COMPACT-Reporter Dominik Reichert war als erster Journalist am WIRKLICHEN Tatort der tödlichen Schüsse. Seine Erkenntnis: Die bisherige Polizeiversion über den Tod von Abdul Ballout kann nicht stimmen! Hier wurde vermutlich ein Sündenbock liquidiert! – Unterstützen Sie die investigative Arbeit von COMPACT-TV mit einer Spende, zum Beispiel über Paypal @Compact2010.
Ein Einzeltäter soll den tödlichen Anschlag auf den CSD in Berlin durchgeführt haben. So hieß es bisher. Doch am Dienstag hat es im Innenausschuss des Bundestages gekracht. Die „Welt“ fasste gestern zusammen: „Ermittler halten die These vom Einzeltäter für unwahrscheinlich. Ein zweites Handy gilt als mögliche ‚Sollbruchstellle‘, die die Behörden nicht gesehen haben.“ Daraufhin machte sich COMPACT-Reporter Dominik Reichert auf den Weg zum Tatort, wo der vermeintliche CSD-Attentäter Abdul Ballout erschossen wurde – und fand etwas heraus, was die bisherige Polizeiversion, auch die nachgebesserte vom Dienstag, auf den Kopf stellt. Aber bevor wir genauer dazu kommen, zunächst eine Übersicht, was an der offiziellen Geschichte vom Einzeltäter Ballout ohnedies fragwürdig ist:
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COMPACT unterstützen- Das CSD-Attentat ist seit Erfindung der Mobiltelefone das erste und einzige, bei dem im Nachhinein keine einzige Videoaufnahmen von Betroffenen/Zeugen aufgetaucht sind – obwohl Dutzende, vielleicht Hunderte zur Tatzeit an der Todesschrecke waren.
- Das vermeintliche Bekennervideo von Ballout wurde ebenfalls nie gezeigt. Es zeigt nach Polizeiangaben ohnedies einen vermummten Mann – fraglich, ob das überhaupt Ballout ist. Außerdem, so die Polizei weiter, bekennt sich der Mann darin nicht zu dem CSD-Attentat, sondern gelobt nur allgemein dem IS die Treue.
- Im Killerwagen wurde nur eine einzige DNA festgestellt – die von Ballout. Das würde bedeuten, dass das Fahrzeug vor der Benutzung durch Ballout klinisch von allen anderen DNA-Spuren gereinigt wurde.
- Völlig unklar ist, woher der Killerwagen kam. Die Polizei behauptet bis heute steif und fest, es sei ein Mietwagen. Aber von welcher Verleihfirma? Die „Berliner Morgenpost“ fasste das Wirrwarr zusammen: „Der Van hat ein Berliner Kennzeichen und bis Mai 2029 TÜV. Auf dem Rahmen des Nummernschildes stehen ‚Dello-Gruppe.de‘ und ‚Dürkop‘. Zwar gibt es eine Dürkop-Autovermietung in Prenzlauer Berg, die zur Dello-Gruppe gehört. Diese vermietet nach eigenen Angaben keine Citroën-Vans. Das Anschlags-Auto soll laut einer Dello-Sprecherin im Frühjahr 2026 an einen Gewerbebetrieb verkauft worden sein. Laut Polizei soll das Tatfahrzeug ein Mietwagen gewesen sein.“ Die Aussagen der Verleihfirma und der Polizei stehen sich also diametral gegenüber.
- Ballout soll mit einer Machete auf CSD-Feiernde losgegangen sein. Diese Waffe wurde bisher nicht gefunden.
- Ein zweiter Mann wurde noch in der Tatnacht festgenommen, er soll ebenfalls auf CSD-Besucher losgegangen sein: ein Iraner mit Vorstrafenregister, ausreisepflichtig. Doch er wurde wieder freigelassen.

Die tödlichen Schüsse
Der angebliche Einzeltäter wurde schon am nächsten Tag in einer Schrebergartensiedlung in Berlin-Spandau lokalisiert. Ein Großaufgebot von SEK und Polizei umstellte die Laube. Um etwa 18 Uhr erfolgte der Zugriff, dabei wurde Ballout von SEK-Beamten in Notwehr erschossen, so die ursprüngliche Version. An dieser hatten wir in COMPACT-TV schon frühzeitig gezweifelt. Der Kleingartenvorsitzende Carsten Barthel hatte nämlich den Zugriff in Hörweite verfolgt und berichtete von zwei Schussfolgen: Die ersten vier oder fünf Schüsse um 18 Uhr, dann Pause, dann weitere vier oder fünf Schüsse um 18.15 Uhr. Der Abstand von 15 Minuten warf Fragen auf: Wenn die ersten Schüssen den Verdächtigen niederwarfen, warum dann erneute Schüsse? Wenn sie ihn nicht niederwarfen und er weiter eine Gefahr darstellte – warum nicht gleich weiterschießen? Der böse Verdacht: Der Mann wurde zunächst nur verletzt und dann, nach interner Beratung, liquidiert.
Nun hat die Polizei am Dienstag eine neue Version präsentiert, die diesen bösen Verdacht entkräften könnte.. Die „Welt“ hat sie so zusammengefasst: „Nach Informationen von WELT hat sich auch der Zugriff in der Kleingartenanlage anders zugetragen als bislang bekannt. Spezialkräfte der Polizei hatten die Scharniere der Türen der Gartenlaube in Spandau aufgesprengt. Ballout befand sich aber nicht in dem Gartenhaus, sondern in einem Gewächshaus daneben. Beim Zugriff soll er mit einem Messer in der Hand seitlich auf die Polizei zugestürmt sein. Die Polizisten schossen ihn sofort nieder.“
Als wir diese Meldung gestern lasen, hat sich COMPACT-Reporter Dominik Reichert sofort auf den Weg zum Tatort gemacht, in die Kleingartenanlage Burgwaldschanze in Berlin-Spandau. Die Medien hatten unisono darüber berichtet, dass das tödliche Drama sich in der Parzelle 46 zugetragen hatte. Doch das kann nicht sein: Dominik Reichert war dort – und es gab kein Gewächshaus. Ein Nachbar klärte ihn auf: Der Zugriff sei bei Nr. 45 erfolgt – und das habe er auch allen Medien erklärt, die aber lieber der Polizei geglaubt hätten.

Tatsächlich: Reichert fand in der Nr. 45 das Gewächshaus, von dem die Polizei am Dienstag in ihrer neuen Tatversion gesprochen hatte. Und er filmte alles (zu sehen in der Sendung von COMPACT-TV gestern Abend). Doch seltsam: Das Glashaus mag früher ein Gewächshaus gewesen sein – jetzt ist es ein Gerümpelhaus, total vollgestellt mit alten Möbeln, total beengt. Die Polizeiversion, dass der Gesuchte in diesem kleinen Geviert „seitlich auf die Polizei zugestürmt“sei, ist wenig glaubhaft – da drin war kein Platz zum Rennen. Und: Wenn in diesem Mini-Glashaus geschossen und gekämpft wurde, warum sind dann keine Beschädigungen zu sehen?
Der zweite Mann
Fazit: Weil COMPACT als erstes Medium am richtigen Tatort war, konnten wir die Falldarstellung der Polizei durch Foto- und Filmaufnahmen widerlegen. Die Gewächshaus-Geschichte ist unglaubwürdig. Viel plausibler ist, dass der Verdächtige nicht im Glashaus, sondern in der Datsche erschossen wurde. In einer Aufnahme vom Nachbargrundstück hört man nach den ersten vier Schlüssen die Worte „Hände auf den Rücken!“, vermutlich von einem Polizisten gerufen. Also hatten sie ihn schon. Warum aber dann die zweite Schussfolge 15 Minuten später?
Oder es gab zwei Personen auf der Parzelle. Kleingartenvorsitzende Carsten Barthel berichtete, er habe am Nachmittag des Tattages eine weitere Person dort gesehen, ein Mittvierziger. Warum taucht diese zweite Person in keinem Polizeibericht auf, sondern nur in der Aussage von Barthel bei „T-online“? Wurde neben Ballout auch diese Person unter Feuer genommen? Oder war diese zweite Person der „Führungsoffizier“ von Ballout, der ihn beim Anschlag auf den CSD begleitet und tags darauf für seine Liquidierung gesorgt hat?
Fragen über Fragen. Die Sache stinkt! Nichts ist aufgeklärt! COMPACT bleibt am Ball! Wir schicken unsere Reporter vor Ort. Unser größtes Reporterteam ist übrigens derzeit unter Leitung von TV-Chef Paul Klemm in Sachsen-Anhalt, wo wir JEDEN TAG über den wichtigsten Wahlkampf in der bundesdeutschen Geschichte berichtet (Ausstrahlung jeden Tag um 18 Uhr auf unserem YouTube-Kanal). Sie können sich vorstellen, was ein solcher einmonatiger Außeneinsatz kostet… Dazu kommen die COMPACT-Großplakate, 125 an der Zahl, die ab 21. August in ganz Sachsen-Anhalt hängen, Gesamtkosten 28.000 Euro.
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