Ausgerechnet Heino macht ein Fass auf, weil Stimmungskanone Roberto Blanco beim 70. FPÖ-Geburtstag in Wien aufgetreten ist. Die Partei hätte auch ihn angefragt, eine Gage von 100.000 Euro soll im Gespräch gewesen sein. Er hätte aber abgelehnt. Die Freiheitlichen bestreiten das und kündigen juristische Schritte an. Blau ist überall angesagt – auch hier.
Ein bisschen Spaß muss sein? Momentan muss es wohl eher heißen: Ein bisschen Stunk muss sein. Die Kritik am Auftritt von Roberto Blanco am Auftritt beim Volksfest zum 70-jährigen Bestehen der FPÖ reißt nicht ab und nun hat sich ausgerechnet Volksbarde Heino eingeschaltet. Dabei musste er selbst schon oft Tiefschläge einstecken – zuletzt wegen seines Auftritts in der thüringischen AfD-Hochburg Sonneberg.
Nun behauptet Heino, auch er sei von der FPÖ wegen eines Auftritts bei ihrem Fest in der Wiener Innenstadt angefragt worden. Ihm seien sogar 100.000 Euro angeboten worden. Doch er habe abgesagt. So zumindest seine Darstellung gegenüber der Bild-Zeitung.
Der Volksmusik-Star erklärte gegenüber dem Blatt:
«Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will. Allerdings sind mir in meinem Publikum alle Menschen willkommen, egal, wen sie wählen.»
Heinos Manager Helmut Werner: «Wenn Heino diesen Auftritt für die FPÖ gemacht hätte, wäre der Aufschrei groß gewesen. Wenn dagegen andere Kollegen für die FPÖ singen, interessiert das praktisch niemanden. Bei Heino geht man schon im Vorfeld davon aus, dass er politisch nur rechts sein kann, was er definitiv nicht ist.»
Von wegen «interessiert praktisch niemanden»! Mainstream und Kulturschickeria hacken schon seit Tagen auf Roberto Blanco herum, auch weil der sympathische Altstar unserer Nachwuchsreporterin Lea beim FPÖ-Fest ein Interview gegeben hat.
Und nun behauptet der Focus auch noch, dass Blanco nur Ersatzmann für Heino gewesen sei. Nach dessen Absage «musste die FPÖ kurzfristig einen anderen Künstler finden und verpflichtete schließlich Roberto Blanco», schreibt das Magazin. Und schiebt nach: «Blancos Gage soll allerdings deutlich niedriger ausgefallen sein. Der Sänger selbst wollte seinen Auftritt für die FPÖ nicht kommentieren.»
FPÖ gegen Heino
Die FPÖ ist nun stinksauer. Der Bericht der Bild-Zeitung sei «schlichtweg falsch», heißt es in einer Erklärung der Partei von Herbert Kickl. Man habe zwar mit mehreren Sängern oder deren Management verhandelt, darunter auch mit dem von Heino. Dieses habe der Partei sogar ein Angebot unterbreitet – was der Aussage von Heinos Manager Werner widerspricht. Wegen des «überzogenen und absurden Preises», habe man aber abgelehnt, so die Freiheitlichen.
Die Partei betont also, dass nicht Heino der FPÖ eine Absage erteilt habe, die Blauen hätten den teuren Auftritt schlichtweg nicht gebucht. Sollte anderslautende Behauptung des Heino-Managements weiterverbreitet werden oder andere Medien sie übernehmen, werde man «entsprechende rechtliche Schritte einleiten», heißt es in der FPÖ-Erklärung.
Helmut Werner bleibt bei seiner Darstellung. Es habe zwei Telefonate mit FPÖ-Geschäftsführer Joachim Stampfer gegeben, erklärte der Heino-Manager gegenüber dem österreichischen Medium OE24. Er will dabei angeblich sofort klargestellt haben, dass Heino nicht für die Freiheitlichen auftreten werde. Werner kündigte ebenfalls rechtliche Schritte an, sollte die FPÖ weiterhin anderes verbreiten.
Heino gegen AfD
Unteressen geht Heino gegen die AfD vor. Auslöser war ein Beitrag des AfD-Landratskandidaten Felix Teichner (Uckermark) in den sozialen Medien. Dieser hatte im April 2026 geschrieben, «am Sonntag würde Heino Felix wählen», und den Beitrag mit dem Lied «Blau blüht der Enzian» versehen.
Heino setzte sofort seinen Anwalt in Marsch. Der AfD-Kreisverband Uckermark und Teichner mussten daraufhin eine Unterlassungserklärung abgeben. Der Post musste gelöscht werden, die Aussage darf nicht wiederholt werden. Andernfalls droht eine Vertragsstrafe von 250.000 Euro. Zudem muss die AfD die entstandenen Gerichtskosten vollständig übernehmen.
Doch damit nicht genug: Inzwischen hat Heinos Anwalt eine weitere Klage beim Landgericht Innsbruck eingereicht. Der Sänger fordert jeweils 30.000 Euro von der AfD Uckermark und Felix Teichner, insgesamt also 60.000 Euro. Heinos Management ist der Ansicht, den angeblichen immateriellen Schaden (Imageschaden) durch den Social-Media-Post gesondert geltend zu machen zu können. In Innsbruck ist Heino-Manager Werner ansässig.
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