Der Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak tauscht für ein Video den Job mit einem Neuköllner Kioskbesitzer und übergibt ihm eine Karte mit der Aufschrift «Bundestagsausweis». Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt. Wir legen Ihnen das Buch von Mut-Journalistin Julia Ruhs ans Herz: «Links-grüne Meinungsmacht». Eine wichtige Bestandsaufnahme! Hier mehr erfahren.
Hat es der Linken-Abgeordnete Ferat Kocak jetzt übertrieben? Gegen den 47-Jährigen läuft ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts der Urkundenfälschung. Der Grund: Angeblich ein Rollentausch für Social-Media. Kein Scherz! Der wegen seiner ultraradikalen Äußerungen berüchtigte Politiker mit kurdischen Wurzeln drehte mit dem Neuköllner Kioskbesitzer Haydo Caglar ein Video unter dem Motto «Ferat Tausch». Der Abgeordnete stellte sich hinter die Theke, der Kioskbesitzer ging in den Bundestag.
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COMPACT unterstützenFür diesen Rollentausch erhielt Kocak laut einem Bericht der B.Z. symbolisch ein Namensschild und überreichte wiederum Caglar eine offenbar von seinem Büro selbstgebastelte grüne Karte mit der Aufschrift «Bundestagsausweis». Dies wurde dem Linken zum Verhängnis, als sein Tauschpartner Einlass zum Reichstagsgebäude begehrte.
Der vermeintliche Ausweis wurde der B.Z. zufolge als Fälschung erkannt, der Zutritt daraufhin verweigert. Kocak behauptet hingegen, der Kioskbesitzer sei ordnungsgemäß angemeldet gewesen und habe den Bundestag ganz regulär unter Vorlage seines amtlichen Personaldokuments betreten. Laut seinem Büro soll der Fake-Ausweis als Requisite erkennbar gewesen sein. Die Sicherheitskräfte am Eingang des Bundestags sahen das wohl anders.
«Wir lassen Faschos brennen»
Kocak ist nicht zum ersten Mal negativ aufgefallen. Der Linken-Abgeordnete, der sich selbst als «Neuköllner Arbeiterkind» bezeichnet, liebt sein Migranten-Image und hetzt genauso gern gegen die AfD oder die Polizei. Er tanzte zum Beispiel vor dem Reichstag zum Song «FCK AfD» mit dem Rapper Dahabflex, in dem unter anderem der Gewaltaufruf «Roter Block, guck wir lassen Faschos brennen» zu hören war.
Zuvor hatte er zu Dahabflex’ Song «Rot» performt. Im Original heißt es unter anderem «Bullenschweine raus aus unsrer Gegend» und «Jedes Bullenschwein ist ’ne Missgeburt». Kocak sagte damals, er habe selbst Familie bei der Polizei und benutze weder die Zahlen 1312 noch den Begriff ACAB. Er habe bewusst einen Part des Songs gewählt, der sich gegen «Nazis» richte – und für Kurdistan. Strafverfahren gab es dafür nicht. Im Falle der mutmaßlichen Urkundenfälschung könnte es anders laufen.
Nach Paragraf 267 des Strafgesetzbuches drohen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe, wenn jemand zur Täuschung ieine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht. Ob sich der Anfangsverdacht gegen Kocak erhärtet, ist noch offen. Seine Immunität ist noch nicht aufgehoben.
In diesem Zusammenhang legen wir Ihnen das Buch von Mut-Journalistin Julia Ruhs ans Herz: «Links-grüne Meinungsmacht». Eine wichtige Bestandsaufnahme! Hier bestellen.





