Mit einem holprigen 2:1 gegen die Elfenbeinküste hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vorzeitig das Ticket für die nächste Runde gelöst. Erstmals seit dem seit dem Triumph 2014 in Brasilien wird die DFB-Auswahl nun endlich wieder ein WM-K.o.-Spiel absolvieren. Spiel geht los, Bier muss auf! Der COMPACT-Flaschenöffner mit «Mit Mut zur Wahrheit» hilft. Hier mehr erfahren.
Es war eine echte Zitterpartie. Doch mit zwei Treffern von Joker Deniz Undav konnte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag ihr zweites Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste im Toronto Stadium für sich entscheiden – beinahe nicht nur sprichwörtlich in letzter Minute. In Erinnerung bleiben vor allem quälend lange und zähe Momente – und ein Schiedsrichter, der seiner Aufgabe sichtlich nicht gewachsen war.
Die Stärken der Elefanten
Dabei durfte der Gegner keinesfalls unterschätzt werden. Die Ivorer hatten ihr Auftaktspiel gegen Ecuador mit 1:0 gewonnen und sich damit eine ausgezeichnete Ausgangsposition in der Gruppe erarbeitet. Die «Elefanten», wie die Westafrikaner in der Fußballwelt genannt werden, sind eine körperlich robuste, zweikampfstarke Mannschaft, die ihre Stärken vor allem im Umschaltspiel besitzt – wovon die Deutschen nun ein Lied singen können.

Mit erfahrenen Akteuren wie Franck Kessié, der beim AC Mailand sowie beim FC Barcelona spielte und seit August 2023 beim saudischen Klub al-Ahli (Dschidda) unter Vertrag steht, sowie den schnellen Offensivkräften um Amad Diallo (Manchester United) war jederzeit die Gefahr eines Nadelstichs gegeben.
Zudem hat sich die Elfenbeinküste in den vergangenen Jahren in der erweiterten Weltspitze etabliert. Der Gewinn des Afrika-Cups 2024 im eigenen Land verlieh dem Team neues Selbstvertrauen und machte deutlich, dass die Elefanten auch gegen namhafte Gegner bestehen können. Deutschland traf somit keineswegs auf einen krassen Außenseiter, sondern auf einen amtierenden Kontinentalmeister, der taktisch diszipliniert verteidigte, aggressiv presste und der DFB-Elf über weite Strecken mehr Probleme bereitete, als es das knappe Endergebnis vermuten lässt.
Überraschende Führung der Ivorer
Die DFB-Elf übernimmt in Kanada anfangs die Initiative, kleinere Chancen sind die Folge. Dann der vermeintliche Führungstreffer in der 25. Minute: Nach einer Flanke von Joshua Kimmich köpft Aleksandar Pavlovic den Ball ins gegnerische Tor. Doch Schiedsrichter Juan Benitez aus Paraguay erkennt den Treffer nicht an, weil sein Assistent Eduardo Cardozo im Fünfmeterraum ein Foulspiel am ivorischen Torhüter Yahia Fofana gesehen hat.
Wenngleich korrekt, kommt die Entscheidung viel zu spät, geht fast im Jubel der deutschen Fans unter. Notwendig wären ein schneller Pfiff und eine entsprechende Gestik gewesen, sodass Diskussionen gar nicht erst aufkommen und es nunmehr den direkten Freistoß für die Elfenbeinküste gibt. Nicht die einzige Schwäche, die der Unparteiische an diesem Abend zeigt.
Dann der Schock in der 30. Minute: Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite und Vorarbeit von Yan Diomande landet der Ball bei Franck Kessié, der Deutschlands Defensive und Torwart Manuel Neuer überwinden kann. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann gerät überraschend in Rückstand, zeigt sich in der Folge durchaus beeindruckt, kommt aber einige Minuten später wieder besser in die Partie.
In der 39. Minute schießt Kai Havertz den Ball zum vermeintlichen Ausgleich ins Tor. Zuvor hatte Jamal Musiala dem Ivorer Odilon Kossounou im Strafraum allerdings ein Bein gestellt. Der Treffer wird nicht gezählt, es geht mit direktem Freistoß für die Elfenbeinküste weiter. Schiedsrichter Benítez pfeift einmal mehr ziemlich spät und gebraucht erneut eine verwirrende Gestik.
Entscheidung in der Nachspielzeit
Mit der Halbzeitpause kommt die nächste Hiobsbotschaft für die Deutschen: Innenverteidiger Nico Schlotterbeck muss verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kommt Antonio Rüdiger ins Spiel. Schlotterbeck hatte schon in der ersten Hälfte nach einem einem Zweikampf mit Amad Diallo über Schmerzen geklagt, wurde behandelt, spielte aber trotz der Beschwerden weiter.
Wie schwerwiegend die Verletzung ist, ist auch am Tag nach der Partie in Toronto noch nicht bekannt. Der Dortmunder soll bereits im DFB-Camp in Winston-Salem (North Carolina, USA) per MRT untersucht worden sein, eine Diagnose ist aber noch nicht veröffentlicht worden. Es besteht der Verdacht, dass sich Schlotterbeck das Band am Sprunggelenk gerissen hat, was ihn für den Rest der WM außer Gefecht setzen würde.
Zum Start des zweiten Durchgangs verliert die deutsche Mannschaft zunächst völlig den Faden, leistet sich schnelle Ballverluste und lädt die Ivorer zu Umschaltsituationen förmlich ein. Doch die Elfenbeinküste kann den Vorsprung nicht vergrößern, es bleibt beim Ein-Tore-Rückstand. Das lässt Nagelsmann die Möglichkeit zum Dreifachwechsel mit Deniz Undav, Nadiem Amiri und Jamie Leweling.
Die Entscheidung zahlt sich aus: In der 68. Minute flankt Amiri präzise in den Strafraum, Joker Undav verwertet zum verdienten 1:1-Ausgleich. Die Entscheidung des Spiels soll allerdings noch auf sich warten lassen. Erst in der vierten Nachspielminute fällt das rettende 2:1: Nach einem Traumpass von Felix Nmecha erzielt Undav seinen zweiten Treffer des Abends und sorgt so für den späten Sieg der deutschen Mannschaft.
Erstmals seit 2014 kein Vorrunden-Aus
Der letztlich errungene Erfolg der Deutschen kann vor dem Hintergrund der WM-Geschichte gar nicht hoch genug bewertet werden: Erstmals seit 20 Jahren hat die DFB-Elf die ersten beiden Spiele der WM-Gruppenphase gewonnen. Und: Erstmals seit 2014 ist die deutsche Nationalmannschaft nicht schon in der ersten Runde ausgeschieden. Der Fluch der Turnier-Blamagen von 2018 in Russland und 2022 in Katar scheint vertrieben zu sein.
Eine Parallele zur WM 2006 im eigenen Land: Damals schoss uns Oliver Neuville als Joker mit seinem späten 1:0 gegen Polen eine Runde weiter. Heute sagt Torwart Manuel Neuer, der einzige Spieler, der schon beim 7:1-Triumph gegen Brasilien in Rio der Janeiro vor zwölf Jahren dabei war: «Man merkt, in der Mannschaft will man immer auf Sieg spielen. Der Glaube ist einfach da. Wir haben einfach die richtige Mentalität in der Mannschaft.»
Als Sieger der Gruppe E wird Deutschland im Sechzehntelfinale (Round of 32) am 29. Juni im Boston Stadium (USA) auf einen Drittplatzierten aus den Gruppen A, B, C, D oder F treffen. Welche Mannschaft es am Ende wird, entscheidet sich erst nach Abschluss aller Gruppenspiele, weil bei der WM 2026 die acht besten Gruppendritten in eine recht komplexe K.-o.-Matrix einsortiert werden. Mögliche Gegner wären beispielsweise Saudi-Arabien, Uruguay, Schottland oder Südkorea.
Zunächst steht am 25. Juni im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey (USA), aber erstmal der Abschluss der Gruppenphase an – wie bei der WM 2006 in Deutschland gegen Ecuador und wie damals ohne Bedeutung für den weiteren sportlichen Verlauf. Nur eines ist sicher: Die dicken Brocken kommen erst noch – und ein Spaziergang wird das nicht.
Gönnen Sie sich zur WM gerne das eine oder andere Bierchen. Um die zu öffnen, empfiehlt sich der COMPACT-Flaschenöffner mit «Mit Mut zur Wahrheit». So geht der Gerstensaft nicht aus. Hier bestellen.






