Artemisia annua – das neue natürliche Zaubermittel gegen Krebs?

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Die Chinesen nutzen das Potenzial von Artemisia annua schon seit über 2000 Jahren. Nun wird der Einjährige Beifuß, wie diese Pflanze übersetzt genannt wird, auch hierzulande immer bekannter. Es ist beachtlich, was dieses Kraut bewirkt. Denn eigentlich gilt es vielen hierzulande nur als Unkraut. Es hilft bei Entzündungen, Infektionen und heilt sogar Malaria. Doch auch bei Krebs scheint es seine Wirkung entfalten zu können.

Der Chinesin Youyou Tu verhalf es 2015 bereits zum Nobelpreis für Medizin. Sie wurde damit zur ersten chinesischen Preisträgerin überhaupt. Den Preis erhielt sie für die Entdeckung von Artemisinin, dem Wirkstoff, der aus Artemisia annua extrahiert wird. Eigentlich forschte Youyou Tu nach alternativen Malaria-Medikamenten und bediente sich dabei aus dem riesigen Schatz der traditionellen chinesischen Medizin. Hier stieß sie Anfang der 1970er Jahre auf Artemisia annua und konnte wenig später den Wirkstoff Artemisinin identifizieren. Seitdem hilft Artemisinin Malariapatienten auf dem Weg zur Besserung, insbesondere die Sterblichkeitsrate ist deutlich zurückgegangen. Es gilt derzeit als das wirksamste Malariamittel überhaupt.

Bei Artemisia annua handelt es sich um eine einjährige Pflanze aus der Gattung Artemisia, die zur Familie der Korbblütler gehört und auch in unserer Klimazone wächst und gedeiht. Gemeiner Beifuß, Edelraute und Stabwurz sind ebenfalls aus dieser Gattung. Bisher wurden über 200 unterschiedliche Wirkstoffe in der Artemisia annua gefunden. Neben dem berühmten Artemisinin entdeckte man bei der Erforschung dieses Naturpräparates auch eine Vielzahl entzündungshemmender Polyphenole.

Bereits hunderttausende Menschen wurden durch Artemisinin von ihren Malaria-Leiden erlöst. Dank dieses Wirkstoffes können sich auch arme Menschen in Afrika eine wirksame Medizin gegen den Erreger leisten. Das Mittel wird überwiegend in Indien und China produziert. Allerdings können auch hier Resistenzen auftreten, insbesondere, wenn der Wirkstoff Artemisinin synthetisch bzw. halbsynthetisch hergestellt wird.
Die Wahrscheinlichkeit der Resistenzbildung wird erheblich geringer, wenn man stattdessen den Pflanzenextrakt verwendet. Denn Artemisia annua enthält noch neun weitere Substanzen, die Malaria bekämpfen. Es lohnt sich also den Extrakt der Pflanze statt einer Monosubstanz zu verwenden. Die Heilungsrate beim Einsatz der ganzen Pflanze liegt bei über neunzig Prozent.

Dass sich auch andere Krankheiten mit Artemisia annua heilen lassen, macht dieses Heilkraut auch für uns Europäer interessant. Sogar krebshemmende Eigenschaften soll es besitzen, womit es in den Fokus für mindestens die Hälfte aller Deutschen rückt. Denn so viele erhalten im Laufe ihres Lebens diese schreckliche Diagnose. Krebs ist bereits die zweithäufigste Todesursache hierzulande.

Eigentlich lag der Fokus bei Artemisia annua auf der Behandlung von Malaria. Doch bei vielen Malariapatienten wurden erstaunliche Entdeckungen gemacht. Sozusagen nebenbei. Während der Therapie verschwanden plötzlich weitere Leiden. Krebs und AIDS-Symptome gingen stark zurück. Ob es durch unser Kraut bereits zur Heilung bei Krebs kommt, muss noch genauer erforscht werden. Aber alleine die hemmende Wirkung könnte für viele Patienten schon Hoffnung bedeuten.

Insbesondere bei dem immer mehr verbreiteten Hautkrebs zeigt unser Heilkraut erstaunliche Wirkung. Die Anwendung von Artemisiapulver oder Cremes hat in vielen Fällen zur Rückbildung von diesen gefährlichen Hautveränderungen geführt. Artemisia annua linderte bei vielen Patienten auch die Neurodermitis.

Zudem besitzt Artemisia annua auch anitivirale Eigenschaften und kann somit Viren im beginnenden Stadium einer Krankheit Einhalt gebieten. Damit wird jede Grippe oder Erkältung vielleicht bald zum Kinderspiel! Sobald die ersten Anzeichen einer nahenden Grippe auftreten, kann man diese mit dem Einsatz von Artemisiapulver innerhalb kurzer Zeit im Keim ersticken.

Schon mal über Nahrungsergänzung nachgedacht? Über 25% der Deutschen leiden unter Magnesiummangel.

Weitere Beobachtungen haben gezeigt, dass Artemisia auch antibakteriell wirkt. Und der Einjährige Beifuß besitzt noch mehr Heilpotenzial. So soll er zu einem Durchbruch in der Diabetesforschung geführt haben. Artemisinin scheint eine besondere Eigenschaft zu besitzen. Es wandelt die Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse in genau jene Beta-Zellen um, die Insulin produzieren und bei Typ-1-Diabetes-Patienten geschädigt sind. Genau danach haben verschiedenste Forscherteams jahrelang gesucht und österreichische Forscher wurden 2016 tatsächlich fündig. Aus diesen Erkenntnissen erwächst nunmehr die Hoffnung, dass zukünftig Diabetes Typ 1 auf einfache und elegante Weise geheilt werden kann.

Ob Artemisia annua auch beim Diabetes 2, der viel häufiger auftritt und oft fälschlicherweise Altersdiabetes genannt wird, helfen kann, muss die Zukunft zeigen. Zwar wird bei diesem Diabetes noch Insulin von der Bauchspeicheldrüse produziert, jedoch haben die Körperzellen zunehmend die Fähigkeit verloren auf das Insulin zu reagieren. Wie viele bereits wissen, fungiert Insulin sozusagen als Türöffner, wodurch der Blutzucker als Energiezufuhr in die Zelle gelangt. Wird die Zelle zunehmend immun gegen das Insulin, erhöht sich infolgedessen der Blutzuckerspiegel. Das wiederum ist das Signal an die Bauchspeicheldrüse noch mehr Insulin zu produzieren. Irgendwann erschöpft sie sich dabei und liefert immer weniger. Hier könnte unsere Wunderpflanze ansetzen, indem sie wie bei Typ 1 der Bauchspeicheldrüse zu mehr Betazellen verhilft und so die Insulinproduktion wieder ankurbelt.

Wollen Sie dieses Wundermittel ausprobieren und von den Effekten profitieren? Sie können Artemisia sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Krankheiten anwenden.
Machen Sie sich auf eine bittere Note gefasst, wenn Sie Artemisia annua als Pulver, Tee oder in Form von Kapseln zu sich nehmen. Die Bitterstoffe sorgen für diesen verdauungsanregenden Geschmack. Das Heilmittel ist in fast allen Apotheken erhältlich.

Das Pulver der Artemisia können Sie jedem Getränk, Shake oder Smoothie beimischen oder in einen Joghurt rühren. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge, da der Organismus der meisten Menschen eine Zeit braucht um sich wieder an eine hohe Konzentration von Bitterstoffen zu gewöhnen.

Mit den Blättern der Pflanze können Sie Tee zubereiten. Damit die Polyphenole antioxidativ wirken können, ist es wichtig, das Getränk etwa zehn Minuten ziehen zu lassen.
Sie können Artemisia annua auch äußerlich anwenden. In Form von Salben und Cremes kann die Pflanze Herpes, Insektenstichen, Warzen, Hautpilz, Ekzemen, Schuppenflechte und Akne entgegenwirken. Am Ende auch bei Hautkrebs.

Der Einjährige Beifuß lässt sich auch selbst anpflanzen. Egal ob auf dem Balkon oder im Garten, es ist sehr simpel. Aussaat im Februar – Ernte im Oktober. Artemisia ist von der Größe mit Pfefferminz vergleichbar und verströmt einen angenehmen Duft. Wenn Sie nach alternativen Heilmitteln suchen, könnte Artemisia annua das Richtige für Sie sein. Denn diese Pflanze hilft nicht nur Ihr Immunsystem zu stabilisieren, sondern auch Krankheiten zu lindern oder gar vorzubeugen.

Zusammenfassung
Als die Chinesin Youyou Tu im letzten Jahrhundert nach einem wirksamen Malariamittel fahndete, stieß sie im riesigen Reservoir der traditionellen chinesischen Medizin auf Artemisia annua. Aus diesem konnte sie schon bald den Wirkstoff Artemisinin extrahieren. Mittels weiter verbesserter Verfahren lässt sich so heute ein kostengünstiges und sehr wirksames Mittel gegen Malaria herstellen. Dass diese Pflanze sozusagen als Wunderwaffe auch gegen viele andere Erkrankungen angewendet werden kann, macht sie für uns Europäer interessant. Ob bei Grippe, Erkältung, entzündlichen Prozessen, bei Diabetes oder gar bei Krebs, es ist anzunehmen, dass die Forschung in nächster Zeit noch weitere gesundheitsfördernde Wirkungen entdeckt. Oder wiederentdeckt, denn die Chinesen schätzen dieses Kraut schon seit mehr als 2000 Jahren.

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12 Kommentare

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    Bereits vor 13 Jahren war ich beim Tag der offenen Tür in der Teltower Zweigstelle des GKSS-Institutes auf diese Forschungsergebnisse gestoßen. Man stellt sich die Frage: Warum wird nicht seitdem mit Hochdruck in dieser Richtung weiter geforscht sondern auf eher kleiner Flamme? Die Antwort: Solange man noch mit dem althergebrachten Schund satte Profite einfahren kann, besteht für die Krankheitsgewinnler kein Handlungsbedarf.

    Ein besonders krasses Beispiel ist der Beschluss der meisten Pharmakonzerne, auf die Entwicklung neuer Antibiotika zu verzichten. Denn das ist auch angesichts zig Millionen Todesopfer durch resistente Höllenkeime nicht mehr profitabel (Panorama vom 12.9.19).

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      Sie haben recht Herbert. Die Pharmaindustrie verhindert auch die Herstellung von sogenannter "Schwarzer Salbe". Ich mache diese Salbe fuer mich und meine Familie selbst. Rezept gibts im Internet oder bei Youtube. Eine Salbe die Wunder wirkt.

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        heidi heidegger am

        Also mit Zinkchlorid kannste eh nix falsch machen. Habe ich als Puder (Schulmedizin aus heidi-Papas Restbeständen) und nutze es auch gegen puuh! Raucherbein und Sommersprossen und sonstige Nekrosen..ämm

        *zacknweg*

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        heidi heidegger am

        OT: Sicher wollt ihr wissen, wie es uns 3en (Soki und TiffiMeyer und heidi) im Raumschiff so geht, weit draussen nahe dem Aldebaran (Strafplanet). Nun, wir sind auf Kurs dank dem Autopiloten, weil im Video gleich hatte Tiffi Wachdienst und die Kommandozentrale/Gefechtsstand sieht aus wie Hund (Pizzaschachtel auf dem Sofa?) und T. war mal wieder betrunken im Dienst:

        [ Meyer – Steh auf ] /watch?v=b6VwPrr2FLU

        und: niemals dürft ihr die Kommentare unter dem Video lesen..*omg*

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    Über das eindeutig falsche Bild bin ich auch gestolpert,
    anders als der Kommentator Markus, finde ich den Artikel allerdings sehr interessant.
    Ein paar Quellenangaben hätten mich aber gefreut.

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    Die Blüten auf dem Foto sind nicht Artemisia annua. Sie gehören zu gar keiner Beifußart. Es handelt sich wohl eher um Calendula also Ringelblumenarten. Das entspricht allerdings auch dem Niveau des Artikel.
    Das muss doch nicht bei Compact veröffentlicht werden?

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      Dann machen Sie es doch besser MARKUS. Was ist Ihrer Meinung nach falsch und was waere richtig?

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        Keine Quellenangaben! Es gibt schlicht keine seriösen validen Studien die belegen, dass Einjähriger Beifuss gegen Hautkrebes oder AIDS Symptome wirkt. Das stört mich an dem Artikel. Auch die Pharmaindustrie ist an Phytopharmaka interessiert ( siehe Mistelpräparate usw.). Für eine Indikation müssen dann aber Studien vorgelegt werden – nicht nur Hörensagen.

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      heidi heidegger am

      seid nicht so streng. Pat Ricci ist halt n o c h nicht so supi wie Josie Vital und ausserdem Italiener(in), hihi.

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      Wohl Wahr Markus,
      auf dem Foto sieht man tatsächlich eine Ringelblumenart.
      Beifußgewächse haben solche Blüten nicht !
      Und wenn die Pflanzen in China solche Blüten hervorbringen, dann ist das doch schon Erstaunlich, denn Kräuter wie Beifuß haben keinerlei solcher Blüten.

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      Beifuß ist ein eher unauffälliges grünlich-graues Kraut mit ziemlich unscheinbaren Blüten. Ein echtes Foto müsste irgendwo im Web zu finden sein.

      Ansonsten schließe ich mich Manschuli an. Was gibt es (vom o. g. Lapsus abgesehen) über diesen Artikel zu meckern?!?

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      Steinböckchen am

      Kann ich nur bestätigen, wer ein bisschen was von Pflanzen versteht erkennt das falsche Bild gleich. Da brauche ich den Artikel erst garnicht zu lesen.

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