Liberalismus bedeutet Freiheit, denken viele. Der französische Philosoph Alain de Benoist hat die Entwicklung des Begriffs untersucht und kommt zu einem anderen Schluss. Sein brandneues Werk Gegen den Liberalismus können Sie hier bestellen.

    «In einer Welt, (…) in der man tun kann, was man will, besteht die Gefahr, dass Prinzipien, Wahrheiten und Werte, die in Jahrhunderten mühsam erworben wurden, auf die Müllhalde eines übertriebenen Liberalismus gekippt werden», sagte Papst Johannes Paul II. Gustav Stresemann sah das anders: «Liberal ist, wer die Zeichen der Zeit erkennt und danach handelt.»

    In diesem Spannungsfeld bezieht auch das neue Buch Gegen den Liberalismus von Alain de Benoist, des einstigen Vordenkers der Nouvelle Droite, Position. Für ihn offenbart der Liberalismus die Logik der Moderne in zugespitzter Form: Die Rationalität der Aufklärung, an der jeder Vernunftbegabte teilhaben kann, wird durch den Egotrip ersetzt.

    Wie für den russischen Geopolitiker Alexander Dugin zählt der Liberalismus auch für den Franzosen zu den Großkatastrophen der jüngsten Vergangenheit. Für ihn umfasst er: «Kultur des Narzissmus, die wirtschaftliche Deregulierung, (…) der Zusammenbruch des Kollektiven, die Gender-Theorie, die Verherrlichung der Hybriden aller Art, das Aufkommen der ”zeitgenössischen Kunst”, die Realityshows, der Utilitarismus, die Logik des Markts (…), die Liebe zum Ramsch und zu wertlosem Zeug, die Herrschaft des Wegwerfbaren und des programmierten Kurzlebigen.» Kurzum, Liberalismus gilt de Benoist als «anthropologischer Irrtum».

    Als freiheitliche Alternative zur Unterdrückung oder Gleichmacherei lässt der Philosoph ihn nicht gelten. Stattdessen verweist er auf die Historie: Individuelle Lebensgestaltung war auch in vormodernen Zeiten durchaus möglich, sie darf also keineswegs als Errungenschaft des Liberalismus durchgehen. Im Gegenteil, dessen Tendenz zur radikalen Entwurzelung führe zur Entfremdung, zur Atomisierung des Einzelnen gegenüber der Welt.

    Alain de Benoist
    Alain de Benoist in seiner Wohnung in Paris. Foto: COMPACT

    Auf sein Konto gingen «Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, Unterordnung unter das Wertgesetz, Umwandlung des Subjekts zum Objekt, Massenvereinsamung, Widersinnigkeit des Arbeiten-Müssens, Zusammenbruch des Innenlebens, Nicht-Authentizität und Verstelltheit der menschlichen Existenz, Konditionierung durch Werbung, Tyrannei der Modetrends, Abschaffung der Intimsphäre, umfassende Verrechtlichung, Medienlügen und -propaganda, soziale Kontrolle, Herrschaft des politisch Korrekten», wie er in Gegen den Liberalismus schreibt.

    Wachstumswahn

    Für de Benoist führt der Liberalismus nicht bloß zur Zerstörung der menschlichen Psyche, sondern auch zur Zerstörung des Planeten, der ausschließlich als Objekt individueller Bereicherung gesehen wird. Ein Problem, das der Autor bereits vor 12 Jahren in seinem Buch Abschied vom Wachstum. Für eine Kultur des Maßhaltens  ausführlich dargelegt hat.

    In der Abhandlung über den österreichischen Ökonomen Friedrich August von Hayek zeigt Benoist die steigende Entfremdungsdynamik des Liberalismus. In seiner klassischen Form (wie bei Adam Smith) schrieb er dem Staat die Aufgabe zu, den Markt zu ergänzen, eine Funktionsgarantie zu übernehmen. Hier war der kommerzielle Raum noch klar umgrenzt.

    Im Neoliberalismus hingegen entwickelte sich der Markt zu einem «Erklärungsmodell, zu einer Auslegungshilfe, die sich auf sämtliche menschliche Aktivitäten anwenden lässt: Es gibt einen Heiratsmarkt, einen Markt des Verbrechens und so weiter. Das politische Feld selbst wird neu definiert als ein Markt.» So zwingt er jeden Einzelnen in die Gestalt des Homo oeconomicus. Freiheit sieht anders aus.

    In seinem Buch Gegen den Liberalismus seziert der französische Meisterdenker Alain de Benoist die Grundlagen der westlichen Ideologie. Mit spitzer Feder dringt der bekannteste Kopf der Nouvelle Droite zum Kern des Liberalismus vor: zum Kult des Individualismus, der Fortschritts- und Menschenrechtsideologie, der Wachstumsbesessenheit und der Vergötzung des Marktes. In der Globalisierung findet er seine Vollendung. Hier bestellen.

    24 Kommentare

    1. friedenseiche am

      das geld ist nicht das problem
      das zins- uns zinseszinssystem und die börse usw sind das problem
      oder vielmehr die dahinter stecken

      früher waenr es gold edelsteine schuldbriefe landbesitz usw

      man muss die südarier nur wieder in ihr land zurückschicken ihnen die atombomben wegnehmen und ihnen erklären was passiert wenn sie weiterhin biowaffen usw auf uns loslassen

      dann ist die welt das paradies !

      • Nicht das Geldsystem und die Zinsen sind das Problem, sondern der Staat.
        Wer nimmt dem rechtschaffenden Malocher ca. 70-80% des sauer verdienten Geldes ab??? Nur die Idioten sehen nicht, das es der Staat ist.
        Und was macht der Staat damit, er verballert es , weil die die es ausgeben noch nie etwas geleistet haben. Wozu brauchen wir soviel Idioten in der Politik, Polizei und Justiz. Weil sie selbst die Probleme geschaffen haben, welche sie jetzt mit riesigem Personalaufwand beheben wollen.
        Bestes Beispiel heute, der Corona Irrsinn. Ohne Politiker wäre das Alles schon Geschichte!

        • Willi Kuchling am

          asisi1, volle Zustimmung. Buchtipp: "Sicher ohne Staat", von Oliver Janich, und "Das Kapitalismus Komplott", von demselben.

        • O. Janich besitzt keine Phantasie und glaubt die Sicherheit mit Sicherheitsunternehmen zu ermöglichen. Er kann sich nicht vorstellen, daß sich die Sicherheitsunternehmen absprechen und die Regionen für die sie zuständig sind aufteilen. Danach legen sie den Preis selbst fest den man zahlen muß, um "geschützt" zu sein und nicht von den Sicherheitsmitarbeitern durch Gewalt zu noch hören Beträgen (Schutzgelder) gezwungen zu werden. Und das gleiche Spiel geht von vorne los.

        • Dein Denken ist extrem oberflächlich. Informiere dich erstmal tiefgründiger, bevor Du andere als Idioten bezeichnest!

          Der Staat (nicht nur unserer) ist längst pleite und nimmt deshalb den Bürgern immer mehr Geld weg, weil er nur künstlich am Leben gehalten wird mit immer neuen Krediten, die er den Banken MIT ZINSEN zurückzahlen muß!
          Der Staat nimmt immer neue Schulden auf, weil er damit die alten Schulden begleichen will, was aber niemals funktieren kann – es ist eine mathematische Unmöglichkeit!
          Je mehr Schulden gemacht werden, desto höher ist die Zinslast bzw. die Summe, die an die Banken zurückgazahlt werden muß. Das Geld dafür holt sich der kriminelle Staat vom hart arbeitenden Volk und gibt es vor allem an die noch kriminelleren Banken bzw. diejenigen, die im Hintergrund die Banken kontrollieren – Rothschild und Seinesgleichen!
          Aus dem selben Grund besteht auch ein ständiger Wachstumszwang der Wirtschaft, was aber völlig widernatürlich ist und nur Raubbau an der Natur bedeutet – also Umweltzerstörung und damit auch Heimatzerstörung!

        • DAS BETRÜGERISCHE ZINS-UND ZINSESZINSSYSTEM IST DAS GRUNDÜBEL der Welt seit so vielen Jahrhunderten!
          Die Völker/Staaten, denen ein privat kontrolliertes Banksystem (auch Noten- oder Zentralbanken) aufgeschwatzt wurde, sind niemals frei und unabhängig – sie befinden sich in Zinsknechtschaft, also in TOTALER Abhängigkeit der Internationalen Hochfinanz um Rothschild und Konsorten!

          Wer in diesem miesen Spiel nicht mitspielen und sein Volk nicht ausplündern und verkommen lassen will, der macht sich automatisch zum Feind der Finanzhyänen.
          Hier sind auch auch die wahren Gründe zu finden für die Ursachen z.B. beider Weltkriege, der Ermordung von John F. Kennedy oder auch Gaddafi in Libyen! Revolutionen, Putsche, Morde und Kriege wurden schon immer gern von diesen Gastalten im Hintergrund inszeniert, wenn sie ihre Macht bedroht sahen.

          EINE ABSOLUTE BUCHEMPFEHLUNG zu diesem Thema ist: "Die Geschichte der Zentralbanken und der Versklavung der Menschheit" von Stephen Mitford Goodson.
          Dieses Buch ist ein wertvoller Schlüssel, um zu verstehen, wie und warum die Welt nie zur Ruhe kommt, warum es so viele unnötige Kriege gibt und warum die hart arbeitenden Menschen in den reichen Wohlstandsländern trotzdem immer mehr verarmen! Politisch unkorrekt werden da die Hintermänner benannt.

        • Janich ist sicher ein sehr verdienstvoller Aufklärer. Aber beim Thema ‘Staat’ läßt ihn seine libertäre Fixierung voll daneben greifen. Ein Staat – ein tatsächlicher Staat – ist die Form einer kollektiven Erfahrung. D.h. erst muß ein – zu diesem Zeitpunkt sich seiner selbst als tatsächliche Kollektividentität noch nicht bewußtes – Kollektiv eine gemeinsame Erfahrung machen. Dann muß diese reflektiert werden. Dann muß aus der Reflexion der gemeinsamen Erfahrung eine gemeinsame Form gestaltet werden. Diese Form wird dann als ‘Verfassung’ fixiert … und gilt für alle, die Teilnehmer der entsprechenden gemeinsamen (Ur)Erfahrung sind. Ich denke nicht, daß sich Janichs Vorstellungen gegen dieses Grundmuster werden durchsetzen können – und wenn doch, dann letztlich wohl nur auf Zeit … bis die Teilnehmer durch die Lebenspraxis seines Modells erkennen: Es … funktioniert … nicht.

    2. Wachstum bedeutet vor allem 1: Bevölkerungswachstum! Das hat den Planeten faktisch durch Übervölkerung in den Ruin getrieben! Umweltschutz und den durch das Wachstum entstandenen Turbokapitalismus geht nicht! Die Gleichmacherei, wie es der Kommunismus vorgesehen hat, allerdings auch nicht! Man braucht in allem ein gesundes Mittelmaß mit Regeln, keine Extreme!
      Der Begriff "super" ist abgrundtief böse – das haben die meisten nur noch nicht eingesehen!
      Um die Natur zu retten muß man nicht CO2 verbieten, sondern den USAmerikanischen Lebensstil!
      Wirklich egalitäre Systeme gab es zuletzt vor 7000 Jahren. Danach haben immer wieder Einzelne – Individuen! – versucht/angestrebt andere zu beherrschen, zu bevormunden, auszubeuten … Das führte zu Gewalt, Kriege begannen.

    3. Nur der Liberalismus … hat uns die Möglichkeit geschenkt … uns selbst verwirklichen zu können! Beim Sangria-aus-Eimern-saufen – auf:in Malle …

      • Andor, der Zyniker am

        Sangria aus Eimern saufen, bis zum Koma, ginge ja noch, weil überschaubar.
        Aber es gibt noch ne Menge anderer Wege zur angeblichen Selbstverwirklichung
        auf der (Lust)Wanderung durchs irdische Jammertal.
        Die 68iger "Sexuelle Revolution" führte geradewegs zum Genderwahn in der
        sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft und ist der vorläufige Höhepunkt
        eines Liberalismus, der unweigerlich zur Selbstzerstörung Einzelner und der
        gesamten gegenwärtigen Zivilisation führt.
        Übrigens sind Erbringer und Erbringerinnen von körpernahen Dienstleistungen
        und die Empfänger und Empfängerinnen dieser körpernahen Dienstleistungen
        von der Maskenpflicht befreit, wenn sie geimpft, genesen und getestet sind
        und das Tragen der Maske die Ausführung der Dienstleistung behindern würde.
        Gilt aber nicht für Friseure und Friseusen.
        (So stehts sinngemäß in amtlichen Corona-Schutz-Verordnungen)
        Ist das nicht schön?

        • "Gilt aber nicht für Friseure und Friseusen."

          Dann müßten die Frisör:in/nen//X ihr Angebot eben … um die von Ihnen erwähnten Dienstleistungen … erweitern! Freie Marktwirtschaft des Schicksals … sozusagen …

    4. "Antropologistisch" eine wunderschöne, tiefgründige Wortschöpfung.

      Verbindet sie doch antropologisch mit logistisch. Und karikiert einen weiteren der vielen dogmatischen Ismen.

      Weiter so, Compact!

      Zur Sache: Ohne Regeln kann menschliches Zusammenleben nicht funktionieren. Es herrscht nur noch das "Recht" des Stärkeren. Die Menschheit hat die vergangenen wirklichen Krisen (damit meine ich ausdrücklich nicht so eine herbeiphantasierte, wie Corona) nur überleben können, weil sie immer wieder zusammen gefunden hat und solidarisch, sozial und überlegt gehandelt hat.

      Liberalismus ist falsch verstandener Darwinismus.

      Nicht der Einzelkämpfer überlebt, sondern die Gruppe, die mit vereinten Kräften umzugehen und hauszuhalten weiß.

      Menschen sind Rudeltiere, keine einsamen Wölfe und schon gar keine Herdentiere.

    5. "Codex iuris canonici. Der C. i. c. ist die umfassendste Kodifikation des katholischen Kirchenrechts, wenn auch einzelne Sachbereiche noch außerhalb seiner geregelt sind. Er trat 1918 in Kraft und löste bis dahin geltende Corpus iuris canonci ab. Er gliedert sich in fünf Bücher (2414 canones). ….. . Das V. Buch (Strafrecht) befasst sich mit den Delikten und den Strafen; die katholische Kirche beansprucht nach canon 2214 von Natur aus das Recht, die ihr Unterworfenen mit geistlichen und weltlichen Strafen zu belegen." (Dr. Carl Creifelds, Rechtswörterbuch)

      • Und wer sind die Unterworfenen? Alle Menschen bis zum Jahr 2013! Seit 2013 sind alle Regierungsmitglieder – und Beamten selbst verantwortlich für ihre Entscheidungen und Handlungen.
        Alfredo Ottaviani (etwa 1937): „Die römische Kirche betrachtet sich als überstaatlich und den Staat als unter ihr stehend. Verträge, die sie abschließt, sind demnach nicht Verträge zwischen Gleichstehenden Vertragsabschließenden, sondern solche Verträge sind, in der Auffassung Roms, ein Gnadenakt der Kirche, durch den sie gewisse Privilegien einem Staate gewährt, bei dem sie eine volle Unterwürfigkeit noch nicht durchsetzen kann.“

      • Willi Kuchling am

        Szymanska, "Wer regiert das Geld?"
        Der Staat, weil der das Machtmonopol innehat, und jeden beliebig berauben und bestehlen darf. Berauben durch Steuerzwang, und bestehlen durch die Inflation seines Falschgeldes, das er selbst zu Nullkosten aus dem Nichts schafft.
        Man kann auf misesde(PUNKT)org nach einem Interview mit Hans-Hermann Hoppe suchen, welches heißt: "Steuern sind Diebstahl"

        • Les einfach den Text vom Kardinal Alfredo Ottaviani eine Zeile weiter oben. Das Machtmonopol haben ein paar Privatleute, die ein Killernetzwerk bestehend aus Jesuiten und Freimaurern befehligen. Neben den "klugen" Bratwurstimpflingen" gibt es auch viele Esoteriker, die heute noch glauben, daß Harvey Oswalt J. F. Kennedy von hinten erschossen hat und die tödliche "magische" (esoterische) Kugel vorn im Schädel des Präsidenten einschlug.
          Vom Machtmonopol des Staates sollte man sich langsam verabschieden, oder glaubt einer Frau Baerbock strahle Macht aus.

    6. HERBERT WEISS am

      "Liberalismus bedeutet Freiheit, denken viele." – Bei einer Bildungsmaßnahme 1994 hatte mal ein Dozent, der sich als "echter, oller Wessi" vorstellte, die Sache klargestellt. Ohne Geld könne man sich seine Reisefreiheit in die Haare schmieren. Er erzählte von seiner Touren durch Indien, Thailand usw. – aber dazu brauchte er eben auch den erforderlichen Zahlmist.

      Ähnlich steht es um die sonstigen Freiheiten:

      "Wie kalt ist Berlin? Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg will die Obdachlosen unter der S-Bahn-Brücke an der Frankfurter Allee vertreiben. „Die dauerhafte Ablagerung von Gegenständen stellt eine unerlaubte Sondernutzung dar“, heißt es auf verteilten Handzetteln; zudem wird mit Vernichtung von Hab und Gut gedroht (via Robert Klages). Amtlich gefühlskalt."
      Tagesspiegel-Newsletter "Checkpoint" vom 14.12.21.

      Haste was, dann biste was. Kannst dir Anwälte und Politiker och und nöcher leisten, die deine Interessen durchboxen. Haste nix oder fast nix, biste ungefähr so viel wert, wie das bisschen Zeug, was du noch dein eigen nennst. Dann biste auch nur Müll.

    7. zu Papst Paul II von Martin Luther etwa 500 Jahre vor Pauls Pontifikat: <<Von des Papstes Priestern, Gesetzen und Opfern.>>
      "Zum dritten spricht Moses: Du sollst nicht stehlen, 2. Moses 20,15; damit alles unrechte Gut verboten ist. Dawider sagt der Papst in seinem Gebot: Du magst wohl unrechte Güter behalten, wenn du mir einen Theil giebst, ich will dir Brief und Siegel geben: wie er denn dem Kardinal von Mainz eine solche Bulle gegeben hat, die jetzt in Halle ausgerufen und verkündet ist. Hier siehst du, dass Gott selbst, des alle Dinge sind, Niemand nachlassen will, dass er fremdes Gut nehme oder behalte. Dennoch darf der Papst mit unverschämter Stirn Gott in seinen Angesicht widerbellen und sagen, er soll es behalten: behalte es, allein gieb mir und meinem Kardinal einen Theil davon…..
      Zum fünften spricht Moses: Du sollst nicht todtschlagen, 2. Moses 20,13. Dieses Gebot, derweil es von andern die Liebe des Nächsten fordert, hat der Papst mit seinen Gomorrhen für einen besondern Hohn und Spott. Denn obwohl darin aller Zorn verboten wird, so heißt doch der Papst kriegen und Blut vergießen, auch seine Bischöfe und Pfaffen, und rühmt sich, das weltliche Schwert sei in seiner Hand und Gewalt. ……"

      • "….Und wen er kriegen heißt, dem verheißt er den Himmel von Mund auf. Und kurzum, der Papst ist der —Mörderbischof—, welcher, so oft er will, heißt er getrost würgen und morden. Hier lässt er Barrabam nicht allein los, sondern er gebietet, das sie Barabas sein sollen, und denen die dies Gebot Gottes freventlich übertreten, verheißt er, als den gehorsamen Kindern, den Himmel. Aber die Feinde zu lieben, Unrecht zu leiden, den andern Backen darzureichen und den Mantel zum Rock geben, Matthäus 5, 40-44 ist bei diesen Brunnen der Gerechtigkeit die höchste Bosheit und in keinem Weg zu thun.
        Sein Decretal spricht: Die Rechte lassen zu, Gewalt mit Gewalt zu vertreiben. So macht er damit, dass die Menschen in eitel Neid und Haß leben und bleiben; welches in dem Gebot auf’s höchste von Gott verboten ist, und tilgt aus in der ganzen Welt das Kreuz Christi. Ich will geschweigen der großen Kriege, welche die Päpste mit Neapel, Venedig, Franzosen und den Deutschen geführt haben. Ja mit wem haben die unsinnigen Bestien nicht gekriegt?"

    8. Es verhilft Bill zur Macht, zusammen mit seinem kostenpflichtigen Trojaner hat er alles was er braucht. Wissen ist Macht und auf den Festplatten dieser Welt ist das Wissen zu finden, wenn man die Verwaltung für dieses Wissen verkauft, ist das Gate ahm die Pforte unbegrenzt offen. Es ist schon erstaunlich, das sein Name Programm ist.