Nach einem harmlosen Foto schlagen die Wellen hoch – während die eine Seite jubelt und einen Brandmauer-Einriss propagiert, toben linksgrüne Kreise, die eine Verkumpelung von CDU und AfD gesehen haben wollen. Tatsächlich könnte ein PR-Kalkül der Union dahinter stecken, weshalb Vorsicht geboten ist. 2026 wird das Wendejahr, aber nur, wenn weiter Abstand zu den verbrauchten Altparteien gehalten wird. Damit das gelingt, gibt es bei COMPACT die Silbermedaille Reichstag. Jetzt das gute Stück bestellen!
Während eines Wahlforums in Halberstadt entstand das Bild, welches am Wochenende für Gesprächsstoff sorgt: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und CDU-Fraktionschef Guido Heuer teilen sich in der Diskussionsrunde ein Mikrofon, wirken durch körperliche Nähe vertraut und kumpelhaft. Eine ganz normale Szene, wenn die politischen Verhältnisse nicht denkbar aufgeladen und zugespitzt wären. Weshalb die Empörungswelle schnell angelaufen ist, insbesondere die Mainstream-Presse wirft Heuer eine Annäherung an die AfD vor. Der reagiert postwendend und streitet die Vorwürfe ab, es sei viel mehr eine „politische Konfrontation“ gewesen.
"KEINE Kumpelei!" hieß es gestern überall bei der CDU, als ein Foto von @UlrichSiegmund und Guido Heuer im Internet die Runde machte. Hier ist das Video. Dort scherzt Herr Heuer sogar noch über das "Altparteien-Mikrofon" welches nicht funktionieren würde. Ich finde, es war eine… pic.twitter.com/W8AmrDBwTO
— Kolja Barghoorn (@MitAktien) June 14, 2026
Auf der anderen Seite versuchen verschiedene alternative Medien, ebenfalls eine Annäherung des CDU-Chefs in Richtung der Siegmund-AfD zu suggerieren, zumal der CDU-Mann während der Veranstaltung davon sprach, den Begriff „Brandmauer“ abzulehnen. Ulrich Siegmund hatte, wie ein Video zeigt, während dieser Ausführung jedoch alle Mühe, nicht lauthals loszulachen, denn gerade die CDU in Sachsen-Anhalt fährt eine scharfe Kampagne gegen die AfD und beschloss erst vor wenigen Wochen, zusammen mit den Stimmen der Linkspartei, eine Art Anti-AfD-Ermächtigungsgesetz, was der AfD nach einem möglichen Wahlsieg Steine in den Weg legen soll. Anzeichen für einen Brandmauereinriss oder gar Durchbruch gibt es daher keine, nicht im geringsten.
Umarmungs-Strategie durch die CDU?
Doch warum diese Deutungsweise? Möglicherweise versucht die CDU, durch einen suggeriert entspannten Umgang mit Ulrich Siegmund von dessen Beliebtheit zu profitieren und entlaufene Wähler wieder einzufangen. Zur Erinnerung: Bei der letzten Landtagswahl 2021 kam die CDU in Sachsen-Anhalt noch auf 37 %, während die AfD lediglich knapp über 20 % landete. Seither hat sich die AfD verdoppelt, während der CDU im – für sie – schlimmsten Fall sogar eine Halbierung drohen könnte. Aus der Verzweiflung heraus erscheint eine Umarmungs-Strategie (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht ausgeschlossen.
Der beste Umgang mit der vermeintlichen Foto-Affäre ist deshalb ein schneller Übergang zu den wichtigen Themen – soll der CDU-Mann Ulrich Siegmund umarmen oder nicht, für die Wahl darf das keine Rolle spielen. Was der AfD-Spitzenkandidat, dessen X-Beitrag in diesem Artikel als letztes Wort zitiert wird, im Übrigen ähnlich zu sehen scheint:
„Wir dürfen nicht vergessen, dass die Politiker, die heute von angeblichen Brandmauern nichts wissen wollen,
– noch vor zwei Monaten gemeinsam mit den Linken eine Parlamentsreform gegen die AfD auf den Weg gebracht haben, – seit Jahren einen AfD-Vizepräsidenten verhindern,
– mich als Ausschussvorsitzenden wegen des Potsdamer Kaffeekränzchens abgewählt haben,
-unser Land und unser aller Zukunft für die Macht und ihre Koalition verraten und gegen die Wand gefahren haben.Das alles ist Teil der Show, um unsere absolute Mehrheit zu verhindern.
Da spielen wir natürlich nicht mit. Wir können unser Land nicht mit denen retten, die es in diese Lage gebracht haben.
Deshalb: 45 % + X!
Deshalb: Vision 2026!“
2026 wird das Wendejahr, die Zeit der Altparteien ist vorbei. Passend dazu gibt es bei COMPACT die Silbermedaille Reichstag. Jetzt das gute Stück bestellen!





