Austausch nach Plan

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Den Deutschen gehen die Kinder aus: Dafür schwappen Wellen von jungen und kräftigen Männern aus dem arabischen Raum und Afrika ins Land und füllen die Lücke. Viele fragen sich: Steckt dahinter ein Plan?

Es folgen Auszüge aus einem Artikel, den Sie vollständig in COMPACT 9/2017 „Die Kalte Kanzlerin – Der Staat bin ich, das Volk ist nichts“ lesen können. COMPACT 9/2017 gibt es jetzt im COMPACT-Shop und am guten Kiosk. Wo genau, erfahren Sie hier. Abonnenten erhalten das Magazin zuerst! Jetzt hier das COMPACT-Abo sichern.

_ von Daniell Pföhringer

Um es gleich vorwegzunehmen: Der sogenannte «Hooton-Plan», von dem in halbseidenen Internetforen oft als Blaupause zur Auslöschung des deutschen Volkes geraunt wird, ist nicht für die aktuellen Vorgänge verantwortlich. Dieses Papier war – im Gegensatz zum Morgenthau-Plan zur Deindustrialisierung der Besatzungszonen, dessen wesentliche Elemente tatsächlich bis Juli 1947 Grundlage der alliierten Direktive JCS 1067 waren – nur die akademisch verbrämte Fieberfantasie eines Fanatikers:

Im Jahr 1943 – etwa zwei Jahre nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg – platzierte der amerikanische Anthropologe Earnest Albert Hooton, der nicht nur ein leidenschaftlicher Deutschenhasser war, sondern auch ein Rassist und Eugeniker (wortwörtlich plädierte er für das «Eliminieren der Unbrauchbaren, Wertlosen, Degenerierten und Antisozialen jeder Rasse und jedes ethnischen Stammes»), einen Artikel mit dem Titel «Breed war strain out of Germans» («Die Kriegsveranlagung aus den Deutschen züchten») im New York Daily.

Darin warb er dafür, die «aggressive Ideologie» des «deutschen Nationalismus» durch die Ansiedlung ausländischer Bevölkerungsgruppen auszumerzen. Den Deutschen unterstellte Hooton «biologisch begründete und angeborene räuberische Neigungen», die nur durch «Kreuzung» mit Menschen fremder Herkunft gebändigt werden könnten.

Stichwort «Austauschmigration»

Wenig spricht dafür, dass Hootons wahnwitzigen Ideen den New York Daily, der nur wenige Jahre später eingestellt wurde, überlebt hätten – vielmehr weisen die aktuellen Vorkommnisse in Deutschland frappierende Ähnlichkeiten mit einem anderen Konzept auf, das weitaus ernster zu nehmen ist als das wirre Geschreibsel des fanatischen Eugenikers.

Der «Große Austausch», wie der französische Schriftsteller Renaud Camus die heute nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Westeuropa zu beobachtende Ethnomorphose nennt, folgt nicht biologistischen Motiven wie bei Hooton; es geht nicht darum, angeblich angeborene schlechte Eigenschaften «wegzuzüchten». Stattdessen wird demografisch und ökonomisch argumentiert.

Grundlage ist weniger ein Plan im eigentlichen Sinne, sondern sind Empfehlungen von höchster Stelle – genauer: ein Bericht der Abteilung Bevölkerungsfragen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000, der empfiehlt, dass in Europa, wie es explizit heißt, «jeglichen vernünftigen Erwartungen widersprechende Einwanderungszahlen erreicht werden» müssten, um den derzeitigen Anteil von Menschen im erwerbsfähigen Alter konstant halten zu können.

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In der englischsprachigen Ausgabe ist von «Replacement Migration» – also «Austauschmigration» – die Rede, in der deutschen Übersetzung heißt es hingegen verharmlosend «Bestandserhaltungsmigration».

Die Fachabteilung der UNO unter der Leitung von Joseph Chamie, damals wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Migrationsstudien in New York, stellte bei der Untersuchung der «Fruchtbarkeits-, Sterblichkeits- und Migrationstrends für alle Länder der Welt» zwei «kritische Trends» fest, nämlich «den Rückgang und die Alterung der Bevölkerung» in einigen Staaten. Unter die Lupe genommen wurde dabei vor allem Europa, unter anderem auch die Bundesrepublik. Als «Lösung für schrumpfende und alternde Bevölkerungen» kam man schließlich auf die Strategie der Austauschmigration. Eines der im Jahr 2000 skizzieren Szenarien besagt, dass Deutschland jährlich eine Nettozuwanderung von 324.000 Menschen benötige, um seinen derzeitigen Bevölkerungsstand bis 2050 aufrechterhalten zu können. «Im Ergebnis wären 2050 bei einer Bevölkerung von 82 Millionen 23 Millionen (28 Prozent) Post-1995-Migranten oder deren Nachkommen», heißt es dazu in dem UN-Bericht.

Um jedoch auch das Problem der Alterung zu «lösen», haben die UN-Bevölkerungswissenschaftler ein weiteres Szenario entworfen, das die Bevölkerung im (erwerbsfähigen) Alter zwischen 15 und 64 Jahren bis 2050 konstant halten soll. Dazu (…)

(Ende der Leseprobe)
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