COMPACT-Ausgabe mit Rohrböck-Interview  („Agenten gegen die AfD“) schlägt hohe Wellen. Nun hat „das Phantom“ nachgelegt. Zerreissprobe mit dem Rohrböck-Lager in NRW. 

    Die Augustausgabe von COMPACT-Magazin („Agenten gegen die AfD“) ist erst seit zwei Tagen am Kiosk, nun überschlagen sich die Ereignisse weiter. Im Zentrum steht NRW-Chef Martin Vincentz, zu dem wir Rohrböck in dieser COMPACT befragt haben. Die entscheidende Passage:

    Agenten gegen die AfD

    COMPACT: In einer Whatsapp-Nachrichtenfolge fragte das AfD-Mitglied Main Müller den niedersächsischen Landesvorsitzenden Ansgar Schledde, ob Sie „M+M“ (also Martin Vincentz plus Maximilian Krah) für die Parteispitze favorisiere, und Schledde antworteten demnach: „So in der Art.“ Hat Herr Schledde Sie korrekt zitiert? Was bedeutet „So in der Art“ konkret?

    Rohrböck: Jener Main Müller kam über Dr. Maximilian Krah kurz in Kontakt mit mir. Er zeigte sich als entrückter NS-Romantiker. Das missfiel mir sehr, und ich empfahl ihm einen dringenden Wechsel zu Freunden nach Thüringen. Zu mehr habe ich keine Kenntnis.

    COMPACT: Unabhängig davon: Was halten Sie von Krah und Vincentz?

    Rohrböck: Sowohl Dr. Martin Vincentz als auch Dr. Maximilian Krah schätze ich als kluge und vernünftige Köpfe innerhalb der AfD ein.

    Erneute Kampfansage an Weidel

    Nun hat Rohrböck, der sich selbst als „Söldner“ eines „Konsortiums“ aus Kapitalgebern mit Geheimdienstanbindung beschreibt, nachgelegt, und zwar im „Sicura Ticker“, dessen Chefredakteur Klaus Kelle seit langem mit Rohrböck verhandelt ist und im übrigen im Bermudadreieck zwischen AfD und CDU hin- und hersegelt. Dort sagte er im Interview:

    Frage: Sven Tritschler [AfD-Bundesvorstand, Weidel-Verbündeter in NRW] erklärte gegenüber dem COMPACT Magazin des Jürgen Elsässer, keinerlei Kontakt zu Ihnen zu haben. Stimmt das?

    Rohrböck: Da kann ich Herrn Tritschler nur bestätigen. Ich suchte nie Kontakt zu diesem und wüsste auch nicht, welchen Sinn dies ergeben sollte. Der Privatmann Sven Tritschler trägt so einige schwergewichtige Probleme mit sich rum. Lange dürfte Alice keine Freude an ihrem Stellverteter haben. (…)

    Frage: Falls Alice Weidel tatsächlich als Parteivorsitzende scheitern sollte, wer dürfte ihr nachfolgen?

    Rohrböck: Mir ist bewusst, dass mir eine Favorisierung von Dr. Maximilian Krah oder Dr. Martin Vincentz immer wieder in den Mund gelegt wird. Beide sind politische Könner. Aber beerben wird Alice Weidel ein Sebastian Münzenmaier oder ein Ulrich Siegmund. Vielleicht wirft sie auch ein langjähriger Vertrauter aus Baden-Württemberg unverhofft vor den Bus. Das ist natürlich nur bildlich gemeint. Jener Vertrauter hat aber eine sehr ehrgeizige junge Frau an seiner Seite, die es satt hat, dass ihr Liebespartner oft wie ein Fußabstreifer durch die wütende Tyrannin behandelt wird.

    Damit zieht Rohrböck Münzenmaier und Siegmund in den von ihm angekündigten Machtkampf hinein, vermutlich ohne dass die beiden das Mindeste davon wissen.  Vielleicht sucht  „das Phantom“ neue Favoriten, nachdem für seinen Lieblingspolitiker Vincentz nun die Luft dünn wird: Heute hat der Bundesvorstand Parteiordnungsverfahren gegen den NRW-Chef und einige seiner Getreuen beschlossen.

    Mehr zum Einfluss von Rohrböck auf die AfD und seinem Kampf gegen Alice Weidel finden Sie in der August-Ausgabe von COMPACT. Hier bestellen.

     

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