Selbst in der sächsischen Landeshauptstadt knickt man vor den Woken ein: Auf dem traditionellen Striezelmarkt wurde die Bezeichnung „Lumumba“ für Kakao mit Rum von den Ständen verbannt. Sie wollen sich Weihnachten nicht vermiesen lassen – sondern unsere alten Traditionen, Bräuche, Lieder und Geschichten wiederentdecken? Dann liegen Sie mit dem „Neuen Hausbuch Deutsche Weihnacht“ genau richtig. Hier mehr erfahren

    Alle Jahre wieder… gibt es Diskussionen über Lumumba. Nicht über den ersten Ministerpräsidenten des unabhängigen Kongo – eine Symbolfigur des antikolonialen Widerstandes – , der ermordet wurde (mehr dazu hier), sondern über das nach ihm benannte das Heißgetränk aus heißer Schokolade und Rum. Nach Ansicht der woken soll das rassistisch sein…

    Alle Jahre wieder: Weihnachtsmarkt cancelt Lumumba

    Nachdem zuletzt der Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main den Begriff „Lumumba“ von den Tafeln an den Getränkeständen verbannt hatte, zieht nun ausgerechnet der beliebte Striezelmarkt in Dresden nach. Wie das Amt für Wirtschaftsförderung der Elbmetropole nun mitteilte, nehme die sächsische Landeshauptstadt die Hinweise und die öffentliche Diskussion um die Namensgebung „Lumumba“ sehr ernst. Auf dem traditionellen Striezelmarkt in der Innenstadt wurde das Heißgetränk zuletzt an zwei Ständen verkauft.

    Damit ist nun aber Schluss, denn, man die Marktleitung habe, so das Amt, „das Gespräch mit zwei betroffenen Händlern gesucht“. Und weiter: „In diesen offenen Gesprächen wurde gemeinsam eine Lösung gefunden: Die entsprechenden Getränkebezeichnungen wurden umgehend aus dem Angebot genommen beziehungsweise ersetzt.“ Selten hat man so eine nette Beschreibung dafür gelesen, dass jemand unter Druck gesetzt wurde…

    Doch das Amt für Wirtschaftsförderung versichert: Die Händler hätten großes Verständnis gezeigt und die Änderungen zügig umgesetzt. Das zeige, so die Vertreter der Stadt weiter, dass ein respektvolles Miteinander allen Beteiligten ein wichtiges Anliegen sei. Propagandasprech vom Feinsten!

    Die Belehrung von oben hat damit allerdings kein Ende: „Darüber hinaus habe die Marktleitung alle 216 Händlerinnen und Händler sensibilisiert, bei der Benennung ihrer Waren auf Begriffe zu verzichten, die als verletzend oder rassistisch wahrgenommen werden könnten“, schreibt das Portal Tag24. Immerhin scheint der Begriff „Weihnachten“ auf dem Striezelmarkt noch erlaubt zu sein. Dabei könnte doch auch der von bestimmten Bevölkerungsgruppen, die mit dem Fest der Geburt Christi nicht viel am Hut haben, als anstößig empfunden werden.

    Das Amt für Wirtschaftsförderung macht jedenfalls klar, was Sache ist: „Die kommunalen Märkte der Landeshauptstadt Dresden sollen Orte sein, an denen sich alle Menschen willkommen fühlen. Bezeichnungen, die diesem Anspruch widersprechen oder missverständlich sein können, passen nicht zu diesem Selbstverständnis.“ Und so eine Farce ausgerechnet in Dresden…

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