Atomfusions-Reaktor: Rettung des Klimas oder Milliardengrab?

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Kommentar von Hilfe zum Samstag, dem 15.08.2020

Der Zusammenbau des Atomfusions-Reaktor ITER ( Internationaler Thermonuklearer Experimenteller Reaktor) tritt in eine entscheidende Bauphase, denn in das bereits stehende Reaktorgebäude wird nun die Innenausstattung gebracht: Zwei große Feldspulen, wobei der Termin symbolisch zu verstehen ist, denn es wird seit 35 Jahren geplant. Ohnehin war das Projekt wegen der Kostenexplosion stark in die Kritik geraten: Ursprünglich waren fünf Milliarden Euro veranschlagt, jetzt aber weiß niemand, ob 20 Milliarden Euro reichen werden.

Präsident Macron indes feierte den Termin 25.07.2020 bei einer Online-Veranstaltung mit den zusätzlich zu den EU-Staaten dran beteiligten Ländern wie China, Indien, Japan, Südkorea, Russland und USA. Die EU zahlt mit 45,6 Prozent den größten Anteil der Kosten. Die anderen Partner beteiligen sich mit jeweils 9,1 Prozent. Die Atomfusion soll langfristig die Energieprobleme auf der Erde lösen, da bei der Kernfusion großen Mengen an Energie frei werden und kein CO2 oder radioaktiver Abfall entsteht.

Die Sache hat nur mehrere Haken, da der Prozess der Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium, wie er auf der Sonne stattfindet, auf der Erde nicht einfach imitiert werden kann. Die Sonne hat 330.000 Mal die Masse der Erde und erzeugt das Helium in ihrem atomaren Brennofen in ihrem Inneren, holt sich den Nachschub aus ihrem inneren Wasserstoff-Vorrat durch Konvektionsströme, die auch die anfallende Energie in die äußeren Bereiche der Sonne bringen.

«Wir bewegen uns in Richtung Ökodiktatur», warnte der Ökonom Carl Christian von Weizsäcker bereits 2011. COMPACT-Spezial 22: „Klimawahn: Öko-Diktatur und die heimliche Agenda der Grünen“ klärt auf. Infos und Bestelloption hier.

Wegen der hohen Temperaturen von 16 Millionen Grad Celsius im Inneren der Sonne (Oberflächenbereich etwa 6000 Grad Celsius) liegen die Atomkerne von Wasserstoff als sogenanntes „Plasma“ vor, das die Kernfusion und Umwandlung zu Helium überhaupt erst möglich macht. Der Brennstoffvorrat der Sonne an Wasserstoff reicht noch für etwa fünf Milliarden Jahre; die Hälfte ihrer aktiven Lebenszeit hat die Sonne bereits hinter sich. Dann wird sie sich zum Roten Riesen aufblähen und die inneren Planeten wie Merkur, Venus, Erde und Mars als erste verschlingen, bevor mit dem Zusammenbruch der Sonne das Ende unseres Sonnensystems eingeleitet ist. Durch die großen Masse der Sonne entsteht eine enorme Gravitation, die das Plasma der Sonne zusammenhält.

Das fehlt auf der Erde und kann nicht kopiert werden. Man muss andere Lösungen finden, um das Plasma, das bereits durch hohe Temperaturen erzeugt werden kann, zusammenzuhalten. Russische Wissenschaftler sind vor Jahrzehnten auf die Idee gekommen, durch einen Torus-Ring (sieht aus wie ein Donut) von erzeugten Magnetfeldern das Plasma im Inneren des Torus zu halten. Danach wurde diese Art des Reaktortyps als Tokamak-Reaktor bezeichnet. Die Idee ist gut, aber die begleitenden Probleme keineswegs gelöst, denn das Plasma schwappt gegen die Wände des Torus und kann auch verloren gehen.

Die heißen Gase prallen gegen Wände, die Millionen Grad Celsius heiß sind, abgeleitet werden und dann über Wasserdampf die angeschlossenen Turbinen zur Stromerzeugung antreiben. Der Nachschub im Torus ist auch ungeklärt. Die Dauer eines Impulses kann zwar durch Einbringung von Neutronen, die sofort ionisiert werden, auf maximal 15 Minuten verlängert werden. Dann aber bricht der Vorgang ab und muss neu gezündet werden, was für ein Kraftwerk, das rund um die Uhr Strom liefern soll, nicht geeignet ist.

Der Atomreaktor ITER, der nördlich von Marseille in Südfrankreich seinen Standort hat, soll nach der Zusammenbauphase dann ab 2025 den Betrieb aufnehmen und beweisen, dass das angedachte Prinzip überhaupt funktioniert. ITER ist also ein reiner Versuchs-Reaktor, der keinen Strom für Haushalte oder die Industrie liefern wird. Der bekannte deutsche Professor Harald Lesch rechnet mit weiteren 20 bis 30 Jahren, bis alle technischen Probleme gelöst sind, so dass der Reaktor ans Netz kann.

Der Atomfusionsreaktor wäre durchaus langfristig die Lösung der Energieprobleme. Wegen der Dringlichkeit des Klimawandels aber – immerhin haben wir ja 2020 wieder einen Dürresommer – ist er nicht geeignet, kurzfristig die Energieprobleme Deutschlands und Europas zu lösen. Wir müssen das Steuer in
den nächsten zehn Jahren herumreißen, Ansatzpunkte gäbe es genug: Umbau der stillgelegten, aber besten und sichersten Atomreaktoren. Sie werden nicht mit Wasser gekühlt, sondern mit einem Flüssigsalzgemisch, das Fluoride enthält. Wird der eigentliche Brennraum moderiert, das heißt, die Thorium Reaktion ist in ein Flüssigsalzgemisch eingeschlossen.

Luftbild des ITER-Geländes zur Bauphase (2018). Foto: Oak Ridge National Laboratory / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Dies verhindert eine Explosion wie bei Tschernobyl, da sich das Gemisch bei Steigen der Temperatur im Brennraum ausdehnt. Dadurch sinkt die Dichte des Thoriums, und die Reaktion wird von allein herunter gefahren, reguliert sich also selbst. Thorium ist zwei bis drei Mal häufiger in der Erdkruste vorhanden als Uran, so dass an Nachschub kein Mangel ist. Es wird für die Umsetzung im Reaktor in kleine Graphitkugeln eingeschlossen und in den Reaktionsraum gebracht, es erst durch eine starke Neutronenquelle wie Uran 238 aktiviert werden muss, das nur schwach radioaktiv ist.

Nach der Zündung der Reaktion zerfällt Thorium zu Uran 233, das stark strahlt und auch zu einer Atombombe weiterverarbeitet werden könnte wie bei herkömmlichen Uran-Reaktoren. Außerdem entsteht Tritium, ein radioaktiver Wasserstoff, der mit dem Dampf entweicht, was allerdings bei den bekannten Uran-Reaktoren ebenfalls der Fall ist. Es müsste auf jeden Fall an einer Tritium Abscheidung gearbeitet werden, indem der Wasserdampf kondensiert und das Wasser gefiltert wird.

Der radioaktive Abfall ist stark strahlend, hat aber mit circa 300 Jahren eine deutlich kürzere Halbwertzeit als der Abfall herkömmlicher Uran-Reaktoren mit mehr als 20.000 Jahren. Die Lagerfrist für Thorium-Abfälle ist also nach menschlichen Maßstäben noch überschaubar. Grüne Energie ist die Energie aus Thorium  Reaktoren nicht, aber deutlich besser als die Energiegewinnung von herkömmlichen Reaktoren mit Uran als Brennstoff. Als Zwischenlösung aber denkbar, bis der Atomfusions-Reaktor einsatzfähig ist.

Wir hatten auch in Deutschland einen Versuchsreaktor in Hamm-Uentrop, der aber 1989 aus politischen und ökonomischen Gründen stillgelegt wurde – auch wegen der Katastrophe von Tschernobyl 1986.
Eine solche Katastrophe ist gerade bei einem Thorium Flüssigsalz-Reaktor nicht denkbar, da das
System sich selbst reguliert und dann auch herunterfährt. Als Gründe wurden Korrosionsprobleme bei der Ableitung der Kühlflüssigkeit angegeben, was sicher in den Griff zu bekommen wäre.

Jedenfalls will China auf diese Technik der Energiegewinnung setzen und Thorium Reaktoren in der Wüste Gobi bauen. Es ist aber trotzdem unumgänglich, dass viele andere Maßnahmen zur Klimarettung sofort ergriffen werden:

— Regionale Energieerzeugung über Windkrafträder, wo es möglich ist, besonders aber Ausbau der Offshore Windkraftanlagen

— Kohlekraftwerke mit Abscheidern für CO2 ausstatten

— Weiterbau der North Stream 2 Gaspipeline und Nutzung des russischen Erdgases, das besonders umweltfreundlich bereits ohne CO2 geliefert werden kann, da bei der Pyrolyse CO2 als reiner Kohlenstoff abgeschieden wird und dann gelagert oder weiterverarbeitet werden kann. Die Elektrolyse von Wasser zur Wasserstoffgewinnung ist nicht grün, sondern rot und gehört verboten, da die originalen Wasservorräte zersetzt werden und sich nicht mehr im alten Umfang nachbilden.

— In den Ländern mit viel Sonne Schaffung von Energiegewinnung durch Solarenergie, vor allem
für den Eigenbedarf

— in Ländern mit großen Ölvorräten weiterhin Nutzung der Ölvorräte, aber Verbrennung stets mit
CO2 -Abscheidung als festen Stoff und anschließender Einlagerung

— Autos mit Hybrid-Motor und später mit CO2-Abscheider, Mix aus Hybrid-Autos und Elektro-Autos.

— Hohe Besteuerung der Langstreckenflüge über mehr als 1000 km, progressiv ansteigend mit der
Entfernung. Es muss unmöglich werden, dass deutsche Nordseekrabben zum Pulen nach Asien
geflogen werden.

— Hohe Besteuerung des Kerosins, das die Luft erheblich verpestet. Bürgerinitiativen zur Reinhaltung der Luft unterstellen den Flugzeugen aufgrund von Beobachtungen, dass sich Abgasfahnen ungewöhnlich lange am Himmel halten, dass diese Partikel enthalten, die in größeren Höhen einen Schirm bilden, der die natürliche Abstrahlung der Tageswärme in der Nacht in den Weltraum verhindert, so dass es unerträglich heiß wird, so wie jetzt im August 2020 und es auch nicht mehr regnet, da die natürliche Wolkenbildung verhindert wird. Dafür spricht die Tatsache, dass es in den Monaten, in denen wegen Corona nur wenig geflogen werden konnte, es nachts abgekühlt und auch meistens etwas geregnet hatte.

Für die Rettung der Lufthansa wurden nun über neun Milliarden ausgegeben, auch zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen. Was ist die Folge? Jetzt werden die Leute trotzdem entlassen, eine
umweltfreundliche Umrüstung der Kranichflotte ist gar nicht angedacht, und die Lufthansa will nun
Condor auf Langstreckenflügen Konkurrenz machen, ebenfalls Urlauber in weit entfernte Ziele
bringen. Versteuert wurde bisher in Malta, eine solche staatlich geförderte Steuerflucht gibt es nur in
Deutschland, in keinem anderen Staat der Welt.

Da wäre es doch besser gewesen, diese Milliarden in die Umrüstung auf Thorium-Reaktoren und in die Maßnahmen zur Abscheidung von CO2 und Lagerung für alle Kraftwerke zu geben, statt diese stilllegen zu wollen. Die Rettungs-Milliarden, die in die Lufthanse gepumpt worden sind, wären auch im Aufbau eines
eigenen Atomfusionsreaktors besser aufgehoben gewesen. So hat das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald ein neues Konzept des „Stellarator“ entwickelt, das einen Dauerbetrieb des Thorium-Reaktors ermöglichen würde, wobei die Magnetspulen anders angeordnet sind als beim ITER-Projekt.

Es wäre angebracht, deutsche Ingenieurskunst und deutsche Wissenschaftler zu fördern, ihre Leistungen patentieren zu lassen und dann auf dem Weltmarkt teuer zu verkaufen und auch selber zu nutzen, anstatt Geld ohne Auflagen im Gießkannenprinzip zu verteilen. Solcherart reiben sich nur die Großaktionäre die Hände, weil sich ein Konzern auf Staatskosten saniert, sie aber noch mehr Aktien kaufen, um hernach die Richtlinien der Politik bestimmen können – zu ihren Gunsten, also auf Gewinnmaximierung ausgerichtet.

Die Umrüstung auf Thorium-Reaktoren würde die arbeitslosen deutschen Atomkraft-Ingenieure weiter beschäftigen; immerhin fällt kein CO2 an, und die Einrichtung von CO2-Abscheidern bei jedem Kohlekraftwerk und auch auch in jeder Stadt würde die Übergangsphase erleichtern. Hybrid-Autos würden Massenentlassungen verhindern, bis neue Lösungen gefunden sind.

Jedenfalls ist das alles besser, als die eigenen Anlagen stillzulegen und Atomstrom aus dem Ausland, besonders aus Frankreich, zu kaufen. Findige speisen diesen Strom in ihre Windkraftanlagen, die sich nicht drehen wollen, ein und mahlen ihn zu grünem Strom, der dann gegen eine erhöhte Gebühr wieder ins deutsche Netz eingespeist wird.

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23 Kommentare

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    Rumpelstielz am

    Da sind sie die Profiteure des Klimawahns, der Kampf gegen ein Problem, dass nicht da ist.
    Wer da investiert wird verlieren – nicht weiter schlimm – schlimm ist dass Parteigecken als deren faktische Mündel wir sind, unser Eigentum verpulvern.

    @Livia am 2. Juli 2020 12:06

    Das größte Umweltproblem ist die Übervölkerung des Planeten durch zu viele Menschen! Die maßlose Steigerung allein im 20.Jh. trotz 2 Weltkriegen ist unverzeihlich: Von etwa 1,3 Mrd. auf 7Mrd.!
    Trotzdem wird jede Geburt noch gefeiert und begrüßt, in den meisten Ländern finanziell gefördert!
    Und man arbeitet nach wie vor daran, daß die Menschen immer älter werden müssen. Aktuell hat man alles Andere, auch den Umweltschutz hintenan gestellt, um möglichst viele Coronatote zu verhindern. Dabei hat Mutter Natur immer Seuchen geschickt, wenn eine Lebensform zu zahlreich wurde.
    Dieses natürliche Regulativ hat man der Natur genommen.

    Ist es nicht schrecklich, dass die wenigen Klugen voller Zweifel, aber die große Nasse der Narren Ihrer Sache sicher sind.

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    Die Energiegewinnung eines ausgewachsenen Sterns auf einen kleinen Planeten zu bringen – da bergen sich mit Sicherheit Gefahren drin, von denen wir noch garnichts ahnen! Die andere Möglichkeit ist die , das das ganz einfach nicht funktioniert, weil Mutter Natur gegen so einen Blödsinn eine Sicherung eingebaut hat! Elektrizität ist nun mal die uneffizienteste Energieform, besonders wenn sie per Draht übertragen werden muß! Aber eine "Welt m Draht" läßt sich am Besten überwachen und kontrollieren, alle davon Abhängigen am Einfachsten erpressen und gefügig machen! (… dann schalten wir Ihnen den Strom ab!) Bei Primärenergieen, die direkt verbraucht werden, geht das nicht so einfach. Vor allem fallen da keine Ubertragungs- und Umwandlungsverluste an!
    Es gibt Forscher, die im ursprünglichen Sinn der Pyramiden Geräte ähnlich der Tesla Türme vermuten und daß Elektrizität vor Jahrtausenden bereits bekannt war. Auch die Bagdad-Batterieen und die Nutzung von Blitzenergie bei Tempelanlagen in Griechenland zur Generierung von Attraktionen (Wundern), die diesen (zahlende) Anhänger verschafften, spricht dafür. Aber auch die Vermutung, daß die Verwendung von Elekzitrität zur Austrocknung und Ausweitung der Sahara führte und warum wohl das ganze urplötzlich sein gelassen wurde und dann sehr lange nicht mehr angefaßt!

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      2. Das war alles recht lokal und war im großen Stil nicht nötig, da die direkte Anwendung der Primärenergie bei geringer Bevölkerung einfacher zu handhaben ist und durchaus umweltverträglich! Den Schaden verursacht immer nur die (Über!-) Dosis!!!

      Über Jahrtausende hinweg dürfte die Erdbevölkerung stabil bei unter 1Mrd. gelegen haben – da waren solche "Kunstgriffe" Richtung stellarer Energieerzeugung schlicht nicht nötig!
      Es wäre sinnvoller, das Weltproblem Nr.1 anzufassen und weltweite Geburtenkontrolle einzuführen, sowie nichts mehr, um Lebensspannen sinnlos zu verlängern.

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    Rebecca-Vanessa Wille am

    20.000.000.000 Euro.
    Für das Geld hätte man lieber beginnen sollen, den Wüstenbewohnern eine Arbeit durch kontinuirliches Aufforsten der Wüsten zu beschaffen.
    Und wenn diese ganzen, bekloppten Öko-Steueern statt in die Taschen der Regierenden Drecksäcke ebenfalls in die Aufforstung gesteckt würden, haätten wir in 10 Jahren keine eingebildeten Klimaprobleme mehr.

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      Der Wald mußte weichen, weil sich die Menschen derart vermehrt haben, in den letzten 150 Jahren sogar exponentiell! Für den Wald ist ganz einfach kein Platz mehr! Und für die Wüste Sahara hatte man schon vor 100 Jahren den gassenden Plan: Eine Felsbarriere zum Atlantik sprengen und den Ozean in die unter dem Meeresspiegel liegenden Flächen hereinlassen!
      Da das Gebiet in der nördlichen Wendekreisregion liegt, wird dadurch das gesamte Klima feuchter und damit naß genug, daß hier überall Bäume wachsen können.
      Ein Blick in die Erdgeschichte zeigt, daß bei Sahara unter Wasser eine Mangrovenlandschaft war und die fruchtbare Zone der nordafrikanischen Mittelmeeranrainer tief ins Land ging. Das da der Wille zur Einheit fehlt ist noch Spätfolge der Auflösung des osmanischen Reiches nach dem WK1!

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    HERBERT WEISS am

    Im Vergleich zum Kohlenstoff erhöht sich die Masse durch die Verbrennung zu CO2 um das 3,4-fache. Oder um das 4-fache, wenn man den zusätzlichen Energiebedarf berücksichtigt.

    Eine Hauptursache des Problems liegt in unserer Wegwerfgesellschaft begründet. Nicht nur noch brauchbare Lebensmittel werden weggeschmissen, sondern auch Möbel, Kleidung, Hausrat und technische Geräte. Teilweise noch leicht zu reparieren oder gar noch völlig intakt. Das frisst nicht nur kostbare Ressourcen, sondern auch Energie. Irgendwann wird die brutale Realität eine Umkehr erzwingen, doch dann wird’s richtig hart.

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    HERBERT WEISS am

    (1) Ein wesentlicher Unterschied zur Sonne besteht auch darin, dass die den normalen Wasserstoff über mehrere Reaktionsstufen verbrennt. Ein Fusionsreaktor wird jedoch mit Deuterium und Tritium befeuert. Diese beiden Wasserstoffisotope haben zusätzlich ein bzw. zwei Neutronen im Kern. Eine praktische Anwendung (bisher nur zu Testzwecken) fand die Kernfusion bei der Wasserstoffbombe. Man sollte sich nicht zu sehr auf einen Erfolg dieser Forschungen verlassen, denn das hieße, das Fell zu versaufen, bevor der Bär geschossen ist.

    Die angeführten Alternativen sind zumeist diskussionswürdig. Von einer CO2-Abscheidung – zumal bei Fahrzeugen – halte ich jedoch herzlich wenig. Der technische Aufwand wäre enorm, der zusätzliche Energieaufwand ebenfalls. Zudem müsste das Zeug gesammelt, transportiert und zuverlässig endgelagert werden.

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      Immer wieder erfreulich; daß sich jemand mit (technischem) Sachverstand zu diversen Themen äußert.

      Grüße und ein schönes Wochenende

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        Ja, zu DDR Zeiten bekamen die Menschen noch eine gute Schulbildung mit auf den Weg ins Leben ……

        Im Westen reichte es aus, auf der Wiese Flower Power zu zelibrieren ….. und die Lunge mit Hasch zu füllen…. Ich sehe was du nicht siehst…..

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    Wissentschaftlich/technisch interessant – mehr nicht.
    Keines der Grundprobleme wird durch die Kernfusion gelöst:
    Überbevölkerung
    Umweltzerstörung
    Mangel an landirtschaftlichen Fläche sowie Zerstörung der Böden.
    Überfischung der Meere.
    Stetig steigender Energie- & Rohstoffverbrauch

    Die Endkonsequenz all dessen ist die Frage; ob möglichst viele Menschen oder die Menschheit möglichst lange überleben soll.

    Anschließende Fragen sind bspw.:

    Gibt es ein ("perspektivisches") Menschenrecht auf Leben auf dem derzeitigen Niveau westlichen Wohlstands?

    Ist auf die Menschheit bezogen der Verbrauch i.w.S. jedes! Einzelnen unabhängig von seinem Beitrag zur Prosperität der Menschheit zu rechtfertigen?

    Welches ‚Anrecht‘ hat die Menschheit als auch Teile dieser überhaupt auf (technologischen) Fortschritt angesichts des Preises in Form der Vernichtung der eigenen Lebensgrundlage?

    …die meisten Menschen beschäftigen sich doch bloß mit der Lösung von Problemen, welche einzig durch den Menschen erst hervorgerufen wurden.

    Man kann das alles natürlich auch philosophisch/metaphysisch betrachten: alles ist eins und das Leben erfährt sich selbst – und irgendwann war es das dann auch…

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      Andreas Walter am

      Wobei es da auch noch ein anderes Recht gibt, nämlich das des Stärkeren, Klügeren, Schnelleren, Verschlageneren, Reicheren, usw.. Das gilt ebenso auch für Gruppen, Nationen, Bündnisse, usw..

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    Es gibt etwa 200 Länder auf der Welt. Hier in D. haben wir mit 31Cent den weltweit zweithöchsten Strompreis. Vor uns liegen nur noch die Bermudas mit 32 Cent. Aber die toppen wir auch bald. Versprochen!
    Atomstrom kostete uns in der Herstellung übrigens nur 0,3 Cent…

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    HEINRICH WILHELM am

    "Es ist doch besser, deutsche Ingenieurskunst und deutsche Wissenschaftler zu fördern… als Geld ohne Auflagen im Gießkannenprinzip zu verteilen". Das ist richtig. Nur dazu müssen wir weg von dieser Negativauslese an "Eliten". Es bedarf eines rigorosen Wandels, um dem Primat der Politik wieder die ursprüngliche und sinnvolle Rolle wiederzugeben.
    Das gilt übrigens für alle Bereiche unserer Gesellschaft!

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    Das sind alles Traumgebilde an Forschung für die Katz!
    Der LHC hat auch noch nix gebracht und auch nichts gegen Corona ist in Sicht.
    Ich habe den Glauben an die Forschung in Deutschland schon lange verloren. Die verbrennen alle nur Steuergeld, am Ende war alles doch nur heiße Luft.
    Und wenn eine Forschung so aussieht wie im Labor von Wuhan, dann gehört sie strikt geächtet und verboten!

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      Doch in Sicht ….Spahn hat schon vier Millionen Provision für unkontrollierte Lobbyismus Markteinführung kassiert ,wenn nicht noch ein rosarotes Auto für Tucken als Beigabe vor dem Freudenhaus steht …. Und Merkel freut sich ….Deutschland hat ein Anti Corona Fusspilz Pulver erfunden…. und das unter ihrer Federführung ….. Hätte Deutschland den Lobbyismus nicht,würden Scheiterhaufen als Coronabeendigung der einzige Ausweg sein…..

      Spahnferkels Coronasteak frisch vom Grill…

      Ich hörte, die Russen sind schon weiter ……. , da muss Tucke Jens im Lederkorsett natürlich energisch entschieden protestieren gegen das russische Pulver ……..

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    Andreas Walter am

    Selbst wenn Strom aus Kernfusion klappt wird dieser dann wahrscheinlich teurer werden als jeder Billigstrom heute. Ganz einfach deswegen, weil diese Maschine sehr komplex und damit teuer ist und dadurch sehr wahrscheinlich auch die Wartung und eventuelle Reparaturen bis hin sogar zum möglichen Totalausfall (wegen der Radioaktivität durch Aktivierung bestimmter Reaktorbereiche. Dann zwar nicht als Katastrophe, aber als Industrieruine, die trotzdem zumindest für mehrere 100 Jahre gesichert werden muss).

    Dadurch aber würden auch viele Folgeprodukte und -prozesse teurer werden, also auch viele Waren und Dienstleistungen.

    Vieles wäre für einen Teil der Menschheit dann wahrscheinlich nicht mehr bezahlbar, werden dann noch mehr arm sein und andere werden.

    Das A und O der Zukunft lautet daher sparen, also weniger verbrauchen, konsumieren, und das geht am besten über weniger Verbraucher, also Menschen. Oder Verbrauch, also Wohlstand und Bequemlichkeit.

    Um 1800 kamen darum die Menschen sogar noch ohne Stein- und Braunkohle aus, hauptsächlich nur mit nachwachsender Nahrung und nachwachsendem Holz und der Holzkohle daraus (Köhler). Waren dadurch aber auch nur 1 Milliarde Menschen auf der Erde. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag damals auch in Deutschland noch um die 40 Jahre, also wie heute noch in den ärmsten Ländern der Welt.

    • Avatar
      Andreas Walter am

      Im Grunde aber ist ein Kernfusionskraftwerk nichts anderes als eine riesige, atomare Glühbirne mit Flüssigkeitsmantel drumherum zur Dampferzeugung.

      Der extrem heiße “Wendel“ ist in dem Fall das elektromagnetisch gehaltene Plasma, ein Vakuum auch um diesen “Wendel“ herum ist ebenso vorhanden.

      Doch wie bei Gold, welches man auch künstlich herstellen kann, ist alles immer auch eine Frage des Aufwands, wenn man nicht von Kosten und Geld sprechen möchte.

      Ein Mensch zum Beispiel verbraucht schon im Grundzustand soviel Energie wie eine 100 Watt Birne (86 kcal/h sind umgerechnet 100 W. Das sind pro Tag 2.064 kcal oder eben 2.400 Watt).

      (Vielleicht ist das ja der Grund für die Klimaerwärmung. 8 Milliarden 100 Watt Birnen, die alle ununterbrochen brennen. Kleiner Scherz.)

      Das alles allerdings noch ohne körperliche Arbeit, nur rumsitzen und nachdenken. Oder auch nicht denken. Alles noch Rohkostler.

      Dann kam das Feuer und damit auch die Nutzung von Feuerholz. Holz aber ist schwer, darum dann die Holzkohle. Immer höhere Temperaturen des Feuers ermöglichen später immer höhere Schmelzpunkte. Aus der Steinzeit wurde dadurch dann nach und nach die diversen Epochen der Metalle. Na ja, usw. usf..

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      Andreas Walter am

      Ohne Erdöl, Erdgas und Kohle könnten wir daher schon heute keine 8 Milliarden Menschen mehr ernähren, kleiden und eine Behausung geben. Selbst wenn wir alles gleichmässig verteilen würden (Marxismus) wären dann alle Hartz 4. In Afrika und Indien dann allerdings ohne Heizkosten und Kosten für kälteschützende Klamotten, kälteschützender Wohnraum und Vorratshaltung für den Winter. Darum sind ja viele Hippies auch nach Goa gezogen, nicht nur wegen dem Gras. Ein einfaches Wohnmobil oder Zelt, eine Hütte genügten dort, essen war billig und als Kleidung reicht im Grunde ein einfacher Lendenschurz oder T-Hemd und Sarong. Gebadet wurde im Meer. Viele Menschen haben heute aber nicht einmal das und auch kein festes Dach über dem Kopf, sind darum auch fehl- und/oder mangelernährt und tragen auf dem Körper lediglich bereits gebrauchte Wäsche aus den Industrienationen. 8 Millionen verhungern sogar jedes Jahr, in der Regel die Schwächsten, also Kinder, Alte und Kranke. Was in Naturgesellschaften aber sogar normal ist, dort im Naturzustand Degeneration und Überbevölkerung natürlich vorbeugt.

      Selbst mit Marxismus oder Veganismus geht man aber das eigentliche Problem nicht an, nämlich begrenzte Ressourcen auf einem begrenzten Planet. All diese Scheinlösungen schieben das Problem daher immer nur auf, machen es dadurch sogar noch grösser.

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    Hat Frau Dr. Merkel das entwickelt ????????? Dann soll sie noch einen Brotfressor Titel nebst Universal Alternativgenie Beinamen bekommen….. Ich dachte immer, die musste sich um IM Aufgaben kümmern statt ihre wissentschafttliche Neuentdeckung zu veröffentlichen….
    Ja die Kontramelyse der Maikäfer unter Einfluss der christlichen Fdj Physikalisch-chemischen Teilchenzersetzung im roten Spektrometer des Hinterhirns nebst Beifügung von grüner Tinte …..ist schon ein Meisterwerk des Fortschrittes …. Ich habs nicht begriffen….,aber vielleicht kann der Schreibkundige Sokrates hier Klarheit in die Sache bringen….. Hat der frei bekommen zur Reorganisation der Trollarbeit,oder hat die Abschreibbibliothek geschlossen ,oder er die Gebühren nicht bezahlt ….. ???

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      Oder ist er zur Einweihung bei Dr. Spahn Villa nebst ANTI- Virusprobe geladen ???

  12. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Ein Milliardengrab (von hunderten) mehr oder weniger, darauf … kommt es jetzt auch nicht mehr an ! 😉

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      Nee …Uschi von der Leine hat auch schon keinen Überblick mehr… über die Blüten die frisch gedruckt wurden ….. auch wieder mit Brücken bedruckt….dem Zufluchtsort auf der Strecke gebliebener ….

      Wer will die Villa von Jens Spahn statt Brücken auf den Euro Blüten haben….Hand heben reicht wegen Corona….

      • Avatar
        Jeder hasst die Antifa am

        Aber bitte die Hand heben aber nicht mit ausgestreckten Arm und den nicht zu hoch, das könnte falsch ausgelegt werden und schon steht Haldewang vor der Tür.

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