Im Thüringer BSW tobt ein Aufstand gegen den Kuschelkurs von Landeschefin Katja Wolf. Und in Brandenburg verlassen jetzt reihenweise besonders fanatische AfD-Hasser, die sich hinter der Brandmauer verschanzen wollten, die Partei. Kommt es endlich zur Kurskorrektur? Das würde höchste Zeit, denn im Einsatz für den Frieden braucht es eine breite Bewegung. Wir tragen unseren Anteil dazu mit der Silbermedaille Druschba bei. Holen Sie sich noch heute die deutsch-russische Freundschaft in feinstem Silber, hier bestellen!

    Sicherlich, der Brief, den die Führung des BSW Ende Juni 2026 an Vertreter der AfD übersandte und dort u.a. ein öffentliches Duell mit AfD-Chefin Alice Weidel erbat, dürfte vor allem wahltaktische Gründe haben. Ein Versuch, auf den erfolgreichen AfD-Zug aufzuspringen und sich selbst wieder etwas stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu drängen. Doch abseits dieses Geplänkels vollziehen sich spannende Entwicklungen in einer jungen Partei, die zunehmend erkannt haben dürfte: Die Kollaboration mit CDU und SPD nach den Ost-Landtagswahlen 2024 hat das anschließende Scheitern bei der Bundestagswahl 2025 zu verantworten (unabhängig von der natürlich berechtigten Frage, ob es „Auszählungsfehler“ gegeben hat, aber mit einem klaren Kurs wäre die Partei weit über der 5%-Hürde gelandet) und letztendlich das BSW in eine existenzielle Krise befördert. Bei den kommenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern geht es, nach dem jüngsten Scheitern bei sämtlichen Landtagswahlen, deshalb um alles.

    Aufstand im BSW-Thüringen gegen CDU-Kuschelkurs

    Die Führung des BSW um Amira Mohamed Ali, Fabio De Masi und Sahra Wagenknecht hat deshalb eine Kurskorrektur verordnet und versprochen, nie wieder die Brandmauer-Parteien zu unterstützen. Ob diese Ankündigung eingehalten wird, berechtigter Zweifel ist nach dem bisherigen Verhalten des BSW angebracht, wird sich bereits in wenigen Wochen, nach den Landtagswahlen, zeigen. Doch schon jetzt hat die Debatte über den offiziellen Brandmauer-Einriss für ordentlich Trubel gesorgt und einen erfreulichen Selbstreinigungsprozess in der Partei ausgelöst.

    AfD-Hasser ziehen sich von ihren Posten zurück

    In Brandenburg haben binnen kürzester Zeit 6 von 18 BSW-Kreisvorsitzenden aus Protest gegen den Brandmauereinriss ihre Posten niedergelegt und die Partei verlassen. Zuletzt Manja Keller-Felsch im Landkreis Elbe-Elster. Gegenüber dem rbb beklagt sie: „Gerade in Brandenburg braucht es aus meiner Sicht eine eindeutige Haltung. Diese erkenne ich derzeit nicht in der notwendigen Klarheit.“ Was auf den ersten Blick nach einem Rückschritt für das BSW wirkt, könnte, ähnlich, wie die Linkspartei den Austritt von Sahra Wagenknecht und Co für einen – freilich noch radikaleren und antideutschen – Erneuerungsprozess genutzt hat, eine Chance für das BSW werden. Denn wenn die größten AfD-Hasser ihre Posten verlassen, ergeben sich zukünftig möglicherweise tatsächlich Kooperationspotentiale. Gerade nach dem letzten Bundesparteitag, bei dem sich mehrere transatlantische Hardliner, die offen die ukrainische Kriegstreiberei unterstützen und / oder sich mit der israelischen Okkupationspolitik in Gaza bzw. der fortwährenden Aggression gegen den den Libanon, Iran und Jemen solidarisieren, in den Vorstand gewählt wurden, braucht es ein Korrektiv, das die Friedensflanke der AfD stärkt und die blaue Partei zwingt, ihren erfolgreichen Kurs (der neue Aufstieg der AfD begann mit den Friedensprotesten Ende 2022!) beizubehalten.

    Ob erneute Hoffnungen in das BSW berechtigt sind oder die Partei eine mögliche, zweite (und wohl letzte) Chance nach den kommenden Wahlen nicht nutzen wird, um sich stattdessen dem Parteienkartell anzubiedern, bleib abzuwarten. Die Brandenburger Entwicklungen dürften – aus patriotischer Sicht – jedoch unstrittig zu begrüßen sein.

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