Esoterik und okkultes Wissen: Anfang des 20. Jahrhunderts hatten Heilslehren Hochkonjunktur – spirituelle wie politische. Beides floss zusammen bei den Ariosophen, die als Geburtshelfer des esoterischen Nationalsozialismus gelten. COMPACT-Geschichte „Das okkulte Reich“ dringt in Verbotszonen ein, in die sich andere nicht vorwagen. Hier mehr erfahren.

    Esoterische Grüppchen schossen um die Jahrhundertwende wie Pilze aus dem Boden. Es war aber auch die große Zeit der Geheimbünde, die sich magischen Praktiken hingaben und Ziele verfolgten, die mit dem herkömmlichen Spiritismus wenig gemein hatten. Sie zeigten nach außen oft ein anderes Gesicht als in ihren abgedunkelten Kulträumen, zu denen nur ein kleiner Kreis von Eingeweihten Zutritt bekam.

    Im Wien der damaligen Zeit liefen einige der Fäden zusammen, die kaum zwei Jahrzehnte später zur Thule-Gesellschaft in München führen sollten. Auch ein gewisser Adolf Hitler wurde damals in den Bann des Mystischen gezogen. Nach den Berichten eines Freundes beschäftigte er sich damals mit allen möglichen esoterischen Gedankenschulen. Er las Bücher über Yoga, Astrologie, Hypnose, Telekinese und asiatische Geheimlehren.

    Der Ariosoph Guido von List. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-2007-0705-500 / Conrad H. Schiffer / CC-BY-SA 3.0

    Die Esoterik der Ariosophen

    In der Donaumetropole kam der spätere NS-Führer auch in Berührung mit den damals weit verbreiteten Ostara-Heften des vormaligen Zisterzienser-Mönches Lanz von Liebenfels, in deren Mittelpunkt der blonde, bläuäugige „arische Mensch“ als Gottes Meisterwerk stand, während die Dunkelrassen, für die Liebenfels den Begriff „Tschandalen“ erfand, der Dämonen Pfuschwerk waren.

    Neben Lanz agierte auf der Wiener Bühne damals auch dessen Freund Guido von List, der der 1874 in die Freimaurerloge Humanitas in Neudörfl an der Leitha aufgenommen worden war. Der Schriftsteller, Runen- und Germanenforscher rief 1908 eine nach ihm benannte Gesellschaft ins Leben, die einflussreiche Persönlichkeiten wie den Wiener Bürgermeister Karl Lueger zu ihren Mitgliedern zählte.

    In seinem Buch Das Geheimnis der Runen, erschienen im Gründungsjahr seiner Vereinigung, schrieb List den germanischen Schriftzeichen magische Kräfte zu, in Die Armanenschaft der Ario-Germanen, ebenfalls 1908 veröffentlicht, deutete er das Hakenkreuz als esoterisches Symbol der Reinheit des Blutes.

    1911 gründete der Verkünder eines neuen Wotanskultes als inneren Zirkel seiner Guido-von-List-Gesellschaft den Hohen Armanen-Orden, der jedoch nach wenigen Jahren zerfiel. Manche nannten den Mann mit dem Rauschebart gar den Aleister Crowley Wiens und beschuldigten ihn, Großmeister einer Art Blutloge zu sein, in der Riten praktiziert wurden, die sexualmagische Praktiken ebenso einschloss wie schwarze Magie.

    Geheime Rituale unterm Hakenkreuz

    COMPACT-Geschichte „Das okkulte Reich“ begibt sich auf Spurensuche nach diesen verborgenen Wurzeln der NS-Bewegung. Die prachtvoll illustrierte Sonderausgabe zeigt zudem, wie die Runen-Esoterik später in Himmlers SS kultiviert wurde. Lernen Sie Geheimbünde wie die Thule- und die Vril-Gesellschaft oder SS-Mystiker wie den Runenforscher Karl Maria Wiligut und den Gralssucher Otto Rahn kennen.

    Der von SS-Runenmystiker Wiligut entworfene SS-Ehrenring. Foto: Repro / Montage COMPACT

    Letztere holte Himmler in seinen persönlichen Stab. Der eine zelebrierte Rituale auf der Wewelsburg, der andere ließ sich durch Luzifers Licht blenden. Und Hanussen wollte als Hitlers Hellseher Geschichte machen…

    Welchem Zweck diente das SS-Ahnenerbe, das sogar eine Expedition nach Tibet finanzierte? Was hat es mit der Schwarzen Sonne auf sich, was mit Neuschwabenland, dem Atlantis-Mythos und den Reichsflugscheiben? Und warum galt Hitler auch nach dem Zweiten Weltkrieg esoterischen Nationalsozialisten wie Savitri Devi und Miguel Serrano als Inkarnation eines Hindu-Gottes? Auf diese und weitere Fragen finden Sie in COMPACT-Geschichte „Das okkulte Reich“ Antworten, die Ihnen andere vorenthalten wollen!

    Mit COMPACT-Geschichte Das okkulte Reich – Nazis und Esoterik blicken wir hinter die Kulissen und dringen in Verbotszonen ein, in die sich andere nicht vorwagen. Diese bislang wohl brisanteste Geschichtsausgabe von COMPACT (84 Seiten, 9,90 Euro) können Sie hier bestellen.

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    Das komplette Inhaltsverzeichnis von COMPACT-Geschichte Das okkulte Reich:

    Vor 1933: Die okkulten Wurzeln
    Seher, Magier, Logenbrüder: Die Zeit der Geheimlehren
    Runen, Raunen, Rituale: Ariosophen und Okkultisten
    Der Rasse-Mystiker: Lanz von Liebenfels: Sodom und Ostara
    Geburt einer Bewegung: Sebottendorfs Hitler-Legende
    Mythen unterm Hakenkreuz: Die Thule-Gesellschaft
    Der Vril-Mythos: Treibstoff der Arier
    Kosmos aus Eis: Hanns Hörbigers Welteislehre
    Hitlers Hellseher: Hanussens Verhängnis

    1933 bis 1945: Der Schwarze Orden
    Himmlers Religion: Im Zeichen der Schwarzen Sonne
    Himmlers Forscher: Das SS-Ahnenerbe
    Die Wewelsburg: Kultstätte der SS
    Himmlers Rasputin: Runen-Mystiker Karl Maria Wiligut
    Luzifers Troubadour: Otto Rahn auf den Spuren des Grals
    Totenkopf in Tibet: Ernst Schäfers SS-Expedition
    Mythos Neuschwabenland: Nazis im ewigen Eis

    Nach 1945: Der esoterische Untergrund
    Der letzte Avatar: Miguel Serranos NS-Esoterik
    Hitlers Hohepriesterin: Savitri Devi: «Sieg Heil!» als Mantra
    Der Ritt auf dem Tiger: Julius Evola und das Kali Yuga
    Atlantis in der Nordsee: Jürgen Spanuth und das versunkene Reich
    Der Mythos lebt: Nazis, UFOs und Aldebaran

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    4 Kommentare

    1. Die Psychiaterin Mathilde Ludendorff, Pionierin auf der Therapie von Kriegstraumata nach dem Ersten Weltkrieg, hat bereits Mitte der 1920er die Gefährlichkeit Hitlers erkannt. Ihren 1926 geheirateten Ehemann, den Generals Erich Ludendorff (Oberste Heeresleitung im im Ersten Weltkrieg, Beteiligter am Putschversuch 1923) hat sie erfolgreich aufgeklärt und ihn damit aus dem nationalsozialistischen Einflussbereich geholt. Mathilde Ludendorff war überzeugte Wissenschaftlerin und lehnte Esoterik als gefährlich für die Seelengesundheit ab. Stattdessen engagierte sie sich für den Erhalt und die Förderung der Identität der Völker der Erde.

    2. Da man über den "Nationlalsozialismus" ( mehr national als Sozialismus, die Lage war ungünstig ) nichts vernünftiges sagen darf, führt die Beschäftigung mit der Afterseite des NS auch nicht weiter. Der Hitlerstaat war ein Konglomerat , nur zusammengehalten durch die nationale Notlage und die alles überragende Gestalt des Führers, die eine geradezu byzantinische Überhöhung forderte und bekam.

    3. Wilhelmine von Schlachtendorff an

      Wenn sich die DDR und deren Organisationen genauer ansieht, dann fällt auf, dass die roten Sozialisten versucht haben, die erfolgreichen Organisationen der braunen Sozailisten einszueins fortzuführen und an deren Erfolg anzuknüpfen. Die DDR allerdings konnte nie auch nur ansatzweise die Kinder und Jugendlichen so begeistern und für sich gewinnen, wie dies den braunen Sozialisten etwa mit der "Hitlerjugend" gelungen war.

      Die kommunistische Führung der DDR blieb selbst auf diesem Gebiet komplett erfolglos.

    4. Eines kommt bei allen Berichterstattungen über die NAZIs nie auf den Punkt.
      1. Damals gab es noch nicht diesen GEZ Mummenschanz. Deshalb ja auch als "Zwangssystem" installiert! Jeder soll zahlen und auch gegen seinen Willen verblödet werden.
      2. Die obersten Führer der NAZIs haben alle einen IQ von 160-180 gehabt.
      Heute haben deutsche Politiker einen IQ in Höhe der Zimmertemperatur.
      3. Die NAZIs haben für das Wohl der deutschen Bevölkerung gesorgt-Damals hat keiner gehungert, selbst in Kriegszeiten nicht.
      Die gegenwärtigen Politiker haben nicht das deutsche Gemeinwohl am Herzen, sondern zu erst ihre Pension und dann das Wohl der restlichen Welt!