Allein über 830 Körperverletzungen seit Januar: Auch 2026 reißt die Gewalt gegen Bahn-Beschäftigte nicht ab. Deutschland steuert auf einen neuen Negativrekord zu. Warum unser Land immer unsicherer wird zeigt unsere Ausgabe «Und tschüss!». Mit Fahrplan zur Kanzlerdämmerung von Friedrich Merz! Hier mehr erfahren.

    Im Februar erschütterte der Tod des 36-jährigen Zugbegleiters Serkan C. das Land. Er war während einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz von einem Migranten ohne Fahrschein zusammengeschlagen worden und im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Für Donnerstag wird in dem Prozess ein Urteil erwartet.

    Schaffner-Mord: Prügel-Migrant vor Gericht

    Doch der Tod des Schaffners hat offensichtlich nichts verändert. Neue Zahlen des Bundesinnenministeriums zeigen: In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden 1.630 Bahn-Beschäftigte Opfer von Straftaten. Täglich acht körperliche Angriffe auf das Personal – und rund 30 geschädigte Bundespolizisten.

    Täglich acht Angriffe

    Die Statistik aus Berlin ist ernüchternd. Von Januar bis Ende Mai registrierte die Polizei 662 Körperverletzungen gegen Bahn-Beschäftigte, 175 gefährliche Körperverletzungen und 661 Bedrohungen. Die Bundespolizei ist für die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen zuständig und teilt das gleiche Schicksal: In den ersten fünf Monaten wurden 3.734 Widerstandshandlungen, 1.427 tätliche Angriffe und 875 Bedrohungen gegen ihre Beamten im Bahnbereich registriert.

    Im Vergleich zu den ersten zehn Monaten 2025 zeigt sich eine deutlich steigende Tendenz: Damals waren es im Schnitt fünf körperliche Angriffe pro Tag auf Bahnpersonal, in diesem Jahr bereits acht. Laut einer AfD-Anfrage im Bundestag waren 2025 bei Gewaltdelikten im Nahverkehr mehr als jeder zweite bekannte Täter Ausländer, besonders häufig vertreten: Syrer, Afghanen und Türken.

    Nach dem Tod von Serkan C. hatte Bahnchefin Evelyn Palla einen Sicherheitsgipfel angekündigt und sich fassungslos gegeben:

    «Es muss aufhören, dass Menschen angegriffen werden, die für unsere Gesellschaft arbeiten — egal ob in Uniform oder in ziviler Kleidung.»

    Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) forderte härtere Strafen für Angriffe auf Mitarbeiter von Dienstleistungsunternehmen. Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Martin Burkert verlangte eine konkrete Maßnahme: Zugbegleiter sollen in den Regionalbahnen nur noch zu zweit unterwegs sein. Er führte aus:

    «Wir dulden keinen weiteren Aufschub.»

    Der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Jochen Kopelke, sieht eine «gravierende Personallücke im Bahnbereich der Bundespolizei» und fordert ein «Sofortprogramm» mit 14 zusätzlichen Hundertschaften.

    Bodycams reichen nicht

    Bereits im Februar hatte  Palla zum Sicherheitsgipfel geladen. Das Ergebnis: Bodycams für alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt, 200 zusätzliche Kräfte der DB Sicherheit, mehr Deeskalationstrainings, ein ausgebauter Hilferufknopf. Palla sprach von einer «Null-Toleranz-Strategie gegenüber jeder Form von Gewalt».

    Doch schon direkt nach dem Gipfel waren Gewerkschaftsvertreter unzufrieden: Die wichtigste Forderung, eine verpflichtende Doppelbesetzung im Nahverkehr, blieb unerfüllt. Stattdessen verwiesen Bahn und Politik auf «Pilotprojekte» und künftige Gespräche bei der Verkehrsministerkonferenz. Die aktuellen Zahlen zeigen: Bodycams und Deeskalationstrainings reichen nicht. Fünf Monate nach dem Gipfel steigt die Gewalt weiter.

    Deutschland braucht wieder sichere Züge!  Unsere  Ausgabe «Und tschüss!» zeigt, wo die Probleme liegen und sagt deshalb den Sturz von Kanzler Merz voraus. Hier bestellen.

     

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