Mit der Bibel in der Hand stieg Felix Nmecha aus dem Mannschaftsbus, nach dem Abpfiff betete er mit den Besiegten auf dem Rasen. Jetzt nimmt der Mainstream unsere Nummer 23 ins Visier. Mit dem T-Shirt «Sieg für Deutschland!» zeigen Sie Haltung – auch nach der Fußball-WM. Hier mehr erfahren.
Houston, 14. Juni 2026: Zwölf Jahre nach dem 7:1-Jahrhundertsieg über Brasilien war der deutsche Fußball tief gefallen: Das blamable Vorrunden-Aus von 2018 und 2022 hatten den viermaligen Weltmeister auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Hunger auf Wiedergutmachung war vor der WM 2026 entsprechend groß.
Im ersten Spiel nahm die DFB-Elf gegen Curaçao das Herz in die Hand, drängte den kleinsten WM-Teilnehmer der Geschichte von Beginn an in die Defensive und wurde früh belohnt: Felix Nmecha schlenzte den Ball in der sechsten Minute nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz unhaltbar ins lange Eck und eröffnete damit einen Kantersieg, der die Erinnerungen an Russland und Qatar für einen Abend wegspülte.
Nach dem Abpfiff kniete der BVB-Star mit gefalteten Händen auf dem Rasen. Nmecha sammelte gemeinsam mit Jonathan Tah drei Spieler Curaçaos auf dem Rasen. Arm in Arm, Köpfe zusammen, formten die Spieler einen Gebetskreis vor 80.000 Zuschaurn und hunderten Millionen vor den Bildschirmen. Gegenüber der ARD stellt der 25-Jährige anschließend klar:
«Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder.»
Für die Taz, die Jungle World und ihre Gesinnungsgenossen war das Geständnis genug. Es ist nicht das erste Mal, dass Nmecha mit seinem Glauben für Aufruhr sorgt. Bereits 2023 hatte die Tagesschau vor christlichen Fußballern gewarnt, die öffentlich ihren Glauben bezeugten. Nmecha selbst war damals in die Kritik geraten, weil er auf Instagram Beiträge geteilt hatte, in denen er sich kritisch gegenüber der Regenbogen-Bewegung äußerte. Später geriet er in den Fokus, weil er nach dem Mord an dem konservativen Influencer Charlie Kirk öffentlich um ihn trauerte. Doch wer ist der Mann, den die Fußball-Fans lieben und die Linken hassen?
Die «Krake»
Felix Kalu Nmecha wurde am 10. Oktober 2000 in Hamburg geboren, als Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters. 2007 wanderte die Familie nach England aus, wo der Sohn in der Jugend von Manchester City seine ersten fußballerischen Schritte machte. Für die Profis absolvierte Nmecha dort nur drei Pflichtspiele, ehe er 2021 zum Bundesligisten VfL Wolfsburg wechselte, wo er sich in zwei Jahren zum unangefochtenen Stammspieler mauserte.
Borussia Dortmund zahlte 2023 gerade einmal 30 Millionen Euro, um ihn in den Ruhrpott zu lotsen. Für heutige Ablösesummen ein echtes Schnäppchen. Seither hat er sich in über 100 Pflichtspielen bei den Schwarz-Gelben, aber auch im DFB-Team, zum Schlüsselspieler im Mittelfeld entwickelt. Anfang des Jahres verlängerte er seinen Vertrag beim BVB bis 2030 und verdient laut der Bild rund zehn Millionen Euro pro Saison. Bundestrainer Julian Nagelsmann nennt ihn einen der athletisch begabtesten Mittelfeldspieler Europas. «Krake» nennen ihn die Mitspieler, wegen der langen Beine und der Fähigkeit, Bälle aus jeder Lage zu kontrollieren.
Deutschland im Herzen
Nmecha hätte auch für England auflaufen können, doch er entschied sich für sein deutsches Heimatland. Im Juniorenbereich wechselte er noch zwischen dem DFB und der englischen FA hin und her, ehe er sich in der U21 schließlich für unser Land entschied. Und das aus echter Verbundenheit. Nmecha erinnert sich:
«Der Hauptgrund war, dass ich meinem Herzen folgen wollte.»
Unterstützt hat ihn bei seiner Entscheidung sein zwei Jahre älterer Bruder Lukas, der heute für Leeds United in der englischen Premier League spielt: «Es hat mir geholfen, dass Lukas vorher eine Entscheidung getroffen hat, weil ich mit ihm zusammen in der Nationalmannschaft spielen will.»
«Überragend, groß, stark»
Der Dortmunder erobert Bälle in der Defensive, lenkt mit seiner Übersicht das Spiel, schleppt die Bälle aus der Tiefe in die gefährliche Zone und füttert die Offensivstars mit Pässen. Entscheidend für seinen Durchbruch in die Weltklasse war ein Gespräch mit BVB-Trainer Niko Kovac, den er bereits aus gemeinsamen Zeiten in Wolfsburg kannte.
Kovac machte ihm im Einzelgespräch klar, dass Nmecha auf der «Sechs» seine größten Qualitäten habe. Von dort entfaltet er seine volle Torgefahr: Fünf Saisonpflichtspieltreffer für Dortmund, auch gegen Curaçao machte er häufig den Weg in die Spitze. Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus prophezeite vor dem Turnier:
«Ich glaube, dass Nmecha für mich ein Spieler ist, der bei dieser WM durch die Decke schießen kann.»
Doppelpacker Kai Havertz legte nach dem Auftaktsieg nach: «Er hat alles. So ein gutes Gesamtpaket: offensiv, intensiv, am Ball überragend, groß, körperlich stark.»
Danke, Jesus!
Der Mittelfeldstar ist bekennender Christ, trägt die Bibel überall mit sich, kniete nach seinem Tor auf dem Rasen, zeigt mit der rechten Hand zum Himmel und legt eine imaginäre Krone ab. Die Geste soll zeigen: Jesus herrscht über allem. Auf Instagram veröffentlichte er nach dem Spiel eine Bildergalerie mit den Worten: «Danke, Jesus!»
In dem Buch Kicker Bibel schrieb er:
«Es ist schwierig, kurz zusammenzufassen, was mir Jesus bedeutet, denn er ist alles für mich. Er ist mein Herr, mein Retter, mein Gott, derjenige, der mir Leben gibt. Aber auch derjenige, der mir einen Sinn gibt, derjenige, in dem meine Identität liegt.»
Die Kicker Bibel ist eine evangelistische Publikation des Verlags Bible for the Nations, erschienen 2022, mit 832 Seiten. Sie enthält das gesamte Neue Testament sowie Glaubenszeugnisse bekannter Fußballer, die berichten, wie sie in schwierigen Situationen Kraft aus ihrem Glauben schöpften.

Bekannte Beiträge früherer Ausgaben waren unter anderem Jürgen Klopp, Robert Lewandowski und David Alaba. Der Glaube begleitet Nmecha seit seiner Jugend, und trug ihn durch zahlreiche Lebenstiefpunkte. Als er mit 15 Jahren stark gewachsen ist und dadurch Probleme beim Fußball bekam, gar die Profikarriere auf der Kippe stand, habe er «Jesus Christus wirklich kennengelernt». Seither ist er sein täglicher Begleiter:
«Unzählige Male habe ich seine Gegenwart in meinem Zimmer gespürt, in der Zeit, die ich allein mit ihm und mit anderen im Gottesdienst verbracht habe.»
Gegenüber dem Netzwerk Fußball mit Vision fasste er es zusammen: «Es gibt so viel Frieden, Freude und Wahrheit in Jesus.» Nach dem Abpfiff in Houston erklärte er vor laufender ARD-Kamera: «Wir glauben alle, dass Jesus feierlich wirkt durch das Spiel.»
Teuflischer Regenbogen
Seit Jahren steht der 25-Jährige für den Glauben im Fadenkreuz der Medien. 2023, kurz vor seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund, teilte er auf Instagram einen Post, in dem die LGBTQ-Bewegung mit dem Teufel verglichen wurde, sowie einen Beitrag des amerikanischen Influencers Matt Walsh, der sich ebenfalls regelmäßig gegen den Regenbogen-Kult ausspricht.
Der Aufschrei folgte prompt. DFB und BVB suchten das Gespräch. Nmecha distanzierte vorerst von Walsh: «Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich mit der Mehrheit der Äußerungen und der Art und Weise, wie Walsh Menschen behandelt, nicht einverstanden bin.»
Dennoch würde er Dinge beim Namen benennen. Gegenüber dem TV-Sender Sky betonte er wenig später:
«Mein Ziel ist es, Menschen zu lieben und die Wahrheit zu teilen. Ich glaube nicht, dass ich homophob oder transphob bin, nicht mal annähernd.»
Der BVB erklärte nach Gesprächen mit dem Mittelfeldspieler, man teile manche seiner Ansichten nicht, sehe aber keine Hinweise darauf, dass Nmecha Menschen diskriminiere.
Trauer um Charlie Kirk
Im September 2025 folgte die nächste Kontroverse. Charlie Kirk, Gründer von Turning Point USA und einer der bekanntesten konservativen Aktivisten der USA, war am 10. September auf dem Campus der Utah Valley University in Utah während einer öffentlichen Veranstaltung erschossen worden. Er war 31 Jahre alt, zweifacher Vater und überzeugter Christ. Nmecha postete zu einem Schwarzweißbild Kirks auf Instagram:
«Ruhe in Frieden mit dem Herrn. So ein trauriger Tag. Möge der Herr der Familie Kirk beistehen.»
In einem zweiten Beitrag legte er nach:
«Die Ermordung eines zweifachen Vaters und Ehemanns, eines Mannes, der friedlich für seine Überzeugungen und Werte einsteht, zu feiern, ist wirklich böse und zeigt, wie sehr wir Jesus Christus wirklich brauchen.»
Beide Posts wurden später gelöscht, kursieren aber als Screenshots in Social Media. Der BVB kündigte erneut Gespräche an. Nmecha erklärte zwar, dass er Kirks politische Ansichten nicht teile, hielt aber an seiner Grundaussage fest: «Mit meinen Äußerungen wollte ich der trauernden Familie mein Beileid aussprechen und die Botschaft vermitteln, dass Hass und Gewalt niemals die Lösung sein können.»
Gottes Fußballer
Nmecha ist das deutsche Gesicht von Ballers in God, einer Vereinigung gläubiger Profifußballer rund um den ehemaligen englischen Kicker John Bostock, der Verbindungen zu führenden Aktivisten der evangelikalen Awakening-Bewegung in Europa unterhält. Nmecha nannte Bostock in einem Youtube-Interview im Mai seinen Mentor.

Dabei ist das Ungleichgewicht offensichtlich: Spieler wie Mesut Özil und Antonio Rüdiger, die ihren muslimischen Glauben öffentlich zelebrierten, wurden von denselben Medien nie mit vergleichbarer Skepsis bedacht. Die Tagesschau warnte 2023, im Zusammenhang mit der Nmecha-Debatte, explizit vor christlichen Fußballern, die öffentlich missionierten.
Linke Hetze
Nach dem 7:1 gegen Curacao meldeten sich die Nörgler erneut. Journalist Felix Michaelis, der unter anderem für die Jungle World und das Antifa-Portal Belltower News schreibt, ätzte auf X:
«Bevor jetzt alles Nmecha abkulten, kleiner Reminder, dass der Typ frauen- und homofeindliche Positionen öffentlich mehrfach stolz präsentiert hat.»
Die linksalternative Taz legte nach und titelte:
«Platzverweis für Jesus!»
In dem Artikel bezeichnet Autor Andreas Rüttenauer Ballers in God als «evangelikale Sekte», wirft Nmecha vor, seinen Glauben «wie eine Monstranz vor sich herzutragen» und behauptet, hinter seinen «braven Jesus-Sprüchen» stecke in Wahrheit ein «finsteres Menschenbild».
Nmecha kann auf solche Hetze die naheliegendste aller Antworten geben: erfolgreich spielen und die Kritiker zum Schweigen bringen. In der Bibel heißt es in Johannes 15:18:
«Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.»
ARD-Experte und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger kommentierte Nmechas Gebetskreis nach dem Abpfiff mit einem schlichten «Amen». Am Donnerstag trifft Deutschland in Atlanta auf die Elfenbeinküste. Anstoß ist um 22:00 Uhr unserer Zeit.
Nmecha zeigt Rückgrat und steht zu seinen Werten! Mit dem T-Shirt «Sieg für Deutschland!» zeigen Sie ebenfalls Haltung – auch nach der Fußball-WM. Hier mehr erfahren.




