen Menschen weltweit der tägliche Einstieg ins Nachrichtengeschehen. Scheinbar ein ausgewogener Spiegel der medialen Vielfalt. Eine im April veröffentlichte Studie von der Organisation AllSides,  die seit Jahren die amerikanische Medienbias (politische Schlagseite der Berichterstattung) systematisch auswertet, zeichnet ein anderes Bild: Von 218 Artikeln die Google News im November 2025 auf seiner Startseite anzeigte, stammten 73 Prozent von Medien die AllSides als linkslastig einstuft. AllSides-Direktorin Julie Mastrine kommentierte:

    «Der Einfluss einseitiger Medien auf unsere Gesellschaft ist sowohl unheilvoll als auch unermesslich. Diese Plattformen erreichen Dutzende Millionen Nutzer.»

    Rechtsgerichtete Beiträge kamen auf nur einen Prozent. Die meistangezeigten Quellen waren New York Times, CNN und die Washington Post. Seit 2022 ist der Linksanteil um zwölf Prozentpunkte gestiegen.

    So wurde gemessen

    AllSides bewertet Medienbias über ein multiparteiisches Expertenpanel. Je zwei Analysten aus dem linken und rechten Lager, sowie aus dem politischen Zentrum bewerten Inhalte unabhängig voneinander. Was dabei als Mitte gewertet wird, bleibt allerdings unklar. Ergänzt werden diese Urteile durch Blindbefragungen normaler Amerikaner, die Artikel ohne Kenntnis der Quelle einordnen. Für die Google-News-Analyse wurden ausschließlich die nicht personalisierten Bereiche der Plattform ausgewertet, also jene Abschnitte die alle Nutzer identisch sehen.

    Auch weitere Plattformen wurden bei der Studie unter die Lupe genommen. Apple News kuratierte 50 Prozent seiner Artikel von linkslastigen Medien und nur zwei Prozent von patriotischen Outlets. Bing News kam auf 72 Prozent links und fünf Prozent rechts. Yahoo News zeigte 53 Prozent links und zwei Prozent rechts. Das Muster ist plattformübergreifend. Wer auf einen der großen Nachrichtenaggregatoren klickt, landet in derselben politischen Echokammer.

    Ein Gebäude des Apple-Konzerns in New York. Der Konzern aus Kalifornien ist nach Marktkapitalisierung das wertvollste Unternehmen der Welt.

    AllSides misst die Medienbias auf einer Skala von minus sechs bis plus sechs. Minus sechs steht dabei für maximal linke Ausrichtung, plus sechs für maximal rechte, null für perfekte Ausgewogenheit. Google News Biaswert von minus 1,62 ist damit der am stärksten verzerrte Aggregator unter allen untersuchten Plattformen.

    AllSides wurde 2012 in Washington gegründet und gilt als eine der renommiertesten unabhängigen Medienbias-Organisationen der USA. Die Organisation bewertet über 2.400 Nachrichtenquellen und wird selbst als politisch zentral eingestuft, von Analysten und Befragten quer durch alle politischen Lager. Ihr multiparteiischer Ansatz macht sie zu einer der wenigen Institutionen deren Bias-Bewertungen von links wie rechts akzeptiert werden

    Google wehrt sich

    Ein Google-Sprecher wies die Studie gegenüber der New York Post zurück. Die Methodik basiere auf «willkürlichen Bewertungen und einem winzigen Zwei-Wochen-Ausschnitt» und berücksichtige nicht die Personalisierung der Plattform. AllSides hat ausdrücklich nur die nicht personalisierten Bereiche untersucht. Und die Daten über vier Jahre zeigen dasselbe Muster: immer mehr links, immer weniger rechts.

    Die Studie schlug in den USA hohe Wellen. Pressesprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt teilte die Ergebnisse auf X und schrieb:

    «Es ist nicht nur Apple News. Linker Bias ist massiv auf Google News, Yahoo und Bing. Bombshell-Studie.»

    Mark Grabowski, Kommunikationsprofessor an der Adelphi University, nannte die AllSides-Daten «vernichtend» für Konzerne die lange Neutralität behauptet hatten. Dan Schneider vom Media Research Center warnte: «Diese Aggregatoren erreichen etwa die Hälfte aller Amerikaner. Der Einfluss ist unermesslich.»

    „Links-grüne Meinungsmacht“, wie sie Julia Ruhs in ihrem Buch beschreibt, ist nicht nur ein Ärgernis, sie ist eben auch hochgradig gefährlich. Hier bestellen.

     

    Kommentare sind deaktiviert.