Die Inflation galoppiert. Selbst Grundnahrungsmittel werden immer teurer. Momentan merkt man das besonders bei Milchprodukten. Doch bald könnte selbst Gemüse für viele zum Luxus werden. Wie Sie einfach und unkompliziert auf Eigenproduktion umsteigen können, lesen Sie in der Selbstversorger-Bibel von Simon Dawson. Hier mehr erfahren.

    Jetzt schnellen die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe: Im November ist Butter sage und schreibe 22 Prozent teurer als noch im Monat zuvor. In Supermärkten wie Edeka oder Aldi zahlt man derzeit durchschnittlich 1,65 Euro für die 250-Gramm-Packung in der günstigsten Variante – das sind 30 Cent mehr als im Oktober.

    Branchenexperten befürchten, dass das erst der Anfang ist: Auch die Preise für andere Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Käse, Sahne und letztendlich auch Trinkmilch dürften bald ungeahnte Höhen erreichen: Der Grund: Die stark angestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe, Verpackung – und Transport, also die Spritpreise.

    Derzeit liegt die Jahresprognose für den durchschnittlichen Auszahlungspreis pro Kilogramm Rohmilch bei knapp 36 Cent – das wären zehn Prozent mehr als 2020. Schon jetzt müssen mancherorts zwischen 38 und 40 Cent je Kilogramm auf den Tisch gelegt werden, vor allem in Süddeutschland, wo die Milchviehherden deutlich kleiner sind als im Rest der Republik.

    Geld, Rechner
    Steigende Preise: Viele Bürger müssen schon jeden Cent zweimal umdrehen.

    Viele Landwirte denken inzwischen daran, ihren Betrieb aufzugeben, was die ohnehin schon gesunkenen Milchanlieferungen weiter verringern würde. Auch die Bauern leiden unter den enormen Preissteigerungen für Diesel, Düngemittel oder Futter. „Die Betriebe haben Einspar- und Kostensenkungspotenziale längst ausgereizt, deshalb bleibt vielen bei weiter steigenden Kosten nur der Ausstieg aus der Milchviehhaltung“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Bundesverband Deutscher Milchviehhalter.

    Teuerung bei Fleisch und Gemüse

    Was derzeit auf dem Milchmarkt abgeht. dürfte bald auf andere Lebensmittelbereiche übergreifen: Fleisch und Wurst werden jetzt schon teurer, beim Gemüse sind die Preissteigerungen noch nicht so groß, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Grundnahrungsmittel richtig ins Geld gehen. Vor allem für Geringverdiener und Familien mit Kindern wird der Einkauf dann zum Luxus.

    Der britische Kleinbauer und Buchautor Clint Emerson hat diese Entwicklung schon seit längerem vorausgesehen. Oft wurde er als „Verschwörungstheoretiker“ belächelt, als er anfing, Tipps für ein autarkes Leben ohne Abhängigkeit von Konzernen und staatlichem Goodwill zusammenzutragen und weiterzugeben. Wie recht er mit seinen Befürchtungen hatte, kann man jetzt sehen.

    Darum betrachten viele seine legendäre Selbstversorger-Bibel, die nun auch in deutscher Sprache erschienen ist und die so viele Ratschläge und Anleitungen enthält, dass man am Ende tatsächlich weitgehend autark leben kann, jetzt mit ganz anderen Augen. Emersons Tipps richten sich dabei beileibe nicht nur an Vegetarier und Veganer, denn die Selbstversorger-Bibel bietet – anders als es das gemüselastige Cover der deutschen Ausgabe vermuten lässt – auch umfassende Informationen über Tierhaltung, Schlachtung und Fleischverarbeitung.

    Einfach lecker: Frisch zubereitete Wurst aus eigener Produktion. Foto: casanisa | Shutterstock.com

    Schon seit vielen Jahren betreibt der vormalige Journalist zusammen mit seiner Frau einen Selbstversorger-Hof, spricht – oder besser: schreibt –  also aus eigener Erfahrung. Seine Ratschläge sind aber nicht nur für Leute interessant, die selbst viel Land besitzen. Ein Großteil seiner Anleitungen, zum Beispiel was die Herstellung von Butter oder Käse anbelangt, sind für jeden brauchbar. Das trifft auch auf seine rustikalen Rezeptvorschläge zu: Gut und lecker essen für wenig Geld –  Emerson zeigt, wie es geht.

    Inflation und Blackout

    In seiner Selbstversorger-Bibel denkt er wirklich an alles: Er beschreibt, wie man Kräuter und Gemüse anbaut, gibt handwerkliche Tipps und beschreibt sogar, wie man sich mit selbst erzeugter Energie von der Stromversorgung unabhängig machen kann – ein wichtiger Punkt in Zeiten zunehmender Blackout-Gefahr!

    Sein Buch richtet sich dabei vor allem an Laien und Neueinsteiger: Er erklärt alles sehr ausführlich, detailliert und Schritt für Schritt –  aber immer kurzweilig und locker. Auch die vielen Abbildungen sind äußerst hilfreich.

    Vor allem die eigenen Erfahrungen und die persönliche Note, die Emerson einzubringen weiß, machen die Selbstversorger-Bibel zu einem echten Lesegenuss. Und mal ehrlich: Wer wollte nicht schon immer wissen, wie man sein eigenes Bier braut und selbst Wein herstellen kann? Die Selbstversorger-Bibel zeigt, wie es geht. Eine echte Hilfe in inflationären Zeiten.

    Die Lebensmittelpreise steigen: Jetzt ist es wichtig, selbst vorzusorgen. In seiner Selbstversorger-Bibel gibt Experte Simon Dawson alle notwendigen Tipps. Sein Credo: Bauen Sie sich Ihre ganz private Arche Noah, machen Sie sich unabhängig – leben Sie autark! In der Selbstversorger-Bibel erfährt man, wie man sich und seine Familie mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln selbst versorgen und von der Lebensmittelindustrie unabhängig machen kann. 400 Seiten, gebunden, zahlreiche Abbildungen für nur 9,95 Euro. Guter Rat muss nicht teuer sein. Hier bestellen.

    14 Kommentare

    1. Beleuchtet man mal die Preise für Lebensmittel, so kommt man immer wieder auf den Abstauberwahn der EU Bürokraten.
      Alles was von dieser nutzlosen EU Bürokratie kommt, ist preistreibend und das nur um diese Posten zu sichern.
      Würde ich meinen Apfel vom Bauer nebenan kaufen, würde da ein Kilo nicht mal einen Euro Kosten. Durch die leistungslosen EU Idioten muss ich dafür 5 Euro Zahlen. Diese ganze EU Beamtenschaft ist völlig überflüssig und gehört wegen ihrer Machenschaften vor ein Gericht!

      • dafür kannst du ein kilo mett für 3,99 vertilgen, der bauer nebenan würde dir dafür (ohne wettbewerb) nen zwanni abnehmen. liter milch dazu für 5 euronen.

    2. Andor, der Zyniker an

      @ Corolus

      Stimmt. Übergewichtigkeit ist vor allem bei Hartz IV Leuten verbreitet.
      Und fett fressen kann man sich auch ohne Geld, man muss nur die
      richtigen Container finden.

      • In Deutschland sind bereits 66% der Bevölkerung übergewichtig und das ist in allen westlichen Ländern so. Besonders auffällig ist es in Australien und den USA. Deshalb auch die Hektik auf dem Corona Sektor, da diese Menschen besonders anfällig sind.

      • Schreib lieber dem Herrn Breitner einen Dankesbrief, weil er zumindest einen Teil der Hartzer nicht mehr fett füttert.

        • @ Ü…

          Dankesbrief an Breitner? Das wäre doch eine dankbare Aufgabe für den Ü-Läufer.

      • @ASISI1:
        Vor dem Einkauf die Zutatenliste lesen und die neuesten Ernährungsratschläge und -moden ignorieren hilft ungemein beim schlank und gesund werden und bleiben Statt dessen nimmt der Geldbeutel womöglich an Gewicht zu. Lieber echte und traditionelle Lebensmittel , als teurer Designer/low- Carb-Müll oder vegane Imitate. Vom Schwein sagt man In Frankreich ( wo Übergewicht nicht so verbreitet ist) , dass alles gut und verwertbar ist – ausser dem Quieken! Und in diesen Zeiten auch wichtig: es ist – im Vergleich zum Kunstfrass – auch preisWERT !

    3. Allerdings sind die Preissteigerungen bei Lebensmitteln haarsträubend. Und unerklärlich .Trotzdem ist es wohl nicht billiger ,sich eine Kuh ( sind Herdentiere ,Einzelhaltung wäre Tierquälerei ) zu halten, gemolken werden müßte sie ja auch. Und insgesamt kann man sich noch immer für einen lächerlich geringen Teil des Einkommens fett fressen, wenn man keinen Schund kauft.

      • jeder hasst die Antifa an

        Geht nicht Kühe stossen Treibhausgase aus da werden wohl die grünen Sittenwächter mit der Staatsmacht aufmarschieren und die Kuh beschlagnahmen

      • Wieso haarsträubend???
        Wer das findet, hat die letzten 20 Jahre nicht verstanden. Die Bürokraten in der EU sind dafür verantwortlich! Die Hersteller von Lebensmittel bekommen am wenigsten. Am meisten bekommen die Nichtsnutze von EU Politikern und Beamten!

        • Vollkommen richtig was Sie da schreiben ! Ich würde gerne mehr für Fleisch
          und Milchprodukte bezahlen wenn es den Erzeugern wirklich zu Gute käme, denn
          deren Arbeit möchte ich selber nicht machen. Diese Leute arbeiten von früh bis
          spät und haben sich den Preisdiktaten, nicht nur von der EU, zu fügen !
          Wenn die alle auf einmal ihre Höfe aufgeben würden, dann Gute Nacht !